Atomenergie [Politisches]
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Alle die Atomenergie für so billig halten, sollte doch bitte im Preis
auch die Endlagerstätten einplanen, denn so wies aussieht, muss das
Zeugs ja ein paar Tausendjahre bewacht werden...
Aber das Finanziert ja der Staat dann wahrscheinlich...
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Hallo
bluecode schrieb:
Storm.Xapek.de schrieb:
Die zukunftsweisende Kernfusionsanlage wird z.B. in Frankreich gebaut nachdem die grünen gegen eine Anlage in Deutschland protestiert haben.
Ich bin irgendwie grad verwundert. Mit welcher Begründung lehnen denn genau die Grünen ne Kernfusionsanlage ab? Das versteh ich definitiv net...
Da wird nun schon seit einigen Jahrzehnten unheimlich viel Geld in die Kernfusion reingesteckt und was ist rausgekommen? In Deutschland wird sich immer aufgeregt, wieviel Subventionen in die Kohle und die Windernergieanlagen inverstiert wird, aber Atomkraft und Kernfsuion werden wirklich schin ewig unterstützt und die einen sind toatl gefährlich und die anderen experimetieren immer noch in irgendwelchen Labors, ohne dass sich ein Effekt für die Bevölkerung zeigt.
chrische
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Ich bin irgendwie grad verwundert. Mit welcher Begründung lehnen denn genau die Grünen ne Kernfusionsanlage ab? Das versteh ich definitiv net..
Ich erklärs dir: im dem Wort "Kernfusion" befindet sich das Wort "Kern", und das reicht als Argument aus.
Die Kernfusion ist die Energiequelle der Zukunft, (und ich meine nicht die in der Sonne).Das Land (Länder?), das sie zu erst beherrschen, wird zu einer neuen supermacht.
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Erdwärme?
Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)
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chrische5 schrieb:
Da wird nun schon seit einigen Jahrzehnten unheimlich viel Geld in die Kernfusion reingesteckt und was ist rausgekommen? In Deutschland wird sich immer aufgeregt, wieviel Subventionen in die Kohle und die Windernergieanlagen inverstiert wird, aber Atomkraft und Kernfsuion werden wirklich schin ewig unterstützt ...
Es ist richtig, dass auf dem Gebiet schon lange geforscht wird, allerdings wird "das richtig viele Geld" erst seit einige Jahren dort reingesteckt. Vorher lief es eher immer nebenbei, was wohl zum grossen Teil auf politische Ideologie zurueckzufuehren ist - sowohl im Osten, als auch im Westen. Wenn du dir allerdings mal die Geschichte der Kernfusion (bzw. der Forschung) ansiehst, wirst du sehen, dass es gerade in den letzten Jahren einige Durchbrueche gab.
Den Iter selbst zB kann man nur als Ingenieurstechnisches Meisterwerk bezeichen, das noch vor einigen Jahrzenten garnicht moeglich gewesen waere - allein schon wegen der aufwaendigen Magnetfeldberechnung, Steuerungstechnik, usw.Ben04 schrieb:
Zum Thema Thernobyl muss man auch sagen, dass die Sicherheitsmassnahmen sehr gering waren und, dass Reaktoren dieses Types umbedingt stillgelegt werden müssen. Eine einfache Betondecke und Kohlenstoff anstatt Wasser als Moderator ist einfach fahrlässig.
Was heisst geringe Sicherheitsmassnahmen: Die vorliegenden Bestimmungen wurden missachtet. Man koennte sagen Tschernobyl war ein technisches Experiment...
Ben04 schrieb:
Soweit wie ich weiß ist ein Supergau auch bei der Fusion möglich. Allerdings hat die Radioaktivität eine viel kleinere Halblebenszeit von "nur" 100 Jahren.
Soweit ich weiss nicht. Es ist wohl so, dass bei Stoerungen der Fusionsvorgang erlischt, so dass es garnicht moeglich ist den "Gau-Radius" wie zB bei Tschernobyl zu ereichen.
KKWs werden natuerlich auf lange sich auch keine Zukunft haben; alleine schon, weil auch die Uran-Vorraete begrenzt sind - weshalb imho auch der Neubau von KKWs keinen Sinn mehr macht.
Noch lauffaehige KKWs abzustellen und zu glauben das Defizit durch Solar- und Windenergie wieder einzuholen grenzt imho hingegen schon an Dummheit und Ignoranz. Da werden skandinawische Laender als Vorbild herangezogen, die sowhol vom Insutrieaufkommen, als auch von der Bevoelkerungsdichte absolut nicht mit Deutschland, Frankreicht, etc. zu vergleichen sind.
Ich sehe schon kommen, dass in Zukunft alle Arbeitslosen auf Hometrainern ran muessen, um das Energiedefizit auszugleichen - naja, dann waeren wenigstens 2 Probleme mit einer Klappe geloest
Ich persoenlich denke ja, dass bevor die Fusionskraft in ferner Zukunft die tragende Rolle spielt - und das wird sie -, dass Biomassenanlagen eine wichtige Nebenrolle in der Energiegewinnung auf regionaler Ebene einnehmen werden
zB: http://www.utec-bremen.de/5_biomasse/heizwerke/ref/bio_kraftwerk_hannover.html
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Ich würde schon mal die Überschrift des Referats ändern. Es heißt Kernenergie und Kernkraftwerk.
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abbes schrieb:
Ben04 schrieb:
Zum Thema Thernobyl muss man auch sagen, dass die Sicherheitsmassnahmen sehr gering waren und, dass Reaktoren dieses Types umbedingt stillgelegt werden müssen. Eine einfache Betondecke und Kohlenstoff anstatt Wasser als Moderator ist einfach fahrlässig.
Was heisst geringe Sicherheitsmassnahmen: Die vorliegenden Bestimmungen wurden missachtet. Man koennte sagen Tschernobyl war ein technisches Experiment...
Man muss damit rechnen, dass irgendein Idiot die Bestimmungen misachtet. Das mindeste was man hätte machen können wären mehrere Mäntel wie es in westlichen Kernkraftwerke üblich ist. Wahrscheinlich wäre dadurch das radioaktive Material gar nicht erst so hoch in die Luft geblasen worden. Wasser als Moderator hat auch den Vorteil, dass es sehr schnell verdampft bei zu großer Hitze und ohne Moderator werden die Neutronen zu schnell und die Kettenreaktion würde sich stark verlangsamen und damit auch die freigesetzten Energie und Wasserstoff Mengen.
phlox81 schrieb:
Alle die Atomenergie für so billig halten, sollte doch bitte im Preis auch die Endlagerstätten einplanen, denn so wies aussieht, muss das
Zeugs ja ein paar Tausendjahre bewacht werden...Alle die Öl und Kohle für so billig halten sollten auch die Tausendjahre lange Bildungszeit einberechnen.
Ich glaub auch nicht, dass die Kernabfälle tausende Jahre bewacht werden. Entweder wird die Raumfahrt so weit entwickelt, dass man sie ohne Risiko zur Sonne befördern kann oder man findet Wege den Verfallsprocess zu beschleunigen und dabei vieleicht noch Energie rauszuziehen. Für beides Gebiete sind benötigt man Forschung auf dem Gebiet der Fusion.
Was mir allerdings Angst macht ist die in Saltzstöckeeinbudel Politik. Wie kriegt man die da wieder raus oder glaubt man wirklich die da ein paar Jahrtausende unter dem Boden lassen zu können.
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Also im Prinzip ist es doch egal ob wir nun Atomkraftwerke bauen oder nicht. Die Welt steht kurz vor dem Abgrund und meiner Meinung nach ist der Scheitelpunkt schon überschritten und es gibt kein zurück mehr. Der Umweltsinn ist zwar teilweise da, aber noch lang nicht überall. Zum Beispiel ist in China ja gerade ein Aufschwung im Gange. Früher wurde dort mit Fahrrädern gefahren und nun haben viele ein Auto. Darüber sind sie froh und auf Umweltschutz achtet dort keiner. Die Ozonschicht ist teilweise zerstört, die Pole schmelzen, der Wasserspiegel steigt, die Meeresströmungen beginnen sich zu verändern und das gesamte Erdklima ist am zusammenbrechen(naja gut...nen bissel wirds noch dauern), aber der Anfang ist gemacht.
So wie wir mit unserem Planeten umgehen, haben wir es nicht verdient zu leben und das zeigt uns unser Planet auch. Ich denke das wir die Wende nicht schaffen. Selbst die ach so fortschrittlichen US-Amerikaner machen nichts ernsthaftes zum Umweltschutz (Thema Kyotoprotokoll, soweit ich weiß wollen die das nicht unterschreiben).In ein paar Millionen Jahren wird sich dann wieder alles erholt haben und die Atomkraftwerke ist auch keine Gefahr mehr, da die Halbwertzeit von Plutonium ja "nur" 24.000 Jahre ist. Uran hat zwar 4,5 Mrd. Jahre Halbwertzeit und Wismut sogar 1,9*1019 Jahre, aber das geht uns ja nix mehr an.
Ich denke wir werden es nicht mehr schaffen unsere Welt noch zu retten. Eine Möglichkeit sehe ich noch in der Erforschung des Weltalls. Wenn man dort die Forschung vorantreibt und wir endlich mal einen schnelleren Antrieb entwickeln können, dann kann sich der Virus "Mensch" vielleicht weiter im Universum auf anderen Planeten verbreiten.
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McKinley schrieb:
dann kann sich der Virus "Mensch" vielleicht weiter im Universum auf anderen Planeten verbreiten.
Ich glaub du hast zuviel Matrix geschaut, der Mensch ist kein Virus!
Un so schlimm wie du es schliderst steht es garnicht um uns, sicher
das Klima verändert sich, aber aussterben werden wir deshalb nicht,
eine der größten Stärken der Menschheit ist es sich anzupassen.Was alle immer gegen das uran haben versteh ich sowieso nicht, das zeug liegt
schon millionen jahre unter der erde und hat gestrahlt und nur weil wirs
ausbuddeln und dann etwas anreichern um dem ganzen dann etwas energie zu
entziehen gehn wir noch lange nicht unter.Ich denke das klima wird nur irgendwann so schlimm, dass man von alleine aufhören,
wird die Umwelt zu zerstören, das wird aber sicher noch 100 jahre dauern.
Mir tun eigentlich meine Enkel leid den die müssen das ganze wieder aufräumen.
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Storm.Xapek.de schrieb:
Was alle immer gegen das uran haben versteh ich sowieso nicht, das zeug liegt
schon millionen jahre unter der erde und hat gestrahlt und nur weil wirs
ausbuddeln und dann etwas anreichern um dem ganzen dann etwas energie zu
entziehen gehn wir noch lange nicht unter.Übrigens ist das auch irgendwann alle. Nach pessimistischen Schätzungen sogar vor dem Öl, aber da sollte man auch mal nicht alles glauben, sondern sich genauer informieren.
Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)
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Was wohl garnciht so schlecht wär wenn das uran alle wäre. dann hat sich das mit den Atomkraftwerken eben erledigt, dann bleibt uns noch die Kernfusion, wasser ham wir schließlich genug (Wasser: Der Stoff aus dem mann die Isotope Deuterium und Tritium gewinnt)
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Storm.Xapek.de schrieb:
McKinley schrieb:
dann kann sich der Virus "Mensch" vielleicht weiter im Universum auf anderen Planeten verbreiten.
Ich glaub du hast zuviel Matrix geschaut, der Mensch ist kein Virus!
Un so schlimm wie du es schliderst steht es garnicht um uns, sicher
das Klima verändert sich, aber aussterben werden wir deshalb nicht,
eine der größten Stärken der Menschheit ist es sich anzupassen.
Die Matrix-filme hab ich erst ein mal gesehen
Und das das Virus nur eine Metapher war, ist ja klar.
Ernsthaft, die Menschen können sich anpassen, klar, aber das kann er nur im Rahmen seiner Lebensbedingungen tun. Und ich denke, dass selbst wenn wir sofort alles auf Umweltschutz umstellen, dauert es sicher ein paar Jahrzehnte bis das früchte trägt.Storm.Xapek.de schrieb:
Ich denke das klima wird nur irgendwann so schlimm, dass man von alleine aufhören,
wird die Umwelt zu zerstören, das wird aber sicher noch 100 jahre dauern.
Mir tun eigentlich meine Enkel leid den die müssen das ganze wieder aufräumen.Ich meinte in meiner ersten Ausführung auch einige hundert Jahre. Es wird sicherlich noch eine Weile dauern, bis die Erde für uns unbewohnbar wird. Deshalb lege ich ja Hoffnung in die Raumfahrt. Ich denke, dass wir in ein paar hundert Jahre den Weltraum besiedeln können.
Storm.Xapek.de schrieb:
Was alle immer gegen das uran haben versteh ich sowieso nicht, das zeug liegt
schon millionen jahre unter der erde und hat gestrahlt und nur weil wirs
ausbuddeln und dann etwas anreichern um dem ganzen dann etwas energie zu
entziehen gehn wir noch lange nicht unter.Obwohl ich ein Umweltschutz-Beführworter bin, ist der Punkt der Atomkraftwerke einer, wo ich den Meinungen der Umweltschützer wiederspreche. Es ist zwar gefährlich, aber nun wo sie da sind müssen wir sie auch nutzen. Es hat Millionen gekostet um sie zu bauen und nun sind sie da und wir sollten sie nutzen, solange eine kontrollierte Nutzung im sicheren Rahmen möglich ist.
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Storm.Xapek.de schrieb:
Wasser: Der Stoff aus dem mann die Isotope Deuterium und Tritium gewinnt
Tritium eher nicht. Tritium lässt sich aus Lithium herstellen.
Das ist der Grund warum Tritium-Deuterium-Reaktoren, die jetzt in Planung sind,
"nur" für ein paar tausend Jahre Brennstoff hätten.
Irgendwann müsste man sie weiter zu reinen Deuterium-Reaktoren weiter entwickeln.
Vielleicht gelingt auch irgendwann Kernfusion mit dem "normalen" Wasserstoff.
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scrub schrieb:
edit: nach einstündiger recherche über störfälle allein in deutschen atomkraftwerken habe ich meine meinung geändert. neuer standpunkt: die atomkraftwerke müssen so schnell wie möglich weg, nicht erst nach restlaufzeiten, sondern lieber heute als morgen.
"Quelle"? Ich hab letztens in einer Reportage im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört, dass es in der Geschichte der Atomkraft in Deutschland zu zwei Fällen kam, bei denen die Sicherheitsstufe um EINS angehoben werden musste. Sonst liefen bei uns alle Kernkraftwerke auf der normalen Stufe.
scrub schrieb:
tja, da können wir uns ja nur wünschen, daß der nächste mit tschernobyl vergleichbare störfall in deutschland auftritt. vorzugsweise im bereich der meisten befürworter, also süddeutschland. dann ist dieses leidige thema vom tisch und man kann sich hier endlich um die zukunft kümmern.
Natürlich. Am besten wir in Deutschland bleiben wieder einmal mehr in einer Technologie zurück, während unsere Nachbarländer weiter schön neue Kraftwerke bauen.
phlox81 schrieb:
Alle die Atomenergie für so billig halten, sollte doch bitte im Preis
auch die Endlagerstätten einplanen, denn so wies aussieht, muss das
Zeugs ja ein paar Tausendjahre bewacht werden...
Aber das Finanziert ja der Staat dann wahrscheinlich...
Hier drauf wurde ja schon geantwortet, aber trotzdem noch einmal: Ich glaube, es ist sehr, sehr viel billiger, das zu lagern, als für die Schäden der anderen Energiequellen aufzukommen.
abbes schrieb:
Ich sehe schon kommen, dass in Zukunft alle Arbeitslosen auf Hometrainern ran muessen, um das Energiedefizit auszugleichen - naja, dann waeren wenigstens 2 Probleme mit einer Klappe geloest


Storm.Xapek.de schrieb:
Mir tun eigentlich meine Enkel leid den die müssen das ganze wieder aufräumen.
Geb ich dir völlig Recht. Einmal wegen der Umweltverschmutzung und einmal wegen der Finanzpolitik in Deutschland.
Mr. B
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Mr. B schrieb:
scrub schrieb:
edit: nach einstündiger recherche über störfälle allein in deutschen atomkraftwerken habe ich meine meinung geändert. neuer standpunkt: die atomkraftwerke müssen so schnell wie möglich weg, nicht erst nach restlaufzeiten, sondern lieber heute als morgen.
"Quelle"? Ich hab letztens in einer Reportage im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört, dass es in der Geschichte der Atomkraft in Deutschland zu zwei Fällen kam, bei denen die Sicherheitsstufe um EINS angehoben werden musste. Sonst liefen bei uns alle Kernkraftwerke auf der normalen Stufe.
ok, lassen wir alle "geringfügigen" "ungereimtheiten" mal weg (hier mal ein ventil im eimer, dort mal eine kontrolle verschlampt).
findest du wirklich, daß diese zwei ereignisse, von denen du da redest, einfach so hingenommen werden sollten? die haben doch eindeutig bewiesen, daß es den betreibern anscheinend zu teuer ist, die technik zu beherrschen. sie mag zwar beherrschbar sein, aber anstatt das auszunutzen geistert anscheinend die philosophie in den köpfen herum "naja, solange kein großes aufhebens drum gemacht wird, ists ja egal, wenn sicherheit verachlässigt wird". die reaktorsicherheit befindet sich primär in den händen von leuten, die geld verdienen wollen. da sich diese interessen zumindest zeitweise widersprechen und im zweifel eher ans geld gedacht wird, ist die gefahr viel zu groß.Mr. B schrieb:
scrub schrieb:
tja, da können wir uns ja nur wünschen, daß der nächste mit tschernobyl vergleichbare störfall in deutschland auftritt. vorzugsweise im bereich der meisten befürworter, also süddeutschland. dann ist dieses leidige thema vom tisch und man kann sich hier endlich um die zukunft kümmern.
Natürlich. Am besten wir in Deutschland bleiben wieder einmal mehr in einer Technologie zurück, während unsere Nachbarländer weiter schön neue Kraftwerke bauen.
wer sagt denn das? technologischer vorsprung ist doch kein selbstzweck! mit neuerer kraftwerkstechnik können wir uns zwar immer noch einen runterholen und "wir sind technisch vorne" sabbern, aber mehr bringts doch nicht. die alternativen liegen auf der hand, und dort liegen wir technisch vorne UND das bringt uns sogar was. deshalb müssen wir dort massiv weitermachen und nicht mit einer scheindiskussion über laufzeitverlängerung diese entwicklung behindern.
Mr. B schrieb:
phlox81 schrieb:
Alle die Atomenergie für so billig halten, sollte doch bitte im Preis auch die Endlagerstätten einplanen, denn so wies aussieht, muss das Zeugs ja ein paar Tausendjahre bewacht werden...
Aber das Finanziert ja der Staat dann wahrscheinlich...
Hier drauf wurde ja schon geantwortet, aber trotzdem noch einmal: Ich glaube, es ist sehr, sehr viel billiger, das zu lagern, als für die Schäden der anderen Energiequellen aufzukommen.
ja, das magst du ja glauben, aber es stimmt nunmal leider nicht. rechne mal alle "nebenkosten" in der real erforderlichen höhe mit in den preis ein (also die kosten für versicherungen, für den transport des atommülls, für die endlagerung usw.). dann kommt auf einmal heraus, daß atomstrom bei weiten nicht wettbewerbsfähig ist. nur aufgrund der versteckten subventionen und der fehlenden wettbewerbssituation konnte atomenergie überhaupt bis jetzt durchhalten.
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scrub schrieb:
wer sagt denn das? technologischer vorsprung ist doch kein selbstzweck!...
Man erarbeitet sich doch einen Vorsprung um einen (i.d. Fall Mark-)Technischen Vorteil gegeueber anderen zu haben. Was soll das denn sonst sein ausser Selbstzweck?
scrub schrieb:
Mr. B schrieb:
phlox81 schrieb:
Alle die Atomenergie für so billig halten, sollte doch bitte im Preis auch die Endlagerstätten einplanen, denn so wies aussieht, muss das Zeugs ja ein paar Tausendjahre bewacht werden...
Aber das Finanziert ja der Staat dann wahrscheinlich...
Hier drauf wurde ja schon geantwortet, aber trotzdem noch einmal: Ich glaube, es ist sehr, sehr viel billiger, das zu lagern, als für die Schäden der anderen Energiequellen aufzukommen.
ja, das magst du ja glauben, aber es stimmt nunmal leider nicht. rechne mal alle "nebenkosten" in der real erforderlichen höhe mit in den preis ein (also die kosten für versicherungen, für den transport des atommülls, für die endlagerung usw.). dann kommt auf einmal heraus, daß atomstrom bei weiten nicht wettbewerbsfähig ist. nur aufgrund der versteckten subventionen und der fehlenden wettbewerbssituation konnte atomenergie überhaupt bis jetzt durchhalten.
Ich denke er bezieht sich damit nicht auf eine Materielle Kosten-Nutzen-Rechnung, sondern auf die Umwelteinfluesse/-schaeden die durch fossile Energietraeger entstehen, bzw. entstehen koennen. Das faengt an beim enormen CO2 Ausstoss, ueber zig-tausend Kilometer Gas- und Oelpipelines bis hin zum Tankerunglueck, wodurch Meere und Straende verseucht werden.
Auch wenn ich mich wiederhole:
Alternative und regenreative Energien sind eine gute Sache - und auch wichtig.
Aber sie reichen heute nicht aus den (wachsenden) Energiebedarf zu decken und werden dies auch in Zukunft nicht tun.
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abbes schrieb:
scrub schrieb:
wer sagt denn das? technologischer vorsprung ist doch kein selbstzweck!...
Man erarbeitet sich doch einen Vorsprung um einen (i.d. Fall Mark-)Technischen Vorteil gegeueber anderen zu haben. Was soll das denn sonst sein ausser Selbstzweck?
genau, so isses, wie ich schon sagte, damit man sagen kann "ich hab den längsten".
nun, das ziel technischer entwicklung muß natürlich die erhaltung der umwelt und der lebensqualität sein.abbes schrieb:
Ich denke er bezieht sich damit nicht auf eine Materielle Kosten-Nutzen-Rechnung, sondern auf die Umwelteinfluesse/-schaeden die durch fossile Energietraeger entstehen, bzw. entstehen koennen. Das faengt an beim enormen CO2 Ausstoss, ueber zig-tausend Kilometer Gas- und Oelpipelines bis hin zum Tankerunglueck, wodurch Meere und Straende verseucht werden.
wie langfristig sind die umweltverschmutzung und ihre folgen denn? das bißchen ozonloch, daß bißchen dreckige luft, das alles ist in 100 jahren wieder behebbar. bei der atomenergie sieht das leider anders aus. und über den weg, den das uran aus dem bergwerk bis zum brennstab bis zum endlager nimmt, reden wir mal lieber nicht, sonst geht die rechnung noch größer gegen dich auf.
abbes schrieb:
Aber sie reichen heute nicht aus den (wachsenden) Energiebedarf zu decken und werden dies auch in Zukunft nicht tun.
dann müssen wir eben zuerst mal dafür sorgen, daß energie nicht sinnlos verplempert wird. individualverkehr bietet da bspw. ein großes einsparpotential. und woher willst du wissen, ob davon der "(wachsende) Energiebedarf" gedeckt werden können wird?
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mezzo mix schrieb:
Ich würde schon mal die Überschrift des Referats ändern. Es heißt Kernenergie und Kernkraftwerk.
Ist jetzt eeh egal

Habe es schon gehalten. War mehr nen kurzer Vortrag als ein Referat...
Note
1

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scrub schrieb:
abbes schrieb:
Ich denke er bezieht sich damit nicht auf eine Materielle Kosten-Nutzen-Rechnung, sondern auf die Umwelteinfluesse/-schaeden die durch fossile Energietraeger entstehen, bzw. entstehen koennen. Das faengt an beim enormen CO2 Ausstoss, ueber zig-tausend Kilometer Gas- und Oelpipelines bis hin zum Tankerunglueck, wodurch Meere und Straende verseucht werden.
wie langfristig sind die umweltverschmutzung und ihre folgen denn? das bißchen ozonloch, daß bißchen dreckige luft, das alles ist in 100 jahren wieder behebbar. bei der atomenergie sieht das leider anders aus. und über den weg, den das uran aus dem bergwerk bis zum brennstab bis zum endlager nimmt, reden wir mal lieber nicht, sonst geht die rechnung noch größer gegen dich auf.
Ja vieleicht - vieleicht aber auch nicht.
Was ist wenn durch eine, wenn auch nur minimale, globale Erwaermung das Klima vollstaendig umkippt. So koennte zB der Golfstrom zum erliegen kommen, was den Waermetransport zwischen den Regionen unterbinden wuerde. Das waere mit Sicherheit nicht in 100 Jahren zu reparieren. Und wer weiss was noch alles passieren kann. Stell dir vor es wird waermer und eine Supermalaria breitet sich aus, oder Ebola, oder sonst was...scrub schrieb:
abbes schrieb:
Aber sie reichen heute nicht aus den (wachsenden) Energiebedarf zu decken und werden dies auch in Zukunft nicht tun.
dann müssen wir eben zuerst mal dafür sorgen, daß energie nicht sinnlos verplempert wird. individualverkehr bietet da bspw. ein großes einsparpotential. und woher willst du wissen, ob davon der "(wachsende) Energiebedarf" gedeckt werden können wird?
Wenn die Befuerworter der RegEnergien von den grossen Erfolgen der Windkraft oder Solarenergie schwaermen dann lassen sie oft das kleine Detail aus, dass es sich bei der angegebenen "erzeugten" Energie nur um die Nennleistung der verschiedenen Wind- und Solarparks handelt. Die tatsaechlich erzeugte Energie ist dabei sehr viel geringer anzusetzen. Das Hauptproblem hierbei sind die grossen, nicht vorhersagbaren Schwankungen bei der Energieerzeugung, welche durch herkoemmliche Kraftwerke kompensiert werden muessen. D.h die Turbinen mussen spontan hochgefahren werden, was wiederum wesentlich mehr Emissionen verursacht als ein Regelbetrieb.
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Tschernobyl wird ja immer sehr gerne als Anhaltspunkt und Begründung für eine Anti-Kernkraft Einstellung genommen. Leute, die dies tun wissen jedoch in der Regel nicht, was das Kernkraftwerk tatsächlich unsicher gemacht hatte. Die RBMKs wurden ursprünglich entwickelt um neben der Energiegewinnung auch noch im großen Maßstab waffenfähiges Plutonium zu erzeugen. Ein Siedewasserreaktor, der wegen Graphit-Moderation nicht inhärent sicher ist und auch noch nicht ausschließlich zum Zwecke der Energieerzeugung entwickelt wurde, wird immer wieder als Beispiel hingestellt.
Die völlige Verblendung, mit der manchen Kernkraft-Gegner ihren Standpunkt vertreten sorgt dafür, dass inhärent sichere (stets negativer Dampfblasen-Koeffizient), weil mit Kühlmittel (meistens Wasser) moderierte Reaktoren abgeschaltet werden und der Strom aus der Ukraine gekauft wird, wo dann weitere RBMKs gebaut werden:
Die grüne Traumtänzer-Partei nutzt den Jahrestag, um kräftig Politik zu machen, aber brauchbare Ideen, wie es ohne die klimafreundlichste Art der Energiegewinnung gehen soll, hat sie nicht. Auch scheinen Umweltschutz und Sicherheit für sie rein lokale Themen zu sein, denn wenn böse Kraftwerke außerhalb Deutschlands, zum Schaden unserer Wirtschaft und Sicherheit gebaut werden, dann ist das scheinbar gleich viel besser.