[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten



  • Re-Aktionär schrieb:

    Zieht die Mauer wieder hoch !

    Wir werden die schon dick füttern (mit Einheitswohnung und Einheitshilfe zufrieden stellen).
    Wer flüchtet der sucht wirklich nach Zukunft.
    Es wird keiner mehr geben der auf diese Mauerflüchtlinge schiesst.

    Lasst die Mauer wieder hoch wachsen !

    Aber nun ab ins Bett, der Sandmann war doch schon da!



  • Ingo schrieb:

    Gerade die Bürger in den neuen Bundesländern fallen durch Unzufriedenheit auf.

    Was ist daran so schlimm, wenn man seine Unzufriedenheit zeigt?
    Es sind aber nicht immer nur Menschen aus den neuen Ländern. Beim letzten großen Streik der IG Metall wurden Leute nicht in die Firma gelassen, weil der Streikführer (er war aus den alten Ländern) es nicht zugelassen hat.
    Ich möchte auf keinen Fall jetzt eine harte Ost-West Diskussion anheizen, ich wollte nur mal zeigen, dass es nicht immer so ist wie (leider) viele denken.



  • KlausB schrieb:

    ....nach den ersten Zeilen deineds beitrags dachte ich 😡 😡 😡 😡
    aber wie ich den Beitrag zuende gelesen habe hat sich meine Meinung zu deinem Beitrag um 180° gedreht 🙂
    ....
    Aber im gegenteil zu dir halte ich die bisherigen Leistungen unseres
    Bundeskanzlers (im Bereich Kinder) fuer absolut ungenuegend
    Die grosse Umverteilung (Familien->einzel Personen) hat inzwischen
    Dimensionen angenommen (Binnenmarkt bricht ein) ...

    Marc++us schrieb:

    estartu_de schrieb:

    Zeigt mir den Job, wo es möglich ist, das Kind um 8:00 am Kindergarten abzuliefern und um 16:00 abzuholen. 😞

    Gibt's praktisch nicht.

    Aber das ist eben ein Versagen des Staates... denn diese Versorgung würde wirklich umfassenden Nutzen bringen.

    Private Träger für Kindergärten sind unbezahlbar, da Kinderbetreuung arbeitsintensiv ist - wg der abstrusen Personalkostensituation in Deutschland führt das aber zu nicht tragbaren Kosten für den Einzelnen. Der Staat verhindert durch die hohe Kostenbelastung also private Angebote und stellt selbst keine zur Verfügung. Klassischer Deadlock. Als Kompensation fällt den Regierenden ein, die Lohnnebenkosten noch höher zu treiben und die später schlecht ausgebildeten und arbeitslosen Kinder mit Geld zu versorgen.

    Ein wichtiger Grundtenor ist wohl noch nicht ganz durchgedrungen:

    Ich trenne sehr wohl zwischen Staat und Gesellschaft!
    Für die Meisten scheint das Ein und das Selbe zu sein.

    Ich bin nicht der Meinung, dass die Finanzierung der Kindeserziehung Staatsangelegenheit sein sollte. - Glücklicherweise nicht!

    Welche Leistungen werden bisher erbracht:
    - Kindergeld
    - Kinderfreibeträge
    - Schulausbildungen
    - Ansprüch auf Kindergartenplatz (seit Schröder)
    - BAFÖG
    -------------------------------------------
    Unter Sozialhilfe pro Kind:
    + ca. 200,- Sozi
    + Bekleidungsgeld
    + Zulagen für Schulbücher und Klassenfahrten etc.
    + Krankenversicherung
    + Einmalige Anschaffung wie Wickeltisch, Wiege und Kinderwagen etc.
    -------------------------------------------
    Man hat errechnet:
    Die Erziehung eines Kindes kostet bis zum Studium (26 J)
    tatal ca. 200.000,- €.
    Da bekommst Du schon so manches Einfamilienhaus für. 🙄

    Schau ich auf eine bestimmten Wohnblock etwa 1 km von mir, auf bestimmte ausländische Familien - die haben bis zu 12 Kinder!
    Da kann Papa als Berufsbezeichnung glatt 'Deckhengst' angeben. 🙄
    Man stelle sich vor, er hätte die obigen Leistungen aus Eigenerwerb zu finanzieren. Wenn der nicht mindestens leitender Angestellter ist, hat er doch nicht ein € mehr unter dem Strich. Und erzähl mir jetzt mal einer, er hat sich die Brut zugelegt, um die deutschen Renten zu sichern ... es kann auch gut sein, dass die uns später auch noch auf der Tasche liegen...
    (An dieser Stelle explizit: Ich habe nichts gegen Ausländer!)

    Dennoch ich gehe davon aus, das es Kindern und auch Eltern solcher Familien im Vergleich zum Mittelstand relativ schlecht geht. Bekannte Untersuchungen zeigen, ein Hauptgrund für das Leben an der Armutsgremze ist Kindereichtum!
    Der historische Begriff "Proletarier" heißt grob übersetzt - "die Kindereichen". Aber es auch auf der anderen Seite bekannt, dass sich die Kinderzahl bei Akademikern in Grenzen hält. Um es mit KlausB zu sagen - "Sind die einfach nicht blöd genug?!?"

    In einigen Musterbetrieben ist es durchaus möglichlich, seine Kids an der Pförtnerlogge abzugeben. Dann kann Mami/Papi arbeiten gehen, kann mittags noch mal nach den Rechten sehen und nimmt die Kids nach Feierarbeit wieder mit.
    Sehen wir uns erstmal die Kosten dazu an:
    + Gehalt Erzieherin 2.500,- brutto/Mon
    + Lohnnebenkosten 2.500,- /Mon
    + Räumlichkeiten/Ausstattung 1.000,- /Mon
    Summe 6.000,- € sagen wir auf 20 Kids macht 300,- € pro Kid/Mon.
    Glaubt mir, das sind Kosten, die die meisten Betriebe problemlos in Kauf nehmen würden. Warum haben sich solche Lösungen nicht durchgehend als "Unternehmenskultur" durchgesetzt?!?

    Einer der Gründe ist das die Mitarbeiterinnen veranlaßt werden könnten Babyjahre in Anspruch zu nehmen. Bericht einer Doktorantin (1987):
    "Stellen Sie uns Ihren Uterus in einen Glas auf dem Schreibtisch! Dann bekommen Sie den Job!"
    Heute würde ein solcher Betrieb in Schutt und Asche verklagt werden. Aber Tausende von Gleichstellungsbeauftragtinnen können einen Umstand nicht negieren - in solchen Positionen kostet ein Babyjahr dem Betrieb ca. schlappe 250.000,- € (direkt)! 😮

    Also versucht die Legislative gesellschaftliche Verfehlungen durch Gesetze zu kompensieren, wo staatliche Einflußnahmen eigentlich überhaupt nichts zu suchen haben.Z.B.:
    - Ausbildungsplatzabgabe
    - Kündigungsschutz von älteren Arbeitnehmern
    - Studiengebühren
    - Tarifautonomie
    - Harz IV !!

    Nur der typische Deutsche, insb. der typische Ossi, kann mit diesen Satz überhaupt nichts anfangen:
    "Fragt nicht was euer Land für euch tunen kann! Fragt was Ihr für euer Land tunen könnt! (JFK)

    cu

    P84



  • ThAlb schrieb:

    F98, Deine letzten Beiträge verleiten mich jetzt doch zu der Frage, in welchem Alter Du die DDR wohl erlebt hast?

    0-12. Wieso?



  • @Prof84

    Irgendwie kling das so, als ob die bösen Frauen extra Kinder kriegen um die Wirtschaft zu ruinieren.



  • Irgendwie kling das so, als ob die bösen Frauen extra Kinder kriegen um die Wirtschaft zu ruinieren

    nein das problem ist das der gesetzgeber die risiken auf das einzelne unternehmen/arbeitgeber abwälzt anstatt schwangere über eine steuer oder eine abgabe die alle arbeitgeber leisten müssen zu finanzieren. Ist ja für den Abreitgeber teilweise ja schon schlimm genug das er auf ihre Arbeitskraft nicht zurückgreifen kann (auch wenn sie unbedingt gebraucht werden würde wegen spezialwissen), nein er muss die frau auch noch weiterhin bezahlen, so als ob sie mal eben nen halbes jährchen krank ist (oder ist schwangerschaft neuerdings ne krankheit? ) und dann die aushilfe (wenn sich den überhaupt auf die schnelle ein geeigneter bewerber finden lässt) auch noch bezahlen.



  • @Windalf

    Das Problem dabei ist ja, dass die Frau so wie es jetzt ist dabei irgendwie ins Hintertreffen gerät. Ein weiterer grund, warum Kinderkriegen für manche unattraktiv ist.

    Um mal auf Hartz IV zurück zu kommen:

    Was mich an der ganzen Sache wundert, ist, dass die betroffenen Menschen im Westen Deutschlands es anscheinend noch nicht gerafft haben, dass es ihnen ab 2005 ordentlich an den Kragen geht. Bis jetzt waren nach Auskunft meines Arbeitsamtsmenschen die Bemessungsentgelder für Arbeitslose um einiges höher als die hier im Osten. Wenn jetzt alle annähernd gleiches ALG II (die paar Euro unterschied zw. West-Ost vernachlässige ich mal) bekommen bedeutet das doch wesentlich höhere Einschnitte für die West-Bürger als für die Ost-Bürger, die jetzt eh schon weniger bekommen.



  • Hier mal noch ein Artikel zum wiederaufflammen des Threads:

    http://archiv.tagesspiegel.de/forum/viewtopic.php?t=655



  • ...und auch Du mein Sohn brütest 😋 :

    http://private.addcom.de/b-treude/emotionalintelligenz.htm

    Was hat Harz IV damit zu tunen?



  • Marc++us schrieb:

    KlausB schrieb:

    so wie es in der DDR war oder ?

    Man braucht nicht gerade die Sozialimus-Ruine-DDR als Beispiel bemühen. In der DDR gab's auch Verkehrsschilder, trotzdem würde ich die DDR jetzt nicht als Vorbild für die Einführung von Verkehrsschildern nennen.

    Nehmen wir doch andere bös-kapitalistische Länder in Europa, z.B. Frankreich, oder die Länder in Skandinavien.

    Irgendwie ist das schon eigenartig, ich komme aus Luxemburg und bin deshalb ein wenig in der deutschen und französichen Politik informiert. Was da besonders auffällt ist, dass die Deutschen immer als wie die Franzosen und die Franzosen wie die Deutschen machen wollen...

    Anderseits will ich mich nicht allzu viel zum Thema äusseren da ich nicht allzu direkt mit der Situation betroffen bin. Bei uns hat der Staat noch Reserven anstatt Schulden und die Arbeitslosigkeit ist noch niedrig (allerdings lässt die nahe Staatsgrenze viel Spielraum Pendler unter den Tisch fallen zu lassen), über Umstruktorirungen wird aber trotzdem nachgedacht. Wenn es auch noch keine offiziellen Pläne gibt.

    Allerdings finde ich die Argumente und Lösungsvorschläge von Marc++us eigentlich an einleuchtendesten.



  • harhar, falls marc++us sich wirklich an den franzosen orientieren will, dann bitte auch konsequent. und da gibts zb diese kommission für den erhalt der französischen sprache. das ist eine regulierung, die ist schlimm, schlecht und böse, wirtschaftsfeindlich bis dorthinaus- und damit hat sich das für marc++us erledigt.



  • scrub schrieb:

    harhar, falls marc++us sich wirklich an den franzosen orientieren will, dann bitte auch konsequent. und da gibts zb diese kommission für den erhalt der französischen sprache. das ist eine regulierung, die ist schlimm, schlecht und böse, wirtschaftsfeindlich bis dorthinaus- und damit hat sich das für marc++us erledigt.

    Naja wenigstens hat die keine Idee ne Rechtschreibreform einzuführen, da es ihre Aufgabe ist die alte zu bewahren. Hat den Vorteil, dass man ein anerkanntes Insitut hat das im sagen kann was den richtig und falsch ist somit ist das nicht irgendwelchen Wörterbüchern oder Zeitungen überlassen was auf lange Sicht ja nur in Dialekten enden kann. Andererseits wird hier auch sogut wie nur die Literatursprache festgelegt. Gesprochen wird was anderes und für Briefe vereinfacht man es.

    Desweiteren ist die Sprache ein Mittel der Verständigung und nicht Teil von irgendwelchen Sozial- oder Steuersystemen also kann am durchaus eine Regulirung auf dem einen Gebiet gut finden und auf dem anderen schlecht. Wenn jeder eine andere Sprache spricht ist dann ja eigentlich keinem gedient.


  • Mod

    scrub schrieb:

    harhar, falls marc++us sich wirklich an den franzosen orientieren will, dann bitte auch konsequent. und da gibts zb diese kommission für den erhalt der französischen sprache. das ist eine regulierung, die ist schlimm, schlecht und böse, wirtschaftsfeindlich bis dorthinaus- und damit hat sich das für marc++us erledigt.

    Was für ein hanebüchener Unsinn.

    Selbstverständlich kopiert man nicht stumpfsinnig alle Dinge, sondern pickt sich die guten Ideen heraus.

    Ohne die Akademie der französischen Sprache wäre deren Modell bzgl der Kinderbetreuung immer noch vorbildlich. Was hat das miteinander zu tun?



  • das war eine sehr überspitzte anspielung auf das allmonatliche aufschreien der wirtschaft "deutschland ist überreguliert, wenn wir endlich die bösenbösen regelungen loswerden, gehts uns allen besser".
    in dieser forderung, die so in der art immer wieder kommt, wird bewußt nicht differenziert, sondern pauschal auf regulierungen geschimpft. -> da kann man den eindruck gewinnen, jede regulierung ist ein groooßes übel.
    also wirst du nicht frankreich abkupfern, denn da gibts eben die angesprochene regulierung (wie so viele andere auch).

    dann sag mir doch mal, was an frankreich so viel besser ist, daß wir es vorbehaltlos nach deutschland importieren müßten?



  • Am Freitag hatte ich mich schadenfroh vor meinem Fernseher amüsiert, als ich die großen Protestkundgebungen in Nürnberg gegen Hartz IV sah. Ist schon seltsam, das den westdeutschen Arbeitlosengeldempfängern erst jetzt auffällt, dass es ihnen ans Leder geht. Aber fett motzen, dass die Ostdeutschen Montag dagegen auf die Straße gehen. 👎



  • Ich bin dafür, dieses Forum in zwei separate Foren aufzuteilen, eines für Westdeutsche und eines für Ostdeutsche. Damit werden wir diese Dauerthema vielleicht wieder mal los.
    Ich find das ja soooooo lächerlich, das jetzt nach 20 Jahren ständig die Wiedervereinigung (man beachte den Wortteil "wieder") in Frage gestellt wird.



  • Habe ich die WV in Frage gestellt? 😕 Nö, oder?



  • Nein, aber ich finde die Unterscheidung zwischen Ostdeutsche und Westdeutsche... äh... nicht mehr angemessen.
    War auch nicht direkt persönlich an dich gerichtet, aber ich kann es bald echt nicht mehr sehen... 🙂 👍



  • Optimizer schrieb:

    Nein, aber ich finde die Unterscheidung zwischen Ostdeutsche und Westdeutsche... äh... nicht mehr angemessen.

    Stimmt! Wir sollten in Süddeutsche und "normale" unterteilen, damit ihr Bayern endlich mal abgespaltet werdet! Also echt! 😃 😉



  • Was wirklich gespalten gehört ist "the United States of new Canada" und "jesus land"...


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