persönliche Frage an die Berufserfahrenen *wichtig für...
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...mich
*Erst mal Hallo in die Runde, ich war ja lange nicht hier, wahrscheinlich kennt mich auch eh keiner. Aber ich plage mich seit einiger Zeit mit einer wichtigen Entscheidung, die hier vielleicht doch ein passendes Publikum findet. Hoffe ich zumindest.
Also mal kurz zu meiner Situation:
Ich bin Mitte 30, also nicht mehr ganz taufrisch
, habe ein naturwissenschaftliches Diplom, welches mittlerweile mangels Berufserfahrung in den letzten Jahren so gut wie unbrauchbar ist und arbeite seit einigen Jahren als Programmierer(in). Das ist auch mein "Traumjob".
Nun bin ich aber 100% Quereinsteiger, habe keinerlei Abschluß auf diesem Gebiet. Bekanntermaßen sind das die Leute, die als erste gegangen werden, wenn es irgendwo eng wird...
So nebenbei habe ich noch drei Kinder, die auch versorgt sein wollen.
Mein Mann steht jobmäßig noch schlechter da als ich, ist schon über zwei Jahre arbeitslos. Im wesentlichen schaffe ich also das Geld ran und ob sich das noch mal ändern kann, ist eher zweifelhaft.
Im Moment bin ich im Babyjahr und habe also (zu?) viel Zeit zum Nachdenken
.Schon lange trage ich mich mit dem Gedanken, ein Fernstudium Informatik "hinterherzuschieben", um meine praktischen Fähigkeiten auf irgendein theoretisches Fundament zu stellen. Und um einen "Schein" zu haben, der ja hierzulande extrem wichtig ist.
Aber schon ebensolange schreckt mich der Aufwand (und die Kosten) ab.
Ich drehe mich im Kreis:
Auf der einen Seite denke ich, daß ich langfristig, also vielleicht in 10 Jahren, nur mit Diplom eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben werde.
Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, mich komplett zu übernehmen.Nun die Fragen an diejenigen unter Euch, die schon einige Jahre im Beruf hinter sich haben:
Wie wichtig ist eine offiziell abgeschlossene Ausbildung?
Wie hoch ist der Stellenwert von Berufserfahrung, wenn sich gleichzeitig 10 frisch von der Uni entlassende Diplom-Informatiker bewerben?
Werde ich als Quereinsteiger, weiblich, mit Kindern, auf dem Jobmarkt der Zukunft als Programmierer noch Chancen haben können?
Falls jemand damit Erfahrung hat: ist der Aufwand für ein Fernstudium z.B. in Hagen neben dem Job machbar oder renne ich einem Luftschloß hinterher?
Alle diese Fragen bespreche ich natürlich auch in meinem Freundeskreis. Aber ein Koch oder Chemiker kann sich in diese besondere Lage nicht wirklich reinversetzen.
Über Eure Anregungen würde ich mich freuen!
Bini
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mit kindern seh ich da relativ schwarz für dich

die arbeitgeber wollen leute die mal ne nachtschicht einlegen wenn was im argen liegt, aber eine mutter wird das wohl nicht so einfach hinbekommen...
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otze schrieb:
mit kindern seh ich da relativ schwarz für dich

die arbeitgeber wollen leute die mal ne nachtschicht einlegen wenn was im argen liegt, aber eine mutter wird das wohl nicht so einfach hinbekommen...Ohje, das riecht aber nach Flame. Sie arbeitet doch auch jetzt schon, bzw. hat bis vor kurzem noch gearbeitet, so wie ich das verstanden habe. Wenn sie aber mehr Geld nach Hause bringt als ihr Mann, wäre es ja nun nicht unwahrscheinlich, dass er sich um die Kinder kümmert.
Zum Thema Fernstudium gibts hier nen Thread:
http://www.c-plusplus.net/forum/viewtopic.php?t=84715Da werden auch die Kosten für ein Zweitstudium angesprochen. Berufserfahrung ist imho schon sehr sehr wichtig und da du die ja bereits hast, ist das auch jeden Fall schonmal ein Riesenvorteil. Ich denke auch, dass die Leute, die bereits Fuß gefasst haben, so viel nicht zu befürchten haben, aber Leute (so wie ich), die jetzt einen Einstieg finden müssen, es extrem schwer haben.
Wie wichtig ist eine offiziell abgeschlossene Ausbildung?
Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir aussah: In meiner Ausbildungsklitsche waren genau 2 Leute, die etwas hatten: Eine war Dipl. Informatiker und der andere ware Industriekaufmann. Die anderen waren alle Quereinsteiger.
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was für ein diplom ist es denn? wenns chemie, physik, mathe oder ingenieur ist, seh ich überhaupt keine schwierigkeiten. das informatikstudium halte ich nicht für wirklich notwendig. bei mir in der abteilung arbeiten 2 mathematiker und 2 physiker, und alle programmieren, genau wie die informatiker. nur der dipl-inf macht keinen guten programmierer. es ist im gegensatz glaube ich sogar besser, wenn du gut programmieren kannst und statt dem inf einen phys oder math hast.
statt dem info studium rate ich dir, dass du dich lieber wieder mit deinem thema (wo du diplom gemacht hast) vertraut machst, und vielleicht deine programmierkentnisse nicht vergisst. mit beidem kann man sich glaub ich rect gut bewerben. etwas berufserfahrung als programmierer(in) haste ja. vielleicht bei der bewerbung in betracht ziehen, welches fach es ist. also als chemiker vielleicht nicht in röntgentechnik und vice versa.
das einzige problem könnte vielleicht sein, dass du örtlich gebunden bist (aufgrund deiner familie). es engt deinen bewerbungsraum (örtlich) ein. wenn du da etwas flexibler sein kannst, dann denk ich solltest du schon wieder was finden
nochwas zum quereinsteiger: programmieren ist eine nicht allzu schwer zu lernende handwerkskunst. das was du dir im studium erarbeitet hast, ist viel mehr wert. also seh den quereinsteiger höchstens auf die fachrichtung aber nicht aufs programmieren.
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Korbinian schrieb:
was für ein diplom ist es denn?
...statt dem info studium rate ich dir, dass du dich lieber wieder mit deinem thema (wo du diplom gemacht hast) vertraut machst
...das einzige problem könnte vielleicht sein, dass du örtlich gebunden bistBiochemie. Dahin kann und will ich aus verschiedenen Gründen nicht zurück.
Dieses Diplom ist jetzt nicht mehr wirklich hilfreich. Ich möchte eher branchenneutral bleiben/werden.Ich bin sogar extrem örtlich gebunden und dazu noch in dem Bundesland, wo es kaum eine Gegend mit unter 20 % Arbeitslosen gibt. Hier ist jobmäßig einfach - nichts

Tja, so sieht's aus. Mehr als bescheiden. Aber Sozialhilfe wäre auch keine Alternative.
Bini
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Bini schrieb:
Ich bin sogar extrem örtlich gebunden und dazu noch in dem Bundesland, wo es kaum eine Gegend mit unter 20 % Arbeitslosen gibt. Hier ist jobmäßig einfach - nichts

Darf ich mal so aus neugierde fragen warum? Wenn ich Deine Geschichte so lese, dann ist bisher eigentlich kaum ein vernünftiges Argument für die örtliche Bindung gefallen. Dein Mann ist offensichtlich beruflich nicht örtlich gebunden, Deine Kindern würde ich von der Altersspanne im Bereich bis 10 Jahre ansiedeln. Ohne jetzt die Hintergründe zu kennen, oder aber Deine Motive in Frage stellen zu wollen, würde es für mich eher so klingen, als ob jetzt der ideale Zeitpunkt für Euch wäre, sich örtlich neu zu orientieren.
Gruß Jens
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für die kinder ist das eine qual mit dem alter ihren wohnort verlassen zu müssen...
dazu kommt noch, dass sie ja gesagt hat, sie wäre in der babypause, und so ein kleines ding kann man nicht gut auf eine große reise nehmen

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Ich hab zwar selbst keine Kinder, war aber selbst mal eines, welches viel zu viel durch die Gegend gezogen ist:
Solange die Eltern noch die primären Bezugspersonen sind (ca. <=12 Jahre) ist ein Umzug aus Kindersicht noch relativ einfach. Schwierig wird das mit der Umzieherei erst im Laufe des Prozesses, wo die Abnabelung von den Eltern im Gange ist.
Ach, und was das Baby angeht: So eine Ortsveränderung benötigt Zeit, das ist normalerweise ein Zeitraum von einem halben bis zu einem ganzen Jahr. Nach Ablauf dieses Zeitraumes sollte (korrigiere "ist" - mich hat ja auch keiner gefragt) ein Umzug möglich sein.
Gruß Jens
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Zum Thema Umzug und Kinder:
Ich bin ebenfalls mehrmals umgezogen und das in allen angesprochenen Altersstufen (Säugling, Kindergarten, Grundschule, Teenager). Ich wage jedoch von mir zubehaupten, keine schwerwiegenden, charakterlichen Schäden davon getragen zuhaben. (zu mindest keine die meine Mitmenschen bisher bemerkt haben ;)).
Kinder sind erstaunlich anpassungsfähig. Wichtig ist dabei jedoch der Support der Eltern.
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Sehe ich genauso. Solange die Kinder noch in einem so anhänglichen Alter sind, dürfte das kein Problem sein.
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hi bini
wenn du genaueres über fernuni hagen wissen willst und das informatik studium dort, kann ich dir bei interesse gerne mal eine ausführliche mail schicken.
du wirst vorausichtlich teilzeit machen, sprich: du zahlst mit erststudium 325 euro studiengebühr im semester, neben den anderen unkosten, die aber relativ unrelevant sind.
ich mache bachelor, mein drittstudium, und komme neben der arbeit solala hin.
viel viel arbeit. aber es macht spaß. trotz dem stress.na ja, mehr per mail... so du möchtest.

ps: für dich kommen an der fernuni sicherlich geldlich noch soziale dinge in betracht.. soviel ich mich erinnere, kann man einen antrag auf erlassung des studienbeitrages stellen...müsstest du den asta mal fragen.
pps: obs arbeitsmäßig sinn macht... hmm wir können programmieren, aber informatik ist was ganz anderes.. an der fernuni wirst du nur punktuell programmieren, sondern lernst ganz andere dinge.. spannend.
machs für dich. so das geld und der abend dazu reichen. in der augenblicklichen situation ist alles andere schwer vorhersehbar. ein zugewinn ist es allemal.
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Moin Leute,
vielen Dank erst mal für die Antworten bisher!
Hm, ich merke schon, ich komme nicht drumrum, meine örtliche Gebundenheit etwas näher zu erläutern. Ich wollte mich eigentlich nicht so weit aus dem Fenster hängen, weil meine Kollegen eventuell hier auch lesen. Aber was soll's, ist ja letztlich auch egal und an dem, was ich bisher geschrieben habe, können sie mich auch erkennen.
Der Punkt ist der, das meine beiden großen Kinder einen anderen Vater haben - der wohnt aber gleich um die Ecke und es gibt sehr viele und gute Kontakte zwischen ihnen. Ich werde auf gar keinen Fall umziehen und Kinder und Vater auseinanderreißen. Lieber stell ich mich bei McDoof an die Theke. Ich täte mich schon schwer damit, innerhalb der Stadt umzuziehen - es ist ein enormer Vorteil, wenn auch Grundschulkinder schon zu dem getrennt lebenden Vater ALLEIN laufen können.
@Elise: die anderen Dinge neben dem Programmieren sind es ja, die mir fehlen. Im Moment bin ich da zu sehr Fachidiot. Das verunsichert und verführt mich wahrscheinlich auch manchmal dazu, das, was ich kann, kleiner zu machen, als es ist. Nähere Infos nehme ich gern per Mail entgegen! Meine Mail ist hier hinterlegt.
Die Webseiten der Fernuni Hagen hab ich natürlich schon von vorn bis hinten studiert
Ich könnte wohl auch auf ein Stipendium hoffen, da ich ja im Moment überhaupt kein Einkommen habe.
Anfang der Woche war ich allerdings schon mal sehr sehr traurig, weil es keinen Weg mehr gibt, ins Wintersemester zu kommen - dabei habe ich doch gerade jetzt noch Zeit
@Erhard: Das mit den Seiten hast Du gut beschrieben. Ja, ich komme mir manchmal wirklich wie in einem Gefängnis vor. Die 3. Seite mit dem Nicht-Umziehen steht auf jeden Fall auch. Die 4. ist kein Problem. Mein Mann ist übrigens genau wie ich Programmierer im Quereinstieg - hat aber nicht so die fachliche Breite, die ich habe und ist nun durch die lange Arbeitslosigkeit schon so gut wie weg vom Fenster. Aber minderwertig fühlt er sich nicht mir gegenüber.
Ich habe aber so tagtäglich vor Augen, was mir blühen könnte.Bini
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Bini schrieb:
Biochemie. Dahin kann und will ich aus verschiedenen Gründen nicht zurück.
Dieses Diplom ist jetzt nicht mehr wirklich hilfreich. Ich möchte eher branchenneutral bleiben/werden.Das sind vielleicht ein bißchen viel Wünsche auf einmal.
Nur aus Neugierde, was ist denn an Biochemie schlimmer als an der Theke bei McDonalds? (Ich fasse nur Deine Zitate zusammen)
Biochemie lässt doch zumindest den Bereich Medizintechnik offen, und dort tut sich bzgl. Simulationen und Überwachung im Bereich Embedded Systems bis hoch zu Verwaltungssystemen unheimlich viel.
Das mit der Fernuni ist ja schön und gut, aber Du hast Dein Biochemie Diplom HEUTE. Ein FU-Diplom hast Du in ca. 4 JAHREN.
Programmierung hin oder her, das Diplom ist Deine Trumpfkarte. Du mußt Deine Rolle umdefinieren - Du bist kein Seiteneinsteiger Programmierung. Du bist ein Biochemiker mit Programmierkenntnissen und -erfahrung. Selbstverständlich kannst Du als Naturwissenschaftler Software entwickeln.
Es spielt doch weniger eine Rolle wie Du das persönlich fühlst, sondern wie Du es verkaufst.
Das Problem mit dem Ort hast Du ja auch noch, dann solltest Du nicht auch noch unnötig Deine Erfahrung und Wissen kleinreden.
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Kann @Marc++us nur zustimmen. Programmiere schon seit vielen Jahren ohne einen "Informatiker-Schein". Bin also auch ein "Quereinsteiger" (aus der Gerätetechnik, mit Dipl.-Ing.). Kein Schw... fragt danach was ich studiert habe und keiner will von mir einen Informatiker-Schein. Hauptsache Diplom. Aber was ich da gelernt habe, kann ich bei vielen Projekten ganz gut einsetzten und bin manchmal damit konkurrenzlos vorn.
Vielleicht wäre ein etwas fernerer Arbeitsort die Lösung für Dein "Ortsproblem"? Ich kenne Leute, die pendeln täglich 2 x 2,5 Stunden, allerding bei Teilzeit von 6 Stunden/Tag.
Selber habe ich eine Wegzeit von 2 x 1,6 Stunden/Tag, jedoch Vollzeit.
Geht alles.Blackbird
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Hallo Bini!
Aus meiner alten Firma weiß ich eine Arbeitsvariante, die du sicherlich machen könntest und wo du ortsunabhängig bist:
Du fährst nur zu Besprechungen in die Firma und machst den Rest von zu Hause.Hintergrund: Wir hatten da zwei Damen die mehrere Autostunden weg wohnten und beide kleine Kinder und ein Baby hatten. Diese Damen hat man maximal einmal in der Woche gesehen, sonst wurde telefoniert, Mails geschrieben oder ein Zettel auf den Platz gelegt (ja, eine hatte tatsächlich einen Schreibtisch).
Es ist sicherlich schwer, eine Firma zu finden, die sowas mit macht - aber du könntest ja in ganz Deutschland suchen.

Schlimmer als dass der Tag, wo du hin musst sehr lang ist, kann es doch nicht sein.Ich hoffe sehr, dass sich das mit der Möglichkeit der Fernarbeit sehr bald bessert, denn ich würde das sehr gerne machen können, wenn ich denn mal so weit bin, dass Platz für weitere Familienmitglieder da ist.
(Eigenlich auch schon vorher...)Noch eine Frage: Warum sucht dein Mann nicht "weiter weg"? Wenn er einen gut bezahlten Job findet, wo er am Wochenende zu Hause sein kann - dann ginge das doch auch. Kinder brauchen doch nur eine Person - mir war es jedenfalls egal wer zu Hause war, abgesehen davon, dass Papas Essen nicht schmeckte.

(Mein Freund sucht auch mehrere 100 km von hier nach Jobs - weil die einfach besser sind. Wenn das Geld stimmt, kann man auch damit leben.)Noch eine Idee, die ist aber wirklich nicht ausgegoren:
Wie wäre es, eine kleine Firma zu machen, die im Auftrag entwickelt? Ihr seid beide Entwickler, damit könnte dein Mann die Verträge abschließen (die Reisen machen) und du entwickelst und wenn er zu Hause ist, er auch.
Unser Nachbar macht das neben den Studium her, scheint ganz brauchbar zu klappen...Ich wünsche euch jedenfalls viel Glück.

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IMHO gibt es viele Quereinsteiger.
Ich habe auch Ing. Nachrichtentechnik/Elektronik (Ing. HTL Österreich) und arbeite schon seit nunmehr fast 5 Jahren in der Softwareentwicklung.
Der Vorteil gegenüber eines Dipl Ing Inf. ist die (abgesehen von der Praxis) das man Software in seinem Studiumsbereich entwickeln kann was der Inf. nicht kann da er sich das Gebiet erst aneignen muss.
Es ist zwar schon komplexe Algos berechnen zu können aber von z.B. Elektronik, Berechnung von Teilströmen, etc. hat er keine Ahnung.
Was sollte ein Elektonikkonzern also mit einem INF: wenn er auch jemanden bekommt der aus der Fachrichtung Elektronik kommt.
Genauso ist es bei dir mit Biochemie. Deshalb sehe ich ein Studium Inf. nicht Zielführend da du die 4 -6 Jahre Studiumsdauer lieber mit Praxis nutzen kannst.
Es soll aber Leute geben denen einfach nur das Wissen in diesem Bereich wichtig ist. Wenn Du zu denen gehörst dann studiere Inf.
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Eben, man sollte daher sich nicht als Seiteneinsteiger bezeichnen.
Man ist diplomiert und Softwareentwickler.
Man braucht nur eine Begründung, warum man evtl. nicht in seinem Fachbereich Software macht, sondern z.B. als Biochemiker Bankensoftware macht. Aber das lässt sich im Hinblick auf den Softwareboom der Jahre 1998ff ebenfalls positiv und nachvollziehbar verkaufen.
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Erhard Henkes schrieb:
Seit dem Studienjahr 1999/00 ist die Einschreibung in den Modellstudiengang Bachelor in Informatik möglich. Vollzeitstudierende können diesen Studiengang bereits nach drei Studienjahren (120 SWS) abschließen. Für Teilzeitstudierende verlängert sich die Studiendauer entsprechend. Es handelt sich bei dem Bachelor-Studiengang um ein verkürztes, stark praxisorientiertes universitäres Studium, welches jedoch nicht zur Promotion berechtigt. Im europäischen Ausland ist dieser Studiengang weit verbreitet.
Wie lange braucht man in Teilzeit (in der Broschüre "Heft8" ist von 12 Semester = 6 Jahre die Rede)? Wie läuft das mit der Praxisorientierung? Wird C++ ausreichend berücksichtigt? Wie sieht es mit vor-Ort-Zeiten aus (bei Teilzeit immer schwierig)?
vor ort zeiten sind relativ gering, wie ich schon beschrieb. oft gibt es angebote, die nicht pflicht sind. nur zu den prüfungen muss man hin, logo.
klausuren schreibt man in einer großstadt in der nähe.erhard, warum sollte ein informatik studium wert auf c++ legen? *grins*
da hast du was nicht verstanden.informatik studieren bedeutet eben nicht, programmieren lernen. sondern man lernt etwas darüber ... zusammenhänge, datenstrukturen, technische informatik, theoretische informatik mit ihren automaten, formale dinge, logik, ladida... viel mathematik.
in hagen wird als programmiersprache für ein programmierpraktikum java unterrichtet. kein c++. warum auch. es könnte aber auch c# sein, oder smalltalk.
in der imperativen wird pascal benutzt. auch hier hätte man sich für c entscheiden können. oder was ganz anderes.
eine uni ist sprachenunabhängig. du erlernst eine höchstens, um konzepte zu verstehen.
das konzept objektorientier programmierung könnte total theoretisch ablaufen.darüber ... ausgerechnet c++ zu fordern, diese "nischensprache" *g* wäre zu klein. klar, mir wärs lieb gewesen, na ja, jetzt hatte ich einen fundierten einblick in java, auch nicht schlecht.
aber wie gesagt, im grunde gehts nicht darum, wenn man informatik an einer universität studiert. ich weiß nicht, wie es an einer fh ist. aber die fernuni ist eben eine uni.so long
ps: schreibt man niesche oder nische? google gibt keine auskunft darüber... gibt es beides
