Wie viele Götter gibt es?
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Ich schwanke zwischen 0 und 32

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Doktor Prokt schrieb:
Diese Frage wird hier hinreichend beantwortet

Auch wenn der Comic Satire ist, fällt doch eine interessante Parallelität zwischen Wissenschaft und Mythologie auf:
Im Abschnitt "On Cosmology" sieht man die Gemeinsamkeit im Bild sehr schön. Allen Weltbildern ist gemeinsam, daß man Ordnung benötigt um zu existieren. Die fehlende Ordnung - "Chaos" - ist der Feind der Welt. Während im wissenschaftlichen Bild diese Ordnung sehr schön durch die mathematische Beschreibung von Planetenbahnen visualisiert ist, wird dies im mythologischen Weltbild durch Wurzeln eines Baumes erklärt.
Natürlich müssen beide Kulturen vor dem Hintergrund des Zeitabstands andere Erklärungen verwenden, aber interessant ist doch wirklich, daß auch die älteren Kulturen bereits die grundsätzliche Problematik erkannten. Dies gilt übrigens auch für andere Entstehungsmythen aus Ägypten, Indien, China. Da war's mal ein Krokodil oder ein Drache, aber es läuft immer wieder darauf raus, daß ein Stabilitätskriterium vor dem Abrutschen ins Chaos schützt.
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Diese Suche nach Ordnung zieht sich nicht nur durch die menschliche Geschichte sondern auch durch die menschliche Psyche. Es ist kein Zufall, dass alle Kulturen Astrologie oder andere Mittel kennen um die Zukunft vorherzusagen. Dabei wird auch schon deutlich, dass es weniger eine Suche nach Ordnung als viel mehr nach Vorhersagbarkeit ist. Wir mögen weder Zufall noch böse Überraschungen. Wer möchte von seinem Zahnarzt schon nicht gewarnt werden, wenn es gleich weh tun wird? Ordnung ist insofern nur ein Nebenprodukt des Suchens nach Vorhersagbarkeit. Und diese wiederum ist durch die Sehnsucht nach Berechenbarkeit und damit nach Kontrolle und Einflussnahme motiviert. So ist es eine zentrale Funktion aller Götter, dass sie ein Mittel zur Beeinflussung der Welt darstellen. Man kann sie anbeten, ihnen opfern, sie um Beistand und um sonstige Dinge bitten. Und wenn alle Stricke reißen, dann war es zumindest nicht zufällig und willkürlich, sondern göttlicher Wille.
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Gott hat nicht die Menschen erschaffen, die Menschen haben Gott erschaffen!
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die frage sollte ehr lauten:
Gibt es abzählbar viele oder überabzählbar viele Götter?
Wäre doch eine schande für dei Gottheiten, wenn man sie zählen könnte
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Als was ist Gott definiert?
Als Wesen, dass das Universum steuert und lenkt? Es vlt. gar erschaffen hat?
Nun, dass bin natürlich ich. Denn wer sagt mir, dass sich das Universum nicht um mich dreht? Vlt. ist es auch eine Illusion. Vlt. bin ich nichts weiter als ein riesiger Datenblock in dem Supercomputer einer übergeordneten "Welt". Wer weiß das schon. Für mich bin ich der einzige relevante Anhaltspunkt, um Aussagen treffen zu können. In meinem Leben handele ich und erfahre Reaktionen auf mein Handeln. Demnach gibt es keinen Gott.Edit:
Ich habe auf Ironie-Tags verzichtet. Wer will, denke sie sich ...
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xroads42 schrieb:
Gibt es abzählbar viele oder überabzählbar viele Götter?

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minhen schrieb:
Dabei wird auch schon deutlich, dass es weniger eine Suche nach Ordnung als viel mehr nach Vorhersagbarkeit ist.
Ordnung selbst (nicht nur als Implikation) scheint den Menschen aber durchaus auch ein Bedürfnis zu sein.
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xroads42 schrieb:
überabzählbar
tolles wort. heisst das 'unendlich' oder dass man sich immer verzählt?

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Undertaker schrieb:
xroads42 schrieb:
überabzählbar
tolles wort. heisst das 'unendlich' oder dass man sich immer verzählt?

Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann, weil es "zu viele" wären. Natürliche Zahlen, ganze Zahlen, Rationale Zahlen, n-Tupel von natürlichen Zahlen etc. sind abzählbare Mengen, aber z.B. reelle und komplexe Zahlen sind überabzählbar.
(Selbstverständlich reden wir hier nur von unendlich großen Mengen. Gepriesen sei Cantor.)
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Mr. N schrieb:
Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann
also irre viel, d.h. knapp unter unendlich.

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Undertaker schrieb:
Mr. N schrieb:
Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann
also irre viel, d.h. knapp unter unendlich.

Falls das ernst gemeint ist:
Nein. Eine Menge X ist ueberabzaehlbar, wenn keine bijektive Abbildung von den natuerlichen Zahlen in X existiert.
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Doktor Prokt schrieb:
Undertaker schrieb:
Mr. N schrieb:
Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann
also irre viel, d.h. knapp unter unendlich.

Falls das ernst gemeint ist:
Nein. Eine Menge X ist ueberabzaehlbar, wenn keine bijektive Abbildung von den natuerlichen Zahlen in X existiert.UND wenn sie nicht endlich ist.
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Doktor Prokt schrieb:
Undertaker schrieb:
Mr. N schrieb:
Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann
also irre viel, d.h. knapp unter unendlich.

Falls das ernst gemeint ist:
Nein. Eine Menge X ist ueberabzaehlbar, wenn keine bijektive Abbildung von den natuerlichen Zahlen in X existiert.hey moment, ich habe mist erzählt. es muss ja 'mehr als unendlich' sein.
wie viele natürliche zahlen gibt es? unendlich viele, würde ich sagen.
wenn nun die natürlichen zahlen nicht ausreichen, d.h. eine menge ist überabzählbar, dann müsste die tatsächliche anzahl der elemente ja grösser als unendlich sein. was immer auch 'grösser als unendlich' heissen mag

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Mr. N schrieb:
Doktor Prokt schrieb:
Undertaker schrieb:
Mr. N schrieb:
Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann
also irre viel, d.h. knapp unter unendlich.

Falls das ernst gemeint ist:
Nein. Eine Menge X ist ueberabzaehlbar, wenn keine bijektive Abbildung von den natuerlichen Zahlen in X existiert.UND wenn sie nicht endlich ist.
Wieso? Die Menge |R ist überabzählbar und unendlich.
Btw: Würde folgende Definition eigentlich nicht reichen? Eine Menge M ist abzählbar, genau dann wenn es ein f: M->|N gibt, mit f injektiv.
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Mr. N schrieb:
UND wenn sie nicht endlich ist.
natuerlich.. mea culpa
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Undertaker schrieb:
Doktor Prokt schrieb:
Undertaker schrieb:
Mr. N schrieb:
Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann
also irre viel, d.h. knapp unter unendlich.

Falls das ernst gemeint ist:
Nein. Eine Menge X ist ueberabzaehlbar, wenn keine bijektive Abbildung von den natuerlichen Zahlen in X existiert.hey moment, ich habe mist erzählt. es muss ja 'mehr als unendlich' sein.
wie viele natürliche zahlen gibt es? unendlich viele, würde ich sagen.
wenn nun die natürlichen zahlen nicht ausreichen, d.h. eine menge ist überabzählbar, dann müsste die tatsächliche anzahl der elemente ja grösser als unendlich sein. was immer auch 'grösser als unendlich' heissen mag

Du hast gerade bemerkt, dass unendlich nicht gleich unendlich ist.

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this->that schrieb:
Mr. N schrieb:
Doktor Prokt schrieb:
Undertaker schrieb:
Mr. N schrieb:
Überabzählbar heißt effektiv, dass man den Elementen keinen eindeutigen Index von natürlichen Zahlen geben kann
also irre viel, d.h. knapp unter unendlich.

Falls das ernst gemeint ist:
Nein. Eine Menge X ist ueberabzaehlbar, wenn keine bijektive Abbildung von den natuerlichen Zahlen in X existiert.UND wenn sie nicht endlich ist.
Wieso? Die Menge |R ist überabzählbar und unendlich.
Und was heißt "nicht endlich" wohl?
{4,5,6} ist nicht bijektiv abbildbar auf |N, aber dennoch nicht überabzählbar. Das meinte ich.
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this->that schrieb:
Du hast gerade bemerkt, dass unendlich nicht gleich unendlich ist.

oder auch, dass es eigentlich keine überabzählbaren mengen geben dürfte.
