Der Papst -- Homoehe



  • Daniel E. schrieb:

    finix schrieb:

    Darüber hinaus meint "Recht auf Bildung" IMAO "Recht auf adequate Bildung", d.h. es müssen gewisse Kenntnisse etc. vermittelt werden die für's "überleben" de facto notwendig sind; kann man die Entscheidung Bildung ja/nein/welche allein den Eltern überlassen?

    Sind wir jetzt doch wieder beim positiven Recht angekommen?

    Da sind wir schon die ganze Zeit. Den (uns, in meinem Fall) Kindern werden _unmengen_ an positiven Rechten eingeräumt. [Um die Brücke zur Abtreibung zu schlagen: Müsste man den Kindern keine positiven rechte einräumen (z.B. ernährt zu werden), würde die Abtreibungsrate merklich sinken, denke ich.] Wer a) sagt, muss auch b) sagen.



  • Daniel E. schrieb:

    finix schrieb:

    Hast du dir die Bezeichnungen "positives" und "negatives" gerade selber ausgedacht? 😃

    Natürlich. http://www.google.com/search?q="positive+right"

    Die 135.000 Fundstellen habe ich auch eben erst ins Netz gestellt, damit es echter aussieht. Darum kann ich auch jetzt erst schreiben.

    Fleißig, fleißig!
    Hatte nach Positives Recht gesucht, und da schien's auf die ersten zwei, drei Blicke um was anderes zu gehen. Aber deine Erklärung dazu war ja durchaus verständlich. (Was sagst du eigentlich zu wp:Positive_rights#Criticism?)

    Daniel E. schrieb:

    Aber hast du schon mal daran gedacht dass das Recht auf Bildung (was ich im übrigen nicht wirklich auf konkret existente Gesetze o.ä. bezog) im Kern zumindest ein "negatives Recht" ist, sprich das Recht sich zu bilden?

    Oh, dieses Recht gibt es natürlich, es ist Teil des Selbsteigentumsrechts, bzw. der "pursuit of happiness". Jeder Mensch hat das Recht, sich zu bilden und kann von niemandem daran gehindert werden. ...

    Ja, das mit dem "von niemandem daran gehindert" habe ich mal unterstrichen. Was meinst du wie die Eltern in besagtem Artikel dazu stehen? Haben sie irgendein Recht die Bildung des Kindes zu beschneiden?

    Daniel E. schrieb:

    Darüber hinaus meint "Recht auf Bildung" IMAO "Recht auf adequate Bildung", d.h. es müssen gewisse Kenntnisse etc. vermittelt werden die für's "überleben" de facto notwendig sind; kann man die Entscheidung Bildung ja/nein/welche allein den Eltern überlassen?

    Sind wir jetzt doch wieder beim positiven Recht angekommen?

    Aber: ja, alles, was über Lesen+Schreiben+Grundrechenarten hinaus geht.

    Naja, das ein oder andere gibt's da schon noch, aber prinzipiell stimme ich dir zu, was die Schulpflicht angeht.

    Daniel E. schrieb:

    Lieber den Eltern als "der Gesellschaft" in die sich das arme Kind "später einfügen muß". Daß die Schule keine 'altruistisch' zur Verfügung gestellte Institution, sondern vielmehr *der* Manipulationsapparat schlechthin ist, mußt Du mir nicht erzählen. Das ist es ja gerade, was ich kritisiere. Würde Schulpflicht nur dazu da sein, ein Mindestmaß an Bildung durchzusetzen, gäbe es keinen Grund dafür, Homeschooler ins Gefängnis zu stecken (dochdoch, voll verhältnismäßig, wirklich).

    Lieber "der Gesellschaft" als den Eltern. Gerade die Fundies sind ein Musterbeispiel dafür was schiefgehen kann.
    Nicht dass keine Homeschooler-Lösungen vorstellbar sind, aber - du irrst dich gewaltig in bezug auf Schule, die ist rein gar nichts im Vergleich zum Manipulationsapparat Homeschooling.

    Daniel E. schrieb:

    (Und in Deutschland werden keine Steuern auf Bildung erhoben.)

    Habe ich auch nicht behauptet. Ich schrieb nur dass die Gebildeten, sofern sie ein Einkommen haben, die Pflicht haben davon Steuern zahlen.

    Daniel E. schrieb:

    Und außerdem bin ich nicht libertär.

    Sorry. (Kommt mir nur gelegentlich so vor.)



  • finix schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    finix schrieb:

    Hast du dir die Bezeichnungen "positives" und "negatives" gerade selber ausgedacht? 😃

    Natürlich. http://www.google.com/search?q="positive+right"

    Die 135.000 Fundstellen habe ich auch eben erst ins Netz gestellt, damit es echter aussieht. Darum kann ich auch jetzt erst schreiben.

    Fleißig, fleißig!
    Hatte nach Positives Recht gesucht, und da schien's auf die ersten zwei, drei Blicke um was anderes zu gehen. Aber deine Erklärung dazu war ja durchaus verständlich. (Was sagst du eigentlich zu wp:Positive_rights#Criticism?)

    Daß die Durchsetzung von Rechten mit den Rechten an sich nicht viel zu tun hat. Nehmen wir an, ich wurde von jemandem verletzt und möchte dieses Verbrechen geahndet sehen. Ich kann entweder persönlich ahnden (Waffe aus dem Keller ...) oder ich kann jemanden bezahlen, der seine Waffe aus dem Keller holt (darunter fallen auch staatliche Polizeileistungen). Einen *Anspruch* darauf, daß jemand mir meine Rechte durchsetzt, kann ich nicht erkennen.

    Auf den zweiten Teil der Kritik gehe ich nicht ein, da der Autor selbst anscheinend Logik grundlegend ablehnt.

    Daniel E. schrieb:

    Oh, dieses Recht gibt es natürlich, es ist Teil des Selbsteigentumsrechts, bzw. der "pursuit of happiness". Jeder Mensch hat das Recht, sich zu bilden und kann von niemandem daran gehindert werden. ...

    Ja, das mit dem "von niemandem daran gehindert" habe ich mal unterstrichen. Was meinst du wie die Eltern in besagtem Artikel dazu stehen? Haben sie irgendein Recht die Bildung des Kindes zu beschneiden?

    Pardon, gäbe es ein staatliches "Recht" (lies: Pflich), den Kindern den linken Fuß abzuschneiden, wäre es dann gerecht gegen dieses "Recht" zu verstoßen? Vergleich beiseite.

    Wenn man Recht auf Bildung negativ auffaßt (wie wir in dem zitierten Absatz, also eine theoretische Frage) dann gibt es natürlich keine *Pflicht* auf Bildung, also haben die Eltern (und das Kind) das Recht, das staatliche Angebot auf Bildung ihres Kindes auszuschlagen und es stattdessen selbst zu machen.

    Wenn man das Recht auf Bildung positiv auffaßt und eine Pflicht zur Bildung derart konstruiert, daß die Kinder einen staatlich gesetzten Kanon eingepaukt bekommen (also es gar nicht um Bildung, sondern um Nachbeterei geht), dann haben sie dieses Recht anscheinend nicht. Diesen Fall bereden wir in der Praxis und da wird man halt zwangsbeglückt.

    [Schulpflicht höchstens auf Grundfertigkeiten beschränken]
    Naja, das ein oder andere gibt's da schon noch, aber prinzipiell stimme ich dir zu, was die Schulpflicht angeht.

    Schön.

    Lieber "der Gesellschaft" als den Eltern. Gerade die Fundies sind ein Musterbeispiel dafür was schiefgehen kann.

    Ich verstehe ich nicht ganz. Es ist doch kein Weltuntergang, wenn jemand nicht das Selektionsaxiom der Evolutionstheorie verteidigen möchte oder auf dem Standpunkt steht, die Relativitätstheorie wäre Judenphysik und ohnehin hickehackefalsch. Da bricht für mich keine Welt zusammen, besonders, da diese Heinis auch durch unser Schulsystem gekommen sind.

    Oder an was für Fälle hast Du gedacht?

    Nicht dass keine Homeschooler-Lösungen vorstellbar sind, aber - du irrst dich gewaltig in bezug auf Schule, die ist rein gar nichts im Vergleich zum Manipulationsapparat Homeschooling.

    Letztes ist immerhin dezentral also schon deswegen deutlich weniger furchteinflössend. Was glaubst Du, warum alle totalitären Herrscher sich bei erster Gelegenheit über das Schulsystem und die Jugend generell hermachen, wenn man doch anscheinend das ganze Geld auch hätte sparen können?

    Vor was fürchtest Du dich? Daß die Kinder zu Hause "falsche Werte" unterrichtet bekommen könnten? Wenn es diese Gefahr gäbe (und, herrje, es gibt sie), so ist sie doch ziemlich überschaubar. Wäre den Eltern an einer solchen Manipulation ihrer Kinder etwas gelegen, warum tun sie es dann nicht jetzt (in dem Maßstab, wie Du befürchtest), wo die Kinder nur 5h/Tag zur Schule gehen? So lange die Eltern einen Teil der Erziehung übernehmen, besteht diese Gefahr immer und das ist gut so. Jedenfall besser, als sein Kind nach der Geburt bei "der Gesellschaft" einzureichen und 18 Jahre später einem "Staatsbürger" wieder die Hand schütteln zu dürfen (das wäre jedenfalls die einzige Möglichkeit, wie man der Manipulationsgefahr aus dem Weg gehen könnte ...). Sind wir uns einig, daß man sich eine freie Gesellschaft anders vorstellt?

    Ich möchte hier nicht unbedingt Homeschooling das Wort reden, ich kenne mich damit nicht besonders aus. Ich halte aber im konkreten Falle die Staatsreaktion vollkommen überzogen, das Verhalten der Eltern für nachvollziehbar und die Signale an das Kind ziemlich fatal. Ich sehe keine besonderen Probleme damit, wenn jemand nicht durch das staatliche Einheitsschulsystem geschleift wurde. Aber daran besteht vom Staat doch prinzipiell kein Interesse. Selbst der Bildungsgutschein-Vorschlag von Milton Friedman würde das aktuelle System durchbrechen, sich trotzdem an Schulpflichten halten und keinen Cent mehr kosten ....

    Warum tut man es nicht? Kontrolle ist besser.



  • Hallo

    electron schrieb:

    finix schrieb:

    Klar ist es immer vorteilhaft ein super Elternhaus zu haben. Aber warum in aller Welt sollte ein Kind "von vorneherein verwirrt" sein wenn es gleichgeschlechtliche Eltern hat? Und wieso hört sich wie kommst du (schon wieder?) zwangsläufig auf "unnormal wird normal, normal ist unnormal" - wäre "'unnormal' wird normal, normal ist auch normal" nicht auch eine mögliche Variante, ggf. sogar wahrscheinlicher?

    Hallo finix und alle anderen die pro schwul/lesbisch argumentieren.
    Erstens habt ihr sicherlich keine Kinder, das merkt man sofort.

    Wie kann man nur so einen Mist schreiben?

    Ich habe keine Kinder, aber ein Kind und würde trotzdem pro schwul/lesbisch argumentieren. :p :p

    chrische



  • Könnt ihr mal aufhören mit Normal und Unnormal?
    Das ist ja zum K*tz*n 😡



  • Hallo

    1310-Logik schrieb:

    Könnt ihr mal aufhören mit Normal und Unnormal?
    Das ist ja zum K*tz*n 😡

    Warum ist der Begriff "normal" für dich negativ. Sie ihn doch als das, was die absolute Mehrheit, oder einfache Mehrheit macht oder ist. Ohne Wertung.

    chrische



  • Normal ist nicht negativ, aber der Begriff unnormal!
    Ich meine in dem Zusammenhang, wo alle immer von normalen Hetis und un-(ab-?)normalen Homos reden. 👎



  • Hallo

    Die Mehrheit ist nunmal heterosexual und somit ist das normal. Alles andere muss demnach unnormal sein. Wenn es wertend gemeint ist, dann ist das Scheisse, aber sonst sollte man diese Begriffe schon verwenden dürfen.

    chrische



  • Zb kein Fleisch essen gilt unnormal - stört Dich das?



  • Hallo

    1310-Logik schrieb:

    Zb kein Fleisch essen gilt unnormal - stört Dich das?

    Das kommt darauf an, wer es sagt, wenn es jemand sagt, um auszudrücken, dass er es doof findet ärgert es mich, aber ich weiß mit wem ich es zu tun habe. Wenn es aber jemand sagt, der damit nur ausdrücken will, dass es eben nicht die Mehrheit macht, ist es in Ordnung.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    HalloDie Mehrheit ist nunmal heterosexual und somit ist das normal. Alles andere muss demnach unnormal sein. Wenn es wertend gemeint ist, dann ist das Scheisse, aber sonst sollte man diese Begriffe schon verwenden dürfen.chrische

    Mal ganz ehrlich, was ist daran unnormal homosexell zu sein?
    Da könnte man genauso gut sagen deine Klamotten sind unnormal...
    Was aber nicht sein kann, denn für dich sind sie normal...
    (nur so als blödes Beispiel)



  • Heimscheißer schrieb:

    Mal ganz ehrlich, was ist daran unnormal homosexell zu sein?

    mal ganz ehrlich: dass es nicht 'normal' ist schwul zu sein, ist doch wohl klar. trotzdem sollte man, meiner meinug nach, schwule tolerieren. schwule sind meistens sehr freundliche und liebe menschen. es ist auch nicht so, dass sie irgendwelchen hetero-männern an die wäsche gehen würden...



  • ..



  • Erhard Henkes schrieb:

    Was labert ihr hier eigentlich für einen Dreck? 😃

    na, ich wette du kennst keinen schwulen persönlich 😡



  • Also wenn Schwule wirklich so sind wie in der Serie "Queer as Folk" (einmal gesehen), dann hasse ich sie. 😡
    Nichts desto trotz finde ich es unnormal. 🙄



  • net schrieb:

    mal ganz ehrlich: dass es nicht 'normal' ist schwul zu sein, ist doch wohl klar.
    ...

    Wer sagt bitte was normal ist und was nicht?
    Wenn unsere Gesellschaft etwas tolleranter wär, wäre es auch für einen Schwulen kein Problem "normal" zu sein.

    net schrieb:

    ...
    trotzdem sollte man, meiner meinug nach, schwule tolerieren. schwule sind meistens sehr freundliche und liebe menschen. es ist auch nicht so, dass sie irgendwelchen hetero-männern an die wäsche gehen würden...

    👍



  • this->that schrieb:

    Also wenn Schwule wirklich so sind wie in der Serie "Queer as Folk" (einmal gesehen), dann hasse ich sie.

    noch einer, der schwule nur aus der glotze kennt 😞



  • Lies den Satz nochmal, bevor du falsche Schlussfolgerungen ziehst.
    Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig -.-



  • Heimscheißer schrieb:

    Wenn unsere Gesellschaft etwas tolleranter wär, wäre es auch für einen Schwulen kein Problem "normal" zu sein.

    das kommt schon, wenn auch sehr langsam. in england z.b. wurden schwule noch bis in die 60'er jahre eingebuchtet für ihre neigungen (ist ja auch 'nem bekannten computerpionier passiert). heute weht diesen bemitleidenswerten leuten immer noch ein rauher wind von seiten der katholiken und faschisten o.ä. (ich frag' mich manchmal ob es da einen unterschied gibt) entgegen, aber ich denke das wird immer weniger...



  • this->that schrieb:

    Hab neulich in der Öffentlichkeit zwei knutschende Schwule gesehen. Sorry, ich finde das einfach eklig -.-

    ja, das kenn' ich. mir war auch übel als ich sowas zum ersten mal gesehen habe. trotzdem, du darfst diese leute nicht verurteilen, nur weil sie dinge praktizieren, die du ekelhaft findest - sie tun's ja nicht mit dir. leben und leben lassen heisst das motto...


Anmelden zum Antworten