Ist die Welt reif für Wikipedia



  • CarstenJ schrieb:

    Ich frage mich zudem, ob so ein Konzept sinnvoll ist? Mittlerweile wird ja soviel bei Wikipedia nachgeschlagen, und viele, die darauf verweisen, kennen das Konzept offenbar nicht und nehmen jede Aussage als gegeben und richtig hin.

    Das sind aber auch die Leute, die alles andere blind aus Büchern oder dem Internet kopieren/ausdrucken/glauben. Wenigstens drucken die Kids nicht mehr die Referate aus MS Enzyklopädie aus 👍



  • Tim schrieb:

    linu(x)bie schrieb:

    Tim schrieb:

    Wikipedia kann nicht funktionieren, da es nicht von %HÖCHSTE_INSTANZ% persönlich geprüft wird...

    %HÖCHSTE_INSTANZ% ? Wer soll denn das sein? Jeder schreibt das was er weis, bzw was er meint zu wissen. Ist es nicht korrekt, so wird es entsprechen diskutiert und korrigiert. Gebe es eine höchste Instanz, so wäre das Ganze nur so begrenzt wie das Wissen der "höchsten Instanz" sowie dessen "politischer" (als Synonym für vieles) Meinung oder Einstellung.
    Fallbeispiel: Im Duden wurde die politische Ausrichtung "Anarchie" mit dem Wort "Chaos" gleichgesezt. Bis es korriegiert wurde dauerte es entsprechend lange.

    Ich benutze mal wieder einen Artikel um meinen Standpunkt zu verdeutlichen: http://de.wikipedia.org/wiki/Ironie

    "Es kann nicht funktionieren" belegst du also mit einzelnen Artikeln?

    gruss
    v R



  • Das Internet an sich ist voll von Fehlern und unseriösen Quellen, derer man sich bedient. Die Wikipedia ist da keine Ausnahme.

    Und? Who cares?
    Vor einigen Tagen las ich eine Studie von Stiftung Warentest über deutsche Schulbücher. Die haben da - ich glaube 10 - Biobücher getestet, und im durchschnitt war auf jeder 5ten Seite ein wirklich absolut schwerwiegender Sachfehler enthalten. Nur ein einziges Buch bekam die Note "gut" (von einem bayrischen Verlag).

    Die Wikipedia ist genau so wenig unfehlbar, wie jede andere Quelle. Dennoch: Ich habe hier einen Brockhaus Premium und eine Encarta liegen. Trotzdem greife ich meistens zu Google und verifiziere meine Resultate - sofern sie mir nicht schlüssig erscheinen oder Lücken aufweisen - mit Google. Es ist halt ein Unterschied, ob man in "verlässlichen" Quellen (Hinweis: Auch Brockhaus und Encarta können Fehler enthalten. Nur weil dort verbindlich geprüft wird, heißt das noch nicht, dass die Prüfer nicht auch mal Fehler machen können. Es ist nur wesentlich unwahrscheinlicher) eine Definition mit 50 Wörtern findet, oder bei Wikipedia einen seitenlangen Artikel, der auf wirklich alles eingeht, was irgendwie informativ im Bezug auf das Thema sein kann. Das ist kein Vergleich.

    Im Gegenteil. Ich sehe das als große Stärke der Wikipedia: Ihre wahnsinnig umfangreichen Artikel! Andernfalls gäbe es kaum etwas, was sie von Encarta und .co hervorheben würde.



  • [quote="virtuell
    "Es kann nicht funktionieren" belegst du also mit einzelnen Artikeln?
    [/quote]

    Bitte bitte sag, dass Du nur den Smily vergessen hast.



  • Jester schrieb:

    [quote="virtuell
    "Es kann nicht funktionieren" belegst du also mit einzelnen Artikeln?

    Bitte bitte sag, dass Du nur den Smily vergessen hast.[/quote]
    bitte sag, dass du nicht weißt, warum da nen smilie hin sollte, dann wirds ganz sicher hier ganz viele smilies geben 😉



  • Lügner schrieb:

    Es erstaunt mich immer wieder wie einige es schaffen sowas nicht zu blicken. Ist das vielleicht Absicht? 😕

    Ja, das ist wirklich oft unglaublich. Aber dann wiederum ist das auch eine der wichtigsten Grundlagen, um Threads überhaupt jenseits der 30 Seiten erzeugen zu können. Naja, was soll man schon sagen? Als es damals hieß, die deutschen Schüler hätten bei PISA besonders im Textverständis erbärmlich abgeschnitten, war das nicht gerade eine überraschende Nachricht ...



  • minhen schrieb:

    Als es damals hieß, die deutschen Schüler hätten bei PISA besonders im Textverständis erbärmlich abgeschnitten, war das nicht gerade eine überraschende Nachricht ...

    Wie meinste das jetzt?



  • minhen schrieb:

    Als es damals hieß, die deutschen Schüler hätten bei PISA besonders im Textverständis erbärmlich abgeschnitten, war das nicht gerade eine überraschende Nachricht ...

    Aber ebenso eine kaum Repräsentative. Deutsche Schüler können, wenn sie wollen. Aber wieso sollten sie wollen? Ich habe das damals ziemlich direkt miterlebt. Da hieß es "Macht den Test und ihr seid in der Zeit vom Unterricht befreit!". Wahnsinnig repräsentativ überdies, Dinge vergleichen zu wollen, die in anderen Ländern explizit unterrichtet werden. Deutschland und schlechte Bildung? Seltsam. Wie kommt es dann, dass wir immer noch zahlreiche Akademiker haben und in der Forschung auch präsent sind? Aber sicher, man stellt sich den Durchschnittsdeutschen gerne mit Fernbedienung in der einen und der Bierflasche in der anderen Hand vor der Glotze vor, wie er sich sein Wohlwollen aus dem Bierbauch rülpst.

    Vergleiche wie PISA sind unsinnig. Kompariere Deutschland und Japan nach deutschen Maßstäben, und Deutschland wird haushoch überlegen. Tu dasselbe nach japanischen, und rate, wie das Ergebnis lauten würde ... Nun sage mir, wer die Maßstäbe bei Pisa angesetzt hat? Weltfremde Akademiker, die keine Ahnung von den unterschiedlichen Bildungssystemen haben. Oder Akademiker, die Erwartungen an die deutschen Schüler stellen, die in der Zeit, als sie Schüler waren, weit über das Studium hinaus gingen. Die Bildungseinrichtungen und -förderungen sind in der Tat katastrophal, insbesondere letzteres nahezu erbärmlich; die Schüler per se sind es aber gewiss nicht!



  • Du bist fuer mich eher der Durschnitts-Deutsche, der alles, auch nur im entferntesten Sinne, Deutsche vor etwaigen Angriffen/Kritik verteidigen muss. Natuerlich muss man erstmal das (vermeintlich) Objektive angreifen, kann ja nicht sein, dass, wie in dem Falle, Deutsche Schueler irgendwo mal schlechter abschneiden. Unmoeglich. Also erstmal rummaulen, uebrigens auch typisch deutsch, und den Test an sich angreifen. Und dann noch so ganz versteckt aber dennoch bewusst seine Ressentiments mit in den Text verpacken.

    Ja Reyx, du bist Deutschland!



  • Jester schrieb:

    [quote="virtuell
    "Es kann nicht funktionieren" belegst du also mit einzelnen Artikeln?

    Bitte bitte sag, dass Du nur den Smily vergessen hast.[/quote]

    Seh doch einfach das offentsichtliche

    gruss
    v R



  • Brutus schrieb:

    Du bist fuer mich eher der Durschnitts-Deutsche, der alles, auch nur im entferntesten Sinne, Deutsche vor etwaigen Angriffen/Kritik verteidigen muss. Natuerlich muss man erstmal das (vermeintlich) Objektive angreifen, kann ja nicht sein, dass, wie in dem Falle, Deutsche Schueler irgendwo mal schlechter abschneiden. Unmoeglich. Also erstmal rummaulen, uebrigens auch typisch deutsch, und den Test an sich angreifen. Und dann noch so ganz versteckt aber dennoch bewusst seine Ressentiments mit in den Text verpacken.

    Ja Reyx, du bist Deutschland!

    Mitnichten. Ich bin Papst. Ich bin machtgeil. Ich bin allwissend. Ich bin Deutschland. Noch was vergessen? Ach ja, ich bin größenwahnsinnig!

    Spaß beiseite: Solcherlei unqualifizierte Trollereien ohne Inhalt und Verstand kannst du mit Leuten führen, die auf einem solch niedigen Niveau debattieren, wie du es hier zu haben suggerierst. Oder wolltest du mir mit diesem Beitrag beweisen, dass PISA doch recht habe und somit meine Aussagen ad absurdum führen? Ach komm, so einfach macht man es sich doch wirklich nicht ...



  • Im Gegenteil. Du machst es dir hier doch stellenweise zu einfach.
    Aber naja, wenn die Pseudonym-Suchmaschine mal nichts ausspuckt, verlinkt man einfach einen Wikipediaartikel. 🙂



  • Um mal was wirklich wichtiges zur Diskussion beizutragen: Diese Frau rechts in dem Ehrensenf Video is echt heiß. 🤡 👍



  • Stimmt, die ist süß 🙂



  • Brutus schrieb:

    Du bist fuer mich eher der Durschnitts-Deutsche, der alles, auch nur im entferntesten Sinne, Deutsche vor etwaigen Angriffen/Kritik verteidigen muss. Natuerlich muss man erstmal das (vermeintlich) Objektive angreifen, kann ja nicht sein, dass, wie in dem Falle, Deutsche Schueler irgendwo mal schlechter abschneiden. Unmoeglich. Also erstmal rummaulen, uebrigens auch typisch deutsch, und den Test an sich angreifen. Und dann noch so ganz versteckt aber dennoch bewusst seine Ressentiments mit in den Text verpacken.

    Ja Reyx, du bist Deutschland!

    Ich denke er hat das so gemeint das nicht die Schueller dumm sind, sondern das Bildungssystem. Wenn man so hoert, PISA-Studie und das die Schueller schlecht abschneiden, dann sind die faulen Schueller selbst schuld. Hier wird, wie so oft, Ursache und Wirkung verwechselt.



  • Reyx schrieb:

    Deutsche Schüler können, wenn sie wollen.

    Ich bin sicher sie können auch selbst fliegen, wenn sie nur wollen. Doch hier geht es nicht um Wunschvorstellungen sondern nur um einfaches Feststellen von Fähigkeiten. Zu verlangen, man dürfe nicht nach dem Verstehen von Texten fragen, weil dies nicht in der Schule gelehrt würde (was noch nicht einmal stimmt), ist schlicht lächerlich. Es geht nicht darum, dass die anderen besser sind. Sondern ganz einfach nur darum, dass wir hier und jetzt im Schnitt ein bescheidenes Textverständnis haben. Es geht darum, dass selbst offensichtliche Ironie nicht als solche erkannt wird, solange man nicht "Achtung Ironie!" schreibt oder ein Ironie-Smiley dahinter setzt. Und das ist einfach peinlich.



  • minhen schrieb:

    Ich bin sicher sie können auch selbst fliegen, wenn sie nur wollen.

    Auf die Nase? Mitnichten, da wären wir bei deiner Ironie 😉

    Nein, im ernst: Textverständnis ist eine Welt für sich. Aber was erwartest du? Jahrzentelanges Analysieren, völlig abstruses Überinterpretieren und schließlich Fazitschreiben, in der Hoffnung, der Lehrer sei der gleichen Meinung, hinterlässt halt seine Spuren. Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir aus dem ersten Absatz von Goethes Werther (ja, nur den ersten ~40 Zeilen!) ohne Vorkenntnisse in zwei Doppelstunden den gesamten Hergang der Tragödie herleiten durften. So etwas empfinde ich als peinlich, und nicht, wenn ein Schüler einen Text in der Eile des Gefechts (die ihm speziell antrainiert wurde, indes) einen Satz überließt oder im Kontext falsch versteht.

    Vermutlich war ich wieder an der Ausnahmeschule (das Argument kommt ja immer sofort), aber dort haben wir auch schwierigere Texte wie z.B. Kant gelesen. Seltsam. So etwas steht (oder stand?) auf dem Lehrplan für das Fach Philosophie und ich schätze gute 60% meiner Mitschüler verstanden den Text relativ schnell relativ gut. Aber nein, Textverständnis ist ja so unglaublich schlecht in Deutschland ...

    Ich bestreite nicht, dass es defizite im Bildungssystem gibt. Im Gegenteil: Ich sehe das System als das eigentliche Problem, und die neue Profiloberstufe oder G8 zeugen mal wieder von ekzellenter Sparmaßnahme des Staates. In der Stadt, in der ich wohne, rotten die Bildungseinrichtungen vor sich hin: Von 11 Schulgrundstücken sind auf 7 Gebäudekomplexe wegen Schimmelbefalls, Legionellen, Pilzen oder Asbestbefalls gesperrt. Die Stadt? Die hat kein Geld (das erscheint mir ganz logisch, sie hat ja auch erst letzten Monat die Büros im Rathaus renovieren und mit Klimaanlagen ausstatten lassen.). Die Schüler sitzen in stinkenden Räumen, werden mit 30 Leuten zwischen Wände gequetscht, die für 15 gedacht waren und dürfen sich auf rückenschädigenden Stühlen bis in den späten Nachmittag in schlecht beleuchteten, unterbeheizten und kaputten Klassen- oder Kurszimmern die Zeit in den Bauch sitzen. Erwartet man da Glanzleistungen?

    Schmeiße eine Henne und einen Hahn in ein modriges Sumpfloch, und du wirst sehen, wie wenig Eier du bekommst. Ist die Henne deswegen schlecht, dümmlich oder faul? Oder liegt es am Hahn? Oder vielleicht - wenn man ganz genau nachdenkt - ja an keinem von den beiden ...

    PISA mag seine berechtigung haben. Die Methode, auf welche es in Deutschland durchgeführt wurde, halte ich für höchst zweifelhaft. Die Ergebnisse und ihre Repräsentativität für deutsche Schüler (nicht für das Bildungssystem!) halte ich für fragwürdig. Und eine Aussage wie "Wen wundert es, dass die dummen deutschen Schüler einen eindeutigen Text nicht kapieren" weder für gerechtfertigt noch fair noch fundiert. Das hast du so nicht gesagt, minhen, aber viele, die deinen Text lesen, fassen ihn - denke ich, aus persönlicher Erfahrung - eben so auf. Hmm ... eigentlich sage ich damit ja sogar in gewisser Weise etwas ähnliches aus wie du. Wieder Ironie? 😉



  • Reyx schrieb:

    Wieder Ironie? 😉

    Wohl eher auch eine Form des Zeitvertreibs 😉



  • minhen schrieb:

    Es geht darum, dass selbst offensichtliche Ironie nicht als solche erkannt wird, solange man nicht "Achtung Ironie!" schreibt oder ein Ironie-Smiley dahinter setzt. Und das ist einfach peinlich.

    Naja, vielleicht denkst du auch mal darüber nach, dass man Ironie in anonymen Internetforen nicht erkennen kann. Hier gibt es alle möglichen Leute mit den abstrusesten Meinungen, sodass alles möglich ist. Zudem hat man bei kürzeren Textpassagen keine Möglichkeit wirklich zwischen den Zeilen zu lesen und drittens ist die ganze nichtsprachliche Kommunikation nicht vorhanden, welche Ironie normalerweise auch leicht verrät...



  • Man kann Ironie auch in anonymen Internetforen erkennen. Denn Ironie erkennt man nicht daran, wie das Gegenüber schaut, sondern wie es etwas formuliert. Das Problem ist viel mehr die Bereitschaft, Kommunikationsregeln, die im Alltag selbstverständlich sind, im Internet über Bord zu werfen. Das sieht man letztlich sogar an deiner Formulierung "vielleicht denkst du auch mal darüber nach". Sprache ist immer mehrdeutig - oft merkt man das noch nicht einmal. Eine Regel ist deshalb, dass man dem anderen nicht unterstellt, offensichtlichen und undurchdachten Unsinn zu reden. Etwas, was hier aber praktisch jeder bei jedem macht. Gibt es mehrere Interpretationsmöglichkeiten, neigen hier doch manche dazu, die zu wählen, in der der andere der unwissende Vollidiot ist. So kann Ironie natürlich nicht funktionieren.
    Sicher gibt es gerade hier auch viele intelligenzbefreite Trolle. Doch die erkennt man immerhin auch praktisch sofort. Wer jetzt aber dazu übergeht, jeden für einen Troll zu halten, der braucht sich nicht wundern, wenn die Kommunikation nicht mehr reibungslos funktioniert. Das Medium Internet ist dabei nicht das Problem, das die Kommunikation nicht ermöglichen würde.


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