[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten


  • Mod

    Der hier gefällt mir auch gut:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,315048,00.html

    Ok, die Überschrift lautet "Polemik". Schon klar.



  • F98 schrieb:

    - meine Mutter hat glücklicherweise eine Arbeit als Reinigungskraft für gigantische 3,50€/h gefunden, bei der sie sich im Monat ca. 130€ dazu verdient
    - durch das ALG II wird dieser Verdienst soweit angereichnet, dass Ihr davon theoretisch 24€ im Monat übrig bleiben. Wozu sollte meine Mutter also noch arbeiten gehen? Sie kommt besser, wenn sie zu Hause bleibt und bloß die 298€/Monat ALG II kassiert.

    Soweit ich die Pläne verstanden habe, wobei ich natürlich auch falsch liegen kann, ist eines der Ziele gerade die Verbesserung von Hinzuverdienstmöglichkeiten. Daher würde es mich sehr wundern, wenn das, was Du da geschrieben hast, richtig wäre.

    Unabhängig davon, wer von uns nun falsch liegt, zeigt dieses Beispiel daß viele (in diesem Punkt mindestens Du, ich, oder gar wir beide) nicht richtig informiert sind...



  • Wenn das wirklich so stimmt gehe ich auch nicht arbeiten.
    Gibts da nicht eine Höchstgrenze beim AG.
    In Österreich ist das ca. 1000 €.
    Wie kann er 1200 bekommen.
    Das verdienen viele nichtmal obwohl sie 40 Stunden arbeiten und sogar 120 km (einfache Fahrt insg. 240 km) am Tag in die Arbeit fahren.

    Habe ich mit meiner Frau 1500 € netto im Monat dann arbeite ich auch nicht mehr.



  • Ich befürchte das stimmt so, weil für die Berechnung der Höhe der derzeitigen Arbeitslosenhilfe die Höhe des letzten Gehalts herangezogen wird. Einer der Gründe warum ich es für sinnvoll und absolut notwendig halte hier etwas zu ändern!


  • Mod

    Unix-Tom schrieb:

    Wenn das wirklich so stimmt gehe ich auch nicht arbeiten.
    Gibts da nicht eine Höchstgrenze beim AG.

    Gibt es. Aber nur durch die Berechnung, nicht als Einzelbetrag.

    Bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt. Das sind zur Zeit 61800 EUR pro Jahr, bzw. 5150 EUR pro Monat.

    Das ist die maximale Bemessung des Brutto-Gehalts.

    AG wird (z.Zt.) nun bezahlt mit 60% des letzten Nettogehalts (67% bei vorhandenen Kindern).

    Also, maximal kommt man daher bei 5150 EUR brutto netto ungefähr auf Auszahlung 2673,84 € (Quelle: http://www.dak.de/content/dakprfirmenservice/bruttonettorechner.html )

    Das ist das Nettogehalt. Davon 60% sind EUR 1603,- als maximales AG pro Monat.



  • Mit 1600€ AG / Monat käme er dicke hin. Die Sache an der lustigen Polemikgeschichte ist aber die, das es so aussieht als ob pauschal alle Zonis 1600€ Arbeitslosengeld bekommen und zu faul sind > 100km entfernt neue Arbeit zu suchen.

    Der Text ist von einem Idioten geschrieben worden der NULL Ahnung hat was bei uns im Randgebiet abgeht.

    Dass die "fleißigen" Polen unterbezahlte Knochenjobs, meist ohne Versicherung, auf sich nehmen, die Familie in Polen wesentlich geringere Lebenshaltungskosten hat und von dem in D verdienten Geld auch nicht soviel über bleibt schreibt niemand.

    Außerdem, wieviele hunderttausende Ostdeutsche sind denn seit der Wiedervereinigung in den "Westen" gezogen? Wieviele tausende Jugendliche machen ihre Lehrausbildung im Westen?

    Bei uns gibt es faktisch nur noch Rentner und Jugendliche bis 16 (Schüler). DER REST IST WEG RICHTUNG WESTEN (Dresden, Leipzig, Bayern, BW). Viele Pendeln am WE bis zu 600km/Strecke nur um mal ihre Familie zu sehen und was an ihrem Häusle zu bauen. Sowas zehrt an der Substanz und es ist absolut verständlich das die Leute darauf einfach keinen Bock haben.

    Hier in der Zone gibt es nicht viele Ballungszentren, wo man angemessen Geld verdienen kann. Also bleibt häufig nur die "Flucht" Richtung Westen für 2/3 des Lohnes eines West-Arbeiters. Und das sich die Westler dann aufregen, dass die Ossis ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen ist nur allzuverständlich. Das selbe passiert auch bei uns, bloß hier sind es die Bulgaren und Polen.



  • F98 schrieb:

    ... Die Sache an der lustigen Polemikgeschichte ist aber die, das es so aussieht als ob pauschal alle Zonis 1600€ Arbeitslossengeld bekommen und zu faul sind > 100km entfernt neue Arbeit zu suchen.

    Nein, so sieht es überhaupt nicht aus. In der Geschichte heißt es doch ganz deutlich "Der Mann war Ingenieur"! Es wird doch wohl niemand auf die Idee kommen eine Mehrheit von Arbeitslosenhilfeempfängern für Ingenieure zu halten.



  • Nö, so sehe ich das nicht. Zwischen den Zeilen interpretiere ich, dass selbst die Zonen-Ingeneure zu doof/faul sind sich neue Arbeit zu suchen.



  • @F98
    nö ich würde sagen da steht nur:

    Sei I-DDR die Menge aller Ingenieure in Dunkeldeutschland. Es existiert mindestens ein i Element I-DDR für das gilt: "ist zu doof/faul sich neue Arbeit zu suchen" 😃

    PS: Um dem vorzubeugen... Ja ich bin zu doof/faul Latex zu benutzen...



  • @F98
    Jeder kann interpretieren wie er will, diskutieren läßt sich auf dieser Basis aber weniger gut (weil andere, wie Windalf oder ich, zuweilen ganz anders interpretieren). Daher versuche ich es mal mit einer Frage:

    Findest Du es in Ordnung, wenn es reicht, ein Jahr zu arbeiten um bis zur Rente 53% des letzten Nettogehalts zu bekommen?

    In den meisten Fällen stört das sicher nicht weiter. Aber das gilt eben auch für Leute mit (ehemals) überdurchschnittlichem Einkommen. Das führt dazu daß manch einer mehr als 40h pro Woche arbeiten muß und am Ende weniger hat als andere, die - weil sie irgendwann einmal gut verdient haben - mehr Geld bekommen ohne dafür zu arbeiten!

    Abgesehen davon, daß sowas wenig motivieren ist, wie soll das auf Dauer finanziert werden? Ohne daß diejenigen, die arbeiten, noch weniger für ihre Arbeit bekommen, wodurch sich ihre Arbeit noch weniger lohnt?

    Und, um gewissen Interpretationen zuvorzukommen, ich mache hier keine Aussage über Arbeitslosenhilfeempfänger...



  • ThAlb schrieb:

    @F98
    Jeder kann interpretieren wie er will, diskutieren läßt sich auf dieser Basis aber weniger gut (weil andere, wie Windalf oder ich, zuweilen ganz anders interpretieren).

    Sicherlich.

    ThAlb schrieb:

    Findest Du es in Ordnung, wenn es reicht, ein Jahr zu arbeiten um bis zur Rente 53% des letzten Nettogehalts zu bekommen?

    Nein. Man sollte anteilig wie man gearbeitet hat eine gewisse Zeit Unterstützung bekommen. Deine Frage spricht nämlich auch folgendes Problem an: Jemand hat 20Jahre gearbeitet und immer schon eingezahlt und bekommt nur max. 18 Monate ALG. Das finde ich auch unfair.

    ThAlb schrieb:

    Abgesehen davon, daß sowas wenig motivieren ist, wie soll das auf Dauer finanziert werden? Ohne daß diejenigen, die arbeiten, noch weniger für ihre Arbeit bekommen, wodurch sich ihre Arbeit noch weniger lohnt?

    Tja, Teufelskreis. Da läßt sich nur mit Schaffung neuer Arbeitsplätze rauskommen, denn die alten wurden ja in der Ära Kohl wegrationalisiert. Der kleine Mann (> 50Jahre), der in die Fabrik gerannt ist muss es jetzt ausbaden obwohl er nichts dafür kann. Das ist das was die Leute hier so ankotzt, deswegen sind sie so wütend und habe keinen Bock mehr. Weil sie immer nur auf die Schnautze bekommen.



  • Nein. Man sollte anteilig wie man gearbeitet hat eine gewisse Zeit Unterstützung bekommen. Deine Frage spricht nämlich auch folgendes Problem an: Jemand hat 20Jahre gearbeitet und immer schon eingezahlt und bekommt nur max. 18 Monate ALG. Das finde ich auch unfair.

    problem bei solchen regelungen ist halt das dann von vornherein klar ist, das dies zum früher in den Ruhestand gehen genutzt wird.
    Der Charakter einer Versicherung und die Idee dabei das nur kurzfristig gezahlt wird so lange man arbeitslos ist, geht dabei verloren. Ursprünglich war das ja dafür gedacht das man halt wenn man den Job wechselt mal ein paar monate überbrücken kann ohne gleich strasse fegen zu müssen. Heute läuft das ja anders. Einige beziehen daraus ohne ende und die die es eigentlich beziehen sollten (also gerade diejenigen die mal 3 monate unverschuldet leerlauf haben) werden genötigt irgendwelche dummen jobs zwischendurch zu machen...

    aber prinzipiell stimme ich dir zu das die maximale bezugsdauer stärker an die einzahlungsperiode angepasst werden sollte...


  • Mod

    Windalf schrieb:

    aber prinzipiell stimme ich dir zu das die maximale bezugsdauer stärker an die einzahlungsperiode angepasst werden sollte...

    Das ist keine so gute Idee.

    Es gibt eine gewisse Diskussion bei den Gehaltstheoretikern, daß es eigentlich unlogisch ist älteren Arbeitnehmern mehr Geld zu zahlen als den Jüngeren - ich spreche hier vom Gehalt. Normal ist, daß man ein Gehalt bekommt, daß doch letztlich am Alter hängt. Gesellschaftlich gesehen ist das eher unlogisch, da man sich zu Beginn seines Berufslebens viele Dinge anschaffen muß/will, während der Bedarf für statische Installationen mit zunehmender Zeit eher abnimmt. Betrachtet man den Investitionsbedarf von Familien, stellt man am Anfang des Berufslebens einen Peak fest und mit zunehmendem Alter nimmt das ab.

    Das ist durchaus ein Problem, daß ein Neuling im Berufsleben vielleicht ein Jahr arbeitet, arbeitslos wird und dann mit leeren Händen dasteht. Spargeld steht noch nicht zur Verfügung, und und. Ältere Arbeitnehmer hatten den Vorteil, hier schon vorzubauen. Es ist also nicht zwangsläufig die Forderung zu unterstützen, wer länger einzahlte, soll auch länger Unterstützung bekommen! Diesen Automatismus haben wir hier in unseren Gehaltspyramiden eingeführt, aber er ist nicht zwangsläufig.

    Will man älteren arbeitslosen Arbeitnehmern etwas gutes tun, so könnte man z.B. den Kündigungsschutz ab 55 abschaffen oder extrem lockern. Das ist einer der Gründe, warum kaum eine Firma jemand über 50 einstellt - denn er ist ab 55 fast unkündbar, nur mit teuren Abfindungen. Also werden bei Bewerbungen alle Leute über 50 aussortiert, da man diesen Kündigungsschutz umgehen will. Defakto wird der Schutz also gar nicht gelebt, sondern umgangen. Er stellt sogar eine Gefahr für ältere AN dar, da man bei Kündigungen noch mal schnell die Leute bei 53/54 "abschiesst", solange es noch geht. Also bedroht der Schutz sogar die Leute zwischen 50 und 55 überdurchschnittlich.

    Aber ich würde solche Dinge nicht über Höhe/Dauer des Arbeitslosengelds versuchen regeln zu wollen.



  • Servus,

    es ist schon ziemlich imponierend wie der Name des Personalchefs von VW zum Synonym für sozialen Abbau und (vermeintliche) Ausbeutung der Arbeiterschicht geworden ist.
    Eins ist klar, es kann nicht so weitergehen wie bisher, die Sozialsysteme sind überlastet, die Steuern zu hoch, die Konjunktur stagniert( 0.5% sind kein Aufschwung, 2.5% - 3% sind nötig für neue Arbeitsplätze) und der Schuldenzähler des Bundes der Steuerzahler wird demnächst einen BufferOverflow erleben.
    Also muss sich was ändern, und dass das nicht ohne Opfer geht ist auch logo. Bei der Gesundheitsreform haben zu Beginn auch alle geschrien (nicht so laut, zugegebenermaßen) aber wie sich jetzt rausstellt greift sie. Die Kassen machen Gewinn, wenn erstmal Schulden aus vergangen Zeiten abgebaut werden gibt's auch Beitragssenkungen. Komischerweise muss man sich jetzt nicht wegen jedem wehwechen krankschreiben lassen, der Arzt wird vermieden wenn's geht. Und es wirkt.

    Dass die Arbeitsmarktreform noch einschneidender wird ist auch offensichtlich, hier geht es nicht nur um Hustentabletten, sondern in vielen Fällen schlicht und ergreifend um die Existenz von Familien. Der Dipl. Ing. mag zwar nicht gerne als Hausmeister arbeiten, aber er muss es ab jetzt eben. Gefällt mir ausgesprochen gut. Warum sollte der was besseres sein nur weil seine Eltern genug Asche hatten ihn durch's Studium zu schleusen? (Ja, ich weiß, es gibt auch vergleichsweise mittellose Studenten die es ohne Bonzen-Eltern schaffen, die haben Respekt verdient!)
    Es ist ehrliche Arbeit, man hat etwas geleistet und kann stolz auf sich sein. Diese Gefühl vermittelt kein Arbeitslosengeld der Welt.

    Aber grundsätzlich finde ich die Abkehr vom Wohlfahrtsstaat die richtige Wahl, ich sehe es nicht ein dass ich jemanden der nicht arbeiten will mit meinen Steuergeldern ein schönes, fettes Leben mit finanziere. Sicher, es gibt auch Arbeitslose die wollen, können aber nicht, sind auch in der Mehrzahl, aber es kann nicht sein dass man 5 Jahre arbeitslos ist. Wenn ich arbeitslos werden würde (bin ja Abiturient, von dem her gesehen nehmen wir an ich wäre Arbeitnehmer) würde ich nach einem hablen Jahr erfolgloser Jobsuche eben überregional suchen um etwas zu finden. Muss denn der Steuerzahler dafür zahlen weil ich nicht umziehen will?
    Ach, ich musste das auch schon in Kauf nehmen als meine Eltern wegen Arbeit umgezogen sind, ich weiß von was ich rede, wir haben's nicht bereut.
    Gerade für junge Menschen bietet sich hier die Chance (oder Zwang) in ganz Deutschland arbeiten zu können (oder müssen). Dass es für den Familienvater nicht gerade einfach ist umzuziehen, verstehe ich auch, aber da muss er wohl durch.

    Die neuen Bundesländer wird es erwartungsgemäß härter treffen als die alten. Man hätte die ehem. DDR zu einem Sonderwirtschaftsgebiet unabhängig von der BRD erklären sollen und sie erst nach und nach wenn der wirtschaftliche Erfolg eintrifft "anschließen" sollen. Aber das ist pasé. Einfach Geld reinzuschießen bringt nichts, das kommt nicht an.
    Auf alle Fälle ist die Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern höher als im Westen weil eben die DDR immer noch ihre Spuren hinterlässt. Da bringt alles Geld der Welt nichts (Wie viel haben wir nochmal in die neuen Bundesländer gepumpt?)
    (Die Assoziation "Montagsdemos" halte ich für eine Verhöhnung des Freiheitsgedankens der mutigen Demonstranten von 1989)

    Kurze Frage: WIE ZUM TEUFEL KÖNNEN DIE DEUTSCHEN DEN SOZIALISMUS NUR FÜR EINE GUTE IDEE HALTEN, NUR SCHLECHT AUSGEFÜHRT? HABT IHR ETWA SCHEISSE (Sorry) IM HIRN? Und dann auch noch die Ostdeutschen (75% Zustimmung), die jahrzehntelang unter den Sozialisten gelitten haben?
    Manchmal glaube ich ihr habt's nicht anders verdient, das grenzt schon richtig an komplette Gestörtheit. (Warum kehren wir nicht wieder zum Kaiserreich zurück, oder besser: zu den kleinen braunen Männchen?)

    Man muss das mal aus der Westdeutschen Perspektive betrachten: Jeder Deutsche hat Anspruch auf Rente, Arbeitslosengeld usw., auch wenn er wie die Menschen in den neuen Ländern nichts oder nur sehr wenig einbezahlt haben. Dass die Kassen überlastet sind ist ja wohl klar, wenn man mehr rausnimmt als reingeht kann das nichts werden.
    Und das beste daran, die oben erwähnten Menschen sehen es als selbstverständlich an das Geld zu erhalten. Klar, sie können nichts dafür von den Sowjets besetzt worden zu sein und auch für die DRR sind sie nicht verantwortlich zu machen, aber wir schon dreimal nicht. Aber ich weiß, irgendjemand ist immer der Dumme an einer Situation.
    Und jetzt, da der deutsche Staat bröckelt (eigentlich seit 15 Jahren) schreien sie woher denn das jetzt komme und was mit ihrem Geld sei. Tja, jetzt ist eben Selbstversorgung angesagt.

    Die Amis würden nach einem System das wir gerade ansteueren lechzen, wenn bei denen einer arbeitslos wird und nicht vorgesorgt hat, privat wohlgemerkt, dann interessiert das NIEMAND. Und wisst ihr was, die können sich damit arrangieren und auch ich kann mich mit diesem Gedanken anfreunden, ich würde es bei uns auch so machen. Sind wir denn alle kleine Kinder die dem deutschen Staat sofort ans Bein pissen wenn's mal nicht so läuft oder sind wir erwachsene, selbstständige Menschen die für sich selber sorgen können? (Mir drängt sich gerade der Begriff Blutsauger auf)
    Dass man seinen Lebensstandard sichern will ist verständlich, aber ohne selbst was dafür zu tun? Ihr wisst was passiert wenn man Kinder ohne Gegenleistung mit Kohle und Geschenken zumüllt?! Genau, die werden richtig ungezogen.
    Denkbar für mich wäre eine Übergangsleistung für eine kurze zeit (6 Monate) um Betroffene kurzfristig zu unterstützen, in extremen Fällen verlängerbar, aber auch nicht mehr.

    Die Arbeitsmarktreform setzt nunmal an dem Gedanken an die Menschen wollten nicht arbeiten, man hätte sie vielleicht eher nach "Wie schaffe ich effektiv Arbeitsplätze, vermeide Bürokratie und gestalte das Ökonomische Leben flexibler?" ausrichten sollen.
    Aber das kann ja noch kommen, wichtig ist dass der Anfang gemacht wurde.
    Ich kann nur eins sagen, wir brauchen die Reformen, unbedingt, nur das kann uns vor einem (theoretischen, ein Staat kann nicht bankrott gehen) Staatsbankrott retten. Endlich finden wir den Mut dazu, lieber jetzt was tun als später hinterherschauen. Die Arbeitsmarktreform schneidet tief und fest, aber irgendwo müssen wir beginnen, auch wenn's wehtut. Da muss jeder Opfer bringen, das ist meiner Meinung nach Solidarität.
    Und wenn wir uns die Europäischen Nachbarländer anschauen, Belgien, Niederlande oder Irland, die haben's auch so gemacht und bei denen hilft's.
    Schließlich hatte Spanien mitte der 90er eine Arbeitslosenquote von über 20%, die konnten sie deutlich senken und haben auch einen vernünftigen Aufschwung, und bei denen wären Reformen wie die Agenda 2010 ein Schritt nach vorne! Dort gibt's nämlich deutlich schlechtere Sozialsysteme.

    Bye



  • GPC schrieb:

    Eins ist klar, es kann nicht so weitergehen wie bisher, die Sozialsysteme sind überlastet, die Steuern zu hoch, die Konjunktur stagniert( 0.5% sind kein Aufschwung, 2.5% - 3% sind nötig für neue Arbeitsplätze) und der Schuldenzähler des Bundes der Steuerzahler wird demnächst einen BufferOverflow erleben.

    das is auch immer so ein argument, das einfach so in den raum gestellt wird, und das is dann halt so.
    dazu mal ne frage: was ist das wirtschaftswachstum eigentlich? was wächst denn da genau? und warum entstehen dann dadurch (mehr oder weniger) neue arbeitsplätze?!?

    GPC schrieb:

    Die Kassen machen Gewinn, wenn erstmal Schulden aus vergangen Zeiten abgebaut werden gibt's auch Beitragssenkungen.

    wers glaubt, wird selig, und wer nicht, der kommt auch noch in den himmel...

    GPC schrieb:

    Kurze Frage: WIE ZUM TEUFEL KÖNNEN DIE DEUTSCHEN DEN SOZIALISMUS NUR FÜR EINE GUTE IDEE HALTEN, NUR SCHLECHT AUSGEFÜHRT? HABT IHR ETWA SCHEISSE (Sorry) IM HIRN? Und dann auch noch die Ostdeutschen (75% Zustimmung), die jahrzehntelang unter den Sozialisten gelitten haben?

    nur waren das leider keine sozialisten- wenn du das glaubst, hast du keine ahnung, was sozialismus ist.

    GPC schrieb:

    Man muss das mal aus der Westdeutschen Perspektive betrachten: Jeder Deutsche hat Anspruch auf Rente, Arbeitslosengeld usw., auch wenn er wie die Menschen in den neuen Ländern nichts oder nur sehr wenig einbezahlt haben. Dass die Kassen überlastet sind ist ja wohl klar, wenn man mehr rausnimmt als reingeht kann das nichts werden.

    auf dieses argument bekomme ich als antwort, auch in der ddr habe es sozialversicherungen gegeben, und deswegen seien die ossis auch leistungsberechtigt gegenüber den westversicherungen.

    GPC schrieb:

    Denkbar für mich wäre eine Übergangsleistung für eine kurze zeit (6 Monate) um Betroffene kurzfristig zu unterstützen, in extremen Fällen verlängerbar, aber auch nicht mehr.

    und warum ist das für dich denkbar? weil du noch bei mami zuhause wohnst und überhaupt keine ahnung hast, was das bedeutet- für sich selbst zu sorgen, pleite zu sein o. ä.

    GPC schrieb:

    Die Arbeitsmarktreform setzt nunmal an dem Gedanken an die Menschen wollten nicht arbeiten, man hätte sie vielleicht eher nach "Wie schaffe ich effektiv Arbeitsplätze, vermeide Bürokratie und gestalte das Ökonomische Leben flexibler?" ausrichten sollen.

    es ist wie bei der gesundheitsreform: weggenommen wird das geld sofort, der ausgleich kommt dann halt "irgendwann". kein wunder, das manche sich verarscht vorkommen.

    GPC schrieb:

    Ich kann nur eins sagen, wir brauchen die Reformen, unbedingt, nur das kann uns vor einem (theoretischen, ein Staat kann nicht bankrott gehen) Staatsbankrott retten.

    gut, daß wir mit 1,4 bio. € noch nicht bankrott sind- was ist denn dann eigentlich bankrott?!?
    im übrigen sagt der sparminator selber, daß durch die arbeitsmarktreformen erstmal mehr geld ausgegeben wird- also nix mit "retten vor bankrott".

    GPC schrieb:

    Da muss jeder Opfer bringen, das ist meiner Meinung nach Solidarität.

    hm? toll, und wer bringt alles keine opfer? schon mal darüber nachgedacht?

    GPC schrieb:

    Und wenn wir uns die Europäischen Nachbarländer anschauen, Belgien, Niederlande oder Irland, die haben's auch so gemacht und bei denen hilft's.
    Schließlich hatte Spanien mitte der 90er eine Arbeitslosenquote von über 20%, die konnten sie deutlich senken und haben auch einen vernünftigen Aufschwung, und bei denen wären Reformen wie die Agenda 2010 ein Schritt nach vorne! Dort gibt's nämlich deutlich schlechtere Sozialsysteme.

    genau! je schlechter die sozialsysteme, desto sozialer der staat. *lol*



  • witschaftswachstum bedeutet steigende Erträge bei den Betrieben und damit auch mehr steuereinnahmen für den Bund. Stichwort BIP (Summe aller Dienstleistungen...)

    nur waren das leider keine sozialisten- wenn du das glaubst, hast du keine ahnung, was sozialismus ist.

    was waren's dann? Heilsbringer vom Mars?

    nur waren das leider keine sozialisten- wenn du das glaubst, hast du keine ahnung, was sozialismus ist.

    ja, und die waren auch bis zum rand gefüllt, oder?

    Denkbar für mich = meiner Meinung nach. was hat das mit dem zu tun ob ich daheim wohne, ich bekomme trotzdem nicht alles in den Arsch geschoben!

    gut, daß wir mit 1,4 bio. € noch nicht bankrott sind- was ist denn dann eigentlich bankrott?!?

    Vielleicht willst du's nicht kapieren: Kommunen, Städte, Länder oder auch der Bund können nicht bankrott gehen!

    genau! je schlechter die sozialsysteme, desto sozialer der staat. *lol*

    nein, aber die können auch ohne Wohlfahrtsstaat leben. Ach, wie war das noch in der DDR?



  • @scrub
    na, auf einem kleine Kreuzzug gegen die FDP, bzw. seiner künftigen Wähler 😃

    Die Kassen machen Gewinn, wenn erstmal Schulden aus vergangen Zeiten abgebaut werden gibt's auch Beitragssenkungen.

    daran glaub ich auch nicht, ich wäre schon mit konstant bleibenden beiträgen zufrieden...

    Vielleicht willst du's nicht kapieren: Kommunen, Städte, Länder oder auch der Bund können nicht bankrott gehen!

    die haben ja im notfall noch die Inflationskeule zur Schuldensregulierung, wobei das jetzt durch den Euro natürlich erschwert ist 😃



  • GPC schrieb:

    Wie viel haben wir nochmal in die neuen Bundesländer gepumpt?

    Überlege mal wieviel davon wieder zurückgeflossen ist. Die Angliederung der DDR hat doch die Kacke, die jetzt am dampfen ist noch 10 Jahre rausgezögert.

    GPC schrieb:

    Die Assoziation "Montagsdemos" halte ich für eine Verhöhnung des Freiheitsgedankens der mutigen Demonstranten von 1989

    Was wäre anders, wenn die Demo Dienstagsdemo oder Sonnabenddemo heißen würde?

    GPC schrieb:

    WIE ZUM TEUFEL KÖNNEN DIE DEUTSCHEN DEN SOZIALISMUS NUR FÜR EINE GUTE IDEE HALTEN, NUR SCHLECHT AUSGEFÜHRT? HABT IHR ETWA SCHEISSE (Sorry) IM HIRN? Und dann auch noch die Ostdeutschen (75% Zustimmung), die jahrzehntelang unter den Sozialisten gelitten haben?

    Sozialismus scheitert am Egoismus der Menschen selbst. Sozialistmus wird NIEMALS durchsetzbar sein. Das wissen wir jetzt. Keiner in D will Sozialismus. Wo hast Du denn diese Aussage her?

    und wieso stimmen überhaupt 75% der Ostdeutschen zu? So'n Quark.

    GPC schrieb:

    Manchmal glaube ich ihr habt's nicht anders verdient, das grenzt schon richtig an komplette Gestörtheit. (Warum kehren wir nicht wieder zum Kaiserreich zurück, oder besser: zu den kleinen braunen Männchen?)

    Klar. Am Besten das Staatsgebiet der ehem. DDR wird wieder an Polen angegliedert, da hat die BRD rucki-zucki 16 Mio. Nörgler weniger auf der Tasche und eine strahlende Zukunft vor sich.



  • F98 schrieb:

    Die Angliederung der DDR hat doch die Kacke, die jetzt am dampfen ist noch 10 Jahre rausgezögert.

    Na das ist doch mal eine neue Theorie - zumindest für mich! Ich bin gespannt ob sich hier noch jemand findet der der zustimmt...?



  • GPC schrieb:

    Wie viel haben wir nochmal in die neuen Bundesländer gepumpt?

    Wer hat das Geld zum Großteil abgegriffen?
    Wieviele Westfirmen sind denn nach der Wende gekommen, haben die Kohle abgefasst, die Zeitspanne für die Rückzahlung verstreichen lassen und dann die Ostfirma in den Ruin gewirtschaftet?
    Hast Du Dich mal über gewissen Sachen aus der Wendezeit informiert oder bist Du auch nur so ein Dummschwätzer, der sagt die Ossis sind an allem Schuld?
    Erst denken dann schreiben!

    GPC schrieb:

    Und dann auch noch die Ostdeutschen (75% Zustimmung), die jahrzehntelang unter den Sozialisten gelitten haben?
    Manchmal glaube ich ihr habt's nicht anders verdient, das grenzt schon richtig an komplette Gestörtheit. (Warum kehren wir nicht wieder zum Kaiserreich zurück, oder besser: zu den kleinen braunen Männchen?)

    Das ist muss man nicht kommentieren, es ist so schon lächerlich genug!


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