Was motiviert zum Programmieren?
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Was motiviert euch zum Programmieren? Man hat am Schluss nie was reales in der Hand das man fühlen kann. Am Schluss hat man ein paar bunte Bilder auf dem Bildschirm oder vlt sieht man davon garnicht viel (z.B. DB). Wenn man ein Haus, Tisch oder Auto baut, dann steht da am Schluss auch was da. Bei Programmieren hat man dann nur ein paar Bits auf nem Datenträger...
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Das hängt davon ab, in welcher Welt man programmiert... natürlich gibt es die von Dir genannten Themenfelder, aber dafür findet man auch den richtigen Typ Programmierer, der sich das so bildlich vorstellen kann, daß er auch in der Datenbank Befriedigung findet.
Zum anderen gibt es sehr viele Bereiche, wo sich erst durch die Programmierung etwas bewegt, nimm z.B. das Auto - wenn jemand in der Softwareentwicklung der Automobilindustrie arbeitet, so programmiert er Steuerungen innerhalb des Autos, die das bewegen, oder er arbeitet in der Automatisierung, wo sich durch seine Programme Maschinen, Bänder oder Roboter bewegen, wo ein Knopfdruck die ganze Fabrik in Bewegung setzt.
Leider leider stelle ich immer wieder fest, daß die Elektroindustrie einfach nicht genug Werbung im Umfeld der Programmierinteressierten macht, und diese daher glauben, man müsse Informatiker werden um zu programmieren. Dabei findet ein riesiger Teil der Programmierung in der Industrie statt, für Steuerungen, Automatisierungslösungen, etc, und wird von Ingenieuren und Physikern durchgeführt, und da dreht und bewegt sich durch die Bits&Bytes einiges. Stichwort Exportweltmeister.

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Geld z.b.
Und im Grunde hat ein Programmierer ja was handfestes.
Er hat etwas erstellt was am Bildschirm funktioniert.
Gefällt einem das nicht muss man den Job wechseln.
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Ein Romanautor baut ja auch nichts. Oder ein Musiker baut auch nichts. Aber komischerweise freuen sie sich, wenn sie nichts handfestes dadurch haben. Es muß nicht alles handwerklich sein.
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Und wenn andere einen ansprechen und dir erzählen was sie an deiner Software toll finden ist das schon sehr motivierend.
Neulich meinte ein Bekannter über mein Spiel, es sei viel besser wie all das was es auf den DVDs von Spielezeitschriften gibt

Wenn das nicht motiviert
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Komm drauf an.
Für die Arbeit programmieren eigentlich motiviert mich Geld.
Ansonsten der Dopamin-Schub, wenn ich dadurch etwas neues gelernt habe, oder wenn nach stundenlangem Überlegen und Programmieren etwas so läuft wie ich es will.Hauptsächlich motiviert mich aber Neues dazu zulernen. Ich programmiere schon paar Jahre, wenn ich mir anschaue, dann habe ich zwar an privaten Projekten nichts zum Abschluss gebracht, außer ein paar Hilfs-tools, die ich gebraucht habe. Dafür habe ich immer neue Sachen ausprobiert, Theorien angewendet und dazugelernt. Wie gesagt, das Gefühl danach find ich geil.
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Holzfäller@Wald schrieb:
Was motiviert euch zum Programmieren?
Geregeltes Einkommen.
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Hm, ich finde Geld als Dauermotivation nicht ausreichend. Wenn man sich überlegt, warum man einen Job machen soll, der ständiger Fortbildung bedarf, wo man von jedem für seine Fehler kritisiert wird und ständig hohe zeitliche Belastungen erfährt - dafür ist das Gehalt auch wieder nicht so hoch, da könnte man mit weniger fordernden Jobs unter dem Strich mehr herausziehen.
Mit einem Wort: ich glaube Euch nicht, wenn Ihr das Gehalt als Motivation zum Programmieren nennt.

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Na ja, die Sache ist die: Bis vor ca. einem Jahr habe ich auch privat viel programmiert, habe viele Bücher dazu gelesen und konnte mich über die Zeit stark verbessern. Aber dann ist meine Motivation von heute auf morgen total eingebrochen. Seitdem programmierte ich privat nur ein paar kleine Skripte, um dies oder jenes bequem erledigen zu können.
In der Firma programmiere ich zwar auch, aber nicht nur. Es ist halt so, dass man nach 8-9 Stunden PC (bzw. Programmieren) in der Firma dann am Abend heimkommt und halt einfach keinen Bock mehr auf die Kiste hat. Jedenfalls geht's mir so. Zudem kommt das Zeitproblem. Als Schüler war das kein Problem, da hat man i.d.R. ja Zeit ohne Ende. Aber jetzt ist ständig irgendwas und man kommt irgendwie zu nichts mehr

Ich denke inzwischen auch oft darüber nach, ob ich nicht doch einen Job außerhalb der IT-Branche anvisieren soll.
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Geld als Motivation ist wirklich ein bisschen schlapp. Wenn es nur um Geld gehen würde, würdet ihr eben von 8 bis 18 Uhr arbeiten und dann nicht den ganzen Tag hier noch im Forum rumgammeln :p
Am programmieren interessiert mich das lösen von Problemen und das man am Ende eben schon etwas produziert hat, auch wenn man es nicht "in der Hand" hat.
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rüdiger schrieb:
Geld als Motivation ist wirklich ein bisschen schlapp. Wenn es nur um Geld gehen würde, würdet ihr eben von 8 bis 18 Uhr arbeiten und dann nicht den ganzen Tag hier noch im Forum rumgammeln :p
Kann sein. Seitdem ich arbeite, weiß ich dass ich später nicht programmieren werde, bzw. will es nicht. Wenigstens nicht als Hauptbeschäftigung.
Im Moment sieht meine Alternative aber so aus, dass ich mein Studium abbrechen muss, weil ich kein Geld zum Leben habe. Also ich sehe das Geld schon als Motivation.
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rüdiger schrieb:
Geld als Motivation ist wirklich ein bisschen schlapp. Wenn es nur um Geld gehen würde, würdet ihr eben von 8 bis 18 Uhr arbeiten und dann nicht den ganzen Tag hier noch im Forum rumgammeln :p
das 'im forum gammeln' sollte bezahlt werden

kriegen denn wenigstens die vielen moderatoren hier eine kleine entschädigung?matimatiker schrieb:
Im Moment sieht meine Alternative aber so aus, dass ich mein Studium abbrechen muss, weil ich kein Geld zum Leben habe.
abbrechen ist das dümmste was man machen kann. such dir besser 'nen nebenjob...
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Kennt ihr das Gefühl, wenn man was richtiges zusammen gebaut hat? Wenn man was sägt, schraubt usw., dass ist doch was ganz anderes als nur zu planen und das ganze als Code zu tippen. Vielleicht würdem einen die dreckigen Finger nach einiger Zeit auch auf die Nerven gehen, aber irgendwie hat man mehr das Gefühl ws getan zu haben.
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vista schrieb:
abbrechen ist das dümmste was man machen kann. such dir besser 'nen nebenjob...
Hab ich doch schon
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Holzfäller@Wald schrieb:
Kennt ihr das Gefühl, wenn man was richtiges zusammen gebaut hat? Wenn man was sägt, schraubt usw., dass ist doch was ganz anderes als nur zu planen und das ganze als Code zu tippen. Vielleicht würdem einen die dreckigen Finger nach einiger Zeit auch auf die Nerven gehen, aber irgendwie hat man mehr das Gefühl ws getan zu haben.
Ehrlich gesagt: Ich habe ein besseres Gefühl, nachdem ich einen schwierigen Algorithmus realisiert habe. Handwerkliche Arbeit habe ich bisher allerdings auch nur als genau das kennengelernt: Als Arbeit. Sei es nun im Zusammenhang mit Renovierungen oder Ausbauten oder auch im Zusammenhang mit einem Schülerpraktikum, das ich damals bei einem Tischler gemacht habe. Ach, es war mal toll, ne Wand mit nem Vorschlaghammer einzuschlagen, aber die Realisierung eines schwierigen Programmteils in einem Programm ist ein größeres Erfolgserlebnis.
Um als Hobby irgendwelche Basteleien im Keller zu machen, fehlt mir nebenbei gesagt das Geld und der Platz. Ich kann mir keine Tischlerwerkstatt im Keller leisten, auch keine Schlosserwerkstatt. Vermutlich könnte ich mir nichtmal das Material leisten, wenn ich soetwas regelmäßig machen würde. Bei einem Computer ist das anders: Neben dem, dass man den sowieso braucht, kostet er nicht sooo viel. Und im Betrieb kostet er erst recht wenig: Es fallen nur Energiekosten und keine Materialkosten an. ...man stelle sich vor, man müsste für jede Zeile Code gleich mal 10Ct zahlen. Das wäre ziemlich schnell sehr teuer und man müssste sich überlegen, ob man das dann wirklich noch als Hobby betreiben würde.
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Gregor schrieb:
Ehrlich gesagt: Ich habe ein besseres Gefühl, nachdem ich einen schwierigen Algorithmus realisiert habe. Handwerkliche Arbeit habe ich bisher allerdings auch nur als genau das kennengelernt: Als Arbeit.
algorithmus selbst erdacht oder nachprogrammiert? beides kann ja interssant sein, das nachprogrammieren aber eigentlich nur, wenn man das zum ersten mal gemacht hat, ein zweites mal wäre ja nicht mehr so prickelnd.
es gibt ja die 'handwerker' und die 'konstrukteure', das gilt für software wie auch für materielle dinge. der eine freut sich, wenn er sein handwerkliches geschick und seine erfahrung beweisen kann, der andere, wenn er selbst viel gehirnschmalz investieren muss.
...und dementsprechend, nach der eigenen veranlagung, sollte man bei der berufswahl darauf achten, ob in dem job mehr ein 'denker' oder ein 'macher' gefragt ist. wählt man verkehrt, dann macht einen die arbeit schnell unzufrieden.

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Und der 'Handwerker' unter den Programmierern schreibt dann in einem Texteditor den Quelltext aus einem anderem Fenster/Monitor ab, oder wie

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SeppSchrot schrieb:
Und der 'Handwerker' unter den Programmierern schreibt dann in einem Texteditor den Quelltext aus einem anderem Fenster/Monitor ab, oder wie

ich schätze mal das sind diese anwendungsentwickler, it-spezialisten, oder welche berufsbezeichnungen es noch dafür gibt. die müssen ja innerhalb enger zeitvorgaben banale codes aus dem boden stampfen. ich denke, bei der tätigkeit wird der schöpferische geist nicht so sehr gefordert...
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Meiner Meinung ist der Reiz am Programmieren die Kombination aus Wissenschaft, Technik und Kunst. Code und Design haben für mich neben dem funktionellen Hintergrund auch eine gewisse Ästethik. Die Kreativität geht nicht unter, auch wenn hauptsächlich Logik gefragt ist.
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Ich programmiere eigentlich nur, um meiner Freundin zu imponieren!
Das ist nämlich eine der wenigen Computer-Technik-Hasen die lieb sind, was drauf haben und geil aussehen!

Und ich will ihr ja sympatisch bleiben...

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Aber dann ist meine Motivation von heute auf morgen total eingebrochen.
Burn-Out-Syndrom