Selbstmord von Mr. WM - Thread versehentlich geschlossen



  • @Dravere: Sorry, aber so ganz kann ich das nicht unterschreiben. Auch eine Bekannte von mir wollte sich mal umbringen. Ob sie den Mut dazu gehabt hätte weiß ich nicht. Aber darum geht es nicht. Und weißt du, warum sie es nicht gemacht hat? Weil sie Verantwortung gegenüber ihren Kindern gespürt hat.
    Ich stelle hier im übrigen keine Vermutungen an. Ich stütze mich auf Fakten: Selbstmordversuch, hat Tochter, die keine Mutter mehr hat. Und es gibt einfach Taten, für die es keine Entschuldigung gibt (siehe Zizous Ausraster). Es mag Erklärungen geben. Aber so langsam glaube ich, dass es doch viel mehr Menschen gibt als ich dachte, die nicht wissen, dass die Worte "Erklärung" und "Entschuldigung" nicht das gleiche sind.



  • Hallo

    Mal ein kleiner Vergleich: Ein Mann tötet seine Frau, und als er sieht, was er angerichtet hat, verletzt er sich selber lebensgefährlich. Jetzt müsstet ihr eigentlich auch sowas sagen wie: "Oooch, der arme Kerl. Hat sich ja so verletzt. Der ist ja krank und braucht eine Therapie." Sorry, aber ich finde eine solche Haltung gefährlich. Dieser Mensch hat einen Mord begangen und ist damit ein böser Mensch - allen Umständen zum Trotze. Er gehört schwer bestraft und hat (zumindest für längere Zeit) die Gesellschaft zu verlassen!
    Dieser Vergleich ist übrigens nicht allzu weit hergeholt, denn wenn das Kind noch charakterlich schwach ist, dann verkraftet es dies u.U. nicht und bringt sich selber um - wie ihr vorbildlicher Vater es gemacht hat.

    Hast du schon einmal etwas von psychischen Krankheitsbildern gehört: Depression, neurotische Störungen usw. Da bleibt kein Platz für Verantwortungsgefühl. Die Menschen bringen sich doch nicht um, weil sie gerade nichts zu tun haben. Wenn man sich umbringt, dann ist man verzweifelt und/oder sehr krank (auch manche Ignoranten immer noch glauben, dass sie das nie betreffen wird und das sich solche Leute nur mal zusammen reißen müssen) und sind nun mal nicht in der Lage Verantwortung für andere Menschen zu tragen, weil sie es schon nciht für sich selber schaffen.

    chrische



  • Verantwortungsgefühl für Kinder sollte noch über dem für sich selber stehen. Dies nimmt deinem Beitrag jedwede Aussagekraft.



  • chrische5 schrieb:

    Die Menschen bringen sich doch nicht um, weil sie gerade nichts zu tun haben. Wenn man sich umbringt, dann ist man verzweifelt und/oder sehr krank

    Man, deine Klugheit bringt mich um den Verstand. 😉 Mal im Ernst: Meinst du wirklich, ich wüsste das nicht?


  • Administrator

    WebFritzi schrieb:

    @Dravere: Sorry, aber so ganz kann ich das nicht unterschreiben. Auch eine Bekannte von mir wollte sich mal umbringen. Ob sie den Mut dazu gehabt hätte weiß ich nicht. Aber darum geht es nicht. Und weißt du, warum sie es nicht gemacht hat? Weil sie Verantwortung gegenüber ihren Kindern gespürt hat.

    Dann kann ich dir etwas sagen? Sie hat entweder einen Psychologen in der Umgebung gehabt, der ihr zugeredet hat es nicht zu tun oder sie war bei weitem noch nicht soweit. Zudem, was heisst für dich eigentlich wollte sich mal umbringen? Hatte sie das Messer / die Pistole in der Hand oder stand sie an der Klippe? Es nur zu sagen, dass man am liebsten Selbstmord machen möchte, es aber wegen den Kinder nicht tut, hat rein gar nix mit versuchtem Selbstmord zu tun. Aber ich frage jetzt nur, ich habe keine Aussage gemacht darüber, was deine Bekannte getan hat!

    WebFritzi schrieb:

    Ich stelle hier im übrigen keine Vermutungen an. Ich stütze mich auf Fakten: Selbstmordversuch, hat Tochter, die keine Mutter mehr hat.

    Ich meinte auch auch nicht diese Fakten. Die sind klar. Aber du nimmst einfach an, dass es z.b. der Tochter besser gegangen wäre, wenn der Vater nicht den Selbstmordversuch gemacht hätte. Vielleicht wäre er dann irgendwann mal durchgedreht und hätte seine Tochter angefangen zu schlagen, davor hatte er Angst und hat sich selber getötet. Du nimmst einfach Dinge von seiner Umgebung an, ohne sie zu wissen. Das sind die Vermutungen, welche ich meine.

    WebFritzi schrieb:

    Und es gibt einfach Taten, für die es keine Entschuldigung gibt (siehe Zizous Ausraster). Es mag Erklärungen geben. Aber so langsam glaube ich, dass es doch viel mehr Menschen gibt als ich dachte, die nicht wissen, dass die Worte "Erklärung" und "Entschuldigung" nicht das gleiche sind.

    Lies den Post von chrische5. Bzw. grad in der Vorschau gesehen, was du geschrieben hast. Das sind schöne Worte nur zeigen sie, dass du überhaupt keine Ahnung hast, was psychische Probleme heisst. Eben du meinst man könnte sich dann einfach mal so nebenbei zusammenreissen und dann geht das schon wieder. Ich kann dir sagen, dass dies eben nicht geht. Es ist ein Gebiet, welches vielfach leider als Tabu gilt und deshalb überhaupt nicht bekannt ist. Psychologische Probleme ... die richtigen, nicht die kleinen Probleme die man überall hört und mitbekommt, sondern die über welche nicht gesprochen wird ... sind nicht so ein leichtes Ding. Du unterschätzt das komplett. Und ich bin auch der Meinung, dass die Kinder sehr wichtig sind und in so einem Fall sind sie so wichtig, dass man sich fragt ob es sinnvoll ist die Kinder noch bei so einer Person zu lassen. Aber du kannst nicht damit argumentieren, dass sich diese Person zusammennehmen soll, das zeigt einfach nur, dass du von dem Gebiet null Ahnung hast.

    Und nochmals was, da nochmals was in der Vorschau gesehen. Der zweite Post von Webfritzi. Ja ... ich glaube du scheinst dies nicht zu wissen oder ganz klar zu unterschätzen!

    Grüssli



  • WebFritzi schrieb:

    junix schrieb:

    Webfritzi schrieb:

    Nein nein, hier kann ich meine Meinung sagen, und wenn ich meine, dass so ein Quatschkopf ein Wichser ist, dann tue ich das auch.

    Nur bist du nicht in der Position dir über diesen Menschen eine Meinung zu bilden, da du nichts von ihm kennst ausser "Mann hat tochter, Mann versucht sich selbst zu erschiessen".

    Das habe ich auch nicht getan. Wenn du mal richtig lesen würdest, würdest du das auch sehen. Ich habe sein Verhalten verurteilt.

    Webfritzi schrieb:

    Ich finde das unglaublich, was für ein Arschloch das ist.[...]So ein Wichser! [...]Ich sags doch immer wieder: Politiker sind egoistisch, rücksichtslos und dazu auch noch tierisch dumm.

    Ich finde kein Adjektiv das man der Tat zuordnen könnte. Irgendwie passen die alle nur auf Charakteren. Siehst du das anders?

    WebFritzi schrieb:

    Sich eine Meinung über einen Menschen zu bilden, ist etwas anderes. Wenn dir jemand eine knallt, sagst du auch "Wichser", ohne seine Person zu beurteilen. Verstehst du, was ich meine?

    Ja, versteh ich. Nein, ich bin nicht einverstanden. 1. Sage ich nicht "Wichser", 2. Wenn ich die Person in dem Moment beschimpfe, dann stufe ich sie exakt so ein, wie ich sie beschimpfe.

    junix schrieb:

    Auch für dich soll gelten: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich! Dieser Mann hat niemanden ausser sich selbst lebensgefährlich verletzt. Er hat niemanden umgebracht. Du weisst auch nicht welche Vorkehrungen er getroffen hat, um seiner Tochter das weitere Leben zu ermöglichen. Du liest ne Schlagzeile und schwallst hier rum vonwegen irgendwelcher Moralvorstellungen. Glaubst du etwa ernsthaft, ein Vater der über Suizid nachdenkt, sich aber nur um seiner Tochter willen, und um nicht als Wichser da zu stehen, mit mühe und not zurückhält sei ein besserer Vater als gar keiner?!

    Mein Vergleich hinkt nicht! Es ist nicht das gleiche - natürlich nicht. Es ist natürlich dramatischer, jemand anderes umzubringen als sich selber. Hier können die Folgen aber dieselben sein. Deshalb ist es ja auch nur ein Vergleich.

    ...der wie gesagt hinkt. Von könnte und würde wurde noch keine aussage wahrer.

    OK, wenn der Typ jetzt vorher einiges zum Wohle seiner Tochter nach seinem Tode geregelt hat, dann relativiert es seine Tat für mich etwas.

    Womit wir wieder bei meinem ersten Punkt sind. Dir mangelt es schlicht an Hintergrundwissen (wie vermutlich uns allen) was dich automatisch disqualifiziert, eine Meinung zu dem Thema zu haben.

    Und dennoch wäre das für mich verantwortungslos und gemein gegenüber der Tochter. Man mache sich übrigens bewusst, dass diese Tochter dann keine Eltern mehr hätte, denn die Mutter ist schon seit längerer Zeit tot.

    Es gibt auch glückliche Adoptivkinder, hab ich gehört...

    junix schrieb:

    Es gibt nunmal Leute, die mit dem Leben dermassen nicht klar kommen, dass sie das Leben schrecklicher empfinden als die Aussicht auf den Tod. Wenn es für einen Menschen mal soweit gekommen ist, dann ist es zu spät. Diese Leute holt man nicht mehr ins Leben zurück.

    Das mag so sein. Ich glaube auch gerne, dass es so ist. Aber hätte der Kerl nicht noch ein paar Jährchen warten können, bis seine Tochter erwachsen ist? Dann würde daran auch moralisch nichts auszusetzen sein.

    Wieso? Was ändert sich daran? Es geht ebenfalls die einzige BEzugsperson flöten. Eigentlich war die Tat - war denn das restliche geregelt - sogar im besseren Alter. Kinder können Dinge zum Teil einfacher verarbeiten, bzw. durch ihr mangelndes Verständnis "übergehen". Natürlich kann es auch traumatisierend wirken. Aber ich bin kein Psychologie.

    nman schrieb:

    Und wenn Du Selbstmörder aufgrund Ihrer Vorbildwirkung mit Mördern gleichsetzt, dann werden wir ohnehin keine sinnvolle Diskussion führen können, weil unsere Meinungen zu verschieden sind.

    Ne, weil du es nicht verstehst. Lies dir nochmal genau durch, was ich geschrieben habe. Gut, ich habe die Vorbildwirkung hervorgehoben. Das heißt aber noch lange nicht, dass das nun der Hauptgrund ist. Außerdem habe ich nichts gleichgesetzt. Übrigens ist ein Selbstmörder ein Mörder - genau wie eine Handtasche eine Tasche ist. 😉

    Ich glaube wir wissen alle, dass das zwar das Gesetz so sieht, es sich dabei allerdings um eine freiwillige Selbsttötung handelt. Ich finde, selbst wenn man noch die Méglichkeit hätte, den Suizidbegehenden zu bestrafen, sollte man davon ablassen. Denn schlussendlich ist es sein Leben.

    Naja, wenigstens beruhigt mich an euren Reaktionen auf meinen Vergleich, dass ihr mit einem solchen Menschen (wie der im Vergleich) auch kein Mitleid haben würdet.

    LIegt wohl daran, dass es schlicht nicht das Selbe ist. In deinem Beispiel ist der Typ ne Gefährdung für 3. Die einzige Parallele zu dem Fall liegt dabei in der von dir aufgestellten hypothese, dass Kinder, welche ihre Eltern durch suizid verloren haben, automatisch zu Selbstmördern werden...

    WebFritzi schrieb:

    Und weißt du, warum sie es nicht gemacht hat? Weil sie Verantwortung gegenüber ihren Kindern gespürt hat.

    ... was die Chance gross werden lässt, dass wenn sie das Gefühl hat, die Kinder seien alt genug, das Gefühl "nicht mehr gebraucht zu werden", das einzige Argument dagegen fällt, ausser es ändern sich weitere Parameter in ihrem Leben. Und das führt uns wieder zu der Frage, wieso es besser sein soll, wenn der Vater eines erwachsenen Menschen sich umbringt, als wenn sich der Vater eines Kindes umbringt...?

    Ich stelle hier im übrigen keine Vermutungen an. Ich stütze mich auf Fakten: Selbstmordversuch, hat Tochter, die keine Mutter mehr hat.

    Das sind aber nicht alle Fakten. Was das bedeutet, hast du oben schon gelesen.

    Aber so langsam glaube ich, dass es doch viel mehr Menschen gibt als ich dachte, die nicht wissen, dass die Worte "Erklärung" und "Entschuldigung" nicht das gleiche sind.

    Vielleicht sind das einfach menschen, die die Erklärung für gut genug halten, um das Verständnis für die Tat aufzubringen was dann zu einer Entschuldigung der Tat führt?

    WebFritzi schrieb:

    Verantwortungsgefühl für Kinder sollte noch über dem für sich selber stehen. Dies nimmt deinem Beitrag jedwede Aussagekraft.

    Du gehst von einem gesunden Menschen aus, das nimmt deinem Gegenargument jedwedes Gewicht. Hier geht es nicht um Menschen die sich mit trivialitäten rumschlagen wie "ich krieg noch depressionen heut läuft nichts gutes in der Glotze"... (zugegeben, etwas plakativ formuliert. Aber der Sinn sollte rauskommen...)



  • WebFritzi schrieb:

    Nein, das tust du nicht. Wenn da jemand über Microsoft herzieht und seine Beleidigung mit Argumenten bekräftigt, dann wird dieser Thread auch nicht gleich geschlossen. Es gibt soche Threads zuhauf.

    Blödsinn, sowas mache ich auch zu. Gegenbeispiele musst Du mir erst zeigen. (Denk aber bitte daran, dass ich in im trudpcf nicht als Mod tätig bin.)

    Ich hätte meinen allerersten Beitrag wohl noch etwas ausführen sollen, damit man überhaupt versteht, was ich meine.

    Wenn Du den Thread begonnen hättest als Debatte zum Thema Selbstmord und einfach die Frage in den Raum gestellt hättest, wie man das den Hinterbliebenen gegenüber verantworten kann, evtl. mit Verweis auf diesen Fall als Beispiel, dann hätte niemand auch nur daran gedacht, den Thread zu schließen.

    Gut, aber einige Leute sind eben nicht fähig, zwischen den Zeilen zu lesen und sehen rot, sobald sie einen Mad-Smiley sehen (siehe z.B. Erhard Henkes).

    Da geht es imo nicht groß ums "Zwischen-den-Zeilen-Lesen", sondern darum, womit Du den Thread begonnen hast. Wenn Du einen Thread beginnst, in dem Du über GNU/Linux schimpfst, dann heißt das ja auch nicht zwangsläufig, dass Du unbedingt häufig gemachte Fehler bei div. FOSS-Entwicklungsmodellen thematisieren möchtest.

    nman schrieb:

    Ne, weil du es nicht verstehst. Lies dir nochmal genau durch, was ich geschrieben habe. Gut, ich habe die Vorbildwirkung hervorgehoben.

    Und ich habe das in meiner Antwort hervorgehoben, weil das die Spitze des Eisberges in einem Schwachsinnigkeits-Eismeeer ist. Der Rest ist genausolcher Blödsinn, aber ich habe eben keine Lust, darüber zu diskutieren, daher aus rhetorischer Bequemlichkeit nur hierauf geantwortet.

    Übrigens ist ein Selbstmörder ein Mörder - genau wie eine Handtasche eine Tasche ist. 😉

    Der Begriff "Selbstmord" wird in der einschlägigen Fachliteratur auch vermieden, weil Selbstmörder eben keine Mörder sind.

    Ich zitiere dazu § 211 des dt. StGB:

    (2) Mörder ist, wer
    
            aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus
            Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder
            grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere
            Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
    
        einen Menschen tötet.
    


  • nman schrieb:

    (2) Mörder ist, wer
    
            aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus
            Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder
            grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere
            Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
    
        einen Menschen tötet.
    

    gesetzestexte sind immer lustig zu lesen. wie sind den 'niedrige beweggründe' definiert. das ist doch reine auslegungssache... 😮



  • Hallo

    WebFritzi schrieb:

    Verantwortungsgefühl für Kinder sollte noch über dem für sich selber stehen. Dies nimmt deinem Beitrag jedwede Aussagekraft.

    Du solltest vielleicht besser lesen, bevor du so ein Zeug schreibst. Ich habe geschrieben, dass viele dieser Menschen es nicht einmal schaffen für sich selber verantwortung zu übernehmen, also haben natürlich auch Probleme dies für andere zu tun. Es ging mir also gar nicht um Gewichtung.

    btw.:Ich halet diesen Satz, den du geschrieben hast trotzdem nicht für 100% richtig, weil es Situationen gibt, wo man unbedingt für sich Verantowrtung übernehemnen muss, um überhaupt erst gute Eltern zu sein, aber das ist weider ein anderes Thema.

    WebFritzi schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Die Menschen bringen sich doch nicht um, weil sie gerade nichts zu tun haben. Wenn man sich umbringt, dann ist man verzweifelt und/oder sehr krank

    Man, deine Klugheit bringt mich um den Verstand. 😉 Mal im Ernst: Meinst du wirklich, ich wüsste das nicht?

    Wenn ich lese, was du schreibst, dann macht es den Eindruck, als hätte du keine Ahnung vonpsychischen Störungsbildern oder hält sie schlicht für Hirngespinste von Psychlogen und Therapeuten.

    Wie nman bereits geschrieben hat, sollte man eher das Wort Suizid verwenden.

    chrische



  • Ich habe mal versucht ehrlich über das problem Selbstmord nachzudenken und muße feststellen dass ich eine Situation gefunden habe bei der ich es auch tun würde. Und zwar wenn ich vor der Situation stehen würde ganz schlimm gefoltert zu werden. Dann würde ich mich auch besser vorher selbst töten.

    Und in dieser Situation würde ich es auch nicht SelbstMORD reden, da ich es als Notwehr vor sich selbst auslegen würde.

    Ich finde es erstaunlich, dass ich tatsächlich nen Grund gefunden habe bei dem ich auch so handeln würde, denn im ersten Moment dachte ich.
    "Was nen Blödsinn sowas würdeste NIE tun"

    Und wenn ihr denkt, das ihr hart genug seit ne extreme zu tode Folter durchzuhalten ohne euch selbst (schmerzlos) zu töten, wenn ihr die Gelegenheit dazu bekommt.

    =>RESPEKT wenn ihr dazu echt hart genug währt!



  • Andreas XXL schrieb:

    Und wenn ihr denkt, das ihr hart genug seit ne extreme zu tode Folter durchzuhalten ohne euch selbst (schmerzlos) zu töten, wenn ihr die Gelegenheit dazu bekommt.
    =>RESPEKT wenn ihr dazu echt hart genug währt!

    dazu muss man nicht hart sein. du musst dir einfach denken: es kann, auch wenn die chancen noch so schlecht stehen, immer was passieren das dich rettet. z.b. dass der folterknecht kurz zuvor 'nen herzinfarkt bekommt. wer sich selbst umbringen will ist doof und gibt auf. ... und aufgeben geht überhaupt nicht!



  • ...



  • So, ich denke, es hat keinen Sinn, hier noch weiter darüber zu diskutieren. Diejenigen, die mir jegliche Ahnung von psychischen Problemen absprechen, tun genau das, was ich ihrer Meinung nach fälschlicherweise getan habe: vermuten.

    Ach doch, eines will ich noch zitieren:

    junix schrieb:

    WebFritzi schrieb:

    Und dennoch wäre das für mich verantwortungslos und gemein gegenüber der Tochter. Man mache sich übrigens bewusst, dass diese Tochter dann keine Eltern mehr hätte, denn die Mutter ist schon seit längerer Zeit tot.

    Es gibt auch glückliche Adoptivkinder, hab ich gehört...

    Ich finde es unglaublich, wie man sowas schreiben kann. Gut, es kann sein, dass die Tochter noch ein Kleinkind ist. Dann bekommt es das nicht so mit. Ansonsten finde ich das, was du geschrieben hast einfach nur gefühllos. Bzw. zeigt es, dass du dich null in eine solche Situation hineinfühlen kannst. Nicht, dass ich das besonders gut könnte, aber wenn einem die Eltern wegsterben - das eine Elternteil sogar durch Selbstmord - dann bleibt da was hängen. Das mit dem Hängenbleiben kenne ich aus eigener Erfahrung, und das ist auch nichts neues. Wie gesagt, ich kann darüber nur den Kopf schütteln...

    Noch eines, was zeigt, dass ich nicht verstanden werde:

    junix schrieb:

    der von dir aufgestellten hypothese, dass Kinder, welche ihre Eltern durch suizid verloren haben, automatisch zu Selbstmördern werden

    Nein. Das war nicht meine Hypothese. Lies selbst. In der Grammatik, die ich kenne, gibt es auch den Konjunktiv.

    Ich klinke mich jetzt hier aus, denn ich scheine mit meiner Meinung ziemlich alleine dazustehen. Insofern hatte nman recht damit, dass es keinen Sinn macht, weiterzudiskutieren. Habt ihr eure Meinung. Mehr oder weniger bleibe ich dabei. Auch, wenn ihr mich nachdenklich gestimmt habt, Mag sein, dass ich Abstriche machen muss. Klar kenne ich die Umstände nicht genau, und es kann sein, dass ich zu viel vermutet habe. Ich ging vom Normalfall aus, z.B., dass die Tochter MIT Vater ein besseres Leben führen kann.
    Ich muss allerdings nochmal sagen, dass man auch die Verantwortung für seine Kinder übernehmen und tragen kann, wenn man für sich selber dazu nicht imstande ist. Das soll jetzt bitte nicht pauschalisiert werden. Es ist sicherlich nicht immer so.
    Habt ihr eure Meinung. Sie wird sicherlich keine schlechte sein. Lasst uns hoffen, dass wir nie in eine Situation kommen, in der wir über einen Selbstmord auch nur nachdenken...



  • WebFritzi hat im Grunde recht. f'`8k

    Gruß, TGGC (\-/ returns)



  • Whoa was?! WebFritzi gibts noch?!
    Dicke Überraschung. Damit hab ich seit 3 Jahren nicht mehr gerechnet.
    Grüß dich WebFritzi 😃



  • WebFritzi schrieb:

    So, ich denke, es hat keinen Sinn, hier noch weiter darüber zu diskutieren. Diejenigen, die mir jegliche Ahnung von psychischen Problemen absprechen, tun genau das, was ich ihrer Meinung nach fälschlicherweise getan habe: vermuten.

    Nein, die Beurteilung erfolgt auf Basis deiner Argumentationskette, welche man durchaus als Fakt bezeichnen kann.

    WebFritzi schrieb:

    Ach doch, eines will ich noch zitieren:

    junix schrieb:

    WebFritzi schrieb:

    Und dennoch wäre das für mich verantwortungslos und gemein gegenüber der Tochter. Man mache sich übrigens bewusst, dass diese Tochter dann keine Eltern mehr hätte, denn die Mutter ist schon seit längerer Zeit tot.

    Es gibt auch glückliche Adoptivkinder, hab ich gehört...

    Ich finde es unglaublich, wie man sowas schreiben kann. Gut, es kann sein, dass die Tochter noch ein Kleinkind ist. Dann bekommt es das nicht so mit. Ansonsten finde ich das, was du geschrieben hast einfach nur gefühllos.

    Und genau so soll es sein. Zur Beurteilung dieser Situation sind Gefühle Irelevant.

    WebFritzi schrieb:

    Bzw. zeigt es, dass du dich null in eine solche Situation hineinfühlen kannst.

    Doch. Aber ich versuche mich nicht von den gesellschaftlichen Moralvorstellungen verblenden zu lassen.

    WebFritzi schrieb:

    Nicht, dass ich das besonders gut könnte, aber wenn einem die Eltern wegsterben - das eine Elternteil sogar durch Selbstmord - dann bleibt da was hängen.

    Was ich auch nie bestritten habe.

    WebFritzi schrieb:

    Das mit dem Hängenbleiben kenne ich aus eigener Erfahrung, und das ist auch nichts neues. Wie gesagt, ich kann darüber nur den Kopf schütteln...

    Worüber?

    WebFritzi schrieb:

    Noch eines, was zeigt, dass ich nicht verstanden werde:

    junix schrieb:

    der von dir aufgestellten hypothese, dass Kinder, welche ihre Eltern durch suizid verloren haben, automatisch zu Selbstmördern werden

    Nein. Das war nicht meine Hypothese. Lies selbst. In der Grammatik, die ich kenne, gibt es auch den Konjunktiv.

    Richtig und Hypothesen sind nicht anderes als unbewiesene Annahmen. Womit es sich sogar aufdrängt, diese im Konjunktiv zu formulieren. Irgendwie seh ich den Punkt hier nicht so richtig.

    WebFritzi schrieb:

    Ich ging vom Normalfall aus, z.B., dass die Tochter MIT Vater ein besseres Leben führen kann.

    Und ein besseres Leben kann sie nur mit ihrem leiblichen Vater führen, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe...

    WebFritzi schrieb:

    Ich muss allerdings nochmal sagen, dass man auch die Verantwortung für seine Kinder übernehmen und tragen kann, wenn man für sich selber dazu nicht imstande ist.

    Irgendwie widersprüchlich.

    WebFritzi schrieb:

    Lasst uns hoffen, dass wir nie in eine Situation kommen, in der wir über einen Selbstmord auch nur nachdenken...

    Dem kann ich mich nur anschliessen.



  • Moin Griffin. 👍



  • Da der Vater nun doch verschieden ist, sollten wir das Thema vielleicht wirklich an dieser Stelle beenden. Insgesamt eine traurige Sache.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Da der Vater nun doch verschieden ist, sollten wir das Thema vielleicht wirklich an dieser Stelle beenden.

    Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?



  • Ich betrachte "Selbsttötung" als die am härtesten ausgeprägte Form des "Davonlaufens vor Problemen". Solche Menschen sind meiner Meinung nach mental instabil, sie erkennen nicht die Verantwortung, die sie gegenüber anderen Menschen haben und der sie sich rücksichtslos und feige entziehen.

    Das ist Egoismus in Reinstform.

    (Aber wir leben ja in einer Halli-Galli Gesellschaft, in der jeder tun und lassen kann wie ihm selbst beliebt ohne über die Konsequenzen nachzudenken.)

    So gesehen befürworte ich WebFritzis grundsätzliche Gedanken, auch wenn die Äußerung an sich etwas ungehobelt war.


Anmelden zum Antworten