Stoppt Schäuble!



  • Elektronix schrieb:

    Das Beispiel hinkt gewaltig. Bei den Anschlägen von New York, Barcelona und London sind insgesamt über 4000 Menschen umgekommen, etwa halb so viel wie im Verkehr innerhalb eines Jahres.

    Deine Darstellung ist falsch. Verkehrstote in den USA 42884 (2003) - Weltweit 1,2 Mio(!). Terrortote in den USA zwischen 2001 und 2007 2993. Grippe Tote zwischen 1998 und 2005, nach Schätzungen bis zu 22 000. 11 163 Menschen starben 2002 in Deutschland durch Suizid. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind der größte Killer. Fast 400.000 Menschen pro Jahr in Deutschland!

    Über 4000 ist weit übertrieben!

    11. September: 2993 Tote
    London: 52 Tote
    Barcelona: 0 Tote
    => 3045 Tote. Also knapp über 3000.

    Für mich steht nicht zur Frage, ob "diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden". Ich bin der Meinung, daß der Preis eines Menschenlebens den Schutz irgendeiner Privatsphäre nicht ausgleichen kann.

    Wenn es dir darum geht, sollten wir wohl alle Menschen in eine Gummizelle einsperren. Mit der Argumentation kann man _alles_ rechtfertigen.

    Aber man kann etwas dafür tun, um die Bedrohung zu verringern.

    Nein.

    Nicht umsonst nennt man Al Quaida ein "Netzwerk", und die Täter haben die deutschen Schutzregeln weidlich ausgenutzt. Das darf nicht wieder passieren. Auf diese Weise macht man sich indirekt mitschuldig.

    Blödsinn.

    Erst vor kurzem wurde der Polizeifunk auf digitale Standarts umgestellt.

    Auf keinen einheitlichen, weil Politiker lieber dubiose Propaganda dem Bürger reinwürgen, als sich um den wirklichen Schutz der Bürger zu kpmmern.

    Durch unser Schutzbedürfnis laufen wir den Verbrechern immer nur hinterher.

    Quatsch

    Genau das. Solange darüber öffentlich diskutiert wird, ist das Thema Mißbrauch im öffentlichen Bewußtsein, die Politik und die Menschen sind sensibilisiert.

    sind sie offenbar nicht.

    Da kann ich einigermaßen darauf vertrauen, daß ein polizeilicher Mißbrauch- wenn nicht ganz verhindert, so doch wenigstens geahndet wird.

    Wird er nicht.

    Das Gerede vom Überwachungsstaat kann ich nicht nachvollziehen.

    Was gibt es daran nicht nach zu vollziehen? Überwachung ist Überwachung, egal ob man weiß das man überwacht wird oder es nur vermutet.

    In einem System wie z. b. der DDR wurde nicht diskutiert. Dafür konnte die "Staatssicherheit" mit den Daten tun, was sie wollte. Das war ein echter Überwachungsstaat. In der DDR hätte kein Stasi-Mielke groß gefragt, ob er einen Trojaner einsetzen darf- das einzige, was ihn daran hinderte, waren die technischen Möglichkeiten.

    Hier fragt auch niemand.

    Das Interessante ist doch, daß alle Welt gegen den Bundestrojaner wettert- aber was ist mit den Registrierungschips (wie hießen sie doch gleich...?), die neuerdings in Kaufhäusern eingesetzt werden sollen- unkontrolliert und flächendeckend- und niemand weiß, welche Daten wofür genutzt werden. Kundenprofile, Bewegungsprofile, Kaufverhalten. Dagegen wettert niemand- außer vielleicht einem Bundes-Datenschutzbeauftragten. Aber viel Resonanz im Volk hat er nicht. Und Handies lassen schon jetzt eine punktgenaue Ortung einer Person zu. Die Leute machens mit und liefern beim E-Cash gleich noch die personenbezogenen Daten, Namen und Kontonummer, dazu. Weil es ja so schön bequem ist.

    Dagegen kann man persönlich etwas tun. Du bist dem nicht zwangsläufig ausgeliefert. Wenn du dir freiwillig den Bundesterrorijaner installieren willst, dann bitte. Aber gegen die Maßnahmen die unsere Freiheits- und Grundrechte kastrieren kannst du dich nicht wehren.

    Für einen echten Überwachungsstaat wäre es kein Problm, diese Daten vollständig abzuschöpfen und auszuwerten. Die DDR-Stasi hätte sich die Hände gerieben.

    Das wird in Deutschland doch gemacht. Siehe zB Operation Mikado. Da wurden alle Kredit-Karten Daten von der Polizei abgefragt in einer rechtlich höchst fragwürdigen und Richterlich nicht genehmigten Aktion! Und dabei ging es um Delikte, die nach deutschem Recht noch nicht mal ein Verbrechen sind.



  • rüdiger schrieb:

    Oder man muss sich nur mal die sinnlosen Ausgaben für Kameras anschauen. Kameras verhindern keine Kriminalität!

    Das kann man so nicht pauschalisieren. Buse hier in der Gegend waren mal einzige mit Grafites vollgesprühte Kaugummis auf vier Räder. Vor einigen Jahren hat man dann angefangen serienmäßig Kameras in neuen Busen zu montieren. Seit dem sind sie sauber. Die meisten sind zwar nur Attrappen um die Kosten klein zu halten, allerdings es wirkt Wunder.



  • Elektronix schrieb:

    Für mich steht nicht zur Frage, ob "diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden". Ich bin der Meinung, daß der Preis eines Menschenlebens den Schutz irgendeiner Privatsphäre nicht ausgleichen kann.

    Wie bereits gesagt, dieses Argument ist brandgefährlich. Du solltest es nicht verwenden.

    Elektronix schrieb:

    Und in Deuthschland gab es bisher nur deshalb keine Opfer, weil die Kofferbomben von Köln dillettantisch gebaut waren.

    Hätten sie Erfolg gehabt, hätte die ganze Kamerascheiße gar nichts gebracht. Mit anderen Worten: Laßt uns alle hoffen, daß sich zukünftige Kriminelle blöd anstellen.

    Elektronix schrieb:

    Nicht umsonst nennt man Al Quaida ein "Netzwerk", und die Täter haben die deutschen Schutzregeln weidlich ausgenutzt. Das darf nicht wieder passieren. Auf diese Weise macht man sich indirekt mitschuldig.

    Na klar galten Schutzregeln für sie, weil sie unverdächtig waren. Sollen wir Dich auch mal verdächtigen, Dir Deine Grundrechte nehmen, Dich nach Guantanamo verschiffen und immer mal wieder nachfragen, ob Du nicht doch etwas geplant hattest?
    Genau das hat Schäuble doch vor: Er verdächtigt einfach mal jeden, bei ein paar Bürgern wird schon was rauskommen. Also bitte.



  • Ben04 schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Oder man muss sich nur mal die sinnlosen Ausgaben für Kameras anschauen. Kameras verhindern keine Kriminalität!

    Das kann man so nicht pauschalisieren. Buse hier in der Gegend waren mal einzige mit Grafites vollgesprühte Kaugummis auf vier Räder. Vor einigen Jahren hat man dann angefangen serienmäßig Kameras in neuen Busen zu montieren. Seit dem sind sie sauber. Die meisten sind zwar nur Attrappen um die Kosten klein zu halten, allerdings es wirkt Wunder.

    nene, rüdiger hat schon recht. kameras verdrängen krimianlität, sie verhindern keine kriminalität. ein schönes beispiel dafür ist der ravensberger park in bielefeld. dort gibt sehr viele drogenabhängige/dealer und dementsprechend liegen auch (in dem eigentlich schönen park) öfter mal spritzen rum usw. sie haben dann 2001 den park mit kameras zugepflastert und innerhalb kürzester zeit gabs keine dealer/drogenabhängigen/spritzen mehr im park und das projekt wurde gefeiert (zu lustig, hat die polizei wirklich gedacht die leute nehmen jetzt keine drogen mehr und die dealer hören auf zu dealen?). 2 jahre später hat die polizei dann festgestellt das sie den drogenhandel nicht mehr unter kontrolle haben weil sie den überblick wo gehandelt wird total verloren haben und haben die kameras wieder abgenommen 🙄
    dazu finden sich massig ausarbeitungen/paper/diplomarbeiten im netz.



  • borg schrieb:

    dazu finden sich massig ausarbeitungen/paper/diplomarbeiten im netz.

    Hast du dazu zufällig etwas Gutes? Mir will das keiner glauben und ich hab bis jetzt noch keine guten Quellen gefunden 😕



  • Ich habe ja nicht gesagt, dass es sich um ein Allheilmittel gegen jegliche Form der Kriminalität handelt.

    Das von mir beschriebene Problem war Vandalismus und dieses verschiebt sich nicht unbedingt. Meistens ist Langeweile oder Respektlosigkeit während der Busfahrt ja der eigentliche Grund. Kaugummi schmeckt nicht mehr. Was mach ich jetzt mit dem? Genau, schön auf den Stuhl schmieren damit der nächste auch noch etwas davon hat. Was wird jetzt seitdem es die Kameras gibt mit dem Kaugummi gemacht? Er wird in den Mülleimer geworfen der direkt bei der Tür steht und nirgendwo hingeschmiert. Grafites werden auch keine aus Langeweile mehr auf die Stühle gekritzelt.

    Was ich damit sagen will ist, dass Kameras in Situationen wo sich das Verbrechen nicht verlagern kann sinnvoll zur Abschreckung sind. Da das aufgenommene Bild für die Ermittelungen aber meistens wertlos ist kann man auch ruhig großzügig Attrappen aufstellen. Somit kommt auch kein Innenminister auf falsche Gedanken da man damit einfach keine Bewegungsprofile erstellen kann.

    Ein anderes Beispiel wo Kameras sinnvoll sind ist bei Läden. Wer einen Laden überfallen will der muss voll oder übel rein und vor die Kamera und kann nicht ausweichen.

    Weder in London noch in einen Stadtpark sind Kameras meiner Meinung nach sinnvoll.



  • Nur zur Verdeutlichung, welchen Leuten hier neue Fahndungsinstrumente in die Hand gegeben werden sollen:

    Schäuble schrieb:

    Außerdem ist ein Laptop ja auch leicht zu verstecken, vielleicht wird er bei einer Durchsuchung gar nicht gefunden. Ans Internet muss er aber immer wieder.

    Was kommt als nächstes?

    Der Finanzminister schrieb:

    Außerdem ist Schwarzgeld ja auch leicht zu verstecken, vielleicht wird es bei einer Durchsuchung gar nicht gefunden. Aber zum Finanzamt muß der Steuerhinterzieher immer wieder.



  • Ben04 schrieb:

    Weder in London noch in einen Stadtpark sind Kameras meiner Meinung nach sinnvoll.

    --> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,317187,00.html
    der kerl konnte geschnappt werden, weil kameras in der u-bahn station sind.



  • Der hätte die Frau auch gerade so gut vor ein Auto stoßen können. Dass die Kameras hier etwas gebracht haben ist eher Zufall als Sinn der Sache. Damit will ich nicht sagen, dass es schlecht ist, dass der Täter gefasst wurde, dies sicherlich nicht, jedoch wurde die Kamera wahrscheinlich mit dem Zweck aufgehängt Taschendiebe zu erwischen und ob sie diesen Zweck erfüllt geht aus dem Artikel nicht hervor.

    Und ob es nicht sowieso Zeugen gab welche den Täter auch alleine hätten überführen können geht aus dem Artikel auch nicht hervor.



  • Hi,

    es geht vor allem darum, Verbrechen zu verhindern, und da nützt keine Kamera.



  • CarstenJ schrieb:

    es geht vor allem darum, Verbrechen zu verhindern, und da nützt keine Kamera.

    weil verbrecher immer dumm sind? es ist ihnen egal, dass sie bei der tat gefilmt werden?



  • Undertaker, verzieh Dich ins Loch. 🙄

    Hypothetisch: Ob ein gefilmter Attentäter Schäuble erschießt oder ein ungefilmter- Schäuble ist dann tot.



  • scrub schrieb:

    Hypothetisch: Ob ein gefilmter Attentäter Schäuble erschießt oder ein ungefilmter- Schäuble ist dann tot.

    stimmt, es hat ja schon mal einer versucht und dem war's auch egal, wie viele kameras eingeschaltet waren.
    🙂



  • Apeman schrieb:

    CarstenJ schrieb:

    es geht vor allem darum, Verbrechen zu verhindern, und da nützt keine Kamera.

    weil verbrecher immer dumm sind? es ist ihnen egal, dass sie bei der tat gefilmt werden?

    Bei Selbstmordattentätern geh ich mal davon auss, es des ihnen egal ist.



  • @badestrand
    http://golem.de/0709/54913.html
    http://www.thisislondon.co.uk/news/article-23412867-details/Tens+of+thousands+of+CCTV+cameras%2C+yet+80%+of+crime+unsolved/article.do

    Apeman schrieb:

    Ben04 schrieb:

    Weder in London noch in einen Stadtpark sind Kameras meiner Meinung nach sinnvoll.

    --> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,317187,00.html
    der kerl konnte geschnappt werden, weil kameras in der u-bahn station sind.

    A) Du willst uns testen

    😎 Du kannst nicht lesen

    C) Du willst nur provozieren

    oder eine Mischung davon.

    spiegel schrieb:

    Der 19-Jährige hatte sich schließlich gestellt.

    Nix Kamera.

    Ganz zu schweigen davon, dass man nicht mit (mehr oder in diesem Fall wohl weniger) Spektakulären Einzelfällen argumentieren sollte, wenn es darum geht die Freiheit von Millionen von Menschen einzuschränken.

    Apeman schrieb:

    es ist ihnen egal, dass sie bei der tat gefilmt werden?

    In der Tat. Weil die meisten Kamera-Bilder ohnehin unbrauchbar sind. Daher ist die Aufklärungsquote mit Kameras nur in seltenen Fällen hoch. Aber die werden natürlich gerne von Innenministern oder Polizisten ausgeschlachtet.

    Ben04 schrieb:

    Das von mir beschriebene Problem war Vandalismus und dieses verschiebt sich nicht unbedingt.

    Wie willst du das beurteilen? Nur weil zB jetzt eher an Hauswände in einer Gegend gesprüht wirst, in der du seltener bist? Gerade Graffity ist doch ein Problem, was man mit mehr Kameras nicht stoppen, sondern eher provoziert hat. Schau dir mal Sprayer-Videos an. Die haben auch kein Problem damit Züge anzumalen, die gerade in die Station einfahren etc.

    Ben04 schrieb:

    Da das aufgenommene Bild für die Ermittelungen aber meistens wertlos ist kann man auch ruhig großzügig Attrappen aufstellen. Somit kommt auch kein Innenminister auf falsche Gedanken da man damit einfach keine Bewegungsprofile erstellen kann.

    Aber du kannst nicht zwischen Attrappen und echten Kameras unterscheiden. Die Problematik bleibt die gleiche.

    Ben04 schrieb:

    Ein anderes Beispiel wo Kameras sinnvoll sind ist bei Läden. Wer einen Laden überfallen will der muss voll oder übel rein und vor die Kamera und kann nicht ausweichen.

    Das ist doch ein ideales Beispiel um deine These zu wiederlegen. Der Inhaber freut sich ja darüber, wenn er Kriminalität aus seinem Laden verdrängt. ABER das führt ja nur zu einer Rüstungsspirale und wenn dann wieder die Kamera Abdeckung hoch genug ist, schreckt diese ohnehin keine Kriminellen mehr ab und der Effekt erlischt. Die Läden werden weiterhin überfallen, auch wenn die Täter dabei gefilmt werden.



  • rüdiger schrieb:

    Apeman schrieb:

    Ben04 schrieb:

    Weder in London noch in einen Stadtpark sind Kameras meiner Meinung nach sinnvoll.

    --> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,317187,00.html
    der kerl konnte geschnappt werden, weil kameras in der u-bahn station sind.

    ...
    😎 Du kannst nicht lesen
    ...

    spiegel schrieb:

    Der 19-Jährige hatte sich schließlich gestellt.

    Nix Kamera.

    doch kamera:

    Die Polizei hatten mit großem Aufwand nach dem Angeklagten gefahndet. Unter anderem veröffentlichten die Ermittler Videoaufnahmen einer Überwachungskamera.

    danach folgt der von dir zitierte satz.
    also, wer von uns beiden kann nicht lesen?
    🙂



  • rüdiger schrieb:

    Wie willst du das beurteilen? Nur weil zB jetzt eher an Hauswände in einer Gegend gesprüht wirst, in der du seltener bist? Gerade Graffity ist doch ein Problem, was man mit mehr Kameras nicht stoppen, sondern eher provoziert hat. Schau dir mal Sprayer-Videos an. Die haben auch kein Problem damit Züge anzumalen, die gerade in die Station einfahren etc.

    Ich spreche ja auch nicht von denen die extra aus dem Haus gehen um ihrern künstlerischen Fähigkeiten freien lauf zu lassen. Ich spreche von denen (meist Schüler) die halt Bus fahren müssen, immer etwas zum kritzeln dabei haben und gerne auf dumme Gedanken kommen.

    Seit dem es diese Kameras gibt ist dies einfach nicht mehr der Fall. Niemand von denen würde auch auf die Idee zu kommen nur in einen Bus zu steigen um diesen zu verunstalten.

    rüdiger schrieb:

    Ben04 schrieb:

    Da das aufgenommene Bild für die Ermittelungen aber meistens wertlos ist kann man auch ruhig großzügig Attrappen aufstellen. Somit kommt auch kein Innenminister auf falsche Gedanken da man damit einfach keine Bewegungsprofile erstellen kann.

    Aber du kannst nicht zwischen Attrappen und echten Kameras unterscheiden. Die Problematik bleibt die gleiche.

    Nein, echte Kameras liefern Daten mit denen bespitzeln kann, Attrappen nicht. Gut wenn man jetzt schon so paranoid ist und glaubt das mit den Attrappen wäre eine Lüge dann kommt es auf das gleiche raus.

    Allerdings würde ich, wenn ich heraus finden wollte wer wann den Bus nimmt die Tickets einfach genauer prüfen. Jeden Person kriegt ein persönliches Ticket mit Sender und schon geht das genauer als es jede Kamera tun könnte. Noch irgendwo einen Fingerabdruckcheck einbauen damit auch jeder sein Ticket nutzt und das ganze mit Schwarzfahrern begründen. Fertig ist die billigere und effizientere Alternative zu Kameras.

    rüdiger schrieb:

    Ben04 schrieb:

    Ein anderes Beispiel wo Kameras sinnvoll sind ist bei Läden. Wer einen Laden überfallen will der muss voll oder übel rein und vor die Kamera und kann nicht ausweichen.

    Das ist doch ein ideales Beispiel um deine These zu wiederlegen. Der Inhaber freut sich ja darüber, wenn er Kriminalität aus seinem Laden verdrängt. ABER das führt ja nur zu einer Rüstungsspirale und wenn dann wieder die Kamera Abdeckung hoch genug ist, schreckt diese ohnehin keine Kriminellen mehr ab und der Effekt erlischt. Die Läden werden weiterhin überfallen, auch wenn die Täter dabei gefilmt werden.

    [/quote]
    Wie willst du wissen wie viele das abgeschreckt hat? Wenn du jetzt gesagt hättest, dass deswegen mehr Leute auf der Straße überfallen werden würden, dann hätte ich dir dein Argument abgenommen. War ein schlechtes Beispiel.

    Ich bleib aber dabei es gibt Fälle in denen es sinnvoll ist. Diese sind eher die Ausnahme aber es gibt sie, und da es sich nur in Ausnahmefällen lohnt ist die Kameradicht auch nicht groß genug um damit Spionage zu betreiben.



  • Apeman schrieb:

    doch kamera:

    Die Polizei hatten mit großem Aufwand nach dem Angeklagten gefahndet. Unter anderem veröffentlichten die Ermittler Videoaufnahmen einer Überwachungskamera.

    danach folgt der von dir zitierte satz.
    also, wer von uns beiden kann nicht lesen?
    🙂

    Offenbar du nicht. Ich habe nie bestritten, dass das gefilmt wurde oder die Aufnahmen veröffentlicht wurden. Ich habe bestritten, dass der Typ gepackt wurde, weil die Tat gefilmt wurde.

    Ben04 schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Wie willst du das beurteilen? Nur weil zB jetzt eher an Hauswände in einer Gegend gesprüht wirst, in der du seltener bist? Gerade Graffity ist doch ein Problem, was man mit mehr Kameras nicht stoppen, sondern eher provoziert hat. Schau dir mal Sprayer-Videos an. Die haben auch kein Problem damit Züge anzumalen, die gerade in die Station einfahren etc.

    Ich spreche ja auch nicht von denen die extra aus dem Haus gehen um ihrern künstlerischen Fähigkeiten freien lauf zu lassen. Ich spreche von denen (meist Schüler) die halt Bus fahren müssen, immer etwas zum kritzeln dabei haben und gerne auf dumme Gedanken kommen.

    Seit dem es diese Kameras gibt ist dies einfach nicht mehr der Fall. Niemand von denen würde auch auf die Idee zu kommen nur in einen Bus zu steigen um diesen zu verunstalten.

    Vielleicht sollte man das Problem bekämpfen, dass die Personen überhaupt auf die Idee kommen so etwas zu machen. Wenn man es eben im Bus unterbindet, machen sie es ja immer noch an anderen Orten, an denen eine Überwachung nicht statt findet.

    (Nach der Einführung von Kameras in Straßenbahnen, fand ich übrigens nicht, dass sich die Sauberkeit wesentlich verbessert hätte.)

    Ben04 schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Ben04 schrieb:

    Da das aufgenommene Bild für die Ermittelungen aber meistens wertlos ist kann man auch ruhig grügig Attrappen aufstellen. Somit kommt auch kein Innenminister auf falsche Gedanken da man damit einfach keine Bewegungsprofile erstellen kann.

    Aber du kannst nicht zwischen Attrappen und echten Kameras unterscheiden. Die Problematik bleibt die gleiche.

    Nein, echte Kameras liefern Daten mit denen bespitzeln kann, Attrappen nicht. Gut wenn man jetzt schon so paranoid ist und glaubt das mit den Attrappen wäre eine Lüge dann kommt es auf das gleiche raus.

    Wenn alle Kameras Attrappen wären, dann wären sie sinnlos. Also brauchst du immer noch Kameras, mit denen auch Daten gesammelt werden. Aber Kameras schüchtern auch ein und beeinflussen die Verhaltensweisen der Menschen (blos nicht auffallen!). Das bleibt immer noch bestehen.

    Ben04 schrieb:

    rüdiger schrieb:

    Ben04 schrieb:

    Ein anderes Beispiel wo Kameras sinnvoll sind ist bei Läden. Wer einen Laden überfallen will der muss voll oder übel rein und vor die Kamera und kann nicht ausweichen.

    Das ist doch ein ideales Beispiel um deine These zu wiederlegen. Der Inhaber freut sich ja darüber, wenn er Kriminalität aus seinem Laden verdrängt. ABER das führt ja nur zu einer Rüstungsspirale und wenn dann wieder die Kamera Abdeckung hoch genug ist, schreckt diese ohnehin keine Kriminellen mehr ab und der Effekt erlischt. Die Läden werden weiterhin überfallen, auch wenn die Täter dabei gefilmt werden.

    Wie willst du wissen wie viele das abgeschreckt hat? Wenn du jetzt gesagt hättest, dass deswegen mehr Leute auf der Straße überfallen werden würden, dann hätte ich dir dein Argument abgenommen. War ein schlechtes Beispiel.[/quote]

    Du kannst ganz einfach wissen, wie viele durch Kameras abgeschreckt werden. Du schaust dir die Anzahl der Raubüberfälle vor Einführung von Kameras an und Nachher. In England ist die Verbrechensrate hoch wie eh und je, trotz Kameras in jedem Laden und an jeder Ecke.

    Ben04 schrieb:

    Ich bleib aber dabei es gibt Fälle in denen es sinnvoll ist. Diese sind eher die Ausnahme aber es gibt sie, und da es sich nur in Ausnahmefällen lohnt ist die Kameradicht auch nicht groß genug um damit Spionage zu betreiben.

    Sie ist schon hoch genug. Aber vielleicht ist sie in Deutschland noch nicht extrem hoch. Das ist aber nur eine Frage der Zeit. Schuld ist eben der Verdrängungseffekt. Baut man an einem Platz eine Kamera auf, wandert die Kriminalität eben zum nächsten Platz, bis man da auch eine Kamera hat und das geht so weiter, bis man überall Kameras hat. (Was aber auch keine Kriminalität aufhält! Die Kriminellen merken dann nur, dass die ganzen Kameras eh keine Gefahr für sie sind)



  • rüdiger schrieb:

    Ich habe nie bestritten, dass das gefilmt wurde oder die Aufnahmen veröffentlicht wurden. Ich habe bestritten, dass der Typ gepackt wurde, weil die Tat gefilmt wurde.

    meinst du nicht, dass er sich gestellt hat, weil einige ihn darauf ansprachen: 'hey, ich hab' dich gestern im fernsehen gesehen'?

    den gibts auch noch: http://www.wdr.de/themen/panorama/19/bahnhof_dortmund/070620.jhtml



  • rüdiger schrieb:

    Elektronix schrieb:

    Das Beispiel hinkt gewaltig. Bei den Anschlägen von New York, Barcelona und London sind insgesamt über 4000 Menschen umgekommen, etwa halb so viel wie im Verkehr innerhalb eines Jahres.

    Deine Darstellung ist falsch. Verkehrstote in den USA 42884 (2003) - Weltweit 1,2 Mio(!). Terrortote in den USA zwischen 2001 und 2007 2993. Grippe Tote zwischen 1998 und 2005, nach Schätzungen bis zu 22 000. 11 163 Menschen starben 2002 in Deutschland durch Suizid. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind der größte Killer. Fast 400.000 Menschen pro Jahr in Deutschland!

    Über 4000 ist weit übertrieben!

    11. September: 2993 Tote
    London: 52 Tote
    Barcelona: 0 Tote
    => 3045 Tote. Also knapp über 3000.

    Sorry, ich meinte den Anschlag von Madrid. Mein Fehler. Allerdings kommts dann auch nicht auf 4000. Aber 3000 sind mir auch genug.

    krabbels schrieb:

    Elektronix schrieb:

    Das Interessante ist doch, daß alle Welt gegen den Bundestrojaner wettert- aber was ist mit den Registrierungschips (wie hießen sie doch gleich...?), die neuerdings in Kaufhäusern eingesetzt werden sollen- unkontrolliert und flächendeckend- und niemand weiß, welche Daten wofür genutzt werden. Dagegen wettert niemand- außer vielleicht einem Bundes-Datenschutzbeauftragten. Aber viel Resonanz im Volk hat er nicht. Für einen echten Überwachungsstaat wäre es kein Problm, diese Daten vollständig abzuschöpfen und auszuwerten.

    Es gab viele Diskussionen zum Thema RFID.
    Der Bundestrojaner steht nun mal als kontroverses Aushängeschild für diese Sicherheitsdiskussion in der Bevölkerung. Für Heuchlerei halte ich das nicht unbedingt.

    Ich schon, denn hier im Forum finde ich keine Diskussion zu RFID-Chips. Und auch sonst nur wenig. Mir scheint eher das Problem zu sein, daß der Bundestrojaner eben von der Regierung kommt, und da fühlt man sich gleich überwacht und ist dagegen- weil man ohnehin immer dagegen ist. RFID-Chips kommen halt nicht von dort, sondern "nur" von geldgeilen Firmen. Aber die Mißbrauchsmöglichkeiten sind mindestens genauso groß- abgesehen vom Verlust von Arbeitsplätzen. Gemessen an der Kapitalkonzentration und der Menge an sensiblen Daten wäre hier eine Diskussion viel dringender.


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