[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten
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scrub schrieb:
*lol* das is ja der größte nur denkbare schwachfug, was du da schreibst. so steigt bspw jahr für jahr die zahl der millionäre und milliardäre in deutschland- deiner argumentation nach steht also der staat auf immer stabileren finaziellen grundlagen. und son einkommensmillionär, der sich vor der steuer armrechnet, der zahlt garantiert nicht denselben anteil seines einkommens wie ein normaler mensch.
Du hast ihn überhaupt nicht verstanden.
Lies noch mal:
"Fakt ist, dass 10% der Steuerzahler 90% des Steueraufkommens ausmachen. D.h. die Elite, Top- Wissenschaftler, -Entscheider und -Künstler finanzieren dem Rest Deutschlands"
Er hat nicht geschrieben, 10% der Reichsten finanzieren 90% des Steueraufkommens, sondern 10% der Steuerzahler liefern 90% des Aufkommens! Nämlich die Bildungselite in den mittleren und höheren Ebenen in Firmen, Behörden, Selbständigkeit.
Das ist ein riesiger Unterschied... das zeigt nämlich, daß in unserem System gerade die Leute "etwas über dem Durchschnitt" [SPD-Jargon "starke Schultern"] den Staat überwiegend finanzieren, das sind Personen im mittleren Management, Selbständige, usw. Und für die sinkt das Nettoeinkommen immer weiter ab, da die Regierung dort ständig weiter abschöpft. Und diese Leute wandern nun auch ab. Mehr hat Union-Fan nicht gesagt. Das Schizophrene bei Leuten wie Lafontaine und den Gewerkschaften ist ja, daß man mit 4000 EUR Brutto bereits als Spitzenverdiener und Großkapitalist eine Hassfigur ist. Und man wird bereits als reich betrachtet. Alleine die Heraufsetzung der Beitragsbemessungsgrenzen kostet viele Leute in diesem Bereich pro Monat 200 EUR! Das ist ein Haufen Holz, der dann einfach ab Januar nicht mehr auf's Konto kommt. Ist doch klar, daß diese Schicht immer stärker sauer gefahren wird.
Wenn ich Milliardär bin, kratzt mich das alles ohnehin nicht mehr, deswegen macht es keinen Sinn diese Leute abschöpfen zu wollen - Geld ist beweglich. Außerdem muß man sich mal die Milliardäre auch ansehen, z.B. die Brüder Aldi - die liefern zwar vielleicht keinen großen Steuerbeitrag, aber die Zurverfügungstellung von zahllosen Arbeitsplätzen ist ebenfalls bereits ein wesentlicher Beitrag. Würde man denen z.B. die Hälfte des Vermögens abnehmen (was den Sozialisten sicherlich gut gefallen würde), könnte man nicht mal ein Haushaltsloch davon stopfen. Aber der Wegfall von 50% der Aldi-Arbeitsplätze würde dramatische Kosten erzeugen. Alte Erkenntnis: Kuh melken, nicht schlachten.
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KlausB schrieb:
Hallo
@Union-Fan
geh wieder in deinen Sandkasten und spiel weiter (sch.... Ferien)MfG
KlausSoso, dann wollen wir mal Fakten bringen und weg vom Stammtisch gehen :
die überdurchschnittlich hohe Steuerbelastung von hohen Einkommen kann man hier gut nachlesenhttp://www.gesis.org/dauerbeobachtung/sozialindikatoren/Publikationen/Datenreport/dr02.htm
unter "Öffentliche Haushalte"(Punkt 11) auf Seite 230(8/17 nach Acrobat Zählung)Union-Fan
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um mal was zur statistik zu sagen... reich ist man angeblich schon wenn man 50000€ hat. ab 300001€ gilt mal als superreicher... und die zahl dieser leute die über 300000€ haben ist gestiegen und nicht unbedingt die zahl derer die 10 millionen und mehr auf ihrem konto parken...
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Wie ich sehe, schließt die Diskussion hier eine echte politische Wende aus. Wenn ihr euch hier mal nicht täuscht. Am linken Rand lauern machtgeile Rhetoriker und Demagogen (=Volksführer) auf ihre konkrete Chance, die "Schreihälse" auf ihrem Weg zu einen und zu begleiten.
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Hallo
@Union-Fan
gutes Beispiel
ca. 70% des Seueraufkommens werden von Einkommen (Arbeitern/Angestellten)
bis zu einem Jahreseinkommen von 50.000 € erziehlt50% des Steueraufkommens liegen bei Einkommen zwischwen 20.000 - 50.000 €
wo BITTE sind da die 10% von Mark++us
die oberen 12,3% tragen weniger als 30% zumm Steueraufkommen bei
MfG
Klasu
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naja soviel zum Thema trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast...
Kann es sein das einmal die oberen 10% sich auf die komplette Bevölkerung beziehen und bei der andern prozentualen angabe (12,3%) nur die erwerbstätigen gemeint sind...
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Der hier gefällt mir auch gut:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,315048,00.html
Ok, die Überschrift lautet "Polemik". Schon klar.
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F98 schrieb:
- meine Mutter hat glücklicherweise eine Arbeit als Reinigungskraft für gigantische 3,50€/h gefunden, bei der sie sich im Monat ca. 130€ dazu verdient
- durch das ALG II wird dieser Verdienst soweit angereichnet, dass Ihr davon theoretisch 24€ im Monat übrig bleiben. Wozu sollte meine Mutter also noch arbeiten gehen? Sie kommt besser, wenn sie zu Hause bleibt und bloß die 298€/Monat ALG II kassiert.Soweit ich die Pläne verstanden habe, wobei ich natürlich auch falsch liegen kann, ist eines der Ziele gerade die Verbesserung von Hinzuverdienstmöglichkeiten. Daher würde es mich sehr wundern, wenn das, was Du da geschrieben hast, richtig wäre.
Unabhängig davon, wer von uns nun falsch liegt, zeigt dieses Beispiel daß viele (in diesem Punkt mindestens Du, ich, oder gar wir beide) nicht richtig informiert sind...
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Wenn das wirklich so stimmt gehe ich auch nicht arbeiten.
Gibts da nicht eine Höchstgrenze beim AG.
In Österreich ist das ca. 1000 €.
Wie kann er 1200 bekommen.
Das verdienen viele nichtmal obwohl sie 40 Stunden arbeiten und sogar 120 km (einfache Fahrt insg. 240 km) am Tag in die Arbeit fahren.Habe ich mit meiner Frau 1500 € netto im Monat dann arbeite ich auch nicht mehr.
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Ich befürchte das stimmt so, weil für die Berechnung der Höhe der derzeitigen Arbeitslosenhilfe die Höhe des letzten Gehalts herangezogen wird. Einer der Gründe warum ich es für sinnvoll und absolut notwendig halte hier etwas zu ändern!
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Unix-Tom schrieb:
Wenn das wirklich so stimmt gehe ich auch nicht arbeiten.
Gibts da nicht eine Höchstgrenze beim AG.Gibt es. Aber nur durch die Berechnung, nicht als Einzelbetrag.
Bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt. Das sind zur Zeit 61800 EUR pro Jahr, bzw. 5150 EUR pro Monat.
Das ist die maximale Bemessung des Brutto-Gehalts.
AG wird (z.Zt.) nun bezahlt mit 60% des letzten Nettogehalts (67% bei vorhandenen Kindern).
Also, maximal kommt man daher bei 5150 EUR brutto netto ungefähr auf Auszahlung 2673,84 € (Quelle: http://www.dak.de/content/dakprfirmenservice/bruttonettorechner.html )
Das ist das Nettogehalt. Davon 60% sind EUR 1603,- als maximales AG pro Monat.
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Mit 1600€ AG / Monat käme er dicke hin. Die Sache an der lustigen Polemikgeschichte ist aber die, das es so aussieht als ob pauschal alle Zonis 1600€ Arbeitslosengeld bekommen und zu faul sind > 100km entfernt neue Arbeit zu suchen.
Der Text ist von einem Idioten geschrieben worden der NULL Ahnung hat was bei uns im Randgebiet abgeht.
Dass die "fleißigen" Polen unterbezahlte Knochenjobs, meist ohne Versicherung, auf sich nehmen, die Familie in Polen wesentlich geringere Lebenshaltungskosten hat und von dem in D verdienten Geld auch nicht soviel über bleibt schreibt niemand.
Außerdem, wieviele hunderttausende Ostdeutsche sind denn seit der Wiedervereinigung in den "Westen" gezogen? Wieviele tausende Jugendliche machen ihre Lehrausbildung im Westen?
Bei uns gibt es faktisch nur noch Rentner und Jugendliche bis 16 (Schüler). DER REST IST WEG RICHTUNG WESTEN (Dresden, Leipzig, Bayern, BW). Viele Pendeln am WE bis zu 600km/Strecke nur um mal ihre Familie zu sehen und was an ihrem Häusle zu bauen. Sowas zehrt an der Substanz und es ist absolut verständlich das die Leute darauf einfach keinen Bock haben.
Hier in der Zone gibt es nicht viele Ballungszentren, wo man angemessen Geld verdienen kann. Also bleibt häufig nur die "Flucht" Richtung Westen für 2/3 des Lohnes eines West-Arbeiters. Und das sich die Westler dann aufregen, dass die Ossis ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen ist nur allzuverständlich. Das selbe passiert auch bei uns, bloß hier sind es die Bulgaren und Polen.
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F98 schrieb:
... Die Sache an der lustigen Polemikgeschichte ist aber die, das es so aussieht als ob pauschal alle Zonis 1600€ Arbeitslossengeld bekommen und zu faul sind > 100km entfernt neue Arbeit zu suchen.
Nein, so sieht es überhaupt nicht aus. In der Geschichte heißt es doch ganz deutlich "Der Mann war Ingenieur"! Es wird doch wohl niemand auf die Idee kommen eine Mehrheit von Arbeitslosenhilfeempfängern für Ingenieure zu halten.
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Nö, so sehe ich das nicht. Zwischen den Zeilen interpretiere ich, dass selbst die Zonen-Ingeneure zu doof/faul sind sich neue Arbeit zu suchen.
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@F98
nö ich würde sagen da steht nur:Sei I-DDR die Menge aller Ingenieure in Dunkeldeutschland. Es existiert mindestens ein i Element I-DDR für das gilt: "ist zu doof/faul sich neue Arbeit zu suchen"

PS: Um dem vorzubeugen... Ja ich bin zu doof/faul Latex zu benutzen...
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@F98
Jeder kann interpretieren wie er will, diskutieren läßt sich auf dieser Basis aber weniger gut (weil andere, wie Windalf oder ich, zuweilen ganz anders interpretieren). Daher versuche ich es mal mit einer Frage:Findest Du es in Ordnung, wenn es reicht, ein Jahr zu arbeiten um bis zur Rente 53% des letzten Nettogehalts zu bekommen?
In den meisten Fällen stört das sicher nicht weiter. Aber das gilt eben auch für Leute mit (ehemals) überdurchschnittlichem Einkommen. Das führt dazu daß manch einer mehr als 40h pro Woche arbeiten muß und am Ende weniger hat als andere, die - weil sie irgendwann einmal gut verdient haben - mehr Geld bekommen ohne dafür zu arbeiten!
Abgesehen davon, daß sowas wenig motivieren ist, wie soll das auf Dauer finanziert werden? Ohne daß diejenigen, die arbeiten, noch weniger für ihre Arbeit bekommen, wodurch sich ihre Arbeit noch weniger lohnt?
Und, um gewissen Interpretationen zuvorzukommen, ich mache hier keine Aussage über Arbeitslosenhilfeempfänger...
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ThAlb schrieb:
@F98
Jeder kann interpretieren wie er will, diskutieren läßt sich auf dieser Basis aber weniger gut (weil andere, wie Windalf oder ich, zuweilen ganz anders interpretieren).Sicherlich.
ThAlb schrieb:
Findest Du es in Ordnung, wenn es reicht, ein Jahr zu arbeiten um bis zur Rente 53% des letzten Nettogehalts zu bekommen?
Nein. Man sollte anteilig wie man gearbeitet hat eine gewisse Zeit Unterstützung bekommen. Deine Frage spricht nämlich auch folgendes Problem an: Jemand hat 20Jahre gearbeitet und immer schon eingezahlt und bekommt nur max. 18 Monate ALG. Das finde ich auch unfair.
ThAlb schrieb:
Abgesehen davon, daß sowas wenig motivieren ist, wie soll das auf Dauer finanziert werden? Ohne daß diejenigen, die arbeiten, noch weniger für ihre Arbeit bekommen, wodurch sich ihre Arbeit noch weniger lohnt?
Tja, Teufelskreis. Da läßt sich nur mit Schaffung neuer Arbeitsplätze rauskommen, denn die alten wurden ja in der Ära Kohl wegrationalisiert. Der kleine Mann (> 50Jahre), der in die Fabrik gerannt ist muss es jetzt ausbaden obwohl er nichts dafür kann. Das ist das was die Leute hier so ankotzt, deswegen sind sie so wütend und habe keinen Bock mehr. Weil sie immer nur auf die Schnautze bekommen.
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Nein. Man sollte anteilig wie man gearbeitet hat eine gewisse Zeit Unterstützung bekommen. Deine Frage spricht nämlich auch folgendes Problem an: Jemand hat 20Jahre gearbeitet und immer schon eingezahlt und bekommt nur max. 18 Monate ALG. Das finde ich auch unfair.
problem bei solchen regelungen ist halt das dann von vornherein klar ist, das dies zum früher in den Ruhestand gehen genutzt wird.
Der Charakter einer Versicherung und die Idee dabei das nur kurzfristig gezahlt wird so lange man arbeitslos ist, geht dabei verloren. Ursprünglich war das ja dafür gedacht das man halt wenn man den Job wechselt mal ein paar monate überbrücken kann ohne gleich strasse fegen zu müssen. Heute läuft das ja anders. Einige beziehen daraus ohne ende und die die es eigentlich beziehen sollten (also gerade diejenigen die mal 3 monate unverschuldet leerlauf haben) werden genötigt irgendwelche dummen jobs zwischendurch zu machen...aber prinzipiell stimme ich dir zu das die maximale bezugsdauer stärker an die einzahlungsperiode angepasst werden sollte...
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Windalf schrieb:
aber prinzipiell stimme ich dir zu das die maximale bezugsdauer stärker an die einzahlungsperiode angepasst werden sollte...
Das ist keine so gute Idee.
Es gibt eine gewisse Diskussion bei den Gehaltstheoretikern, daß es eigentlich unlogisch ist älteren Arbeitnehmern mehr Geld zu zahlen als den Jüngeren - ich spreche hier vom Gehalt. Normal ist, daß man ein Gehalt bekommt, daß doch letztlich am Alter hängt. Gesellschaftlich gesehen ist das eher unlogisch, da man sich zu Beginn seines Berufslebens viele Dinge anschaffen muß/will, während der Bedarf für statische Installationen mit zunehmender Zeit eher abnimmt. Betrachtet man den Investitionsbedarf von Familien, stellt man am Anfang des Berufslebens einen Peak fest und mit zunehmendem Alter nimmt das ab.
Das ist durchaus ein Problem, daß ein Neuling im Berufsleben vielleicht ein Jahr arbeitet, arbeitslos wird und dann mit leeren Händen dasteht. Spargeld steht noch nicht zur Verfügung, und und. Ältere Arbeitnehmer hatten den Vorteil, hier schon vorzubauen. Es ist also nicht zwangsläufig die Forderung zu unterstützen, wer länger einzahlte, soll auch länger Unterstützung bekommen! Diesen Automatismus haben wir hier in unseren Gehaltspyramiden eingeführt, aber er ist nicht zwangsläufig.
Will man älteren arbeitslosen Arbeitnehmern etwas gutes tun, so könnte man z.B. den Kündigungsschutz ab 55 abschaffen oder extrem lockern. Das ist einer der Gründe, warum kaum eine Firma jemand über 50 einstellt - denn er ist ab 55 fast unkündbar, nur mit teuren Abfindungen. Also werden bei Bewerbungen alle Leute über 50 aussortiert, da man diesen Kündigungsschutz umgehen will. Defakto wird der Schutz also gar nicht gelebt, sondern umgangen. Er stellt sogar eine Gefahr für ältere AN dar, da man bei Kündigungen noch mal schnell die Leute bei 53/54 "abschiesst", solange es noch geht. Also bedroht der Schutz sogar die Leute zwischen 50 und 55 überdurchschnittlich.
Aber ich würde solche Dinge nicht über Höhe/Dauer des Arbeitslosengelds versuchen regeln zu wollen.