Folter im Irak: neue Bilder
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"The Washington Post" veröffentlicht neue Bilder.
Wie glaubwürdig ist die Entschuldigung von Bush?
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er hat sich eben nicht entschuldigt, deswegen sind die araber ja so empört
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In welcher Hinsicht glaubwürdig?
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Bush kann sich dafür nicht entschuldigen, er hat die Misshandlungen ja nicht begangen oder angeordnet, wohl nichtmal davon gewusst. Das einzige, wofür er sich entschuldigen könnte, ist den Irak-Krieg angefangen und damit überhaupt erst das Klima für solche Folterungen geschaffen zu haben. Das wird er aber mit Sicherheit nicht tun.
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Entschuldigt afaik nicht, nur gesagt das er das Ganze verabscheut.
Andererseits ist das schon etwas verständlich:
In der Ausbildung und Vorbereitung auf den Irak lernen die neuen übereifrigen Soldaten das der böse Iraker sie töten will und dann kommen sie in ein Gefangenenlager.
Hier soll er dann lustigerweise die Iraker gut behandeln die sie sonst töten würden und dabei hatten sie sich schon so auf Krieg spielen gefreut...Hm und dann kommt noch dazu das ich die Theorie habe das das Verhalten der Gefängniswärter wesentlich näher an dem dran ist was Menschen eigentlich sind als der typische morgenszeitungslesenunddannzurarbeit - Bürger.
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Entschuldigen kann er sich auch kaum für die Taten der Soldaten, aber dafür, dass er bzw. seine Befehlshaber es zugelassen haben unerfahrene und unvorbereitete Soldaten als Wärter einzusetzen. Unter diesen Bedingungen hätte man damit rechnen müssen, dass es derart eskaliert (oder hat man es als vertretbares Risiko hingenommen??).
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Wie erfahren oder speziell ausgebildet muss man denn sein, um Menschen nicht aus Spass zu foltern?
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@Bashar
Das ist eine retorische Frage.
Allerdings hätte man auch darauf achten können, Leute als Wärter einzusetzen, die nicht ihren grausamen Fantasien so einfach ihren Lauf lassen. Sozusagen Leuten, die die Genfer Konvention nicht nur vom Namen her kennen und die sich selbst genug unter Kontrolle haben, um nicht den niedrigsten Instinkten nachzugeben. Und wenn man doch Leute einsetzt, die das nicht können, dann dürften diese nicht solch freie Hand erhalten, wie sie sie ja anscheinend hatten/haben.Macht ist eine gefährliche Waffe, die sehr großen Schaden anrichten kann in den falschen Händen.
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Du hast doch selbst einen Link gepostet Bashar, welcher diese Frage quasi beantwortet.
Dabei hatten die Personen in dem Versuch vorher nicht einmal Hass gegeneinander, was man bei feindlichen Soldaten durchaus verstehen kann.
Kann man sich doch auch gleich selbst beweisen wie schwach der Feind eigentlich ist, was wiederum die eigene Angst mindert.Ergo kann sie nur jemand bewachen der quasi der Auffassung ist das das auch nur Soldaten sind die ihre Pflicht erfüllen und nicht die Schurkenstaatensoldaten Terroristen die sich dadrüber gefreut haben das das WTC in die Luft geflogen ist und das wird schwer sein.
Vor Allem da eher letztere Eindruck durch die amerikanischen Medien gestärkt wird, es kämpft sich ja auch leichter gegen "Den Feind" als gegen andere Menschen mit Namen und Vergangenheit.
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Gestern gab es auf NTV eine Sendung mit der Maischberger. Da hat ein Prof. aus der Militärfachhochschule in Bayern folgendes gesagt: "Wenn es sich um vermeintliche Terroristen handelt ist Folter legitim um bestimmte Informationen zu bekommen".
Wenn es an so einer Schule schon solche Lücken über das deutsche und Internationale Recht gibt was soll man den dann von Amys verlangen die sich sowieso nie an sowas gehalten haben.
Der Zweck heligt bei Folter nie die Mittel.
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Unix-Tom schrieb:
Der Zweck heiligt bei Folter nie die Mittel.
Voller ACK!
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Hm... klauen wir mal ein Beispiel aus schlechten Filmen zusammen.
Angenommen irgendson Torf hat deine Frau/Freundin/Kind/sonstwendenduliebst entführt.
Er ist mit dir in einem Raum und sagt zu dir "Ich hab sie in eine Kiste eingesperrt und sie haben noch für 5 Stunden Luft, dann ist es aus.
Und ich sag dir nicht wo sie ist"Was tust du:
a.) Ich geh nachhause und treff schonmal Vorkehrungen für die Beerdigung damit ich nachher nicht soviel Stress habe.
b.) Ich übergebe ihn in psychologische Behandlung.
Nach 10 Monaten hat er es akzeptiert das sein Verhalten falsch war und erzählt wimmernd alles was er weiss...
c.) Ich probiere mal ob der neue Aldi - Lötkolben das taugt was er verspricht.Oder wenn dir das zu persönlich wird und du meinst du würdest eh unüberlegt handeln, wandel es ab in "in 5 Stunden wird mein Kumpel 1000 Menschen töten indem er xxx macht und ich werde dir nicht sagen wo und wie" Öö
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Aha das sind also Christen. Ich dachte die sind in den Irak einmarschiert um zu zeigen wie zivilisiert die westliche Welt ist. Jetzt wissen es die Araber und der Rest der Welt besser.
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@dreaddy
In dem Fall wird dir Folter auch nichts nützen, denn der andere macht sich genau daraus seinen Spaß. Wenn schon jemand so krank ist, wie du ihn beschrieben hast, dann gefällt es ihm von dir gepeinigt zu werden und im Endeffekt erfährst du auch nichts, denn die Person wird es dir nicht rechtzeitig verraten, außer sie macht sich einen weiteren Spaß daraus.
Außerdem hast du in dein Szenario eine persönliche Betroffenheit mit reingemischt. Und trotzdem bleibt es dabei: Folter ist niemals legitim.Wenn du Unrecht mit Unrecht vergeltest, dann bist du im Endeffekt auch nicht besser.
@araber
Es sind nicht alles Christen und nicht alle Christen sind so.
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@AJ: Die Soldaten sind auch persönlich betroffen. Sie sind in einem fremden Land, jeder Tag ist wahrscheinlich stinklangweilig und trotzdem müssen sie Angst haben, jede Sekunde draufzugehen.
Die Selbstmordrate ist in diesem Krieg höher als in dein meisten anderen U.S. -geführten Kriegen. Und wahrscheinlich ist ein großer Teil von denen auch noch so dumm und checkt nicht, dass sie wegen ihrem Präsidenten hier sind, sondern denken, dass sie damit ihr Land vor den Bösen verteidigen.
Vielleicht hat der Wärter gesehen, wie ein paar Kameraden bei irgendwelchen Angriffen ums Leben gekommen sind.Soll natürlich alles keine Rechtfertigung sein, aber das zum Thema persönliche Betroffenheit.
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dreaddy schrieb:
Andererseits ist das schon etwas verständlich:...
Nach deiner Auffassung, ist es verständlich, daß der gefangen genommene "Feind" gefoltert wird?
Das ist nicht wirklich dein ernst!
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@Optimizer
Ich hab das auch wenig anders gemeint. Das ist eine andere Art von persönlicher Betroffenheit. Im Szenario wird der vermeintliche Folterer ja gezielt unter Druck gesetzt und eigentlich dazu getrieben zu foltern. Im Gefängnis sieht das aber anders aus. Welches Druckmittel sollten die Gefangenen haben gegenüber ihren Wärtern, dass diese dazu getrieben werden sollten zu foltern?Ich bin immer noch der Meinung, dass einfach die falschen Leute eingesetzt wurden, was nicht passieren sollte, besonders wenn dadurch genau das Gegenteil von dem erreicht wird, was das Ziel ist.
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dreaddy schrieb:
Was tust du:
a.) Ich geh nachhause und treff schonmal Vorkehrungen für die Beerdigung damit ich nachher nicht soviel Stress habe.
b.) Ich übergebe ihn in psychologische Behandlung.
Nach 10 Monaten hat er es akzeptiert das sein Verhalten falsch war und erzählt wimmernd alles was er weiss...
c.) Ich probiere mal ob der neue Aldi - Lötkolben das taugt was er verspricht.Oder wenn dir das zu persönlich wird und du meinst du würdest eh unüberlegt handeln, wandel es ab in "in 5 Stunden wird mein Kumpel 1000 Menschen töten indem er xxx macht und ich werde dir nicht sagen wo und wie" Öö
a) Aus diesem Grund haben persönlich Betroffene nichts bei Ermittlungen / Befragungen / Was auch immer zu suchen.
(Ich weiss kann man so schön von aussen sagen...)b) Zum zweiten Absatz:
Und aus diesem Grund sollten nur sehr stabile Menschen Verhöre durchführen.
Foltern ist ein No-Go. Keinen Bock irgendwann mal eine "sterile Nadel" unter den Fingernagel gerammt zu bekommen weil ein Penner meint ich würde gleich das nächste Hochhaus in die Luft jagen.
Es gibt auch kranke Leute die rumprahlen dass sie gleich 2000 Leute killen werden.. die sind geistig verwirrt.. so und nu folter mal los.
Und natürlich folter auch gleich weiter weil der Mensch kann ja garnicht sagen wo eine evtl. Bombe liegt.. aber er hat doch gesagt er würde das und das tun.... also muss er dich angelogen haben. *sterile Nadel reich*Kein Angriff.. nur man sollte Regeln die nach einigen der schlimmsten Erfahrungen der Menschheit entstanden sind auch beibehalten und nicht bei jedem "OH GOTT ALLES TERRORISTEN" anfangen darüber zu diskutieren ob man vielleicht nicht doch mal ein "bisschen" foltern dürfte.

Ich kann brutales Vorgehen in einer Kampfzone "verstehen" wenn das Adrenalin jegliche rationale Denkweise im Kopf ausschaltet , aber in der relativen Sicherheit eines Hochsicherheitsgefängnisses???
Just my 2 Cents...
btw. Bush wusste nix von den Foltervorwürfen? Das geht in den nächsten Witzecontest *G*. Aber ich wette man wird es ihm nie nachweisen können, dass er es doch wusste.

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Hm, so neu sind die Fotos auch nicht. (machts aber auch nicht besser...)
Was mich erschreckt ist, das selbst das Amerikanische Rote Kreuz davon
wusste, aber nicht damit an die Öffentlichkeit gegangen ist, genauso
wie CBS das Material nur Veröffentlichte, weil es sonst die Konkurrenz
getan hätte.Ich bin mal auf die Reaktion der Al Quaida gespannt, sie werden
sich wohl jetzt wieder Amerikanischen Zielen zu wenden...Devil
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MikeSPK schrieb:
btw. Bush wusste nix von den Foltervorwürfen? Das geht in den nächsten Witzecontest *G*. Aber ich wette man wird es ihm nie nachweisen können, dass er es doch wusste.

Der Herr weiß gar nichts. Der wird von seinem Pfleger ruhiggestellt und gut is'. Der arme Mann kann sich, aufgrund seines geringen IQs, gar nicht gegen die Manipulationen durch seine Pfleger wehren! Das macht die Sache ja so perfide... .