Postmindestlohn und Briefmonopol
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9,80 € ist zu viel für einen Mindestlohn. Punkt.
Kein anderes Land hat einen derartig hohen Mindestlohn. Mit gutem Grund: Der einzige Sinn dieses Wucher-Mindestlohnes ist es, Konkurrenten in die Insolvenz zu schicken.
(Einen Mindestlohn zwischen 6 und 7 Euro fände ich hingegen vertretbar. Man soll davon nicht reich werden!)
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Unix-Tom schrieb:
Findest Du ein Telefonmonopol auch gut?
Nein, das habe ich auch nirgendwo behauptet. Aber im "Äpfel-mit-Birnen-vergleichen" bist du verdammt gut.

Ich erwähnte ja bereits, dass ich den Preis für eine Briefzustellung für alles andere als überteuert finde (wie teuer wäre es, den Brief selbst zuzustellen???). Mit der Telekom war die Situation schon allein aus dieser Sicht eine ganz andere. Zudem transportiert die Telekom auch keine materiellen Dinge von A nach B - auch das macht die Sache grundlegend anders.steff3 schrieb:
schonmal daran gedacht das unternehmen auch mal mehr als einen oder zwei briefe verschicken ?
-sicher die bekommen sonderkonditionen, aber die könnten dann auch günstiger seinSoweit ich das überblicken kann, ist bei mir noch kein einziger Brief angekommen, der nicht über die Post versandt wurde. Also sind den Unternehmen entweder die Post-Tarife auch nicht zu hoch, oder die Mitbewerber sind nicht in der Lage trotz der Hungerlöhne, die sie zahlen, und der tollen innovativen Ideen die sie haben sollen, ein besseres Angebot zu machen.
das ist doch nicht dein ernst oder ?
aber gut zu wissen, dass du weißt das niemand anderes ideen haben kann wie man das ganze vlt optimieren kann um kosten zu sparen
und ein besseres angebot machen kannScheinbar ist es ja nicht so. Oder willst du behaupten, dass es irgendein Unternehmen geschafft hat, auch nur ansatzweise Fuß auf dem Markt zu fassen? Sogar vor der Mindestlohndebatte kreiste doch schon der Pleitegeier seine Runden...
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@Jan: Schonmal daran gedacht, dass die Post jetzt demnächst ihre Preise erhöhen wird? Jetzt, da die Konkurrenz ausgeschalten ist.

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Hallo
Mr. N schrieb:
@Jan: Schonmal daran gedacht, dass die Post jetzt demnächst ihre Preise erhöhen wird? Jetzt, da die Konkurrenz ausgeschalten ist.

Das spekulierst du jetzt mal wild. Einfach so, genau wie du eben auch behauptest, dass 9,80 zu viel sind. Deine Argumentationslosigkeit unterstreichst du noch mit einem Punkt.
Ich widerspreche dir nicht in allen Fälle, aber mit unbegründeten Vorwurfen um sich zu werfen, scheint eine Spezialität von dir zu sein (nein, ich heule nicht, sondern stelle das nur fest)
chrische
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chrische5 schrieb:
Hallo
Mr. N schrieb:
@Jan: Schonmal daran gedacht, dass die Post jetzt demnächst ihre Preise erhöhen wird? Jetzt, da die Konkurrenz ausgeschalten ist.

Das spekulierst du jetzt mal wild. Einfach so, genau wie du eben auch behauptest, dass 9,80 zu viel sind.
9,80 €/h sind allein schon deshalb zu viel, weil ich weniger kriege und mich nicht beklage.
Dass die Preise steigen ist in der Tat Spekulation, aber begründete: In einer Wettbewerbssituation sind die Preise allermeistens niedriger als in einer Monopolsituation. Muss ich dir dafür auch eine Quelle angeben?

Ich widerspreche dir nicht in allen Fälle, aber mit unbegründeten Vorwurfen um sich zu werfen, scheint eine Spezialität von dir zu sein (nein, ich heule nicht, sondern stelle das nur fest)
Das sind keine Vorwürfe sondern Feststellungen und begründete Spekulationen (auch wenn ich die Gründe nicht immer angebe).
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Wo ist der Sinn eines Mindestlohns? Damit sichert der Staat doch nur das Postmonopol und vernichtet Arbeitsplätze.
Gerade in einem Sozialstaat wie Deutschland gibt es doch einen de Facto Mindestlohn und zwar die Arbeitslosenbezüge. Wenn es sich für jemanden nicht lohnt den Job zu erledigen, dann wird er es wohl auch nicht tun. Also kann eine Firma unter einen Lohn x sowieso nicht gehen.
Und ein Monopol ist schlecht, auch wenn man 0,55€ im konkreten Fall vielleicht als nicht zu teuer empfindet.
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Mr. N schrieb:
9,80 €/h sind allein schon deshalb zu viel, weil ich weniger kriege und mich nicht beklage.
Und warum beklagst du dich nicht? Ich nehme an, weil du von dem Geld nicht deinen Lebensunterhalt betreiten mußt und Papa was dazu gibt.
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rüdiger schrieb:
Gerade in einem Sozialstaat wie Deutschland gibt es doch einen de Facto Mindestlohn und zwar die Arbeitslosenbezüge. Wenn es sich für jemanden nicht lohnt den Job zu erledigen, dann wird er es wohl auch nicht tun. Also kann eine Firma unter einen Lohn x sowieso nicht gehen.
Wenn es nur so einfach wäre! Wenn dir die Arbeitsagentur eine Stelle als Postzusteller vorschlägt und du diese ohne Grund ablehnst (und geringer Lohn ist mit Sicherheit kein Grund!) wird dir dein Arbeitslosengeld für eine bestimmte Zeit komplett gesperrt bzw. dein Arbeitslosengeld II gekürzt.
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Leprechaun schrieb:
Mr. N schrieb:
9,80 €/h sind allein schon deshalb zu viel, weil ich weniger kriege und mich nicht beklage.
Und warum beklagst du dich nicht? Ich nehme an, weil du von dem Geld nicht deinen Lebensunterhalt betreiten mußt und Papa was dazu gibt.
Würde ich Vollzeit arbeiten, hätte ich genug für eine kleine Wohnung und zum Leben. Aber dann würde ich ohnehin mehr verdienen, weil ich einen anderen Job machen würde.
~1300 € im Monat (bei 35 h/Woche, bei 40 h/Woche sinds gleich nochmal mehr) sind nicht wenig! Ja, das ist eine persönliche Einschätzung und daher wieder ohne Begründung.
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Mr. N schrieb:
Dass die Preise steigen ist in der Tat Spekulation, aber begründete: In einer Wettbewerbssituation sind die Preise allermeistens niedriger als in einer Monopolsituation. Muss ich dir dafür auch eine Quelle angeben?

Das ist keine begründete Spekulation, sondern völliger Schwachsinn. Bis vor kurzem bestand das Briefmonopol ja noch - wieviel hat dich da ein Brief gekostet? 5 Euro?
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rüdiger schrieb:
Und ein Monopol ist schlecht, auch wenn man 0,55€ im konkreten Fall vielleicht als nicht zu teuer empfindet.
Ja, aber das ist ja eine der Fragen, die ich ganz zu Beginn gestellt habe!
Was ist denn am Briefmonopol konkret schlecht?Rein von der Sache her halte ich es für äußerst sinnvoll, dass die Post von München nach Hamburg nicht auf 5 verschiedenen Wegen transportiert wird und dass ich nicht 5 mal in der Woche von unterschiedlichen Briefzustellern aus dem Schlaf geklingelt werde, weil sie keinen Schlüssel für den Hauseingang haben, oder 5 Autos quer über die Dörfer fahren, um jeweils nur 2 bis 3 Briefe auszuliefern.
Die Sache wäre eine andere, wenn ich klar erkennen würde, dass der Wettbewerb Vorteile bringen würde, aber billiger wird es ja offensichtlich nicht und die paar Arbeitsplätze, die entstanden sind, sind reine Sklavenjobs mit Hungerlohn.
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Jan schrieb:
Mr. N schrieb:
Dass die Preise steigen ist in der Tat Spekulation, aber begründete: In einer Wettbewerbssituation sind die Preise allermeistens niedriger als in einer Monopolsituation. Muss ich dir dafür auch eine Quelle angeben?

Das ist keine begründete Spekulation, sondern völliger Schwachsinn. Bis vor kurzem bestand das Briefmonopol ja noch - wieviel hat dich da ein Brief gekostet? 5 Euro?
Erstens war die Post früher eine Behörde ohne Gewinnmaximierung (heute ist sie eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Gewinnmaximierung, falls dir das noch nicht aufgefallen ist). Zweitens gab es bis vor ein paar Monaten die Androhung der Liberalisierung. Drittens waren die Briefe früher in der Tat billiger. 80 Pfennig ist weniger als 55 Cent.
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Jan schrieb:
und die paar Arbeitsplätze, die entstanden sind, sind reine Sklavenjobs mit Hungerlohn.
Mich würde sehr interessieren, was die Leute dazu sagen, die diese Arbeitsplätze haben. Von denen habe ich eigentlich noch nirgendwo etwas gelesen. Sagen die: "Hurra, endlich fallen diese Arbeitsplätze weg, da wurde ich eh nur ausgebeutet!"? Oder sehen die das eher negativ, weil so ein Job eben doch besser als Hartz4 ist?
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Gregor schrieb:
Jan schrieb:
und die paar Arbeitsplätze, die entstanden sind, sind reine Sklavenjobs mit Hungerlohn.
Mich würde sehr interessieren, was die Leute dazu sagen, die diese Arbeitsplätze haben. Von denen habe ich eigentlich noch nirgendwo etwas gelesen. Sagen die: "Hurra, endlich fallen diese Arbeitsplätze weg, da wurde ich eh nur ausgebeutet!"? Oder sehen die das eher negativ, weil so ein Job eben doch besser als Hartz4 ist?
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Hallo
Mr. N schrieb:
Das sind keine Vorwürfe sondern Feststellungen und begründete Spekulationen (auch wenn ich die Gründe nicht immer angebe).
Wenn du allerdings Menschen ihr angebliches Verhalten vorwirfst, solltest du wenigstens zwei drei Belege für deine Theorien beifügen.
chrische
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Jan schrieb:
Ja, aber das ist ja eine der Fragen, die ich ganz zu Beginn gestellt habe!
Was ist denn am Briefmonopol konkret schlecht?Ganz einfach: Als Kunde bin ich einer Firma ausgeliefert, die keinen Anreiz hat etwas für meine Zufriedenheit zu tun. Und es gibt weniger Arbeitsplätze.
Jan schrieb:
Die Sache wäre eine andere, wenn ich klar erkennen würde, dass der Wettbewerb Vorteile bringen würde, aber billiger wird es ja offensichtlich nicht
Wird es nicht?
Jan schrieb:
und die paar Arbeitsplätze, die entstanden sind, sind reine Sklavenjobs mit Hungerlohn.
So ein Blödsinn. Niemand, der in Deutschland legal lebt, macht Sklavenjobs. Dafür ist das Arbeitslosengeld einfach zu attraktiv.
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Hi,
rüdiger schrieb:
So ein Blödsinn. Niemand der in Deutschland legal lebt macht Sklavenjobs. Dafür ist das Arbeitslosengeld einfach zu attraktiv.
mag sein, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass es viele gibt, die arbeiten, alleine um der Selbstachtung willen. Geld hin oder her, aber für manchen mag es in der Tat nicht die Erfüllung zu sein, zu Hause zu sitzen und einfach so das Geld zu kassieren.
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Hallo
rüdiger schrieb:
So ein Blödsinn. Niemand, der in Deutschland legal lebt, macht Sklavenjobs. Dafür ist das Arbeitslosengeld einfach zu attraktiv.
Grundsätzliche Frage: Hast du schon einmal davon gelebt?
chrische
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rüdiger schrieb:
Ganz einfach: Als Kunde bin ich einer Firma ausgeliefert, die keinen Anreiz hat etwas für meine Zufriedenheit zu tun.
Und wo ist das Problem? Bist du unzufrieden mit der Post? Zu langsam? Grüßt dich dein Postbote nicht?
rüdiger schrieb:
Wird es nicht?
Warum ist es das denn noch nicht?
Bei Pin kostet ein Brief z.B. auch 52ct. Wenn ich 3ct mehr bezahlen muss, damit der Briefträger ordentlich bezahlt wird, dann mach ich das gerne.
rüdiger schrieb:
So ein Blödsinn. Niemand, der in Deutschland legal lebt, macht Sklavenjobs. Dafür ist das Arbeitslosengeld einfach zu attraktiv.
Ach ja... es sind alle glücklich, in dem Land in dem Milch und Honig fließen.
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@Jan: Hast du meine Erklärung jetzt gelesen und kapiert? Ohne Konkurrenten wird die Post teurer werden, einfach weil sie es kann. Das ist so gut wie sicher.
Viel wichtiger als Privatpost ist übrigens die geschäftliche, aber da kenne ich die Preissituation nicht.