Die Zukunft von Europa
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Wenn man sich einige Uni-Scripten ansieht, muss man sich nicht wundern. Viele Professoren sind offenbar weit weg von der Praxis und manche Studenten zu wenig praxisorientiert.
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Union-Fan schrieb:
Faktoren beim Niedergang der deutschen Forschungs- und Wissenschaft sind zahlreich :
Zum einem bieten, vor allem die öffentlichen Universitäten, viele deutsche Bildungseinrichtungen aufgrund ihrer verkrusteten Struktur dem wissenchaftlichen Mittelstand wenig Entfaltungsmöglichkeiten.
- Warum ist Niedersachsen heute aus der Kultusministerkonferenz ausgetreten?
http://www.welt.de/data/2004/09/25/337887.html - der Wolff kommt von der Union :D.
Union-Fan schrieb:
Professuren werden ausschließlich an die Besten vergeben. Leider fehlt die öffentliche Förderung auch der mittleren Ränge; die Elite ist so gezwungen, auch deren Aufgaben wahrzunehmen, in der Universität also beispielsweise das Abnhemen von Prüfungen und korrigieren von Klausuren. Der Weg zu einer Professur ist festgefahren : zunächst Diplom, dann Doktor, als Doktorand dabei als billige Hilfskraft ausgenommen werden. Danach viele Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeit zu Niedriglohn arbeiten und eins nicht vergessen : viele viele Publikationen schreiben.
- http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&q=Juniorproffessur&spell=1
Unser leuchtendes Vorbild - www.jeckle.de (... der bekommt hier noch sein Gedenkstein...
)
Union-Fan schrieb:
Hier bietet vor allem das Ausland deutlich bessere Chancen, da dort noch eine vernünftige Förderung der Forschung stattfindet. Private Forschungsinstitute sind in Deutschland rar gesät, private Universitäten/Hochschulen sind meist primär in der Lehre tätig. So können diese nicht als Auffangbecken der den Unzulänglichkeiten der öffentlichen Hochschulen dienen.
Während meines Studiums ging es mir tierisch auf den Sack, dass ich erst während der Vertiefungsausbildung und Diplomarbeit mit ersten echten wissenschaftlichen Arbeiten begann. Und Du willst Du diesen Kontrast durch Trennung von Forschung und Lehre noch verschärfen?!

Private Forschungsinstitute gibt auch sehr viele. Diese sind nur nicht für Dich transparent. Jungster sind DER Innovationsmotor - Junge Köpfe, neue Ideen!Union-Fan schrieb:
Ein weiterer Faktor ist die, besonders durch die 68er aufgekommene Technologiefeindlichkeit in Deutschland. Egal in welchem Bereich, sei es Gentechnik, sei es Kernphysik, in Deutschland lassin sich Projekte nicht realisieren, da jederzeit das Damoklesschwert der Technikfeinde darüber schwebt.
Vergleichen wir nun mal die Situation mal mit anderen Ländern, z.B. Indien. Viele Inder gehen ins Ausland um dort zu arbeiten. Der Unterschied zu Deutschland ist, sie kommen nach einiger Zeit wieder. Und bauen in ihren Heimatländern mit dem im Ausland verdientem Geld und dem erworbenem Wissen neue Betriebe auf. Das geschieht in Deutschland nicht. Denn es gibt keine Identifikation mit dem Heimatland mehr.Ja - in der Kernforschung und Biotechnik sind wir gesellschaftlich in die Eisen gestiegen. Im Gegenzug ist Deutschland z.B. Numero Uno in der Umwelttechnik geworden. Wird noch DER Exportschlager werden, wenn pro Jahr 10 Hurricans die USA leerbasen (und im White House endlich jemand mit Hirn wohnt...
)Union-Fan schrieb:
Des weiteren : wieso sollte man zurückkehren, wenn man keinerlei Vorteile davon hat? Das Wetter ist schlecht in Deutschland, das Ansehen der Forscher niedrig ebenso der Verdienst. Die Lebenserhaltungskosten sind mindestens genauso hoch wie in den Ländern, in welche sie abgewandert sind. Wenn nicht gar höher.
Vielleicht weil die Forschung schon vor Dekaden globalisiert wurde.
Warum hatte CERN www.cern.ch das Internet erfunden?

- Warum ist Niedersachsen heute aus der Kultusministerkonferenz ausgetreten?
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Unser leuchtendes Vorbild - www.jeckle.de (... der bekommt hier noch sein Gedenkstein...
)Für mich ist das ein Kasper. Also wer in zig Ausschüssen im W3C sitzt und so eine Webseite produziert...
http://validator.w3.org/check?verbose=1&uri=http%3A//www.jeckle.de/
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Prof84 schrieb:
Im Gegenzug ist Deutschland z.B. Numero Uno in der Umwelttechnik geworden. Wird noch DER Exportschlager werden, wenn pro Jahr 10 Hurricans die USA leerbasen (und im White House endlich jemand mit Hirn wohnt...
)Jupp. Mir persönlich fällt da auf Anhieb das U-212/214 ein. Weltweit einmalig und das erste U-Boot mit Brennstoffzellenantrieb zur geräuschs- und abwärmarmen Unterseefahrt.
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Prof84 schrieb:
- Warum ist Niedersachsen heute der Kultusministerkonferenz ausgetreten?
http://www.welt.de/data/2004/09/25/337887.html - der Wolff kommt von der Union :D.
Um die föderale Kultusministerkonferenz zu vernünftigen Reformen zu bewegen.
Wurde gekippt.
Während meines Studiums ging es mir tierisch auf den Sack, dass ich erst während der Vertiefungsausbildung und Diplomarbeit mit ersten echten wissenschaftlichen Arbeiten begann. Und Du willst Du diesen Kontrast durch Trennung von Forschung und Lehre noch verschärfen?!

Habe nie einer Trennung von Forschung und Lehre das Wort geredet.
Private Forschungsinstitute gibt auch sehr viele. Diese sind nur nicht für Dich transparent. Jungster sind DER Innovationsmotor - Junge Köpfe, neue Ideen!
Es hindert niemand Studenten und co. sich wissenschaftlich zu betätigen, auch wenn mal nicht der Prof die Klausur korrigiert oder mündlich prüft.
Ja - in der Kernforschung und Biotechnik sind wir gesellschaftlich in die Eisen gestiegen. Im Gegenzug ist Deutschland z.B. Numero Uno in der Umwelttechnik geworden. Wird noch DER Exportschlager werden, wenn pro Jahr 10 Hurricans die USA leerbasen (und im White House endlich jemand mit Hirn wohnt...
)Ja, die Deutschen versuchen, nachdem sie es nicht durch Gewalt geschafft haben,
jetzt durch den Ökowahnsinn, den Emissionshandel und unsinnige Umweltvorschrifte die Welt zu beherrschen. Allerdings werden sich weder Amerika noch einer der asiatischen Staaten jemals diese Vorschriften oktroieren lassen. Deshalb leider wertlos.Vielleicht weil die Forschung schon vor Dekaden globalisiert wurde.
Warum hatte CERN www.cern.ch das Internet erfunden?

Barners-Lee hatte großes Glück sich durch die Bürokratie des CERN zu schlagen. Und das CERN sah sich nicht mehr der Leitung des WWW gewachsen und gab deshalb die Kontrolle an die Amerikaner ab. Am Besten mal dazu seine Biographie lesen.
Union-Fan
- Warum ist Niedersachsen heute der Kultusministerkonferenz ausgetreten?
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Loggy schrieb:
Unser leuchtendes Vorbild - www.jeckle.de (... der bekommt hier noch sein Gedenkstein...
)Für mich ist das ein Kasper. Also wer in zig Ausschüssen im W3C sitzt und so eine Webseite produziert...
http://validator.w3.org/check?verbose=1&uri=http%3A//www.jeckle.de/
Zeugt von sehr viel Respekt, wie du hier über diesen verstorbenen, extrem engagierten Mann sprichst.
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Union-Fan schrieb:
Ein weiterer Faktor ist die, besonders durch die 68er aufgekommene Technologiefeindlichkeit in Deutschland. Egal in welchem Bereich, sei es Gentechnik, sei es Kernphysik, in Deutschland lassin sich Projekte nicht realisieren, da jederzeit das Damoklesschwert der Technikfeinde darüber schwebt.
In meinem Kaffe sind Atome, was? IN MEINEM KAFFEE SIND ATOME, ZUHILFE!!!!!
ICH FORDERE, verbietet Kaffee auf der Stelle!!!!!
Weg mit Kaffee, da sind Atome drin, das ist gefährlich!
Kaffee und Atome raus!
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WissenDe schrieb:
Ich halte nichts von Elitenbildung. Unsere Hochschulen sind den Amerikanischen im Mittel immernoch überlegen. Daran ändern die paar Eliteunis auch nix.
Volle Zustimmung.
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Diese sogenannten Elite Unis sind übrigens auch wieder so ne Schnapsidee von den Technikfeindlichen 68ern.
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KlausB schrieb:
Hallo
das die Hochschulen besser sind wie irgendwas ... das mag schon sein.
Aber was dabei rauskommt (davon kann ich ein Lied singen .... )Studiere erstmal selber.
Ich würde sagen falscher Mann am falschen Ort. Uni Absolventen sind für so niedere Aufgaben nunmal nicht ausgebildet.
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Unicum schrieb:
Ich würde sagen falscher Mann am falschen Ort. Uni Absolventen sind für so niedere Aufgaben nunmal nicht ausgebildet.
uuuuuuuh. Klar, für sowas gibts ja das Pöbel. Genau SOWAS meinte er wohl mit Arroganz
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Sag bitte nie wieder es gibt in Österreich keine ordentliche UNI bzw. Ausbildung.
Ich nenne da mal die Universitätzklinik AKH.
Diese hat Weltruf. Viele Inovationen, Geräte, Behandlungsarten wurden dort Erforscht und erstellt.
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Unix-Tom schrieb:
Sag bitte nie wieder es gibt in Österreich keine ordentliche UNI bzw. Ausbildung.
Ich nenne da mal die Universitätzklinik AKH.
Diese hat Weltruf. Viele Inovationen, Geräte, Behandlungsarten wurden dort Erforscht und erstellt.Österreich und Weltruf? Ist doch ein Widerspruch in sich
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Zeugt von sehr viel Respekt, wie du hier über diesen verstorbenen, extrem engagierten Mann sprichst.
Wieso, ist der tot? Das wusste ich nicht...
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Gab es da mal nicht einen Bereicht der Deutsche und Amerikanische Unis verglichen hat? Dabei ist herausgekommen das das MIT ein gigantisches Budget hat. Faktor 100 gegenüber einer Deutschen Uni. Das kam größtenteils aus der Wirtschaft (Förderung). Dann nach die ehemaligen Abgänger. Hinzu kommen noch die Studiengebühren. Das meiste also sind nicht staatliche Gelder. Hier in D müßten sich also die Wirtschaft und einzelne Abgänger angesprochen fühlen und nicht der Staat. Und was ist los? 2001 während des Börsenbooms hat man noch große Versprechungen gemacht. Nun geht es den privaten Unis in D schlecht. Eine wurde wieder geschlossen. Die in Hamburg?
Und habt Ihr bei SpOn auch gelesesen das nur etwa 2/3 der Eliteuniabsolventen nach dem Abschluß einen Job in der Tasche haben? Angeblich sind die alle zu unselbstständig, weil während des Studiums auf zwei Studenten ein Prof/Hiwi kommt der ihnen hilf. In der Wirtschaft gibt es nunmal nicht so viele Jobs wo man als Anfänger gleich einen Assistenten bekommt der für einen alle macht*g*
Oder habt Ihr schonmal nach Frankreich geschaut? Eine Oberschiht die Ihr Kinder wieder in Ihr Pariser Eliteunis schickt um erneut die Elite zu bilden? Chirac und Co sind alles Abgänger dieser Unis. Diese Leute erwarten nach dem Abschluß zumindest einen Vorstandsposten zu erhalten. Das ist die Erwartungshaltung.
Das deutsche System finde ich gar nicht so schlecht. Wen man noch ein bißchen mehr Geld hineinstecken will ok. Auf der anderen Seite sehe ich wie meine Uni Geld verschwendet. zB. bekommt unser FB neue Computer. Die alten P3 hinaus, dafür P4. Die werden nur zum surfen benötigt. Da hätte auch ein P2 noch gereicht. Man hätte bloß die einige Monitore auswechseln brauchen. Die waren wirklich kaputt.
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Wenn die Unis so gut sind, sollte man doch lieber mal Geld in die Schule investieren. Ich hörte von einem Professor an der Uni Berlin, dass die anfangenden Studenten sowas von blöd wären und sich total dumm anstellen würden, weil sie viele Dinge einfach nicht in der Schule gelernt haben. Meine Schwester studiert in Bochum, wo ihr gesagt wurde, dass nach einem Jahr 80 % der ursprünglichen Studiengänger sowieso nicht mehr da sind.
Wenn alle Studenten ihre Zukunft im Ausland sehen, liegt es entweder an Deutschland, weil hier ziemlich viel Mist gebaut wird (z. T. schlechte Reformen, keine Förderung der Wirtschaft, etc. ...) oder an mangelndem Nationalstolz. Wenn die alten amerikanischen Stundenten wirklich ihre Gelder der Uni geben, müssen sie doch stolz auf die Uni sein.
Außerdem muss reich nicht unbedingt gleich besser sein. Siehe deutsche Bundeswehr im Vergleich zur U. S. Armee

Mr. B

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Mr. B schrieb:
Außerdem muss reich nicht unbedingt gleich besser sein. Siehe deutsche Bundeswehr im Vergleich zur U. S. Armee

Eine sehr strittige Aussage. Letztlich wäre die Bundeswehr hoffnungslos überfordert, müsste sie das selbe leisten, wie die US-Armee. Die Bundeswehr kämpft ja jetzt schon mit ihren Kapazitäten ...
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Deutschland steigt wieder auf:
Die Deutschen und der Mars:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/51496Hier: Erstes Wassertstoff Uboot der Welt in Deutschland gebaut:
http://www.deutschemarine.de/80256B100061BA9B/vwContentByKey/1C396D89BF1A173CC1256F1000424B46Man muss bedenken, dass die Amerikaner nach dem 2. Weltkrieg deutsche Technik und Wissenschaftler geklaut haben. Und heute wandern immernoch viele Genies dort ein um zu studieren, was in Amerika ja sehr leicht ist.
Deutschland hatte die ersten V2-Raketen und auch den ersten Düsenjet gebaut.
Die Düsenjets kamen jedoch kaum zum Einsatz, weil die noch sehr fehlerhaft waren. Die meisten stürtzten ab, weil die Piloten zu ungeschult waren oder wegen technischem Defekt. Jedoch hat es den Amerikanern eine Heidenangst eingejagt, als sie die Düsen-Jets sahen, da sie kaum abzuschießen waren. Sie flogen ja immerhin mit 0,8 Mach.Liebe Grüße
RealPS: Nein, ich bin kein Patriot was Deutschland angeht, weil ich selbst kein Deutscher bin, aber sehr viel von Deutschland halte. Ich bin mir sicher, dass Deutschland sehr schnell Amerika aufholen könnte, wenn sie nicht so verschuldet wären. Amerika holt sich ja mit Gewalt was es braucht.
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Union-Fan schrieb:
Prof84 schrieb:
- Warum ist Niedersachsen heute der Kultusministerkonferenz ausgetreten?
http://www.welt.de/data/2004/09/25/337887.html - der Wolff kommt von der Union :D.
Um die föderale Kultusministerkonferenz zu vernünftigen Reformen zu bewegen.
Vordergründig! - Um das zu tun, was für das Bundesland das Beste ist ...

Union-Fan schrieb:
Prof84 schrieb:
Wurde gekippt.
Ja, verfassungsrechtlich. Mit der empfehlung die Länder sollen sich um eine Lösung bemühen. Womit wir wieder beim KMK Austritt wären...

Union-Fan schrieb:
Prof84 schrieb:
Während meines Studiums ging es mir tierisch auf den Sack, dass ich erst während der Vertiefungsausbildung und Diplomarbeit mit ersten echten wissenschaftlichen Arbeiten begann. Und Du willst Du diesen Kontrast durch Trennung von Forschung und Lehre noch verschärfen?!

Habe nie einer Trennung von Forschung und Lehre das Wort geredet.
Dann habe ich Deine Polemik wohl missverstanden.
Union-Fan schrieb:
Prof84 schrieb:
Private Forschungsinstitute gibt auch sehr viele. Diese sind nur nicht für Dich transparent. Jungster sind DER Innovationsmotor - Junge Köpfe, neue Ideen!
Es hindert niemand Studenten und co. sich wissenschaftlich zu betätigen, auch wenn mal nicht der Prof die Klausur korrigiert oder mündlich prüft.
Doch - die fehlenden Mittel!

Union-Fan schrieb:
Prof84 schrieb:
Ja - in der Kernforschung und Biotechnik sind wir gesellschaftlich in die Eisen gestiegen. Im Gegenzug ist Deutschland z.B. Numero Uno in der Umwelttechnik geworden. Wird noch DER Exportschlager werden, wenn pro Jahr 10 Hurricans die USA leerbasen (und im White House endlich jemand mit Hirn wohnt...
)Ja, die Deutschen versuchen, nachdem sie es nicht durch Gewalt geschafft haben,
jetzt durch den Ökowahnsinn, den Emissionshandel und unsinnige Umweltvorschrifte die Welt zu beherrschen. Allerdings werden sich weder Amerika noch einer der asiatischen Staaten jemals diese Vorschriften oktroieren lassen. Deshalb leider wertlos.Sorry, das ist ja wohl nur Stammtisch-Geblubbere. - NO COMMENT!

Union-Fan schrieb:
Prof84 schrieb:
Vielleicht weil die Forschung schon vor Dekaden globalisiert wurde.
Warum hatte CERN www.cern.ch das Internet erfunden?

Barners-Lee hatte großes Glück sich durch die Bürokratie des CERN zu schlagen. Und das CERN sah sich nicht mehr der Leitung des WWW gewachsen und gab deshalb die Kontrolle an die Amerikaner ab. Am Besten mal dazu seine Biographie lesen.
Ist zwar ehe nur OT, aber das WWW ist eine Kreation von Barners-Lee und nicht von CERN.
Wissenschaftler schrieb:
Diese sogenannten Elite Unis sind übrigens auch wieder so ne Schnapsidee von den Technikfeindlichen 68ern.
Korrekt! - Ich gebe euch einmal eine Vision P84 1.0 vom Studium im Jahre 2025 als Europäer (Deutscher):
- der klassische Hörsaal ist out. Die meisten Vorlesungen, Seminare und Übungen werden online abgehalten.
- der praktische Ausbildungsbetrieb wird in drei Schichten in relativ kleinen Unis abgehalten. Die Zulassung zum Hochschulstudium ist nicht mehr vom Abi abhängig. Ein 45 Jahre Familienvater kann von 0:00 bis 02:00 online eine Vorlesung mit den Anforderungsniveau C besuchen und zahlt seine Kursgebühren wie in einer Volkshochschule. Hochbegabe Schüler können wiederum nach der Schule ihre Herausforderung in der Uni suchen, wenn das Mindestqualifikationsniveau für den praktischen Ausbildungsteil erreicht ist.
- der Student der Zukunft wird durch Europa reisen, wie früher die Wandergesellen, um ihre praktischen Ausbildungsteil abzulegen. 1 Jahr Paris, 1 Jahr Oxford, ... Diplom in München, Promotion in Rom ...
- die Prüfungen kann man an einer öffentlichen Prüfungstelle online ablegen (zentrale Prüfungsstelle).
- Statt Eliteunis werden Elitelehrstühle unterhalten.
- der formale Abschluss tritt in den Hintergrund. Die Ausbildungen werden mehr Buffet-Plattenmentalität annehmen. Ein bisschen BWL, ein bischen Informatik, ein bisschen Mathematik, ein bischen... Der Stellenwert der Scheine ist z.B. für Arbeitgeber im Internet nachzulesen.
- Studiengebühren sind Standard für alle Studenten. Aber es ist dann auch kein Problem mehr "nebenher" jobben zu gehen. Stipendien werden viel häufiger vergeben als im Jahr 2004.i have a dream ...

- Warum ist Niedersachsen heute der Kultusministerkonferenz ausgetreten?
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Prof84 schrieb:
der Student der Zukunft wird durch Europa reisen, wie früher die Wandergesellen, um ihre praktischen Ausbildungsteil abzulegen. 1 Jahr Paris, 1 Jahr Oxford, ... Diplom in München, Promotion in Rom ...
Zumindestens dieser Teil der Vision hat echt was - insbesondere da es solche Programme jetzt schon gibt. Allerdings sehe ich dabei auch ein gewaltiges Problemm, nämlich das der Flexibilität. Menschen, die die Möglichkeit hatten, an solchen Programmen teilzunehmen, kenne ich einige, Menschen, die das auch vom Wissen und den Finanzen her hätten realisieren können, fast genauso viele, ich kenne aber leider nur einen Menschen, der das ganze auch durchgezogen hat. Und auch wenn dabei ein gehöriges Maß an Resignation durchschwingt: Ich wage zu bezweifeln, daß sich daran in den nächsten 21 Jahren allzuviel ändert. Speziell wenn ich mit den "jüngeren Generationen" spreche, habe ich den Eindruck, daß sich das Problem eher noch verschlimmert. Große Träume haben sie ja alle, aber nur jeder 10. hat auch die Flexibilität und das Engagement, sich für die Realisierung einzusetzen.
Gruß Jens