[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten
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Kerry schrieb:
HarryKeogh schrieb:
und die Miete ist nur 250 Euro (warm)
die anderen 49 Euro sind für Strom und Wasser welche nicht zur MIete gehören(also nicht an den Vermieter gehen), diese gehen an die StadtwerkeDu weißt schon, dass die Miete nochmal extra bezahlt wird, und nicht von den 300€ abgeht ?
Und du weißt schon das das mit den 299 Euro meine Reaktion auf das
Was!!! DU kannst nicht mit 300€ Leben!!!!!!
(von UnixTom oder so) war? Und das dort ICH angesprochen war und das würde ICH nur Lehrlingsgehalt kriegen (also ohne BAB) arge Probleme bekäme da dann nur noch 50 Euro übrig blieben? Würde ich übrigens in der Stadt hier meine Familie haben (und trotzdem eine eigne Wohnung) und diese nicht so weit entfernt leben würde, würde ich garnichts oder nicht genung bekommen.
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electron schrieb:
Ich denke, Deutschland hat sich die letzten 10/20 Jahre ziemlich böse in den Abgrund gewirtschaftet und das hat denke ich nur einen Hauptgrund:
Es denkt jeder nur an sich und will für sich das meiste.
Mit anderen Worten, es liegt am Kapitalismus?
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Bashar schrieb:
electron schrieb:
Ich denke, Deutschland hat sich die letzten 10/20 Jahre ziemlich böse in den Abgrund gewirtschaftet und das hat denke ich nur einen Hauptgrund:
Es denkt jeder nur an sich und will für sich das meiste.
Mit anderen Worten, es liegt am Kapitalismus?
Eher unwahrscheinlich... Deutschland ist nach Definition eigentlich kein kapitalistisches System, es erfüllt zahlreiche Merkmale dazu nicht. Wir tendieren Richtung Staatswirtschaft, bei einer Staatsquote von über 50% darf man schon von Sozialismus light sprechen. Die Regierung gibt ja auch jetzt bereits 6-Jahrespläne aus ("Agenda 2010"), das sind keine kapitalistischen Vorgehensweisen.
Daß jeder nur an sich denkt ist in jedem System ein vorhandener Faktor, und hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Es ist eine menschliche Eigenschaft.
Gut aufgebaute Systeme verstehen diesen egoistischen menschlichen Antrieb so umzusetzen, daß er vielen nützt. Schlecht konstruierte Systeme reduzieren diesen Antrieb auf Inseln der Korruption und des Mißbrauchs (z.B. von Positionen oder Sozialsystemen).
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Marc++us schrieb:
Daß jeder nur an sich denkt ist in jedem System ein vorhandener Faktor, und hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Es ist eine menschliche Eigenschaft.
Adam Smith sagt, wenn alle eigennützig nach Profit streben, nützt es am Ende allen. Das ist somit die Grundprämisse des Kapitalismus. Ob das gut oder schlecht ist, darüber wollte ich keine Aussage machen; nur zeigen, was die Implikationen der Aussage, die Misere läge am Egoismus der Menschen, wären.
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Marc++us schrieb:
Gut aufgebaute Systeme verstehen diesen egoistischen menschlichen Antrieb so umzusetzen, daß er vielen nützt.
Beispiel?!
Kommt schon Leute.. Das ist ja n'Niveau hier..
Wenn ich mich hier (Zurich) mal so umkucke: n'paar Penner die Geld von mir kriegen (per Sozialhilfe). Dann dutzende superfette Banken-Palaeste. Hmm, studier, wo soll ich nun also das viele Geld suchen gehen, dass ich lieber in meinem Portemonnaie saehe?.. Achja, beim Penner, der kaem auch mit 200.- weniger aus! juhu!
Oder etwa bei der Bank? Z.B. UBS, die machte im ertsen Halbjahr 4.4 Milliarden Franken Reingewinn. Naja, schade, wir haben auch in der CH Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, und doch scheints einigen ganz gut zu gehen.. Also kommt jetzt bloss nicht von wegen "wir leben ja im Beinahe-Kommunismus"
Wenns so waere, dann hattet ihr nicht so viele Arbeitslose.. (Wie hoch war die Quote in der DDR nochmals, hm?...)
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beinahe 0%
Aber: 3 Leute haben manchmal den Job von einem gemacht. Und lange wäre das sowieso nicht mehr gut gegangen.
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Marc++us schrieb:
Die Regierung gibt ja auch jetzt bereits 6-Jahrespläne aus ("Agenda 2010"), das sind keine kapitalistischen Vorgehensweisen.
Dein Bemühen den Kapitalismus u verteideigen in Ehren, aber mit sozialistischen Produktionsplänen hat die Agenda 2010 zum Glück nichts zu tun.

Weil irgendein Poster am anfang des Thread geschrieben hatte das Hartz IV den Sozialstaat retten solle:
Wer auch immer dir das erzählt hat, hat dich belogen (wahrscheinlich wollte er deine Wählerstimme). Es geht um die Rettung der Staatsfinanzen. Der bisherige Sozialstaat ist nicht mehr zu finanzieren; nicht mit so vielen Arbeitslosen, immer älter werdenden Rentnern, neu erfundenen Krankheiten etc.Ich denke jeder sollte verstehen, dass der Staat seine Leistungen reduzieren muss wenn seine Ausgaben dermaßen dramatisch steigen wie sie es in der Vergangenheit geschehen ist und die Einnahmen stagnieren, sogar sinken.
Wer denkt, dass an der falschen Stelle gekürzt wird sollte immer an folgende Dinge denken:
- Inwiefern ist meine eigene Ansicht dazu von meiner eigenen Situation geprägt und ganz und gar nicht objektiv, weil ich betroffen bin?
- Gibt ist irgendeine Kürzung bei der niemand schreit: "Ungerecht! Kürzt lieber woanders!" ? (gibt es nicht)So unangenehm es für die Betroffenen sein mag, wir müssen uns damit abfinden, dass wir die Generation sind die sich drauf einstellen muss, dass mit dem Verlsut der Arbeit über eine längeren Zeitraum auch der drastische Verlust an Lebensqualität einhergeht.
Mit Blick auf die Vergangenheit mag das ungerecht erscheinen, wo man doch vor 10 Jahren noch als Arbeitsloser nicht aus der Wohnung ausziehen musste, sogar einmal im Jahr in den Urlaub fliegen konnte und trotzdem noch teure Markenprodukte kaufen konnte. Aufgeben des Lebensstandards ist, insbesondere in unserem Land, wo die Menschen sehr viel wert auf Status legen, sehr schwer, aber es muss sein.An dieser ganzen Misere weder direkt irgendeine Regierung Schuld, noch irgendwelche "Altlasten". Sondern:
- Demografie (zuviele alte Menschen == immer höhere Renten und Krankenkassen ausgaben, weil ide Menschen länger leben, zuwenig junge Menschen die Arbeiten)
- Angst (weil es bergab geht und die Zukunft ungewisse versucht jeder zu kassieren was er kann == Staat abzocken)Ich finde Schröder übrigens sehr mutig und unterstütze ihn deswegen, denn er scheint das zu tun was er für richtig hält, auch wenn es ihn noch soviel Wählerstimmen kostet. Das ist besser als wenn er Entscheidungen fällt die ihm zwar Stimmen sichern (keine Kürzungen) aber den Staat in den Bankrott führen.
Hoffen wir da ihm die Zeit recht geben wird und wir in 2 Jahren die ersten Erfolge spüren.
Btw.: Jeder Firmengründer weiß eigentlich , dass vor der Gewinnzone erstmal die Investition und damit Verzicht kommt.
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@Politikwissenschaftler
Fein gesülzt!
Aber bei aller Notewendigkeit von Reformen:
Warum müssen es die ausbaden die unverschuldet durch beschissene wettbewerbsbedingte demografische Entwicklungen in die Arbeitslosigkeit reingeraten sind?
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F98 schrieb:
@Politikwissenschaftler
Fein gesülzt!
Aber bei aller Notewendigkeit von Reformen:
Warum müssen es die ausbaden die unverschuldet durch beschissene wettbewerbsbedingte demografische Entwicklungen in die Arbeitslosigkeit reingeraten sind?
Warum wir das heut ausbaden müssen, dabei doch vollkommen unverschuldet?
Weil wir einfach Pech haben heute zu leben und noch mehr Pech wen wir heute Arbeitslos werden. Wir sind nicht Schuld, aber auch auch sonst niemand.Es ist ein Unglück wie die Pest im Mittelalter. Niemand ist direkt Schuld aber es ist passiert und so wie Schröder jetzt zum schmerzhaften Maßnahmen gezwungen wird, mussten damals die Ordnungskräfte die unverschuldet infizierten Menschen in ihren Häusern einnageln damit die Krankheit überwunden werden kann.
PS: Ich hab eine Weile überlegt, ob ich diesen drastischen Vergleich bringen kann und mich aus Gründen der stärkern Bildhaftigkeit gegenüber der Unangemessenheit dafür entschieden.
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Hallo
@Politikwissenschaftler
ist alles schoen ung gut was du da sagst
aber warum muessen immer diejenigen, die wenig haben etwas hergeben
und diejenigen, die viel (immer relativ) haben bekommen von unserem lieben Schroederchen noch was dazu
Das war grundtenor aller Reformen (???) von Rot/Gruen bisherMfG
Klaus
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Hartz IV hält ja noch einige Knaller bereit über die sich der gut verdienende Singel im klaren sein sollte..
bevor man seine/n womöglich noch alleinerziehende/n partner zu sich ziehen lässt sollte man sich darüber im klaren sein, dass man dann als eheähnliche gemeinschaft gewertet wird und dann für den anderen (und auch für die nicht eigenen kinder) blechen darf...
also angenommen man verdient netto 3000€ und holt sich ne alte mit 2 kindern ins haus, unterschreibt man faktisch freiwillig auf sozialhilfeniveau leben zu wollen da das komplette einkommen angerechnet wird solange bis man quasi selber sozialhilfeempänger ist...
umgekehrt könnte es sein das die kinder halbweisenrente beziehen. lacht sich die mutter einen alg2-empfänger an der in die wohung einzieht dürfen die kinder von ihrer halbweisenrente den neuen macker bezahlen...
da sind noch so einige ähnliche denkbare fälle drin...
in der Praxis wirds natürlich so laufen das entweder einige beziehungen in die brüche gehen oder zweitwohungen gehalten werden wo dann offiziell der andere wohnt. das kommt den staat natürlich teuer (wäre ja billiger teilweise was zuzuschiessen) aber da kann ich nur sagen selber schuld wenn man sich so ne bekloppten regelungen ausdenkt. die leute sind ja meist gerade nicht verheiratet weil sie eben nicht füreinander einstehen wollen...demonstrieren gehen die ganzen leute die jetzt arbeitslos sind und vermutlich auch keine aussicht auf einen gut bezahlten job haben. Richtig verarscht von der Reform werden eigentlich die Famlilien mit zwei gutverdienenden. Wenn einer von beiden arbeitslos wird (was heutzutage ja nicht mehr unwahrscheinlicht ist)zieht das die ganze familie nahe ans sozialhilfeniveau...
kinderfreundlich ist der ganze scheiss nicht und der vom GG beabsichtige schutz der familie wird eher dadurch ausgehebelt. Die leute werden sich noch weniger freiwillig binden und es wird tendenziell zu noch mehr (zumindest offiziell) alleinerziehden kommen...
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Windalf schrieb:
bevor man seine/n womöglich noch alleinerziehende/n partner zu sich ziehen lässt sollte man sich darüber im klaren sein, dass man dann als eheähnliche gemeinschaft gewertet wird und dann für den anderen (und auch für die nicht eigenen kinder) blechen darf...
also angenommen man verdient netto 3000€ und holt sich ne alte mit 2 kindern ins haus, unterschreibt man faktisch freiwillig auf sozialhilfeniveau leben zu wollen da das komplette einkommen angerechnet wird solange bis man quasi selber sozialhilfeempänger ist...
gut, daß du ein entscheidendes detail vergessen hast: die kinder werden nur dann teil eines problems, wenn sie mit im haushalt leben- wenn nicht, sind sie völlig uninteressant. wer aber bafög bekommt, kann sich sonstiwe mit seinen eltern verkrachen, durch das bafög sind sie untrennbar verbunden. übrigens wird bei bafög- empfängern schon immer aufs sparbuch geschaut, auch auf das der eltern. deswegen nehm ich die empööörung um hinblick auf die kindersparbücher nicht so sehr ernst.
@marc++us: wenn du das so schrecklich findest, daß so viele von staatlichen transferleistungen leben- dann sag doch einfach mal einer bestimmten personengruppe, bei ihr solle gespart werden, ich bin mal gespannt, wen du da zuerst zur kasse bittest.
wieso du da das bafög mitrechnest, ist mir schleierhaft. dafür, daß ich die frechheit besitze, zu studieren, darf ich, wenn ich mehr als 15 semester studiere, dann gebühr zahlen, nach dem willen einiger geisteskranker politiker auch schon von anfang an. die förderungsdauer durch bafög geht standardmäßig auch schon nach der regelzeit zuende... aber ist doch klar: wer akademiker werden will, der sollte für diese frechheit auch bezahlen. und wie gut, daß wir keine vermögenssteuer haben.

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scrub schrieb:
@marc++us: wenn du das so schrecklich findest, daß so viele von staatlichen transferleistungen leben- dann sag doch einfach mal einer bestimmten personengruppe, bei ihr solle gespart werden, ich bin mal gespannt, wen du da zuerst zur kasse bittest.
Die Bevölkerung.
Du würdest mich sicherlich nicht als Regierung wollen... zumindest in den ersten 5 Jahren nicht.

Thema Bafög: ich würde Bafög in der heutigen Form komplett abschaffen und ein Studiendarlehen einführen, das man innerhalb von 10 Jahren nach Arbeitsbeginn mit extrem niedriger oder keiner Verzinsung zurück zahlen muß. Generell die gleiche Höhe, elternunabhängig, zeitlich begrenzt und nur ein Studiengangwechsel möglich. Bei Berufstätigkeit im Ausland wird das Darlehen sofort fällig (bzw. bei der nächsten Einreise). Teilweise Stundung gibt's dann für schnelles Studium und sehr gute Noten (z.B. 20% Erlaß). Das deckt übrigens auch den Fall ab, daß jemand keine Arbeit findet! (Quizfrage: wieso?)
Damit wäre das Bafög keine staatliche Transferleistung mehr. Und wer studieren will ohne das Geld zu haben - der beantragt einfach Bafög.
Noch ein Vereinfachungswunsch? Abschaffung aller gesetzlichen und Ersatzkrankenkassen. Es gibt ohnehin keinen Wettbewerb, Leistungen sind vorgeschrieben, und durch die Transferzahlungen wird nur unter Verwaltungsaufwand ein Ausgleich mit Gewalt geschaffen. Dafür gibt's dann redundanten Verwaltungsnetze der Kassen. Überflüssig - eine Kasse und fertig. Wenn ohnehin alles gleich ist, brauche ich keine 200 Kassen.
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gut, daß du ein entscheidendes detail vergessen hast: die kinder werden nur dann teil eines problems, wenn sie mit im haushalt leben- wenn nicht, sind sie völlig uninteressant. wer aber bafög bekommt, kann sich sonstiwe mit seinen eltern verkrachen, durch das bafög sind sie untrennbar verbunden. übrigens wird bei bafög- empfängern schon immer aufs sparbuch geschaut, auch auf das der eltern. deswegen nehm ich die empööörung um hinblick auf die kindersparbücher nicht so sehr ernst.
ich hab ja gesagt da sind so einige üble fälle von sippenhaftung mit drin, da werden sich manche leute noch umgucken, besonders die die vorher einen relativ hohen lebensstandard hatten und das system jahrelang langfinanziert haben werden auf die schnelle gedrängt so zu leben wie der Sozialhilfeempfänger der sich dran gewöhnt hat so zu leben und schon die ganze zeit auf kosten der gesellschaft gelebt hat.
von 345€ plus miete in monat kann man wenn man brauchbar wirtschaftet und kein auto hat und nicht irgendwelche teueren hobbys relativ passabel leben(als student der sich seinen lebensunterhalt selber verdingt ohne das die eltern was dazu zahlen hat man nach abzug der miete meist weniger und kann das bestätigen)Aber für denjenigen der arbeitslos wird heisst das er muss sofort anfangen innerhalb der nächsten 12 monate sämtliche seiner fixkosten abzustellen. Er weiss ja nicht ob er innerhalb eines Jahres was neues bekommt. Alles was er aufgebaut hat muss quasi in die tonne getreten werden weils nicht mehr zu halten ist. Wenn man ein jahr später alg2-empfänger ist und nicht die FIxkosten drastisch gesenkt hat winkt die schuldenfalle...
in dem system gibt es viel zu wenig leistungsanreize und wer über lange zeit was geleistet hat wird bestraft..., inbesondere die 200€ pro lebensjahr sind ja ein glatter lacher. da komm ich ja schon jetzt als studi drüber da ich mein komplettes studium nebenbei arbeiten gegangen bin und gehe und entsprechend auch spare. (Geht man voll arbeiten ist man da ja sofort drüber) Hätte ich einen auf Highlife gemacht würde der Staat mir bei einer eventuellen arbeitslosig alles in den Arsch blasen...Bafög ist da in der tat noch mal ein besonders assoziales ding was die sich da ausgedacht haben da die volle zahlung als einkommen gerechnet wird und das obwohl die hälfte davon kredit ist. Vermögensanrechnung ist ja teilweise auch die verarschnug pur, besonders die ungleichbehandlung von Vermögen...
also Hartz IV hat imho viel richtiges und ist im Ansatz richtig (also zusammenlegen von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe ist in ordnung) Allerdings sollte arbeitslosengeld I sich stärker daran orientieren wie lange man eingezahlt hat. und die vermögensanrechnung ist für alle die nicht 58 Jahre sind ein echter witz...zum einen soll man fürs alter sparen was sich faktisch gar nicht wirklich lohnt da man eh damit rechnen muss zumindest mal kurzfristig arbeitslos zu sein und darf dann seine ruhestandsreserven aufbrauchen. wer will da denn noch für die rente privat vorsorgen... (oder man packt halt alles unters kopfkissen)
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Windalf schrieb:
da man eh damit rechnen muss zumindest mal kurzfristig arbeitslos zu sein
Das ist meiner Meinung einer der angedachten Effekte von Hartz IV... damit wollen sie wohl erreichen, daß man sich nicht mehr kurzfristig arbeitslos meldet, sondern immer noch etwas wartet... diese Überbrückungsarbeitslosigkeit von 1-2 Monaten ist nur noch wenig lukrativ, da man einfach zu stark die Hosen runterlassen muß, was man alles so gespart hat.
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Marc++us schrieb:
Du würdest mich sicherlich nicht als Regierung wollen... zumindest in den ersten 5 Jahren nicht.

warum nicht? klingt alles halbwegs vernünftig, was du da unten so schreibst.
Marc++us schrieb:
Thema Bafög: ich würde Bafög in der heutigen Form komplett abschaffen und ein Studiendarlehen einführen, das man innerhalb von 10 Jahren nach Arbeitsbeginn mit extrem niedriger oder keiner Verzinsung zurück zahlen muß. Generell die gleiche Höhe, elternunabhängig, zeitlich begrenzt und nur ein Studiengangwechsel möglich. Bei Berufstätigkeit im Ausland wird das Darlehen sofort fällig (bzw. bei der nächsten Einreise). Teilweise Stundung gibt's dann für schnelles Studium und sehr gute Noten (z.B. 20% Erlaß). Das deckt übrigens auch den Fall ab, daß jemand keine Arbeit findet! (Quizfrage: wieso?)
FULL ACK! (bis auf die tatsache, daß die volle gewährung als darlehen bereits jetzt im einzelfall möglich ist, statt der hälftigen schenkung- und bis auf die zweite tatsache, daß bereits jetzt erst fünf jahre später mit der rückzahlung des darlehensteils begonnen werden muß, dies auch im rahmen der möglichkeiten, sprich: eigenes einkommen ja/nein)
@quizfrage: studium abgeschlossen, keine arbeit -> kein arbeitsbeginn -> keine rückzahlung
Marc++us schrieb:
Damit wäre das Bafög keine staatliche Transferleistung mehr. Und wer studieren will ohne das Geld zu haben - der beantragt einfach Bafög.
hm... per se ist das dann keine transferleistung mehr, kann es aber werden. im fall der arbeitslosigkeit. stimmt prinzipiell aber.
[quote="Marc++us"Noch ein Vereinfachungswunsch? Abschaffung aller gesetzlichen und Ersatzkrankenkassen. Es gibt ohnehin keinen Wettbewerb, Leistungen sind vorgeschrieben, und durch die Transferzahlungen wird nur unter Verwaltungsaufwand ein Ausgleich mit Gewalt geschaffen. Dafür gibt's dann redundanten Verwaltungsnetze der Kassen. Überflüssig - eine Kasse und fertig. Wenn ohnehin alles gleich ist, brauche ich keine 200 Kassen.[/quote]
FULL ACK!das ist auch so ein ding, wo ich mich immer gefragt habe: warum???
einerseits heißt es, für jeden gibts die nötige therapierung/behandlung- das heißt, für jeden gibts das gleiche im gleichen bedarfsfall, und das heißt, es gibt nur eine behörde/anstalt dafür. andererseits widerspricht die realität mit ihren hunderten einzelnen krankenkassen- da muß es ja einen grund geben, warum das so ist. das ist hier die frage: warum ist das so? logisch ist das nicht...
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scrub schrieb:
das ist auch so ein ding, wo ich mich immer gefragt habe: warum???
einerseits heißt es, für jeden gibts die nötige therapierung/behandlung- das heißt, für jeden gibts das gleiche im gleichen bedarfsfall, und das heißt, es gibt nur eine behörde/anstalt dafür. andererseits widerspricht die realität mit ihren hunderten einzelnen krankenkassen- da muß es ja einen grund geben, warum das so ist. das ist hier die frage: warum ist das so? logisch ist das nicht...Das ist geschichtlich "gewachsen". In den 80ern - als es noch den guten Ostblock gab und man wußte wo der Feind stand
- gab es einen Unterschied bzgl. der ersetzten Leistungen unter den Kassen. Vor allem die Ersatzkassen (Techniker war damals ein Vorreiter) ersetzten oftmals mehr als andere Kassen wie die AOK. Dafür waren die Kassen nicht offen, d.h. man konnte z.B. nur mit technischen Berufen in die Techniker, als Arbeiter nur in die AOK, bzw. alternativ falls die Firma es hatte in die jeweilige BKK. Die Sätze waren relativ unterschiedlich, die Leistungen auch. Aber es war auch klar, einigen Kassen "ging" es besser als anderen, da sie ja an Berufsgruppen hingen. AOK hatte die Arbeiter und Renter und demnach immer die niedrigsten Einnahmen pro Kopf. Spezielle Kassen z.B. für Ärzte und Apotheker oder mit vielen Selbständigen schwammen im Geld.So nach und nach wurden die Kassen dann geöffnet (das war noch die Regierung Kohl), auch die Sätze der Leistungen für die Ärzte vereinheitlicht, wodurch immer mehr Verschiebungen kamen. Irgendwann kamen die ersten Kassen in Schieflagen, wodurch sie gezwungen wurden die Leistungen zu vereinheitlichen. Danach kam diese Ausgleichsgesetz, wonach finanzstarke Kassen gezwungen wurden ihre Überschüsse an die armen Kassen abzuführen - wodurch dann die heutige Situation entstand, daß sich für die Kassen sparen nicht mehr lohnt - denn geht's einer Kasse gut, muß sie viel Geld abführen, also wozu sparen - geht's einer Kasse schlecht, wird sie viel Geld aus dem Transfertopf bekommen, also wozu sparen.
Es gab mal eine Zeit, da hat jede Krankenkasse tatsächlich unterschiedlich viel Geld für eine Zahnspange zugezahlt.

Im Grunde ist die heutige Situation ein Lehrbeispiel dafür was passiert, wenn man immer nur patcht und nie die Architektur anpackt um geänderte Lagen abzubilden... aber Softwerker müssen das ja eigentlich wissen.

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Das ist meiner Meinung einer der angedachten Effekte von Hartz IV... damit wollen sie wohl erreichen, daß man sich nicht mehr kurzfristig arbeitslos meldet, sondern immer noch etwas wartet... diese Überbrückungsarbeitslosigkeit von 1-2 Monaten ist nur noch wenig lukrativ, da man einfach zu stark die Hosen runterlassen muß, was man alles so gespart hat.
hmm also da glaub ich nicht das das den von dir beschriebenen gewünschten erfolg hat oder ich versteh die Logik deines Argumentes vielleicht nicht.
Weil man ja schon vorher 12 monate geld aus dem versicherungstopf bezogen hat und sich dementsprechend 12 Monate mit dem AA auseinandersetzen durfte, wird man garantiert auch alg2 beantragt so man anspruchsberechtigt ist...
ist man anspruchsberechtig brauch man ja die hosen nicht runterlassen da man ja eh nix hat...oder wie meinst du das genau?
ach so mit deinem quiz... was ich so gehört habe ist nicht in planung das das darlehn zinslos sein soll. würde heissen für jemanden der erstmal ne weile arbeitslos ist und dann erst später anfangen kann zurückzuzahlen das der dann doch nicht gerade wenig beanchteiligt ist... also im allgemeinen find ich die regelung gut aber wenn dann bitte nur zinslos (oder von mir aus noch mit inflationsrate verzinst)... alles was über 3% geht kann für einen der spät anfängt arbeiten zu gehen doch recht happig werden...
was mir daran gefallen würde wäre wenn man als bezahlender mal mehr rechte bekommen würde und auch auf vernünftige leistungen bestehen könnte. insbesondere Prfüungs und Immaamt hätten dann ne dauerbeschwerde von mir...
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Politikwissenschaftler schrieb:
John Doe schrieb:
Marc++us schrieb:
Das Problem ist nicht der Osten, das Problem sind die Deutschen.
In diesem Lande sind mehr als 50% Bezieher von Transferleistungen:
- Rente
- Arbeitslosengeld
- Krankengeld
- Sozialhilfe
- BafögIm Klartext: mehr als die Hälfte der Leute bekommt ihr Geld bereits vom Staat. Es ist doch klar, daß hier nun Massen auf die Straße gehen, weil sie um ihre Einnahmen fürchten.
Und ich Naivling hab immer gedacht das ich mit den ganzen Abzügen von MEINEM Lohn Leistungen wie Rente, Arbeitslosengeld, Krankengeld bezahle, die ich irgenwann mal in Anspruch nehmen (kann/muss).
Wie man sich doch irren kann.
mfg JJ
Ich meine einen ironischen Unterton zu erkennen, aber Marc+us hat tatsächlich recht:
Deine Rente wird von den Leuten bezahlt, die arbeiten wenn du auf Rente bist.
Ebenso das Arbeitslosengeld etc.
Wenn du heute etwas einzahlst bekommt es gleich jemand anderes.
So haben es sich die Gründungsväter der BRD damals überlegt. Nach dem Krieg gab es viele alte Menschen, die niemals irgendwo eingezahlt hatten und demnach auch keine Ansprüche auf Leistungen hätten, wenn wir ein Sozialversicherungsmodell nach Muster der privaten Lebensversicherungen gewählt hätten.(Wo jeder bei Zeiten Geld im Prinzip nur für sich allein in eine Versicherung einzahlt)
Aus Notwendigkeit diese Lücke zu schließen entstand der Generationenvertrag und Schritt für Schritt unserer heutiges (oder eher vergangenes) Sozialnetz.
Die soziale Rundumabsicherung hat solange funktioniert wie es der Wirtschaft gut ging und die internationale Konkurrenz es zuließ.
Das gibt es heut nicht mehr.Von daher hat eigentlich jeder, der sich im Moment darüber beklagt dass er zuwenig Leistungen vom Staat bekommt, unser Sozialsystem nicht verstanden.
Um es nochmal deutlich zu machen: Die Beiträge die man eingezahlt hat wurden nicht in einen Tresor gelegt um bei Bedarf wieder rausgeholt zu werden, sondern sofort wurden weiterverteilt.
Und so verhält es sich auch im allgemeinen mit den übrigen Sozialleistungen, wenn der Staat fast pleite ist, kann er eben nur noch weniger leisten. Wo nichts ist kann auch nichts verteilt werden.
Im Prinzip muss man hoffen, das es dem Land gut geht wenn man mal selber bedürftig ist.Damit hat man sich abzufinden oder bei den Gründungsvätern zu beschweren - oder noch besser: den A**** hochbekommen und sich einen Job suchen!
Ganz genauso ist es
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Windalf schrieb:
ist man anspruchsberechtig brauch man ja die hosen nicht runterlassen da man ja eh nix hat...
oder wie meinst du das genau?
ganz einfach: du kriegst 12 (ich dachte, es seien doch 18?) monate dein ALG I. so, und damit du jetzt nicht dein haus, dein auto, dein boot loswirst, hältst du die klappe, gehst nicht aufs amt, nimmst keine 4000DM ein.
Windalf schrieb:
ach so mit deinem quiz... was ich so gehört habe ist nicht in planung das das darlehn zinslos sein soll. würde heissen für jemanden der erstmal ne weile arbeitslos ist und dann erst später anfangen kann zurückzuzahlen das der dann doch nicht gerade wenig beanchteiligt ist... also im allgemeinen find ich die regelung gut aber wenn dann bitte nur zinslos (oder von mir aus noch mit inflationsrate verzinst)... alles was über 3% geht kann für einen der spät anfängt arbeiten zu gehen doch recht happig werden...
ja, ne verzinsung wär natürlich echt scheiße. wichtig ist: jeder kann studieren, unabhängig von der finaziellen lage, und die viruelle verbindung zu den eltern ist endlich auch gesetzesmäßig inexistent. das wärs doch!