Grafiken für 2D-Spiele



  • Hi Leute,

    ich hätte mal eine etwas allgemeine Frage: Wie erstellt ihr für 2D-Spiele die Grafiken?

    • Zeichnet ihr sie selbst und scannt sie ein?
    • Macht man sowas eher mit Photoshop?
    • Sind für verschiedene Frames einer Bewegung Vektorgrafiken einfacher zu ändern?
    • Ist es sinnvoll erst mal ein 3D-Modell zu erstellen, und aus einer festgelegten Perspektive als 2D-Grafik zu speichern?

    Da ich ein kleines 2D-Strategiespiel mit Hilfe der SDL machen möchte, würde mich interessieren, was sinnvoll bzw. geläufig ist. Vor allem verschiedene Stufen einer Animation stelle ich mir schwierig vor. Ich habe mit dem grafischen Aspekt eines solchen Projekts noch keine Erfahrung, daher sind die Fragen vielleicht etwas naiv.



  • Vektorgrafiken:
    Kannst du beim arbeiten verwenden. Ob es sinnvoll ist kommt auf das Objekt an das du nachbilden willst. Vom Spiel direkt verwende besser nur Pixelgrafiken

    Einscannen:
    Bestimmt möglich, nur sieht man es normalerweise, dass die Bilder gemalt sind und eingescannt => abhängig von Bildgröße im Spiel bestimmt machbar

    PhotoShop / GIMP / ...:
    Eine der plausibelsten Lösungen.

    3d Moddeler:
    Verwende ich bei meinem Projekt. Vorteilhaft wenn du eine 3D-Illusion erzeugen willst.

    Wobei das wiederum auf das Spiel ankommt. Wenn es Comic-Style ist bieten sich einscannen und Vektorgrafiken gut an, 2d Pixelgrafikprogramme wenns aufwendiger ist vll und 3DModdeler wenn die Bilder 3Dimensional aussehen sollen.
    Ist allerdings auch möglich das anders zu machen, ...



  • Ich denke dass mittlerweile die meisten 2D Grafiken für 2D Spiele in 3D Programmen ala Max oder Maya gemacht werden, und dann halt mit passender Kamera und Beleuchtung als 2D rausgerendert werden. Gerade Animationen sind so wesentlich einfacher "schön" hinzubekommen als wenn man die mit Hand zeichnet. Andere, einfachere Sachen werden natürlich immer noch direkt in Photoshop o.ä. gemacht.

    Was mittlerweile aber immer stärker am kommen ist sind Spiele die zwar ein "2D Gameplay" haben, aber alles mittels 3D Grafik darstellen. So Spiele wie das viel zu wenig bekannte (weil IMHO grandiose) Gradius V für die Playstation 2.

    Der Vorteil davon ist dass man sehr tolle Effekte hinbekommen kann, ohne allzuviel zu programmieren.



  • jo, 2½D ist schon witzig 😉



  • Das mit dem 3D-Rendern ist schon wahr. Allerdings kann es oft sehr viel lebhaftere Resultate bringen, die Bilder direkt zu "pixeln", also Pixel für Pixel zu zeichnen. Das kann sehr aufwendig sein, aber hat man einen guten Pixelkünstler wird das Ergebis wirklich beeindruckend. Selbst alle Grafiken zu einem Spiel so zu machen ist aber praktisch unmöglich und mit wenig Erfahrung sieht es schlechter aus, als gerenderte Bildchen.
    Zum Rendern: Am besten keine perspektivische Kamera verwenden, damit die einzelnen Teile nicht verzerrt aussehen.



  • Hab mir damals bei meinen RTS Engine Versuchen ein eigenes Tool für diese Zwecke geschrieben. Ich konnte damit 3ds und MD2 Models Laden und aus allen Perspektiven Screenshots machen. Die wurden dann einfach als Grafikset für jede Einheit hinterlegt. Das ham die bei C&C1 schon so gemacht, bis auf die Soldaten vielleicht, die sehen zumindest stark nachbearbeitet aus.



  • Hey super, danke für eure Antworten, jetzt habe ich schon mal einen kleinen Überblick! Dann lag ich mit meinen Theorien ja gar nicht mal so falsch. Da scheint die 3D-Modeller-Methode ja ganz vorne mitzuspielen, das werde ich mir dann mal genauer anschauen.


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