wird cloud computing den normalen Pc und die Programmiersprachen verschwinden lassen?
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Überall liest man von Cloud Computing, das Modewort schlechthin. Welche Auswirkungen hat das auf den PC? Wird er "aussterben"? Und wie siehts mit den Programmiersprachen aus? Wird es künftig noch Sinn machen, C/C#/C++ zu lernen?
Wenn man das Konzept von Rechnen in der Wolke zu Ende denkt, würde es ja heißen, dass selbst das OS aus dem Netz geladen werden würde, oder täusch ich mich?
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definier mal bitte was das ist oder was du damit meinst. ich kenn mich mit irgendwelchen mode worten nicht sonderlich gut aus.
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Unter cloud Computing versteh ich, dass alles als Webanwendungen zur Verfügung gestellt wird, so wies bei Chrome 0S geplant ist. Alles wird über das Internet zur Verfügung gestellt, alles wird im Internet - also beim clouddienstleister - gespeichert. Microsoft mit Azure, Amazon mit EC2, Salesforce.com, und wie sie alle heißen, sie preisen Cloud Computing ja als eine Art Wundermittel an und investieren enorm. Wird das eurer Ansicht nach ein Erfolg oder ein Reinfall?
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nein
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ich sehe jetzt auch nicht mehr den vorteil. denk nicht daß das groß was ändern wird. gabs ja im prinzip früher vor 30-40 jahren auch schonmal, nur da hieß das halt nicht cloud computing sondern terminal
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fresko schrieb:
Unter cloud Computing versteh ich, dass alles als Webanwendungen zur Verfügung gestellt wird, so wies bei Chrome 0S geplant ist. Alles wird über das Internet zur Verfügung gestellt, alles wird im Internet - also beim clouddienstleister - gespeichert. Microsoft mit Azure, Amazon mit EC2, Salesforce.com, und wie sie alle heißen, sie preisen Cloud Computing ja als eine Art Wundermittel an und investieren enorm. Wird das eurer Ansicht nach ein Erfolg oder ein Reinfall?
Es wird ein Reinfall.
Klar wird damit geworben, schließlich wollen die Anbieter ja damit auch Geld verdienen, aber die User sind auch nicht blöd und wissen das.
Wozu soll ich meine Daten auf einem fremden Rechner lassen?Die meisten Leute brauchen auch nicht Zugriff auf ihre privaten Daten von jedem Ort aus, damit fällt das erste Argument schonmal weg.
Denn diejenigen, die das doch brauchen, die haben entweder dafür einen extra Webspace, nen eigenen Server oder eben einen mobilen Rechner auf dem man seine privaten Daten auch mitnehmen kann.
Smartphones können heute dank Flashspeicher schon 32-64 GB speichern, wenn ich also meine Daten überall verfügbar haben will, dann muß ich doch nur mein Handy mitnehmen.Cloud Computing bleibt also ein Nischenprodukt für einen kleinen Teil der Benutzer. Es ergänzt lediglich bestehende Rechnersysteme.
Ich würde sagen, daß selbst Spiele via Videostreaming mehr Erfolg haben, denn hier kann man den Kunden wenigstens noch durch die Methoden "muß ich haben" und "wir bieten das Spiel in anderer Form nicht an" dazu verleiten bzw. zwingen, daß er da mitmacht.
Es muß nur der Leidensdruck und das Verlangen nach dem Spiel groß genug sein, und die Gamer geben Reihenweise nach.
Bei Steam hat das ja auch funktioniert.
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ich denke, das wird auch in der zukunft nicht viel ausmachen. Dafür müsste erstmal gesorgt werden, dass *jeder* einen schnellen Internet Anchluss hat. Das ist in Westeuropa oder USA vielleicht fast Realität, nicht aber in Asien, Afrika und Lateinamerika, 2 der Kontinenten, wo am meisten Menschen weltweit wohnen.
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Für Cloude Computing sehe ich im Moment in erster linie rechtliche Probleme in Deutschland, die so gravierent sind das es sich eigentlich nicht einsetzen läßt.
Solange diese nicht behoben sind kann es sich eigentlich keine Firma leisten Cloude Computing einzusetzen oder anzubieten ohne rechtliches Russisch Roulett zu spielen.
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fresko schrieb:
Wird es künftig noch Sinn machen, C/C#/C++ zu lernen?
Jein. Die Serveranwendungen und das Server-OS sind natürlich auf eine fehlerfreie Funktion und totale Abschottung der User gegeneinander und gegen das OS angewiesen. Eine solch sicherheitsrelevante Struktur lässt sich nicht in den für ihre Sicherheitslücken-verursachenden Features bekannten C und C++ umsetzen. Für Leistungsstarke und gleichzeitig sichere und robuste Software lässt sich eine speziell designte Sprache oder vielleicht sogar Java benutzen.
Auf der anderen Seite hat man natürlich die Clients die möglichst billig gebaut werden sollen, damit man sie einfach in die Tonne kloppen kann und beim nächsten McDonalds mit dem HappyMeal ein neues GoogleClientBook bekommt. Die werden natürlich in C programmiert, da sie ja hauptsächlich nur Browser sind, und diese werden in Zukunft noch komplizierter, da sie nicht mehr Content+Form wie heute sondern jegliche Interaktion darstellen müssen, die ein OS verlangt. Außerdem macht es nichts, wenn sie ab und zu wegen C++ abstürzen, da sie ja in 0.3 Sekunden (dank C++) neu gebootet sind.
@MisterX: Was denn für rechtliche Probleme?
@Nein:
Spiele? Über Videostreaming? Na, vielleicht die 15. Generation der Browsergames. Für alles andere braucht man einen Crapload an roher, lokaler, dedizierter Grafik-Power.
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DontGetMeStarted schrieb:
@Nein:
Spiele? Über Videostreaming? Na, vielleicht die 15. Generation der Browsergames. Für alles andere braucht man einen Crapload an roher, lokaler, dedizierter Grafik-Power.Noch nicht die neusten News mitgekriegt?
http://www.golem.de/0710/55653.htmlFür nen Streamingclient reicht schon ein popeliger Atom, nur der Spieleserver, der muß Highend sein und wird vom Anbieter finanziert.
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Nein schrieb:
DontGetMeStarted schrieb:
@Nein:
Spiele? Über Videostreaming? Na, vielleicht die 15. Generation der Browsergames. Für alles andere braucht man einen Crapload an roher, lokaler, dedizierter Grafik-Power.Noch nicht die neusten News mitgekriegt?
http://www.golem.de/0710/55653.htmlFür nen Streamingclient reicht schon ein popeliger Atom, nur der Spieleserver, der muß Highend sein und wird vom Anbieter finanziert.
Neu?
Software / 26.10.2007 / 12:25
StreamMyGame - Spiele über das Netzwerk streamen...Die werden auch in den nächsten Jahren keine 30 FPS mit 1900 x 1200 übers Netz schicken.
PS: Warum klaust du meinen Namen?
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Ich kann zwar nur von meiner Sicht aus reden, aber außer in den großen Städten sind so Sachen doch Utopie, oder? Ich hab ne 1000er DSL Leitung, weil ich auf dem Land lebe. In den Nachbargemeinden gibts gar kein DSL, außer über Satellit. Vor allem sollte man sich die Belastung für die Netze ansehen.
Wenn man das Cloud-Computing konsequent zu Ende denkt, werden alle Grafikberechnungen in einem Rechenzentrum gemacht, und dann nur noch als eine Art Videostream wiedergegeben. Man rechne sich mal bei hohen Auflösungen aus, wieviel GB an Daten da an einem Tag zusammen kommen...
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nein schrieb:
PS: Warum klaust du meinen Namen?
Weil es möglich ist. :p
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??? Kaufen oder Mieten ??? - mehr steckt nicht hinter Cloud-Computing.
Software-on-Demand z.B. sorgt schon für den Durchbruch.
Es gibt zwar fähige Softwarelösungen für "umsonst", aber es hat schon seine Vorteile, wenn man sich um deren Installation und Wartung nicht kümmern muß.
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Für "Alltags-Anwendungen" ist das sicher keine schlechte Idee. z.B ein Basis Web-OS mit Kommunikation, Büroanwendungen, etc. Ich glaube jedoch nicht, das irgendein Chef auf der Welt z.B. seine Warenwirtschaft irgendwo ins Internet stellen wird.
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Sogar BMW macht soweit ich weiß Versuche mit Cloud Computing, aber im Moment werden keine sensiblen Firmengeheimnisse in der Wolke gespeichert. Diese sollen aber Folgen, falls sich Cloud Computing bewähren sollte*grübel*
Man stelle sich mal vor: Die meisten größten Cloud-Anbieter sind amerikanische Firmen. Die speichern die Daten in den USA und auch Geheimdienste haben Zugriff drauf. Vielleicht ist Cloud Computing ein Synonym für moderne Wirtschaftsspionage?
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fresko schrieb:
Die meisten größten Cloud-Anbieter sind amerikanische Firmen.
Noch.

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wird cloud computing den normalen Pc und die Programmiersprachen verschwinden lassen?
Werden die Menschen aussterben, weil das Kondom (bzw. die Pille) erfunden wurde...
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Über die Frage ob es andere nutzen werden möchte ich keine Aussage machen (jeder Quatsch wird von irgendjemandem benutzt
) aber ich finde es schlecht aufgrund von Datenschutzrechtlichen Gründen.
Dann hagelt es wahrscheinlich wieder Schlagzeilen wie "Neuer Datenskandal". Ausserdem finde ich, dass man wirklich nicht alles sorglos herumschicken sollte, denn die Daten können immer irgendwie mitgeschnitten werden.
Und dann kann man auch nicht von überall darauf zugreifen. Was machen z.B. Laptops als mobile Geräte? Bei denen wird sich das wohl schon mal nicht durchsetzen. Der einzige sinnvolle Einsatzzweck erschliesst sich mir nur in grossen Firmen.
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player4245 schrieb:
Und dann kann man auch nicht von überall darauf zugreifen. Was machen z.B. Laptops als mobile Geräte? Bei denen wird sich das wohl schon mal nicht durchsetzen.
durch cloud-computing müssen ja andere technologien nicht verschwinden. wo bedarf ist, werden auch in zukunft autarke rechner rumstehen.
