Abitur viel zu leicht?



  • TGGC schrieb:

    Irrenhaus schrieb:

    gymnasium auf 12 jahre verkürzen? lächerlich. aber wahr.

    Habe noch nie erlebt, das 13. Klässler was tolleres konnten. Leute, die länger studieren sind meist Mittelfeld, die kürzsesten Studienzeiten sind eher bei der besseren Hälfte zu finden. Ergo Zeitverschwendung. (BTW 4 h Sonnabend wären wesentlich effektiver! 😎

    Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)

    wenn ich jetzt nachfrage wenn du alles mit 12/13 jahren schule getroffen hast und diese auf ihr wissen testen konntest, dann bekomme ich sicher eine super antwort
    aber irgendwas muss man ja in dem jahr mehr gelernt haben...



  • Soweit ich weis wiederholt man im 13 nur nochmal alles fürs abi.
    Sonst nix



  • Hallo

    Marc++us schrieb:

    Gregor schrieb:

    chrische5 schrieb:

    soziales Lernen

    Was ist das denn? 😕

    Was das ist weiß ich auch nicht, aber ich nehme an, daß es damit zu tun hat, daß man zum Schluß erreicht, daß alle gleich schlecht sind, weil gar keiner mehr was von den Grundlagen weiß.

    Ich muss schon sagen, dass ich verwundert bin über dermaßen viel Ignoranz. (das soll keine Beleidigung sein) Wer so etwas sagt, der scheint sich nicht damit auseinander gesetzt zu haben. Es geht doch nicht darum, dass Mechaniker nur noch soziales Training machen und komplett auf den Rest Ihrer Ausbildung verzichten, aber wenn man sich mal die Lebensläufe heutzutage anschaut, dann fällt schon auf, dass nur noch sehr wenige Menschen ausschließlich mit Ihrem erlernten Beruf leben. Fast allen Menschen werden heute Fachübergreifend eingesezt und somit kann es nicht schaden auch mal über Tellerrand ztu schauen.

    Gregor schrieb:

    Naja, stimmt wohl. Das Soziale ist schon deutlich wichtiger geworden in letzter Zeit. Ich glaube zum Beispiel, dass es in Berufen, die irgendetwas mit Kunden zu tun haben, in erster Linie auf "Social Engineering" ankommt. Zumindest kann ich mir ansonsten nicht erklären, warum ich in letzter Zeit häufiger feststelle, dass es eine ganze Menge Leute folgender Art gibt:

    - Ein Vermögensberater, der entweder keine Zinsrechnung kann oder kein Deutsch, so dass er entsprechende Briefe in seinem Tätigkeitsbereich nicht richtig verstehen kann.
    - Ein Handwerker, der keine Flächen berechnen kann und gleich mal in einem Kostenvoranschlag von 60m² statt eigentlichen 40m² ausgeht, die er einem in Rechnung stellen möchte.
    - Eine Bank, die die Zinsen falsch berechnet.

    Mit anderen Worten: Es scheint heutzutage darauf anzukommen, seine Kunden einfach zu bequatschen. Dem normalen Kunden fallen solche Fehler inzwischen wahrscheinlich gar nicht mehr auf. Soll der sich fachlich besser auf einem Gebiet auskennen, als der, der sich immer damit beschäftigt?

    Auch dir sage ich gerne noch einmal, dass es nicht darum geht Kompetenzen, die für den Job wichtig sind zu vernachlässigen, aber es gibt mittlerweile Arbeitsübergreifenden Schlüsselkompetenzen, zu denen nun mal Teamfähigkeit, ... gehört. Wenn du übrigens nur solche unfähige Menschen kennst, solltest du dir überlegen, ob nicht du vielleicht das Problem bist und dir eventuell andere Kontakte besorgen.

    Gregor schrieb:

    Mir kommt es eher so vor, als ob man in der Schule das Lernen ganz schnell verlernt. 😃

    Hier muss ich dir Recht geben. Durch das starre kleben an alten Traditionen und Lernaufassungen, versauen wir den Kindern die Lust am Lernen.

    Gregor schrieb:

    ...BTW: Wie soll man eigentlich in der Schule das Lernen lernen, wenn man da insgesamt so wenig lernt? Übung macht den Meister würde ich da eigentlich sagen. Gebt den Schülern was zu lernen, dann werden die schon selbst mit der Zeit merken, wie man das am Besten macht.

    Hier erkennt man, dass du durch unser altes Schulsystem gegangen bist und eben nicht weißt, wie man lernen lernt. Falls daran Interesse hast, empfehle ich die: Frederic Vester zu lesen.

    Gregor schrieb:

    ...und wenn man sich soziale Problembereiche anschaut, muss man doch letztendlich auch sagen, dass die Probleme, die da bestehen, auf fehlende Perspektiven zurückzuführen sind, die wiederum auf fehlende Qualifikation zurückzuführen sind. Letztendlich erscheint es mir so, dass bei diese ganzen "Soft Skills", die man in letzter Zeit haben muss (Sozialkompetenzen, Teamfähigkeit usw.), vergessen wird, dass über allem die ganz harten Fähigkeiten stehen: Von nichts kommt nichts. Auch wenn man ein ganzes Team hat, das nichts kann. Und wenn man durch so eine Problemschule gegangen ist und danach nichts kann, außer irgendwie mit den Konflikten und Problemen dort zurechtzukommen, dann hat man diese Konflikte und Probleme eben nicht gelöst. Man hat sich nur damit abgefunden.

    Und zum letzten Mal: ES GEHT NICHT DARUM, NICHTS MEHR ZU LERNEN.

    chrische



  • Storm.Xapek.de schrieb:

    Soweit ich weis wiederholt man im 13 nur nochmal alles fürs abi.
    Sonst nix

    Quatsch!

    chrische5 schrieb:

    Gregor schrieb:

    ...BTW: Wie soll man eigentlich in der Schule das Lernen lernen, wenn man da insgesamt so wenig lernt? Übung macht den Meister würde ich da eigentlich sagen. Gebt den Schülern was zu lernen, dann werden die schon selbst mit der Zeit merken, wie man das am Besten macht.

    Hier erkennt man, dass du durch unser altes Schulsystem gegangen bist und eben nicht weißt, wie man lernen lernt. Falls daran Interesse hast, empfehle ich die: Frederic Vester zu lesen.

    Schade, dass die Schule es versäumt einen mal ab und zu ins kalte Wasser zu werfen... Man lernt nur zu lernen, wenn man nicht alles vorgekaut bekommt.


  • Mod

    chrische5 schrieb:

    aber es gibt mittlerweile Arbeitsübergreifenden Schlüsselkompetenzen, zu denen nun mal Teamfähigkeit, ... gehört.

    Ich bin überrascht von Deiner Naivität. Glaubst Du wirklich, Teamfähigkeit kann man lernen? Hast Du Dich mal mit dem Stärke-/Schwächeausgleich innerhalb von Teams befasst, dem Problem der alpha-Dominanz in Gruppen, usw? Oder glaubst Du, die Schule macht aus einem introvertierten schüchternen Schüler durch Unterricht in Teamfähigkeit ein selbstbewußt auftretendes Mitglied der Gruppe?

    Abgesehen davon: wenn jemand in Teamfähigkeit eine "1" hat, dann ist das ein bißchen so wie eine 1 im Sportunterricht. Nett, aber nutzlos, solange er in Englisch, Deutsch und Mathe nichts reißt. Oder wozu brauche in den perfekten Teamplayer, der nichts drauf hat? Da hat Gregor ein gutes Beispiel gebracht mit den Labertaschen, die z.B. in der Bank sitzen und nicht mal die Tilgungsrate für einen Kredit richtig ausrechnen können.

    Und je mehr weiche Fächer eingeführt werden, desto mehr harte Fächer werden gestrichen - unvermeidbar, da nur endliche Zeit zur Verfügung steht. Demnach besteht doch gar keine andere Chance, als diese Fächer auf Kosten von Wissensfächern einzuführen.

    chrische5 schrieb:

    Wenn du übrigens nur solche unfähige Menschen kennst, solltest du dir überlegen, ob nicht du vielleicht das Problem bist und dir eventuell andere Kontakte besorgen.

    Du glaubst nicht, was man als Projektleiter in real existierenden Firmen so alles erlebt. Leider kann ich mir nicht nur andere Kontakte besorgen.

    Regel 1 für Projektmanagment: akzeptiere die Realität.

    Aber noch ein Wort zu den Kontakten: ich habe schon Bewerbungsgespräche mit Leuten geführt, die Azubi (Fachinformatiker) werden wollten. Das war auch kein Spaß.



  • chrische5 schrieb:

    Hier erkennt man, dass du durch unser altes Schulsystem gegangen bist und eben nicht weißt, wie man lernen lernt. Falls daran Interesse hast, empfehle ich die: Frederic Vester zu lesen.

    Also, ich schlage mich momentan eigentlich ganz gut durchs Studium. Insofern weiß ich, wie man lernt. Und ich weiß auch, wie man sich das Lernen beibringt: Durchs Lernen selbst. Ach ja, es gab am Anfang des Studiums durchaus auch Leute bei uns, die solche Bücher wie "Lernen lernen" gelesen haben. Die sind jetzt alle weg. Haben alle das Studium abgebrochen oder zu irgendetwas anderem gewechselt.



  • chrische5 schrieb:

    Wenn du übrigens nur solche unfähige Menschen kennst, solltest du dir überlegen, ob nicht du vielleicht das Problem bist und dir eventuell andere Kontakte besorgen.

    Oh, also ich kenne die nicht. Die gehören nicht zu meinem Bekanntenkreis. Wie Du vielleicht erkannt hast, waren das mehr oder weniger "geschäftliche" Kontakte:

    - Der Handwerker hätte einen Auftrag kriegen können, wenn er einen vernünftigen Kostenvoranschlag gemacht hätte. So kam man sich gleich verarscht vor und der Auftrag ging an nen anderen.

    - Bei der Bank habe ich halt durch einen zufälligen Blick auf mein Guthaben festgestellt, dass da etwas bei der Zinsberechnung nicht stimmen kann. Ich muss dazu sagen, dass die Bank ihren Fehler dann wenigstens eingesehen hat und entsprechend korrigiert hat.

    ...usw..



  • Ich finde es eigentlich schade das es hier in DE die Abstufung der Bildungsqualität nach Bundesländer gibt.
    In Österreich ist die Bildung Bundessache und nicht so wie hier Landessache.
    SOmit ist auch der Lehrplan überall gleich. Zumindest war es damals bei mir so. 16 Jahre her.
    Da überlegt man sich ja hier ob man überhaupt Lehrlinge aus bestimmten Bundesländern mit ABI nimmt.



  • Unix-Tom schrieb:

    In Österreich ist die Bildung Bundessache und nicht so wie hier Landessache. SOmit ist auch der Lehrplan überall gleich. Zumindest war es damals bei mir so. 16 Jahre her.

    Das ist immer noch so.



  • zu der sache mit den vielen "weichen" und somit weniger "harten" fächern:

    ich ( 10. klasse gymnasium) hatte da letztens einen sehr netten disput mit unserer musiklehrerin.

    nachem ich sie in freundlichster weise nach dem sinn, der hinter der interpretation des musicals "my fair lady" in form einer analyse von fast jedem song in ausführlichster weise auf grundlage von musikalischen parametern sowie einer zu verfassenden kritik in form eines artikels einer fachzeitschrift und ähnlichen dingen gefragt hatte, erwiederte sie, das gehöre ja wohl zur allgemeinbildung und wäre ausserdem ein erklärtes ziel des gymnasiums als dass wir schüler dadurch eine gewisse intelektuelle bildung erhielten.
    so fragte ich dann, ob wir nicht ein wenig konkreter mit musik arbeiten können, da ja wohl die interpretation von texten, auch wenn diese hier gesungen vorgetragen werden, wohl eher ein fall für den deutsch oder philosophieunterricht wären.
    nein, das stehe im lehrplan, das müsse gemacht werden, und ausserdem sei das ja enorm wichtig. so brachte sie ein geniales beispiel:

    wenn wir später mal von einem bekannten in ein theaterstück, in ein konzert oder ähnliches eingeladen werden ( ja, sie sagte "werden", nicht "würden"), dann sollten wir doch schon anhand des namens wissen, was wir zu erwarten hätten und einen soliden grundstock an wissen haben, um uns nachher im angemessenen rahmen an den diskussionen zur vorstellung beteiligen zu können.

    mein gegenbeispiel:
    stellen sie sich vor, jemand würde ( ich sagte "würde") sie zu einer vorlesung über quantenphysik einladen. dann sollten sie doch wissen, was sie erwartet und sich nachher angemessen an weiterführenden diskussionen zum thema beteiligen können.

    da war sie wohl am ende, es kam nur:
    "das kann man nicht miteinander vergleiche! als hausaufgabe ......."

    aber worauf ich eigentlich hinauswill ( den musikunterricht werde ich wohl von seinen inhalten her nicht mehr maßgeblich verändern können, solange ich in der schule bin): bei unseren 2 stunden musik pro woche bekommen wir dort ca. 1-2h hausaufgaben pro woche. vergleicht man das mit physik ( ebenfalls 2 wochenstunden) und den dafür anfallenden ca. 10 min hausaufgaben pro woche, so könnte man doch anfangen zu denken...

    dabei will ich noch hinzufügen, dass unsere musiklehrerin ( auch als hobbypädagogin bezeichnet) lediglich 6 stunden pro woche unterrichtet, davon 4 musik ( 2 bei uns, 2 in einer anderen 10) und 2 englisch ( ka, wie man 2 stunden englisch pro wochen geben kann...). dem zu folge hat sie einiges an zeit und erwartet selbiges auch von uns. insofern ist hier die menge der hausaufgaben teilweise auch durch die leider sehr geringe pädagogische und didaktische kompetenz dieser lehrkraft bedingt.

    allerdings führt dies im endeffekt dazu, dass wir in der 10. klasse beträchtlich mehr aufwand und energie in meiner meinung nach für das spätere leben eines abiturienten ( vor allem studium) eher belanglose unterrichtsinhalte stecken als in nutzbringende. oder will mir jemand erzählen, dass irgendwer etwas davon hätte, wenn er musicals interpretieren kann ( wobei ich schon die gesamte thematik von interpretationen für **** halte, das ist aber eine andere sache) und dafür weniger fundierte kenntnisse in mathematik, englisch und naturwissenschaften hat?

    will hier nocheinmal betonen, dass wir wirklich in musik wesentlich straffer arbeiten als in physik und chemie und anderen "harten" fächern, in denen nicht mehr oder weniger sinnfreies gelaber inhalt ist. das ist meiner meinung nach eine etwas schlechte schwerpunktsetzung.
    allerdings wäre der versuch, diese durch ebenfalls strafferen unterricht in harten fächern zu nivellieren, ebenfalls nicht unbedingt erfolgesversprechend, da es somit zu einer insgesamt deutlichen mehrbelastung kommen würde ( will jetzt hier nicht auf dem punkt rumhacken, ob wir in der schule genug pauken).

    meiner meinung nach wäre eben eine konzentration auf "harte" und später auch für das weitere leben sinnvollere lernihalte, die vor allem in naturwissenschaften und sprachen wesentlich deutlicher zu erkennen sind als in musik oder kunst angebracht.

    da sagte mal eine lehrerin zu mir: "denk doch an deine klassenkameraden, die später mal autor werden wollen oder maler!"

    klar, hier ist auch wieder die etwas verpeilte meinung eines individuums gezeigt, aber insgesamt kann man dazu z.b. sagen:

    WO WÄREN WIE NUR OHNE UNSERE BILDHAUER, DIE STÜTZE DER GESELLSCHAFT???

    maler und bildhauer bringen uns nicht weiter, autoren nur bedingt und professionelle musical-interpretatoren werden deutschland auch nicht retten! ist das so schwer zu verstehen?

    arghzzz, jetzt reg ich mich wieder auf... meld mich nochmal**


  • Mod

    LUZA schrieb:

    autoren nur bedingt

    Hey! Vorsicht. 👎

    😃



  • @ LUZA
    Wo wir schon beim thema schule sind, hätte ich mal ne reine interessensfrage:
    Da du angibts in der 10ten des gymnasiums zu sein müsstest du heute morgen eine zk in deutsch geschrieben haben, hat bei euch jemand das gedicht oder den text als thema genommen? Bei uns hat das niemand, ich selbst hab die erst garnicht gelesen,
    die geschichte kam mir einfach nur dämlich vor und war mir auserdem zu lang.
    Wie stehts bei euch, kommt es ecuh auch so vor als seien diese ZK's reine schikanen?



  • hm... ich bin hier in nrw und habe erstmal gar keine ahnung, was du mit zks ( ohne ' bittesehr**) meinst.

    wenn es sich dabei um eine art vergleichsarbeit ( eine arbeit, die dann alle schulen und evtl. auch schulformen in einem bestimmten gebiet zeitgleich schreiben müssen) handelt, die nachher zu auswertungszwecken und schulrankings an irgendeine behörde geschickt werden:

    👎

    sowas haben wir nämlich in der 9. klasse mal gemacht, also imho letztes jahr, wenn ich mich recht erinnere.

    hat bei uns so garnichts gebracht, ausser das wir mit dem normalen stoff anderthalb wochen nicht weitergekommen sind. die arbeit an sich war in mathe sowas von einfach... in englisch von den aufgaben her nicht unbedingt gelungen, d.h. die aufgaben waren einfach dämlich. da sollte man ein wenig multiple-choice ankreuzen und anschliessend erklären, warum man markenartikel kauft oder eben nicht.
    der bereicht deutsch war der oberhammer, reichlich sinnfrei. es sollte wohl vor allem das textverständniss von uns schülern geprüft werden. dies dann allerdings an einem märchen mit irgendeinem weihnachtsmann zu tun, wobei man dann später eine gewisse intention des autors oder so erkennen sollte, fand eigentlich niemand angebracht. und zum bereich kreatives schreiben hatten die auch noch eine aufgabe, die aber so unschön war, dass ich die schon längst wieder aus meinem gedächtnis verdrängt habe.

    zusammenfassend: für uns als schüler kein gewinn, die schulrankings waren wenig aussagekräftig. des weiteren hatten wir haufenweise ausfall ( da reden die politiker immer davon, wie schlimm das doch sei, wenn unterricht ausfalle, und dann fördern die das auch noch...) durch die mehrstündigen arbeiten und sind im prinzip durch eine kleine vorbereitung in den jeweiligen fächern die nur schon längst abgehandelte themen wieder mal ankratzte im stoff mehr als eine woche lang nicht weitergekommen.

    der sinn hinter dieser aktion bleibt mir verborgen, ich stemple das ganze mal als bildungspolitischen aktionismus ab.



  • 1. TRIGONOMETRIE:

     Vermessungsaufgaben mit und ohne TRIGO; weitere Programmierungen

     Definitionen, Rechenregeln
    • Polarkoordinaten
    • Graphen und Eigenschaften
    • goniometrische Gleichungen
     Sinussatz, Cosinussatz, Flächenformel (Beweise!)
     Eindeutigkeitsüberlegungen (SSW-Satz)

    2. VEKTORRECHNUNG UND ANALYTISCHE GEOMETRIE

     Abstände, Winkel, Schnittgeraden, Volumen, Lagebeziehungen, ...
     2- und 3-dimensionale Bewegungen (Schiffe, U-Boote, ...)
     Kreis, Kugel (Tangenten, Berühraufgaben); Ellipsen in Anwendungen

     Grundbegriffe: Definition, Betrag, Addition, Einheitsvektor, lineare Abhängigkeit, Halbierungspunkt, ...
     Formen von Geraden- und Ebenengleichungen (Zusammenhang, Programmierung)
     Stecken- und Winkelsymmetralen programmieren
     Lösen linearer Gleichungssysteme und Interpretation (Ebenenschnitt, lineare Abhängigkeit)
     Produkte in der Vektorrechnung (Eigenschaften, Rechenregeln)
     Hesse’sche Abstandsformel (Bew.)
     Vektor-Winkel-Formel (Bew.)
     Anwenden und Erweitern des GEO-Files (besonders bei Dreiecken)

    3. BEWEGUNGEN

     nicht beschleunigt: Zeit-Ort-Funktionen; graphische Darstellung, Programmierung, Ausgleichsfkt., Treffpunkte, ...
     beschleunigte Bewegungen: Geschwindigkeiten usw.
     Anwendungen der Differential- und Integralrechnung; (Differntialquotient – Momentangeschwindigkeit)

    4. WIRTSCHAFTSMATHEMATIK

     Sparformen und Kredite berechnen (vor- und nachschüssige Renten, effektiver Zinssatz, Quartalszinssatz)
     Berechnen mittels Iterationen; Darstellung in Derive-Tabellen
     Herleitung der Rentenformeln

     Erklären der genauen Bankmodalitäten
     Unterschiede zwischen praktischer und theoretischer Verzinsung

    5. WACHSTUMSPROZESSE

     Ausgleichsfunktionen für Wachstumsprozesse
     Zerfallsgesetz (Herleitung, Halbwertszeit, ...)
     Differenzengleichungen (Iterationen, …)
     Herleitung von expliziten Formeln für Wachstumsprozesse

    6. FUNKTIONENLEHRE

     Kurvendiskussionen von Polynomen (auch umgekehrt; Kurvenscharen)

     Grundbegriffe: Definitions- und Wertemenge, Bijektivität, Umkehrfunktion
    • Graphen der wichtigsten Funktionen (Eigenschaften, verschieben)
    • quadratische Gleichungen: Lösungsformel herleiten; graphisch interpretieren
     Nullstellen von Polynomen; Satz von Vietá, Fundamentalsatz der Algebra (komplexe Nullstellen)
     Stetigkeit: Definition; Arten von Unstetigkeitsstellen
    7. FOLGEN UND REIHEN

     rekursive und explizite Darstellung
     arithmetische und geometrische Folgen (Eigenschaften, Vergleich)
     Monotonie, Beschränktheit, Konvergenz (Beweise)
     geometrische und arithmetische Reihen (Summenformeln herleiten)
     Anwendungen der geometrischen Reihen (nur Wachstumsprozesse)
     Verfahren von Heron

    8. DIFFERENTIAL- UND INTEGRALRECHNUNG

     Extremwertaufgaben
     Ober- und Untersummen
     Flächen und Volumsberechnungen
     Differenzenquotient und Differentialquotient (Momentangeschwindigkeit; Tangentensteigung)

     Tangentengleichung herleiten
     zusammengesetzte Funktionen mit verschiedenen Eigenschaften skizzieren
     Bedeutung der Stammfunktion und verschiedener Ableitungen; graphisch ableiten
     Ableitung der Potenzfunktion herleiten
     Ableitungsregeln herleiten und anwenden (Produkt, Quotient, Kette)
     Taylorpolynome
     Stammfunktion zur Flächenberechnung (Beweis)
     eigentliche und uneigentliche Integrale
     Integrationsmethoden
     Differentialgleichungen

    9. POTENZ- UND WURZELRECHNUNG

    • Erweiterung des Zahlenbereichs
    • Rechenregeln
    • Eigenschaften der Funktionen

    10. EXPONENTIAL- UND LOGARITHMUSFUNKTION

     die Euler’sche Zahl
    • Eigenschaften der Funktionen
     Logarithmieren und Entlogarithmieren
     Rechenregeln für Logarithmen (Beweise)
     Differenzieren von Exponential- und Logarithmusfunktion

    11. WAHRSCHEINLICHKEITSRECHNUNG

     Baumdiagramme, Pfadregeln
     Erwartungswert, Standardabweichung, Varianz
     Wahrscheinlichkeits- und Verteilungsfunktionen
     Binomialverteilung
     Normalverteilung
    • Signifikanzbereiche, Testen von Hypothesen

    Hab vor ein paar Wochen meine schriftliche Mathe Matura (Österreich) gehabt. Das war der Kernstoff wobei wir ebenfalls eine Versuchsklasse waren (d.h. Mathe mit Derive6 und eine Wochenstunde mehr glaub ich)
    Nach 8 Jahren Gymnasium hat jeder den Stoff verstanden, die Hälfte der Klasse mit einsern od. zweiern (wir haben die Ergebnisse noch nicht, aber in etwa) und wahrscheinlich kaum vierer.
    Verglichen mit normalen Mathe Klassen an unserer Schule können wir wirklich einiges, wie es im internationalen Vergleich aussieht, würde mich interessieren.

    PS: Tut mir leid wegen der Formatierung, bin im Stress und habs nur aus einem Word File rauskopiert.



  • Gregor schrieb:

    chrische5 schrieb:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Lernen

    Ach so. Geht also doch eher um das Lernen eines akzeptablen Sozialverhaltens. Also nicht um "soziales Lernen", sondern eher darum, "Soziales zu lernen". ...früher war das ja noch Sache der Erziehung durch die Eltern. Interessant, dass man da heutzutage die Schule in der Pflich sieht. Aber das mag schon sein, wenn ich mir so die Entwicklung ansehe.

    Naja, Eltern sind nur eine lästige biologische Notwendigkeit. Die Normung erfolgt zum Glück in der Schule. Wo kämen wir hin, wenn die Aufnormung bei jedem anders aussähe ...



  • steff3 schrieb:

    wenn ich jetzt nachfrage wenn du alles mit 12/13 jahren schule getroffen hast und diese auf ihr wissen testen konntest, dann bekomme ich sicher eine super antwort

    In meinem Bundesland wurde direkt nach meinem Jahrgang von 12 auf 13 Jahre umgestellt. Und genau dann habe ich die getroffen. Super Antwort, gelle.

    Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)



  • hmm, also das meiste von dem, was christophK dort anführt, hatten wir auch - wohlgemerkt auf nem humanistischem gymnasium mit latein und so, ohne mathe LK in berlin und vor zwei jahren (2004).
    wirtschaftsmathematik wurde bei uns allerdings nicht gelehrt mit ausnahme der zinsmodelle zur einführung der exponentialfkt.
    also das weicht dann doch nicht sooo stark ab von meinem rahmenplan, den ich gehört habe. ok, wahrscheinlich ist bei euch alles vertiefter und schwerer, aber immerhin hat man noch vor zwei jahren nach 7 jahren gymnasialzeit von allem etwas schonmal gehört, auch ohne mathe lk zu haben.



  • Hallo

    Marc++us schrieb:

    chrische5 schrieb:

    aber es gibt mittlerweile Arbeitsübergreifenden Schlüsselkompetenzen, zu denen nun mal Teamfähigkeit, ... gehört.

    Ich bin überrascht von Deiner Naivität. Glaubst Du wirklich, Teamfähigkeit kann man lernen? Hast Du Dich mal mit dem Stärke-/Schwächeausgleich innerhalb von Teams befasst, dem Problem der alpha-Dominanz in Gruppen, usw? Oder glaubst Du, die Schule macht aus einem introvertierten schüchternen Schüler durch Unterricht in Teamfähigkeit ein selbstbewußt auftretendes Mitglied der Gruppe?

    Mir ist schon sehr bewusst, wie Gruppenprozesse ablaufen, weil dies bei uns im Studium sehr stark thematisiert wurde. Alles, was du oben aufführst, sind für mich Gründe für ein Fach "Team". Es kann auch nicht darum gehen, aus jedem Menschen einen Teamplayer zu machen, aber Wissen über Gruppenprozesse sollten auch in der Schule vermittelt werden.

    Es geht auch nicht darum Fächer zustreichen, sondern den Unterricht komplett anders zu organisieren: Auflösung der starren 45min Regel, Auflösung der starren Fächergrenzen, Auflösung der starren Altersgrenzen (Lernen am Modell), ... Durch all diese Maßnahmen werden die so genannten weichen Fächer vermittelt, ohne das es direkt ein fach dafür gibt. Ich weiß nicht, ob ich das klar ausgedrückt habe: es bringt wahrscheinlich fast nichts in dem derzeitgen Schulsystem einfach de Fächer: Leren lernen und Team einzuführen, sondern man muß das Schulsystem entsprechend ändern.

    @Gregor und deine Geschichte von den ganzen Studenten, die aufgehört haben zu studieren:

    Das ist wirklich eine nette Geschichte und sie mag auch stimmen. Du kannst auch gerne deine Meinung kundtun nur muß man auch wissenschaftliche Tatsachen akzeptieren. Lernpsychologie und Entwicklungspsychologie wissen seit Jahren (vielleicht Jahrzehnten) , dass Schule, so wie sie in Deutschland organisiert ist dem eigentlichen Entwicklungsprozess entgegenläuft. Langsam setzen sich in Schulen nun auch andere Lernformen durch und haben sehr viel Erfolg (Lesen durch Schreiben,...) Ich freue mich ja für dich, aber du solltest aufpassen, dass du nicht von dir auf die Menschen in deiner Umgebung schliesst. Außerdem ist es schon frech einen Zusammenhang zwischen Lernen lernen und einem Studiumabbruch zu ziehen.
    Es ist aber genau diese Unsachlichkeit und Unwissenschaftlichkeit, die die Diskussion um Schule so schwer macht. Es würde nie jemanden einfallen (der keine von Physik hat) sich mit einem Physiker über die Richtigkeit seiner neunen Erkenntnisse zu streiten, bei Schule tun dies alle, weil Sie denken, dass der eigene Schulbesuch Sie zu Experten macht. Es gilt langsam anzuerkennen, dass Pädagogen, Erzeihungswissenschaftler, Didakten,... sich wissenschaftlich mit dem Thema Schule auseinadersetzen und neue Erkenntnisse gewinnen.

    chrische

    P.S.: Wer nach diesem flammenden Aufrif Lust bekommen hat mehr zum Thema zu lesen, dem empfehle ich: Oerter&Montada (Entwicklungspsychologie) bzw. Grapp&Weidemann (Lernpsychologie)



  • chrische5 schrieb:

    Es ist aber genau diese Unsachlichkeit und Unwissenschaftlichkeit, die die Diskussion um Schule so schwer macht. Es würde nie jemanden einfallen (der keine von Physik hat) sich mit einem Physiker über die Richtigkeit seiner neunen Erkenntnisse zu streiten, bei Schule tun dies alle, weil Sie denken, dass der eigene Schulbesuch Sie zu Experten macht. Es gilt langsam anzuerkennen, dass Pädagogen, Erzeihungswissenschaftler, Didakten,... sich wissenschaftlich mit dem Thema Schule auseinadersetzen und neue Erkenntnisse gewinnen.

    1. Natürlich haben Leute, zum Schulsystem, durch das sie gehen mussten, eine Meinung, die sie ja wohl artikulieren können. Jeder macht da seine Erfahrungen und kann sich so eine Meinung bilden.

    2. Meine Argumentationsebene ist gar nicht pädagogisch, erziehungswissenschaftlich oder didaktisch. Ich sehe das eher aus einem gesellschaftlichen oder gar wirtschaftlichen Blickwinkel. Wenn am Schluss der Schulzeit nichts brauchbares herauskommt, dann hat die Schule versagt. So einfach ist das. Es ist leider so, dass im Schulsystem die 3 Gebiete, die Du da genannt hast, sich für immer wichtiger halten. Und der Einfluss dieser Gebiete nimmt ungerechtfertigterweise ständig zu. Da muss man sich ja nur die Lehrerausbildung ansehen: Die bekommen ja nichtmal detaillierte Kenntnisse in den Fachgebieten vermittelt, die sie dann den Schülern vermitteln sollen. Das kann ja nicht gut gehen.

    Aus einem Leserbrief, der im Physik-Journal (Mai 2006) abgedruckt wurde:

    [...]
    Als unterdessen promovierter Diplomphysiker unterrichte ich (37) mit 5 Jahren Berufserfahrung an einem Mannheimer Gymnasium. Während des Studiums bemerkte ich noch keinen großen Unterschied zwischen Lehramts- und Diplomstudenten, jedoch wurde ich als Referendar mehrfach durch das wesentlich geringere Wissen meiner Mitreferendare und auch mancher meiner Mentoren überrascht. Diese Erkenntnis setzte sich seitdem fort: Es gibt erhebliche Defizite in fast alles Bereichen moderner Physik - von Elementarteilchen- über Kern- bis zu Festkörperphysik. Ich stelle indessen immer wieder - und das in allen Klassenstufen - fest, dass ein breites Fachwissen weit mehr Möglichkeiten bietet, Schüler zu fesseln, zu überzeugen und sich damit Respekt zu verschaffen, als ein bloß didaktisch aufgewerteter Unterricht. Herrn Töpfer pflichte ich bei, dass das heute die letzte verbleibende Möglichkeit ist, einen geordneten und effizienten Unterricht durchzuführen. Was folgt, ist ein Selbstläufer: Erfahren Schüler, dass sie auch auf abwegige Fragen eine überzeugende und kompetente Antwort erhalten, beteiligen sie sich stärker am Unterricht.
    Ich plädiere also - auf verlorenem Posten - dafür, das wissenschaftliche Studium für angehende Lehrer nicht abzuspecken. Die fachliche Verflachung greift bereits an den Schulen: Hatten vor 40 Jahren an meinem Gymnasium ca. 33% der Lehrer promoviert, sind es heute nur noch ca. 3%. Die wissenschaftliche Mittelmäßigkeit sollte nicht vorangetrieben, sondern verhindert werden.



  • chrische5 schrieb:

    Es gilt langsam anzuerkennen, dass Pädagogen, Erzeihungswissenschaftler, Didakten,... sich wissenschaftlich mit dem Thema Schule auseinadersetzen und neue Erkenntnisse gewinnen.

    Ich finde du siehst dass ein bisschen naiv. Natürlich setzten sich die von dir genannten Leute mit dem Thema Schule auseinander, jedoch nicht nur wissenschaftlich sonder auch wirtschaftlich. Deswegen führen Schul- und Lehrplanreformen nicht immer zur qualitativ bestmöglichen Bildung, sondern häufig zur "besten Bildung bei geringsten Mitteln". Bei den jüngsten Reformen (wie z.B. Zentralabitur, 8-jähriges Gymnasium), die auch ich noch miterlebt habe (Abi05) geht es meiner Meinung nach hauptsächlich darum, Geld im Bildungswesen zu sparen.

    Das ist sicherlich nicht die Schuld der Pädagogen und Bildungsexperten, diese sind jedoch (leider)gezwungen so zu handeln, wie die Politik es ihnen vorschreibt. Wenn Lehrer streiken dürften, hätten sie dass wahrscheinlich schon längst getan, und zwar aus dem gleichen Grund wie zur Zeit die Ärzte streiken. Diese können (dürfen) Patienten nämlich auch oft nicht die optimale Versorgung bieten, da ihnen die fehlenden Mittel im Gesundheitssystem einen Strich durch die Rechnung machen (Zivi06 im Krankenhaus 😉 ).

    Das nur mal zu dem Thema "Die Pädagogen tun schon das beste für die Schulbildung, vertraut ihnen!" Sie würden vielleicht gern, aber sie machen es definitiv nicht.

    Gruß Brainiac


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