[if - else if - else] oder [switch - case - default] ?



  • Optimiert der Compiler das zu den if-Abfragen? Wenn der hier für jedes case ein == macht, wäre das nämlich ziemlich doof.



  • Der Compiler wird daraus eine Sprungtabelle machen, denke ich. Was Lichtlein sagen wollte war das man z.B. nicht ausversehen if (x = a) schreiben kann.



  • Lichtlein schrieb:

    switch(int)
    {
    case 0:
    case 1:
    case 2:
    case 3:
      machwas_zuerst();
    case 4:
      kurz_das_noch();
    case 5:
    case 6:
      so_jetzt_passt_es;
      break;
    
    default:
      break;
    }
    

    Schön wären natürlich reale Beispiele: man kann auch 13 Schleifen verschachteln, und dann von Schleife 9 bei einer bestimmten Bedingung in Schleife 2 springen und das als Argument für goto nehmen.



  • Lichtlein schrieb:

    Wieso sollte ich also im Code zwei verschiedene Stil haben?

    Das wäre aber ein Grund, switch nicht mehr zu nehmen und nur noch if. Denn das geht auch mit strings.

    Lichtlein schrieb:

    switch/case ist auch fehlerfreier weil hier sicher ist das immer mit == verglichen wird.

    Kein Argument. Die Compilerwearnungen sollten schon an sein.



  • Volkard schrieb:

    ...

    Danke. Den kleinen Unterschied habe ich beim Überfliegen übersehen. In dem Fall hat switch sogar ein ".cfi_restore_state" mehr wenn der else/default-Zweig getroffen wird.



  • ipsec schrieb:

    Schön wären natürlich reale Beispiele

    Dann wird's bei drei Fällen bleiben, vermute ich:
    - Menüschleife in Konsolenanwendung,
    - switch über enum,
    - Duffs Device.



  • klöklö schrieb:

    Der Compiler wird daraus eine Sprungtabelle machen, denke ich. Was Lichtlein sagen wollte war das man z.B. nicht ausversehen if (x = a) schreiben kann.

    Ach komm, ich bin der Meister der Flüchtigkeitsfehler, aber das ist mir die letzten 5 Jahre nicht passiert.



  • volkard schrieb:

    ipsec schrieb:

    Schön wären natürlich reale Beispiele

    Dann wird's bei drei Fällen bleiben, vermute ich:
    - Menüschleife in Konsolenanwendung,
    - switch über enum,
    - Duffs Device.

    Weil ich das grad interessant finde, hab ich beschlossen mal schnell über den Code den ich in den letzten paar Monaten geschrieben habe zu greppen.

    Insgesamt hab' ich da drinnen 65x switch gefunden, davon geht der überwiegende Grossteil auf enum Typen.

    Zwei mal gibt's ein switch(charset), wobei charset ein int ist, aber hier auch "enum-artig" verwendet wird.

    Dann gibt's 1x das hier (in einer Schleife die einen 3x4 Nummernblock bastelt):

    for (int i = 0; i < 12; i++)
    {
    	// ...
    
    	int const row = i / 3;
    	int const column = i % 3;
    
    	if (row == 3)
    	{
    		switch (column)
    		{
    		case 0:
    			key->SetKeyType(KeyType_Clear);
    			break;
    		case 1:
    			key->SetKeyType(KeyType_Digit);
    			key->SetValue(0);
    			break;
    		case 2:
    			key->SetKeyType(KeyType_Backspace);
    			break;
    		}
    	}
    	else
    	{
    		key->SetKeyType(KeyType_Digit);
    		key->SetValue(i + 1);
    	}
    

    Hier könnte man noch behaupten dass das auch "enum artig" ist - ist aber schon grenzwertig.

    Und in einer "BoxMinify" Funktion findet sich folgendes:

    switch (xFactor)
    	{
    	case 1:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[x];
    		break;
    
    	case 2:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[2 * x] + s[2 * x + 1];
    		break;
    
    	case 3:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[3 * x] + s[3 * x + 1] + s[3 * x + 2];
    		break;
    
    	case 4:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[4 * x] + s[4 * x + 1] + s[4 * x + 2] + s[4 * x + 3];
    		break;
    
    	default:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    		{
    			// accumulate pixels in "accu"
    			UINT accu = 0;
    			for (int j = 0; j < xFactor; j++)
    				accu += s[j];
    
    			tmp[x] += accu;
    			s += xFactor;
    		}
    		break;
    	}
    

    Das ist für mich jetzt ganz klar nicht mehr "enum artig", da sämtliche integralen Skalierungsfaktoren > 0 unterstützt werden.

    Also je nachdem was man noch gelten lässt 1 bis max. 4 aus 65.

    BTW... andere Konstrukte befinden sich mit folgender Häufigkeit in dem Code:

    30000 lines of code
    1300 if (+ 120 else-if)
    170 throw
    71 for
    68 catch
    65 switch
    24 while
    3 do-while (davon 2 do{ ... }while(false) in Makros)



  • hustbaer schrieb:

    30000 lines of code
    1300 if (+ 120 else-if)
    170 throw
    71 for
    68 catch
    65 switch
    24 while
    3 do-while (davon 2 do{ ... }while(false) in Makros)

    Nur mal aus Interesse:
    Wieviele verschiedene Exception-Typen schmeisst du denn?
    Oder welches Exception-Klassen/Klassen-Verhältnis hast du?



  • hustbaer schrieb:

    Dann gibt's 1x das hier (in einer Schleife die einen 3x4 Nummernblock bastelt):

    for (int i = 0; i < 12; i++)
    {
    	// ...
    
    	int const row = i / 3;
    	int const column = i % 3;
    
    	if (row == 3)
    	{
    		switch (column)
    		{
    		case 0:
    			key->SetKeyType(KeyType_Clear);
    			break;
    		case 1:
    			key->SetKeyType(KeyType_Digit);
    			key->SetValue(0);
    			break;
    		case 2:
    			key->SetKeyType(KeyType_Backspace);
    			break;
    		}
    	}
    	else
    	{
    		key->SetKeyType(KeyType_Digit);
    		key->SetValue(i + 1);
    	}
    

    Hmm. Das Keypad ist 4 hoch und 3 breit. Nur wenn die row 3 ist, also nur die letze, macht: Nacheinander case0, case1, case2. Dann könnte ich das Nacheinander auch Am Ende nachschicken und den Code verkürzen zu:

    for(int row=0; row!=3; ++row) {
    		for(int column=0; column!=3; ++column) {
    			// ...
    			key->SetKeyType(KeyType_Digit);
    			key->SetValue(row*3+column + 1);
    		}
    	}
    	key->SetKeyType(KeyType_Clear);
    	key->SetKeyType(KeyType_Digit);
    	key->SetValue(0);
    	key->SetKeyType(KeyType_Backspace);
    


  • hustbaer schrieb:

    Und in einer "BoxMinify" Funktion findet sich folgendes:

    switch (xFactor)
    	{
    	case 1:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[x];
    		break;
    
    	case 2:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[2 * x] + s[2 * x + 1];
    		break;
    
    	case 3:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[3 * x] + s[3 * x + 1] + s[3 * x + 2];
    		break;
    
    	case 4:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    			tmp[x] += s[4 * x] + s[4 * x + 1] + s[4 * x + 2] + s[4 * x + 3];
    		break;
    
    	default:
    		for (int x = 0; x < destSize.x; x++)
    		{
    			// accumulate pixels in "accu"
    			UINT accu = 0;
    			for (int j = 0; j < xFactor; j++)
    				accu += s[j];
    
    			tmp[x] += accu;
    			s += xFactor;
    		}
    		break;
    	}
    

    Ja, den Fall habe ich klar vergessen. Eine Variable compilezeitkonstant machen, damit sie als Template-Argument geht oder dem Optimierer zugänglich wird.

    Ich hab da mal ein wenig experimentiert...

    #include <iostream>
    
    struct Size {
        int x;
    };
    
    typedef unsigned int UINT;
    
    void helper(UINT* tmp,UINT* s,int xFactor,Size& destSize){
        for (int x = 0; x < destSize.x; x++) {
            // accumulate pixels in "accu"
            UINT accu = 0;
            for (int j = 0; j < xFactor; j++)
                accu += s[j];
    
            tmp[x] += accu;
            s += xFactor;
        }
    }
    
    void boxMinifyTest(UINT* tmp,UINT* s,int xFactor,Size& destSize) {
    	switch (xFactor) {
    	case 1:
            helper(tmp,s,1,destSize);
    		break;
    
    	case 2:
            helper(tmp,s,2,destSize);
    		break;
    
    	case 3:
            helper(tmp,s,3,destSize);
    		break;
    
    	case 4:
            helper(tmp,s,4,destSize);
    		break;
    
    	default:
            helper(tmp,s,xFactor,destSize);
    		break;
    	}
    }
    
    int main() {
        UINT tmp[100];
        UINT s[100];
        Size size;
        std::cin>>size.x;
        int xFactor;
        std::cin>>xFactor;
        boxMinifyTest(tmp,s,xFactor,size);
    	return 0;
    }
    

    Und der entstehende Code ist faszinierend.

    .LFE1237:
    	.size	_Z6helperPjS_iR4Size, .-_Z6helperPjS_iR4Size
    	.p2align 4,,15
    .globl _Z13boxMinifyTestPjS_iR4Size
    	.type	_Z13boxMinifyTestPjS_iR4Size, @function
    _Z13boxMinifyTestPjS_iR4Size:
    .LFB1238:
    	.cfi_startproc
    	pushq	%rbp
    	.cfi_def_cfa_offset 16
    	cmpl	$2, %edx        #switch gebaut, vergleich mit 2
    	pushq	%rbx
    	.cfi_def_cfa_offset 24
    	je	.L17            #wenn gleich 2, dann dahin
    	.cfi_offset 3, -24
    	.cfi_offset 6, -16
    	jle	.L49            #wenn kleiner 2 dann dahin
    	cmpl	$3, %edx
    	je	.L18            #wenn gleich 3 dann dahin
    	cmpl	$4, %edx
    	.p2align 4,,5
    	jne	.L15            #wenn ungleich gleich 4 dann dahin
    	movl	(%rcx), %r10d   
    	xorb	%dl, %dl
    	testl	%r10d, %r10d
    	jle	.L14            #wenn size==0, return
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L40:                           #kopierschleife mit viererschleife geunrolled
    	movl	(%rsi), %eax
    	addl	(%rdi), %eax
    	incl	%edx
    	addl	4(%rsi), %eax
    	addl	8(%rsi), %eax
    	addl	12(%rsi), %eax
    	addq	$16, %rsi
    	movl	%eax, (%rdi)
    	addq	$4, %rdi
    	cmpl	(%rcx), %edx
    	jl	.L40
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L14:                          #return
    	popq	%rbx
    	.cfi_remember_state
    	.cfi_def_cfa_offset 16
    	popq	%rbp
    	.cfi_def_cfa_offset 8
    	ret
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L49:
    	.cfi_restore_state
    	cmpl	$1, %edx           #noch switch: wenn 1 dann
    	je	.L50               #dahin
    .L15:
    	movl	(%rcx), %ebx       #ah, es war die 0 oder ungleich 4
    	testl	%ebx, %ebx         #es folgt schleife ohne unrolling mit viel mmx
    	.p2align 4,,3
    	jle	.L14
    	movl	%edx, %r10d
    	movslq	%edx, %rbp
    	xorl	%r11d, %r11d
    	shrl	$2, %r10d
    	salq	$2, %rbp
    	leal	0(,%r10,4), %ebx
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L26:
    	xorl	%r9d, %r9d
    	testl	%edx, %edx
    	jle	.L34
    	cmpl	$7, %edx
    	jbe	.L37
    	testl	%ebx, %ebx
    	je	.L37
    	pxor	%xmm0, %xmm0
    	movq	%rsi, %r8
    	xorl	%eax, %eax
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L31:
    	movdqu	(%r8), %xmm1
    	incl	%eax
    	addq	$16, %r8
    	cmpl	%r10d, %eax
    	paddd	%xmm1, %xmm0
    	jb	.L31
    	movdqa	%xmm0, %xmm1
    	cmpl	%edx, %ebx
    	movl	%ebx, %eax
    	psrldq	$8, %xmm1
    	paddd	%xmm1, %xmm0
    	movdqa	%xmm0, %xmm1
    	psrldq	$4, %xmm1
    	paddd	%xmm1, %xmm0
    	movd	%xmm0, -4(%rsp)
    	movl	-4(%rsp), %r9d
    	je	.L34
    .L35:
    	movslq	%eax, %r8
    	leaq	(%rsi,%r8,4), %r8
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L33:
    	incl	%eax
    	addl	(%r8), %r9d
    	addq	$4, %r8
    	cmpl	%eax, %edx
    	jg	.L33
    .L34:
    	addl	%r9d, (%rdi)
    	incl	%r11d
    	addq	$4, %rdi
    	cmpl	(%rcx), %r11d
    	jge	.L14
    	addq	%rbp, %rsi
    	jmp	.L26
    .L50:                           #Fall 1
    	movl	(%rcx), %ebp
    	xorl	%eax, %eax
    	xorl	%edx, %edx
    	testl	%ebp, %ebp
    	jle	.L14            #wenn size==0, dann return
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L41:
    	movl	(%rsi,%rax), %ebx  #kopierschleife, innere schleife geunrolled, 
    	addl	%ebx, (%rdi,%rax)  #äußeren schleifenkörper länger gemacht, dafür zwei ausstiege
    	incl	%edx
    	addq	$4, %rax
    	cmpl	(%rcx), %edx
    	jge	.L14
    	movl	(%rsi,%rax), %ebx
    	addl	%ebx, (%rdi,%rax)
    	incl	%edx
    	addq	$4, %rax
    	cmpl	(%rcx), %edx
    	jl	.L41
    	jmp	.L14
    .L18:                          # gleich 3
    	movl	(%rcx), %r9d   # wenn size==0, dann return
    	xorl	%edx, %edx
    	testl	%r9d, %r9d
    	jle	.L14
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L39:                          #kopierschliefe, die innere dreierschleife geunrolled
    	movl	(%rsi), %eax
    	addl	(%rdi), %eax
    	incl	%edx
    	addl	4(%rsi), %eax
    	addl	8(%rsi), %eax
    	addq	$12, %rsi
    	movl	%eax, (%rdi)
    	addq	$4, %rdi
    	cmpl	(%rcx), %edx
    	jl	.L39
    	jmp	.L14          #return
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L17:                            #Fall 2
    	movl	(%rcx), %r8d     # wenn size==0, dann return
    	xorl	%edx, %edx
    	testl	%r8d, %r8d
    	jle	.L14
    	.p2align 4,,7
    	.p2align 3
    .L38:                            #kopierschliefe, die innere zweierschleife geunrolled
    	movl	(%rsi), %eax
    	addl	(%rdi), %eax
    	incl	%edx
    	addl	4(%rsi), %eax
    	addq	$8, %rsi
    	movl	%eax, (%rdi)
    	addq	$4, %rdi
    	cmpl	(%rcx), %edx
    	jl	.L38
    	jmp	.L14            #return
    .L37:
    	xorl	%r9d, %r9d
    	xorl	%eax, %eax
    	jmp	.L35
    	.cfi_endproc
    

    Mal sehen, wieviel sich der Compiler bieten läßt...

    switch (xFactor) {
    	case  1: helper(tmp,s, 1,destSize); break;
    	case  2: helper(tmp,s, 2,destSize); break;
    	case  3: helper(tmp,s, 3,destSize); break;
    	case  4: helper(tmp,s, 4,destSize); break;
    	case  5: helper(tmp,s, 5,destSize); break;
    	case  6: helper(tmp,s, 6,destSize); break;
    	case  7: helper(tmp,s, 7,destSize); break;
    	case  8: helper(tmp,s, 8,destSize); break;
    	case  9: helper(tmp,s, 9,destSize); break;
    	case 10: helper(tmp,s,10,destSize); break;
    	case 11: helper(tmp,s,11,destSize); break;
    	case 12: helper(tmp,s,12,destSize); break;
    	case 13: helper(tmp,s,13,destSize); break;
    	case 14: helper(tmp,s,14,destSize); break;
    	case 15: helper(tmp,s,15,destSize); break;
    	case 16: helper(tmp,s,16,destSize); break;
    	case 17: helper(tmp,s,17,destSize); break;
    	case 18: helper(tmp,s,18,destSize); break;
    	case 19: helper(tmp,s,19,destSize); break;
    	case 20: helper(tmp,s,20,destSize); break;
    
    	default: helper(tmp,s,xFactor,destSize); break;
    	}
    

    Jetzt ist das switch zu einer Sprungtabelle geworden und alle 20 sind innen geunrolled.



  • Ich habe noch mal überlegt weil mir if/else so gar nicht gefallen wollte.
    Und es gibt Unterschiede.

    Ratespiel: Verhält sich der Code immer gleich?

    switch(*ptr)
    {
    case 0x11: mach_was_zu11(); break;
    case 0x64: mach_was_zu64(); break;
    default:   mach_default_was(); break;
    }
    
    if(*ptr == 0x11) mach_was_zu11(); 
    else if(*ptr == 0x64) mach_was_zu64;
    else mach_default_was();
    

    Nein, wenn die variable 'ptr' auf ein volatile Type zeigt.
    Dann ist das Verhalten ganz Unterschiedlich.

    Beispiel währe hier in einer Multithread Anwendung oder wenn man Hardware Register ausliest.

    Lichtlein



  • Lichtlein schrieb:

    Dann ist das Verhalten ganz Unterschiedlich.

    Dann erläuter doch mal den Unterschied 😮
    Ich sehe nur, dass er im if strenggenommen 2mal den Wert in das Register
    laden muss. Ehrlich gesagt glaube ich aber nicht, dass er es macht...
    Der Unterschied wäre ja eh nicht kontrollierbar (Thread-Synchronisierung) für den Benutzer innerhalb des Konstruktes.



  • MaPoX schrieb:

    Ich sehe nur, dass er im if strenggenommen 2mal den Wert in das Register
    laden muss. Ehrlich gesagt glaube ich aber nicht, dass er es macht...

    Mit volatile hat er es zu machen.



  • @Lichtlein:
    Super-sinnloses Beispiel.
    Da hier keinerlei Synchronisierungs-Punkte zu sehen sind, verhält sich der Code in beiden Fällen genau *irgendwie*.

    Einzig wenn das auf was "ptr" zeigt ein sog. "Strobe-Register" ist könnte hier was sinnvolles rauskommen. Nur dass keine Sau mehr "Strobe-Register" verwendet. (Seit dem Amiga sind mir keine mehr untergekommen)
    (Es müsste auch ein Lese-aktiviertes "Strobe-Register" sein, und die sind gleich noch viel seltener)



  • @Lichtlein: Blödes Beispiel

    Dein in der Regel nicht spürbarer Unterschied ist nur an den Datentyp geknüpft.
    Dann kannst du auch gleich ein Beispiel produzieren, das ein spürbar
    unterschiedliches Verhalten hat:

    #include <iostream>
    
    class Foo{
    public:
            Foo() : i(2){}
    
            operator int(){
                    return i--;
            }
    private:
            int i;
    };
    
    void if_test(Foo& foo){
            if(foo == 0){
                    std::cout << "0" << std::endl;
            } else if(foo == 1){
                    std::cout << "1" << std::endl;
            } else {
                    std::cout << "2" << std::endl;
            }
    }
    
    void switch_test(Foo& foo){
            switch(foo){
            case 0:
                    std::cout << "0" << std::endl;
                    break;
            case 1:
                    std::cout << "1" << std::endl;
                    break;
            default:
                    std::cout << "2" << std::endl;
    
            }
    }
    
    int main(){
            Foo foo;
            if_test(foo);
    //      switch_test(foo);       
    }
    

    if_test:

    1

    switch_test:

    2

    Gruß,
    XSpille

    EDIT: Ich weiß, dass dieses Beispiel auch sinnlos ist 🙄



  • Hier mal ein Beispiel aus der Echtzeitprogrammierung.

    Gegeben ist ein Hardware Status Register. Aus dem Register bekommt man eine
    Zahl zurück die folgend Kodiert ist.

    0 = Kein Ereignis
    1 = Empfangs Buffer Belegt ( hat hoehere prio )
    2 = Sende Buffer Frei
    3 = Fehler
    x = Hardware Error
    

    Ändert sich am Status was so wird in Programm eine Funktion aufgerufen die macht folgendes. (Ich bilde jetzt nur mal die if/else um das Fehlverhalten zu zeigen. Mit switch könnt Ihr es euch selber ausdenken :-))

    volatile struct sDevice
    {
      uint32_t   status;
      uint32_t   command;
    };
    
    /* 
    Funktion wird aufgerufen weil der sende buffer frei wird.
    status hat den inhalt 2.
    */
    
    bool funktion( sDevice *pDev)
    {
       if(pDev->status == 0)
         return false;
       else 
       if(pDev->status == 1)
         return writeBuffer(pDev);
       else
    
    /*
    hier wird das Programm vom Betriebssystem unterbrochen.
    bevor man wieder rechenzeit bekommt. In der Zeit meldet das
    Device eine neue Message im Buffer.
    im status steht jetzt 1.
    
    Und was passiert jetzt im Program, na ?
    */
    
       if(pDev->status == 2)
         return readBuffer(pDev);
       else
       if(pDev->status == 3)
         return resetDevice(pDev);
       else
       {
         panic();
         stopSystem();
       }
    }
    

    Hoffe das ist ersichtlich das hier ein Fehler passiert.

    Lichtlein



  • Ist das nicht einfach bloss schlecht kodiert? Der Status sollte kopiert werden, nicht ein Pointer übergeben... wäre ja nicht mal Thread safe.



  • Es ist logisch, dass zusätzliche Operationen das Ergebnis des Programms
    verändern können. Ob es jetzt ein Funktionsaufruf ist, der etwas zurückliefert
    oder eine Konvertierungsfunktion.

    Dort findet ein zusätzliches Laden eines Wertes statt.
    Da kannst du genauso einen Funktionsaufruf reinpacken, ist für mich
    inhaltlich das Gleiche.



  • @schlecht

    Ist bei Device Treiber gängige Paxis und Thread safe braucht es auch nicht sein. Der Treiber an sich ist immer Single Thread (In der ISR) . Kann aber durch das Betriebssystem unterbrochen werden.

    @XSpille

    Darum ging es mir ja, das sich was ändern kann, das eben ein if/else nicht gleichzusetzen ist mit einen switch.

    Noch mal zu den Beispiel.
    Es ist ja nicht so das ich mir das aus den Finger gesogen habe. Häufig entsteht solcher Code über lange Zeit weil der Chip sich weiter Entwickelt und neue Funktionen bekommt. Und dann lass jemanden am Treiber Programmieren der aus der Anwendungs-Entwicklung kommt. Da kommen Sachen raus. 🙂

    Also, benutzt switch/case wann immer möglich. Ist leichter zu warten.

    Lichtlein


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