Neoliberalismus / Globaler Kapitalismus



  • d) Nicht bauen, sondern in Deutschland ein verlassenes Fabrikgebäude übernehmen


  • Mod

    1310-Logik schrieb:

    d) Nicht bauen, sondern in Deutschland ein verlassenes Fabrikgebäude übernehmen

    Der Inder will aber in Indien fertigen und die Produkte in Indien verkaufen. Da nützt es ihm wenig, wenn in Deutschland ein Fabrikgebäude leersteht, da sich die Inder die deutschen Preise bei Fertigung in Deutschland nicht leisten können. Da sitzt ein Inder, der hat Geld und will investieren, aber der maximale Luxus sind bereits Maschinen aus Deutschland. Personal, Baukosten und Gebäude kann er sich nur aus Indien leisten.

    Du wählst also (eine eigentlich nicht vorhandene Option) d) - Du machst kein Geschäft, wirst arbeitslos.



  • Du kommst als westlicher Ingenieur in ein Drittweltland auf eine Baustelle, wo Du die Inbetriebnahme von einem westlichen Produkt zu leiten hast.

    Der Inder will aber in Indien fertigen und die Produkte in Indien verkaufen.

    Du kannst nicht einfach das Beispiel ändern wies Dir passt. Es ging um "westliche" Produkte eines "westlichen" Produzenten. Und der soll gefälligst im Westen bleiben. Antwort d) Richtig! +100 Puntke!

    ps: Marc++us, ich glaub Du bist ein Troll :p



  • e) die frau kriegt nen baggerfahrerkurs, dann kann sie in zukunft, wenn mein werk vergrößert wird oder meine konkurrenten antanzen, mit dem baggerfahren das geld für alle verdienen.



  • Hallo,

    @1310: Der Markt funktioniert doch. Wenn dir die deutsche Produktion so wichtig ist, kaufst du eben nur noch Produkte, die in Deutschland gefertigt werden. Dass sich sowas aber auf Dauer nicht lohnen kann, zeigt sich darin, dass es außer Trigema keine Firma gibt, die langfristig gute Gewinne damit einfährt.

    Was du hier behauptest, klingt eher so nach der Forderung, dass gefälligst erstmal die anderen damit anfangen sollen oder dass gleich eine Regelung hermuss, weil es ja nicht sein kann, dass manche Leute nichts dagegen haben, aus dem Ausland zu kaufen.

    Hast du meinen Link (von mehr-freiheit.de) wenigstens mal gelesen?

    ChrisM (immer noch Kapitalist)


  • Mod

    1310-Logik schrieb:

    Du kommst als westlicher Ingenieur in ein Drittweltland auf eine Baustelle, wo Du die Inbetriebnahme von einem westlichen Produkt zu leiten hast.

    Der Inder will aber in Indien fertigen und die Produkte in Indien verkaufen.

    Du kannst nicht einfach das Beispiel ändern wies Dir passt. Es ging um "westliche" Produkte eines "westlichen" Produzenten. Und der soll gefälligst im Westen bleiben. Antwort d) Richtig! +100 Puntke!

    Nein nein, es geht um westliche Produkte eines westlichen Konzerns, aber mit diesem Produkt (einer Maschine - das folgt aus dem Zusammenhang mit Inbetriebnahme) fertigt danach der indische Kunde Produkte für den indischen Markt.

    Btw - die Masse des deutschen Exportüberschusses wird auf diese Weise erzeugt, viele der hergestellten Produkte bleiben bereits heute nämlich in China oder Indien und kommen gar nicht her, aber die Fertigung findet auf Deutschem (oder auch Schweizer - ebenfalls begehrt) Equipment statt.

    Ich habe gar nichts geändert, Du hast eine 4. Option eingeführt, die es nicht gibt. Entscheide Dich für 1-3, Du bist vor Ort.

    1310-Logik schrieb:

    ps: Marc++us, ich glaub Du bist ein Troll :p

    "Ich schwöre, daß ich den Leuten, die ich verspotte, durchaus nicht übel gesinnt bin. Wenn ich etwas Böses sage, so geschieht das lediglich aus guter Laune...."

    @scrub: geht nicht. Sie kann nicht lesen. Sie kann kein Englisch. Sie ist nur zu einfachen reproduzierenden Handlungen fähig. Es gibt dort keine Bagger. Sie hat Angst vor mir und würde mir nicht näher als 10 Meter kommen. Außerdem stinkt sie wie die Pest. Keiner der Einheimischen spricht mit ihr für mich, weil sie ein Paria ist - unberührbar. Vergiss e).

    Wenn Ihr jetzt denkt, daß ich diese Story aufmache - nein. Das passiert draußen im realen Leben wirklich.



  • Marc++us schrieb:

    b) Du gibst geistig abgestumpften Analphabeten Geld in die Hand, das mehreren Monatsgehältern entspricht. Sie werden das Geld sinnlos mit einem Fernseher verprassen, der danach unter der Plastiktütenhütte steht.

    man könnte ja auch 'nen kindergarten und 'ne schule hinstellen, fressalien und getränke für die arbeiter in den pausen super-billig zur verfügung stellen, für gute medizinische versorgung der belegschaft sorgen usw...usw...

    Marc++us schrieb:

    c) Du fühlst Übelkeit in Deiner Kehle, wenn Du der Arbeit zuschaust, weil diese Form von Handarbeit nach unserem Maßstab als unmenschlich gilt.

    kommt diese übelkeit nun davon, dass dir diese 'geistig abgestumpften analphabeten' leid tun, oder weil du dich für was besseres hältst und solche menschen die einfach nur anekeln?


  • Mod

    net schrieb:

    kommt diese übelkeit nun davon, dass dir diese 'geistig abgestumpften analphabeten' leid tun, oder weil du dich für was besseres hältst und solche menschen die einfach nur anekeln?

    Das ist wirklich eine bescheuerte Frage.

    Allerdings bist Du danach Deinem Schöpfer jede Minute dankbar dafür, daß Dir sowas erspart geblieben ist. Und Du wirst danach wütend über jeden deutschen Schüler, der irgendwas nicht macht, weil es zu anstrengend ist.



  • Marc++us schrieb:

    net schrieb:

    kommt diese übelkeit nun davon, dass dir diese 'geistig abgestumpften analphabeten' leid tun, oder weil du dich für was besseres hältst und solche menschen die einfach nur anekeln?

    Das ist wirklich eine bescheuerte Frage.

    die frage ist berechtigt. sieht man leute denen es mies geht, dann verspürt man vielleicht trauer, mitleid, wut, ... aber weniger 'übelkeit in der kehle' bzw. brechreiz o.ä. aber okay, ich glaube ja immer an das gute im menschen und geh mal davon aus, dass du's mit der formulierung des satzes nicht so genau genommen hast.



  • Hoi Marc++us
    Na, ich sagte doch, darauf will ich nicht eingehn, weil Du genau weisst, dass Du recht hast, und in der Situation müsst ich wohl so handeln, dass es so bleibt wies ist, mir der üble Nachgeschmack des Sklaventreibers bleibt, und ich abends auf meiner ummauerten Veranda bei meinen King Fisher sitz, und mich frag, warum die Welt so scheisse ist. Nach langem Überlegen, Hinterfragen, und nachdem ich mich halb verrückt gemacht hab, mit Schuldbewusstsein, Mitleid und der Ohnmacht, nichts tun zu können, komm ich zum Schluss, dass das "System::Kapitalismus" versagt hat, dass ich es nicht verdient habe, "reich" zu sein, während 100m von mir Menschen verhungern, und dass ich nun aus dem überwachten Viertel raus geh, mein ganzes Bargeld dem nächsten Mensch gebe, dem ich begegne, und der es nötig zu haben scheint, und dann umher irre, bis mich einer erschiesst. Und freue mich am nächsten Tag darüber, dass ich mit guten Freunden war, die mich zurückgehalten haben....Glaub nicht, dass ich mir das aus den Fingern sauge, ich hat in Manila nen Nervenzusammenbruch.
    Verstehst Du nicht, dass ich genau das anprangere, was Du mir mit Deinem Baustellen Beispiel erzählen willst? Mir war schon lange klar, dass es Elend gibt auf der Welt. Es mit eigenen Augen zu sehn ist nochmal was anderes. Und es tut weh!
    Was man nun tun kann um das zu ändern? Hmm schwere Frage: sehr viel bis gar nichts. Am besten fängt man bei sich selbst an, in seinem Umfeld, Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Firma... in kleinen Schritten auf das grosse Ziel zu.

    ps: sorry das mit dem troll war nur ein scherz am rande, da die diskussion so verbissen wurde..



  • Daniel E. schrieb:

    ...
    PS: Ich bin auch voll gegen die Globalisierung! Voll schlimm! Bauen wir eine Mauer um uns rum und eröffnen Baumwollplantagen im Schwarzwald und Bananenstauden in den Alpen! Wenn die Mauer fertig, dann können wir auch oben eine Holzplatte drauflegen, damit die Sonne verdunkelt wird, damit gehts auch wieder bergauf mit der Glühbirnenindustrie.

    *LOL* - Daniel! Du bist ja richtig cool! 😃
    Habe die Hoffnung, dass man von Dir noch eine Menge erwarten kann! Weiter so ...👍

    Marc++us schrieb:

    ...
    Du hast jetzt 3 Optionen:

    a) Du kannst darauf bestehen, daß diese Frauen von der Baustelle entfernt werden, und ersetzt diese durch eigene Kräfte, die regulärer Beschäftigung unterliegen.
    b) Du entlohnst die Frauen mit einem höheren Gehalt, wegen der harten Arbeit.
    c) Du lässt alles wie es ist.

    Ich nennen Dir auch noch gleich jeweils einen Einwand gegen jede Option:

    a) die Frauen haben am Abend kein Geld, die 6 Kinder werden am nächsten Tag hungern müssen
    b) Du gibst geistig abgestumpften Analphabeten Geld in die Hand, das mehreren Monatsgehältern entspricht. Sie werden das Geld sinnlos mit einem Fernseher verprassen, der danach unter der Plastiktütenhütte steht. Und Du zerstörst das lokale Gehaltsgefüge, da die anderen sehen, daß westliche Firmen seltsam hohe Gehälter zahlen.
    c) Du fühlst Übelkeit in Deiner Kehle, wenn Du der Arbeit zuschaust, weil diese Form von Handarbeit nach unserem Maßstab als unmenschlich gilt.

    Also, was tust Du?

    c!

    Und
    I) gründest eine firmeneigene Schule für die Kinder, die an der Baustelle sitzen und zusehen. Könnte auch spät abends von Mitarbeiterinnen genutzt werden...
    II) errichtest Dusch- und Umzugsmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen.
    III) jede sonstige Zuwendung muss heimlich und einmalig sein - Arztkosten für krankes Kind, Runde fisches Wasser für alle, saubere neue Kleidung etc. - aber kein Geld!!! 😉


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