Frage and die, die nicht an Gott glauben (atteisten)



  • HEZ schrieb:

    Doch, eigentlich schon. Atheist -> Ohne Glauben -> Ungläubig.

    Nein, der Atheismus ist eine Verneinung der Existenz Gottes. Das heißt aber nicht, dass ein Atheist nicht an etwas glauben kann.



  • Oh. Nur Gottes Existenz? Ah, ja, ich habe das wohl mit Nihilisten verwechselt, oder so.

    Danke schön! Hätte das sonst noch ewig geglaubt 🕶



  • Vermutlich, ja.

    HEZ schrieb:

    Atheist -> Ohne Glauben -> Ungläubig.

    Das ist natürlich falsch; $$ \grave{\alpha} \theta \varepsilon o \varsigma $$ bedeutet nämlich "gottlos".



  • Umfrage schrieb:

    Könnten wir hier mal eine Umfrage starten um zu sehen wer gläubig ist und wer nicht?

    Vielleicht auch noch unterteilt in die Art des Glaubens,
    also:

    - unglaubig (atheist)
    - islam
    - christentum
    - jüdischer glaube
    - buddha
    - sonstiges

    Und was soll diese Umfrage bringen?



  • @Jansen: Du beziehst dich auf die Religion als ganze, das tue ich auch. Ich kann mich nur wiederholen und sagen, das das Zuschreiben von Eigenschaften ein Fehler von Menschen ist und sich das in der Bibel möglicherweise ein wenig wiederspricht, weil (angenommen die Bibel ist das, was man sagt, das sie sein soll) die Schriften das Wort/die Botschaft Gottes sind, aber von Menschen niedergeschrieben. Was Gott und seine "Eigenschaften" betrifft, so kann darüber keine Aussage gemacht werden, wie Menschen es beurteilen (zornig, gut drauf, usw). Das dies teilweise getan wird liegt in der menschlichen Natur und ist, wenn man pedantisch ist, ein Fehler. Jedoch soll mit damit auch gesagt werden, dass du Gott nicht wie ein Werkzeug gebrauchen sollst, d.h. wenn du betest, kriegst du was. Das die Kirche vieles falsch macht (Stichwort ablassbriefe und Anderes in diese Richtung) ist bekannt, und das wollte ich auch klarmachen. Das die Menschen einiges falsch interpretieren ist auch relativ normal, allein schon die verschiedenen Übersetzungen geben Fragezeichen beim Verständnis einiger Textstellen auf. Doch jeder Gläubige, zum Bsp. ein Christ, wird dir Bestätigen, dass man über Gott kein Urteil über seine Eigenschaften, seine aktuelle "Stimmungslage" o.ä. machen kann und soll. Das würde kein Gläubiger tun, und meine Familie und Bekannte verstehen das ebenso. Und ich denke diese Botschaft wird auch von der Bibel übermittelt, auch in einigen Gleichnissen.

    Ich sehe keine Zuschreibung von Eigenschaften. Vielleicht meinst du diese Analysen der Bibel, wo beschrieben wurde, das Gott im Alten Testament als ziemlich gnadenloser Typ, im neuen Testament als alle liebend beschrieben wird. Auch das kann sehr gut mit dem jeweiligen Zeitgeist zusammenhängen und ist, wie immer, auch aus menschlicher Sicht beschrieben.



  • randa schrieb:

    Ich kann mich nur wiederholen und sagen, das das Zuschreiben von Eigenschaften ein Fehler von Menschen ist und sich das in der Bibel möglicherweise ein wenig wiederspricht, weil (angenommen die Bibel ist das, was man sagt, das sie sein soll) die Schriften das Wort/die Botschaft Gottes sind, aber von Menschen niedergeschrieben.

    Entweder die Bibel ist unverfälscht Gottes Wort (d.h. "Gott hat auf übernatürliche Weise den Menschen Wort für Wort diktiert"), so wie es im Christentum der Fall ist, oder du hast ein Problem. Und das Problem ist relativ einfach gefunden: Wenn die ursprüngliche Botschaft Gottes durch Menschenhand abgeändert wurde - was ist dann das Wahre, das Korrekte und was das Geänderte?
    Lässt man dies zu, dann hat man absolute Beliebigkeit - und damit wird die Bibel als Leitbuch vollkommen wertlos.



  • Da hast du etwas ganz falsch verstanden. Ich sehe nirgendwo die Bedingung oder die Notwendigkeit, das Gott jedes Wort diktieren sollte. Mal ganz abgesehen davon das dies im Christentum (die Bibel) nicht der Fall ist und nicht postuliert wurde.
    Die Bibel ist eine Sammlung von Schriften (wie oft hab ich das schon gesagt? *g*) von Menschen. das bedeutet das ein Interpretationseinfluss vorhanden ist und nicht geleugnet wird/werden kann. Nirgendwo in der Bibel steht, das sie Gottes Diktat sein soll.
    Ein Beispiel für Einflüsse ist das patriarchalische Weltbild. Oder die Beschneidungen, die damals aus Hygienegründen, heute Überflüssig sind. Und so weiter.
    Die Botschaft ist durchaus erkennbar und unverfälscht. Die Grundregeln des Miteinander, die uns die Bibel lehrt, sind so einfach wie Grundsätzlich und das ist eine Botschaft Gottes, der Streitigkeiten oder Sünde in seiner Botschaft als für den Menschen nicht gut einstuft. Die Botschaft lehrt auch, wie man ein guter Gläubiger sein kann, was man tun sollte/was nicht. Sie besagt, wie du deinen Glauben an Gott aufrecht erhalten kannst. Sie besagt, was du tun kannst, damit in deinem Umfeld die Dinge richtig laufen, sozusagen die Welt um dich herum besser machen kannst.
    All diese Werte sind grundlegend konstant, und das ist ein Teil der Botschaft der Bibel. Die damaligen Schreiber haben zu den Regeln der Correctness möglicherweise noch ein paar lokale/zeitliche Einflüsse dazugegeben, doch dabei handelt es sich nicht um willkür sondern tatsächlich um etwas, das unterscheidbar ist von den Regeln, die auch heute gelten. Das ist keinesfalls ein Grund, gleich die ganze Bibel in den Müll zu schmeißen.
    Wie gesagt: Wenn einer schreit "steinigt die Hure!", so wird man das heutzutage keinesfalls in die Tat umsetzen. Zum einen, weil die Botschaft der Bibel ist "liebe deinen nächsten (nächste *g*)" und helfe ihm wenn du kannst. Zum anderen, weil Jesus ein gutes Beispiel vorgegeben hat (das Gleichnis mit der Hure, die ihm die Füße wäscht). Hier unterscheidet man: Jesus und die allgemeine Botschaft, oder ein Hirte mit paar Problemchen, der es geschafft hat, ne kleine Weisheit aus einer Zeit vor 2000 Jahren in dem Buch zu verewigen?

    Edit: Noch als Anmerkung: Die Bibel ist kein leichtes Buch, nix, wo du deinen Grips ausschalten solltest. Du musst verstehen und im Gesamtkontext begreifen, versuchen, dahinter zu sehen (so gut man kann) und kein Dogmatiker zu sein. Dann sieht man das die Botschaft der Bibel sehr wohl nicht wiedersprüchlich ist.



  • randa schrieb:

    Ich sehe keine Zuschreibung von Eigenschaften.

    Wie gesagt, schon die Annahme der Existenz eines Gottes ist eine Zuschreibung von Eigenschaften bzw. einer Eigenschaft, nämlich dass er existiert.

    Ein Ding, das sich durch nichts auszeichnet, nicht beschrieben werden kann und keinerlei Eigenschaften hat, ist im Umkehrschluss ganz einfach nicht existent.



  • Falsch. Die Zuschreibung einer Existenz ist eine Feststellung, die Zuschreibung von Eigenschaften Wunschvorstellung, die Nichtbeschreibbarkeit menschlichen Ursprungs, aber die Empfingung, die der Mensch in seinem Glauben hat, ist subjektiv, erlaubt und sinngemäß.



  • Stimmt. Wie meine Chemielehrerin immer sagte: "Masse ist keine Eigenschaft, sondern eine physikalische Größe."
    Damit etwas existieren kann, muss es eine Masse haben, oder? 😉



  • randa schrieb:

    Nirgendwo in der Bibel steht, das sie Gottes Diktat sein soll.

    Aber richtige Hardcore-Christen glauben genau daran, dass sie von Gott dem menschen diktiert ist.



  • Ich schrieb ja bereits, das man die Bibel nicht dogmatisch verstehen sollte. Um die Dogmatiker, die Minderheit sind, geht es nicht. Bei denen ist Hopfen und Malz verloren 😉



  • randa schrieb:

    Ich schrieb ja bereits, das man die Bibel nicht dogmatisch verstehen sollte.

    Der Ansatz, so lange händewedelnd Dialektik zu betreiben, bis die Bibel identisch mit einem Kitschroman ist bzw einigermaßen gut in die aktuellen Wertevorstellungen paßt, kann es aber doch auch nicht sein.



  • Nein. Deshalb blättere eine Zeile zurück fange an zu lesen.



  • randa schrieb:

    Nein. Deshalb blättere eine Zeile zurück fange an zu lesen.

    Seite, Du meinst Seite. Auf Sarfuans Beitrag antwortest Du, er hätte etwas "ganz falsch verstanden" und erzählst dann irgendein Zeug, das Du hier auf jeden Beitrag hättest antworten können, kurz, der keinen Bezug hatte.

    Ich kann auch postulieren, daß die Märchen aus tausendundeiner Nacht eine Sammlung von Geschichten von Menschen ist, die durchaus brauchbare Regeln für ein Miteinander beinhalten, wenn man nur richtig nachguckt. Die Interpretation läuft dann eben nicht über einen feministisch-exegetischen Ansatz, sondern meinetwegen über die Sesam-öffne-dich-Interpreatation.



  • Meine Texte haben keinen Bezug? Stimmt nicht, da die verschiedenen Aussagen bestimmte Annahmen vermuten lassen, die ich ebenfalls behandelt habe. Wenn's dir nicht passt, überlies es.

    Aber du bringst keine Argumente sondern willst nur auf den Keks gehen, und das hast du geschafft. *g*



  • Wie man meinem Beitrag unschwer entnehmen könnte, zielte er darauf ab, welches inhaltliche Kriterium die Bibel unter den Büchern eine Sonderstellung einnehmen läßt. Darauf hast Du bisher noch keine schlüßige Antwort präsentiert, und das wollte ich ändern. Du anscheinend nicht.



  • Du anscheinend nicht.

    Lol, ich liebe das 😃
    Du musst ja immer einen nachdrücken *g*

    Ich weiß gar nicht was dir nicht passt. Die Bibel hat eine Sonderstellung, weil sie eine religiöse Botschaft mitbringt, von einem berühmten Propheten erzählt, einmalige historische Informationen birgt und dementsprechend sehr alt ist. Das trifft meines Wissens so Ähnlich nur auf den Koran zu.

    Wenn du dementieren willst, das die Bibel keine Interpretation erfordert, dann liegst du falsch. Auch Glaube erfordert Interpretation.
    Deshalb wird nix irgendwie umgekrempelt bis es uns in den Kram passt. Sondern jedes Zeitalter zog aus der Bibel die Nachrichten, die wichtig erschienen. Leicht ist der Unterschied zwischen dem Mittelalterlichen, Altertümlichen und Neuzeitlichen Verständnis auszumachen. Eine Einheitsinterpreation gibt's nix, ebenso wie es keine einzig richtige Übersetzung gibt.



  • randa schrieb:

    Die Zuschreibung einer Existenz ist eine Feststellung [...]

    Nicht mal Strenggläubige werden behaupten, dass die Existenz eines Gottes tatsächlich festgestellt werden kann, und du selbst hast dich bis dato ja auch so geäussert. Alles was bleibt ist eine Vermutung, oder eben Glauben.

    Um zur Theodizee zurückzukehren: Ich bleibe dabei, wenn man an einen Gott glaubt, dann kommt man nicht umhin, ihm Eigenschaften zuzuschreiben. Und das widerspricht deiner Aussage der Unbegreifbarkeit des (christlichen) Gottes, mit der du die Widersprüche in den diesem Gott von der überwiegenden Zahl seiner Anhänger zugeordneten Eigenschaften 'gut und allmächtig' erklären willst.



  • randa schrieb:

    Eine Einheitsinterpreation gibt's nix, ebenso wie es keine einzig richtige Übersetzung gibt.

    Richtig. Aber mehr noch: der älteste Text des neuen Testaments stammt aus dem 2. Jahrhundert. Mit anderen Worten: Es gibt keinen "Originaltext".
    Was wiederum bedeutet: Du kannst nur verzweifelt hoffen, dass deine Interpretation zumindest halbwegs richtig ist.

    (Und bevor wieder ein "du hast nichts verstanden" kommt. Ich habe sehr wohl gelesen, dass du die Bibel "zwischen den Zeilen" lesen willst, um an die "wahren Aussagen" zu kommen. Nur ... wer sagt dir, dass sich auch darin nicht nur die Wünsche und Vorstellungen der Menschen, die den Text schrieben widerspiegeln? Inklusive der Wünsche und Vorstellungen des Interpretierenden...)


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