Können Schwarze Löcher altern ?
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Schwarze Löcher werden niemals satt, nein Schatz, gollum! Mampf, Mampf.
Wikipedia schrieb:
Große Schwarze Löcher, wie sie aus Supernova entstehen, haben dadurch eine so geringe Strahlung, dass diese im Universum nicht nachweisbar ist. Kleine Schwarze Löcher hingegen haben nach dieser Theorie eine deutliche Wärmestrahlung, was dazu führt, dass ihre Masse rasch abnimmt. Da dadurch ihre Strahlung weiter ansteigt, zerstrahlt so ein kleines Loch in relativ kurzer Zeit völlig.
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mezzo mix schrieb:
devil81 schrieb:
irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem es nur noch Schwarze Löcher gibt,
und keine andere Materie mehr, weil die ist ja aufgefressen.so funktioniert das nicht. schwarze löcher wachsen nur bis zu einer bestimmten größe an, und sind dann 'satt'. (der grund dafür ist noch nicht bekannt)
allerdings können sich wohl schwarze löcher, wie du schon sagtest, zu größeren verbinden.Wie soll ich das verstehen?
Fangen die dann irgendwann an keine neuen Sterne mehr anzuziehen?
Die Schwerkraft hört doch nicht einfach so auf.
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DocJunioR schrieb:
Immer wenn sich 2 Branes berühren, gibts nen Urknall und nen neues Universum entsteht mal eben.
Das ist eine Folgerung aus einer Stringtheorie (eine andere Folgerung aus Stringtheorien wäre z.B., dass Universen sich innerhalb von Schwarzen Löchern befinden).
Ich kann mich nur wiederholen - noch gibt es keine GUT, und wir wissen gar nichts
Schwarze Löcher sind laut Stringtheorie riesige Gravitonenquellen. Man könnte sich dementsprechend vorstellen, dass schwarze Löcher bei einer gewissen Masse einfach durch die Gravitonen aus unserer Brane gerissen werden und somit aus unserem Universum verschwinden.
Schwer vorstellbar. Denn das würde bedeuten, dass Schwarze Löcher ausschließlich aus Gravitonen bestehen würden* und sich deiner Annahme nach, sehr gerne in höheren (und nicht unseren drei Dimensionen) herumtreiben würden. Wir hätten also gar keine Schwarzen Löcher

Das führt gleich zum nächsten Problem, sowohl bei "der Aufhängung der Brans in einer höhren Dimension" wie auch beim Entweichen der Gravitonen in höhere Dimensionen.
Denn, wenn Gravitonen tatsächlich in höhere Dimensionen verschwinden können - warum sind sie dann da? Bei bis zu 11 Dimensionen, warum treiben sich dann alle Gravitonen (gemäß den Theorien) in unseren drei Dimensionen herum?
(Ich kenne die Antwort, sie hat mit der Topologie der höheren Dimensionen zu tun, aber diese Erklärung steht im Widerspruch mit einer "Aufhängung einer Bran in höheren Dimensionen" - insofern würde mich deine Erklärung interessieren :))// Edit:
* Es würde außerdem bedeuten, dass Gravitionen selbst Gravitionen erzeugen würden, was wiederum den Energieerhaltungssatz verletzen würde.Kurzum, ich denke es ist langsam klar, weswegen es noch keine GUT gibt. Jede Theorie, egal wie oft Stringtheorien einem auch als Lösung angepriesen werden, hat bisher (noch) mit solchen "Problemchen" zu kämpfen - und eine Ende ist gegenwärtig noch lange nicht in Sicht. Es ist ja nicht mal sicher, ob es überhaupt eine mathematisch schöne GUT gibt

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Ähm sollte ich mich täuschen? Die Existenz von Gravitonen ist doch bisher nur eine mehr als zweifelhafte Theorie.
Da sich Gravitation unendlich schnell ausbreitet und sich laut Relativitätstheorie nichts mit einer Masse > 0 schneller als Licht bewegen kann ist die Existenz irgendwie auch nicht soooo wahrscheinlich.
An so "Gravitonwellen" mag ich nicht so recht glauben, Raumkrümmung kommt mir da schon logischer vor.Wie auch immer, es steht im Widerspruch zu der von mir vergötterten Relativitätstheorie, also darf das nicht sein.

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Optimizer schrieb:
Da sich Gravitation unendlich schnell ausbreitet und sich laut Relativitätstheorie nichts mit einer Masse > 0 schneller als Licht bewegen kann ist die Existenz irgendwie auch nicht soooo wahrscheinlich.
Hm, die Relativitätstheorie sagt aber, dass sich nichts schneller gleich Lichtgeschwindigkeit bewegen kann. Es gibt keine Photonen

Die Lösung ist simpel:
Nichts, was eine Ruhemasse besitzt, kann sich >= c bewegen. Und Photonen besitzen wie auch die theoretischen Gravitionen eben keine solche Ruhemasse
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Egal, solange Gravitonen keine Raumkrümmung verursachen, wird deren Existenz von mir abgelehnt.

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und sich deiner Annahme nach, sehr gerne in höheren (und nicht unseren drei Dimensionen) herumtreiben würden. Wir hätten also gar keine Schwarzen Löcher
hmm das versteh ich jetzt nicht...
nur weil etwas im ndimensionalen raum mit n>3 existiert, heisst es doch nicht, dass es für räume mit n<= 3 nicht sichtbar ist, sondern eher, dass wir nur das 3 dimensionale abbild wahrnehmen könnten...
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otze schrieb:
und sich deiner Annahme nach, sehr gerne in höheren (und nicht unseren drei Dimensionen) herumtreiben würden. Wir hätten also gar keine Schwarzen Löcher
hmm das versteh ich jetzt nicht...
nur weil etwas im ndimensionalen raum mit n>3 existiert, heisst es doch nicht, dass es für räume mit n<= 3 nicht sichtbar ist, sondern eher, dass wir nur das 3 dimensionale abbild wahrnehmen könnten...Es handelt sich nicht um ein Abbild. Gravitonen sollen sich aufgrund ihrer Stringstruktur ("ringförmig") vollkommen frei in allen Dimensionen bewegen können. Es gibt nichts, was sie auf eine bestimmte Dimension beschränken würde (im Gegensatz zu allen anderen Teilchen, deren Strings an der Bran (unserem dreidimensionalem Raum) "festkleben").
Der Witz ist jetzt aber der: Diese "normalen 3-D-Teilchen" "erzeugen" diese Gravitonen bzw tauschen sie aus. Und experimentell lässt sich jetzt (bei kleinen Distanzen) nachweisen, dass die real gemessene Gravitationswirkung der theoretisch erwarteten spricht. Oder anders gesagt: Alle Gravitonen, die erzeugt werden müssten, treiben sich in unseren drei Dimensionen herum, obwohl sie nichts auf diese drei Dimensionen beschränkt.
Der Erwartungswert wäre bei 11 Dimensionen eher eine 3-d-Gravitationswirkung von 3/11 der erzeugten Gravitionenzahl. Dem ist aber nicht so.
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DocJunioR schrieb:
Also die Superstringtheorie besagt, dass in der 11. Dimension sogenannte Branes (Membranen) aufgehängt sind, ähnlich Handtüchern auf Leinen. Immer wenn sich 2 Branes berühren, gibts nen Urknall und nen neues Universum entsteht mal eben.
Hm, verbinden Universen dann diese Branes ?
Devil
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mezzo mix schrieb:
devil81 schrieb:
irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem es nur noch Schwarze Löcher gibt,
und keine andere Materie mehr, weil die ist ja aufgefressen.so funktioniert das nicht. schwarze löcher wachsen nur bis zu einer bestimmten größe an, und sind dann 'satt'. (der grund dafür ist noch nicht bekannt)
allerdings können sich wohl schwarze löcher, wie du schon sagtest, zu größeren verbinden.wenn sie satt sind und nichts mehr "schlucken", dann sind sie nicht mehr sichtbar, weil sie ja nichteinmal licht aufnehmen. verschwindet damit ihre existenz? wär ja irgendwie schwachsinnig
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. schrieb:
wenn sie satt sind und nichts mehr "schlucken", dann sind sie nicht mehr sichtbar, weil sie ja nichteinmal licht aufnehmen. verschwindet damit ihre existenz? wär ja irgendwie schwachsinnig
Nur weil man etwas nicht sieht, heisst das noch lange nicht, dass es nicht da ist.
Die siehst deine Schilddrüse ja auch nicht - trotzdem ist sie da.
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, schrieb:
. schrieb:
wenn sie satt sind und nichts mehr "schlucken", dann sind sie nicht mehr sichtbar, weil sie ja nichteinmal licht aufnehmen. verschwindet damit ihre existenz? wär ja irgendwie schwachsinnig
Nur weil man etwas nicht sieht, heisst das noch lange nicht, dass es nicht da ist.
Die siehst deine Schilddrüse ja auch nicht - trotzdem ist sie da.
ich glaub an keine schwarzen löcher...

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. schrieb:
wenn sie satt sind und nichts mehr "schlucken", dann sind sie nicht mehr sichtbar, weil sie ja nichteinmal licht aufnehmen. verschwindet damit ihre existenz? wär ja irgendwie schwachsinnig
Genau anders rum ist es doch. Solange sie das Licht fressen sind sie unsichtbar und nicht beobachtbar, wenn sie aufhören würden, müssten sie sichtbar werden.
ich glaub an keine schwarzen löcher...

Glauben ist relativ. Wenn du ein schwarzes Loch als starkes Gravitationszentrum auffasst, welches auch Licht verschluckt, dann ist die Existenz mehr oder weniger bewiesen.
Was meinst du, warum die ganzen Spiralgalaxien nicht auseinanderfliegen durch ihre Drehung?
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Optimizer schrieb:
. schrieb:
wenn sie satt sind und nichts mehr "schlucken", dann sind sie nicht mehr sichtbar, weil sie ja nichteinmal licht aufnehmen. verschwindet damit ihre existenz? wär ja irgendwie schwachsinnig
Genau anders rum ist es doch. Solange sie das Licht fressen sind sie unsichtbar und nicht beobachtbar, wenn sie aufhören würden, müssten sie sichtbar werden.
und wie sollen sie dann aussehen?
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devil81 schrieb:
DocJunioR schrieb:
Also die Superstringtheorie besagt, dass in der 11. Dimension sogenannte Branes (Membranen) aufgehängt sind, ähnlich Handtüchern auf Leinen. Immer wenn sich 2 Branes berühren, gibts nen Urknall und nen neues Universum entsteht mal eben.
Hm, verbinden Universen dann diese Branes ?
Es kommt darauf an, was du unter einer Bran verstehst. Im Normalfall versteht man darunter unseren normalen unendlichen dreidimensionalen Raum. Die beschriebene Kollision wäre also eine Kollision unseres Raums mit einem anderem fremdem Raum, eben einer anderen Bran.
Das geht deswegen, weil die Gravitation des "Inhalts" der Brans nicht an die Bran selber gebunden ist. Das heißt, Bran1 zieht Bran2 an und Bran2 zieht Bran1 an. Die Gravitation von Bran1 und Bran2 entschlüpft diesen nämlich und wechselwirkt. Deswegen die Anziehung und letztlich eine Kollision.
Wenn du also unseren Raum als Universum definierst, hast du mehrere dreidimensionale Universen. Definierst du die höheren Dimensionen als Universum, hast du eines, in dem mehrere Brans unterwegs sind.
Auf jeden Fall sind die Brans nicht miteinander verbunden. Zumindest nicht mittelbar. Das Bindemittel sind, wie oben beschrieben, Gravitonen.
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Optimizer schrieb:
Solange sie das Licht fressen sind sie unsichtbar und nicht beobachtbar, wenn sie aufhören würden, müssten sie sichtbar werden.
Die Astrophysiker haben ein neues Lieblingsspielzeug:
Dunkle Materie.
Verschlingt kein Licht und ist trotzdem nicht sichtbar. Ganz einfach deswegen, weil sie nicht mit der normalen sichtbaren Materie (also auch dem Licht) wechselwirkt.// edit:
Ach ja:Was meinst du, warum die ganzen Spiralgalaxien nicht auseinanderfliegen durch ihre Drehung?
Hm, wegen der Gravitationswirkung der Materie, die der Fliehkraft entgegen wirkt?

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. schrieb:
und wie sollen sie dann aussehen?
Na, wie ein fetter zusammengeballter Haufen von Masse eben aussieht.

Evtl. sogar recht homogen, weil die Elemente alle verschmelzen.
Ich möchte aber nochmal betonen, das schwarze Löcher eben nicht einfach mal irgendwann satt werden und aufhören zu fressen.sarfuan schrieb:
Was meinst du, warum die ganzen Spiralgalaxien nicht auseinanderfliegen durch ihre Drehung?
Hm, wegen der Gravitationswirkung der Materie, die der Fliehkraft entgegen wirkt?

Nein, eben nicht. Die Gravitation der Masse am Rand der Galaxie bewirkt doch nicht, dass die Galaxis zusammenhält. Der einzige Grund, warum die Erde um die Sonne kreist, ist die Gravitation der Sonne. Und warum die ganzen Sternensystem um den Mittelpunkt der Galaxis kreisen und nicht ausbrechen (tangential wegfliegen) muss auch nen Grund haben... einen sehr... äh... massiven Grund.

Dass es wirklich ein schwarzes Loch ist, ist eher Ansichtssache. Es geht die Theorie von dunkler Materie im Inneren der Galaxie um... ich sehe vom Prinzip her keinen großen Unterschied. Auf jeden Fall scheint es etwas zu sein, was kein Licht reflektiert, weil man es mit Lichtteleskopen nicht beobachten kann.
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Optimizer schrieb:
Nein, eben nicht. Die Gravitation der Masse am Rand der Galaxie bewirkt doch nicht, dass die Galaxis zusammenhält. Der einzige Grund, warum die Erde um die Sonne kreist, ist die Gravitation der Sonne. Und warum die ganzen Sternensystem um den Mittelpunkt der Galaxis kreisen und nicht ausbrechen (tangential wegfliegen) muss auch nen Grund haben... einen sehr... äh... massiven Grund.

Ja, aber unser Sonnensystem entstand aus einer Gaswolke, die sich unter ihrer eigenen Schwerkraft unter Drehung verdichtete, bis irgendwann mal eine so hohe Massenkonzentration im Zentrum vorlag, dass die Sonne entstand.
Ganz ähnlich ist es auch mit Galaxien. Diese streben zu ihrem Massenzentrum, aufgrund der eigenen Schwerkraft und die Fliehkraft wirkt diesem Streben entgegen. Im Zentrum einer Materieansammlung wie einer Galaxie, ist die höchste Konzentration an Masse - und damit auch die stärkste Gravitationswirkung.
Ein Schwarzes Loch im Zentrum einer Galaxie ist doch keine Ursache für die Bildung der Galaxie sondern erst ein Produkt der Massenzusammenballung im Zentrum einer entstandenen jungen Galaxie.
Das funktioniert alles wunderbar auch ohne Schwarzem Loch. Bei dir hört es sich ja fast so an, als ob Galaxien nichts weiter als Akkretionsscheiben von Schwarzen Löchern wären ...Dass es wirklich ein schwarzes Loch ist, ist eher Ansichtssache. Es geht die Theorie von dunkler Materie im Inneren der Galaxie um... ich sehe vom Prinzip her keinen großen Unterschied. Auf jeden Fall scheint es etwas zu sein, was kein Licht reflektiert, weil man es mit Lichtteleskopen nicht beobachten kann.
Nein, dabei handelt es sich nicht um graue Theorie. Schwarze Löcher sind unlängst nachgewiesen bzw genauer die charakteristische Röntgenstrahlung ihrer Akkretionsscheiben. Z.B. beim beliebtestem Studienobjekt für solche Fragen, dem Andromedanebel. Dort kann man relativ ungestört auf das Galaxienzentrum blicken (bei unserer eigenen Galaxie versperrt sie selbst die Sicht aufs Zentrum).
Die Dunkle Materie ist übrigens über die ganzen Galaxien verteilt, so will es die Theorie. Und nicht nur im Zentrum. Läuft im Grunde auf das selbe hinaus, was ich schon sagte: Die gesamte Masse einer Galaxie trägt zum Zusammenhalt bei. Schwarze Löcher sind nicht ursächlich dafür.
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Hmm.. wie war das? was bewirkt doch gleich diese dunkle Materie?
Dass sich Galaxien im inneren genauso schnell bewegen wie außen?
Im Endeffekt ist das doch eine Auswirkung der Gravitation der mutmaßlichen dunklen Materie, oder?
Auf der anderen Seite mutmaßt man, dass die einzige Möglichkeit, parallele Universen nachzuweisen diese wäre, Gravitonen aufzuspüren..Vielleicht hat man das doch schon längst?
Diese Gravitation der "dunklen Materie" könnte doch durch Wechselwirkungen von Gravitonen aus solchen Universen entstehen, (müsste man dann nicht eigentlich Multiversen sagen??) also durch große Massen wie schwarze Löcher sie besitzen.
Nuur mal so rumgesponnen..cYa
DjR
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sarfuan schrieb:
Ein Schwarzes Loch im Zentrum einer Galaxie ist doch keine Ursache für die Bildung der Galaxie sondern erst ein Produkt der Massenzusammenballung im Zentrum einer entstandenen jungen Galaxie.
Ich habe ja nichts gegenteiliges behauptet. Ich habe nur gesagt, dass die Galaxie ohne schwarzes Loch auseinanderfliegen würde.
Bei dir hört es sich ja fast so an, als ob Galaxien nichts weiter als Akkretionsscheiben von Schwarzen Löchern wären ...
So ist es letztlich aber auch. Da das schwarze Loch aber auch gleichzeitig Teil der Galaxie ist (nämlich das Zentrum), kann man natürlich leicht sagen, dass die Galaxie sich selber zusammenhält.
:xmas2: