Unterrichtsmethoden



  • Pratika finde ich gut. Allerdings mehr in form schulinterner gruppen projekte.



  • Sowas heißt Projektwoche (Pflicht) bzw. Arbeitsgemeinschaft (freiwillig).

    Stimmt, sowas war immer klasse. 🙂



  • Stammtischler schrieb:

    ➡ "Hausaufgaben" sind freiwillig

    wozu sind hausaufgaben gut? um was zu lernen? umd die schüler zu quälen? weil man schon immer hausaufgaben aufgab? von allem etwas. je nach lehrer in verschiedenen gewichtungen.
    hausaufgaben freiwillig ist immr für die guten schüler empfehlenswert, vielleicht ist ja noch der hauch eine möglichkeit vorhanden, sie nicht so zu langweilen, daß sie wieder verdummen. für die, die im 8. schuljahr den dreisatz noch nicht gerafft haben, müssen hausaufgaben aber sein. daher mein vorschlag:
    ➡ wer in der letzten klassenarbet eine 1 hatte, braucht keine hausaufgaben zu machen (es wird natürlich empfohlen, daß er doch hin und wieder welche macht, um nicht zu riskieren, nächstes mal eine 2 zu kassieren und dann wieder immer mitmachen zu müssen.) plötzlich wäre gute noten etwas erstrebenswertes, für die man auch sogar mal gezielt lernt.

    ➡ Leute die nicht leise sind werden ermahnt, bei mehrfachem Ermahnen müssen sie die Klasse verlassen

    wie ist das mit der aufsichtsplicht. als verlassen kann gar nicht sein. wie früher in die ecke stellen, in den schrank sperren oder einfach schlagen? woher kommt das nicht-leise-sein?
    a) uninteressanter unterricht (schuld des lehrers)
    b) fragen zum stoff bleiben offen (erst recht)
    c) ?

    ➡ bei Arbeiten werden praxisnahe Aufgaben benutzt. Jeder darf sich eine Seite mit Notizen machen und zur Arbeit mitnehmen (ggf. in späteren Klassen auch das Internet benutzen).

    praxisnähe ist wenn falsch gemacht, das schlimmste, was es gibt. dann kommt nämlich gar ein wissen rüber und es ist voll loangweilig und nichtsbringend und sehr unangenehm für schüler. daher keine generelle forderung nach praxisnähe.

    ➡ Ein kleiner Test an dem Ende jeder Stunde über den Inhalt der Stunde wird gestellt, dieser wird jedoch nicht/sehr wenig gewertet (=> Selbskontrolle)

    je nach fach. in englisch in einer wotschatz-aufbau-phase toll. in physik immer verfehlt (außer, der unterricht beschränkt sich aufs auswendiglernen und nicht auf's begreifen).



  • Gegenvorschläge:
    ➡ Hausaufgaben werden in der Schule erledigt, Ganztagsschulen für alle werden eingeführt. Vormittags Unterricht, Nachmittags gemeinsames Hausaufgaben erledigen und lernen. Wer aus der Schule rauskommt muss nichts mehr für den nächsten Tag erledigen.
    ➡ Leute die nicht leise sind werden gegebenenfalls darauf hingewiesen das sie ihre Schulpflicht erfüllt haben und nach Hause gehen können, wenn sie sich langweilen. Oder noch besser:
    ➡ Anwesenheitspflicht besteht nur bei angesagten Prüfungen, wer dem Unterricht nicht beiwohnen will soll es lassen. Wer bei den Prüfungen durchfällt darf das Quartal, Halbjahr etc. nochmal machen solange bis er seinen Schein hat.



  • asdrubael schrieb:

    Gegenvorschläge:
    ➡ Hausaufgaben werden in der Schule erledigt, Ganztagsschulen für alle werden eingeführt. Vormittags Unterricht, Nachmittags gemeinsames Hausaufgaben erledigen und lernen. Wer aus der Schule rauskommt muss nichts mehr für den nächsten Tag erledigen.

    Koennte evtl. ok sein. Aber was machen die von volkard bereits angesprochenen besseren Schueler? Eine Zeitlang wird es wohl gutgehen,
    dass diese anderen helfen. Irgendwann wird das dem ein oder anderen aber
    auch zu langweilig (z. B. weil immer die gleichen Fragen auftauchen).

    Duerfen die dann frueher gehen? Waere das auch so ein Ziel, von welchem
    volkard sprach? Oder waere es unfaeir?

    ➡ Leute die nicht leise sind werden gegebenenfalls darauf hingewiesen das sie ihre Schulpflicht erfüllt haben und nach Hause gehen können, wenn sie sich langweilen. Oder noch besser:
    ➡ Anwesenheitspflicht besteht nur bei angesagten Prüfungen, wer dem Unterricht nicht beiwohnen will soll es lassen. Wer bei den Prüfungen durchfällt darf das Quartal, Halbjahr etc. nochmal machen solange bis er seinen Schein hat.

    Ob das besser ist? Ich sehe da das Problem, dass es viele Schueler gibt, die
    die "Is mir alles Sch***egal"-Mentalitaet besitzen.

    Die Frage ist:
    Ist es besser, sie in der Schule zu haben?
    -> Schueler die besser sein koennen/sind werden von denen gestoert, sehr
    schlecht.
    Ist es besser, sie duerften zu Hause bleiben?
    -> Dann treffen sie sich wahrscheinlich schon Vormittags in irgendwelchen
    Banden oder aehnliches und belaesstigen andere Menschen, weil diese
    Leute meistens nur anpoepeln koennen. Rentner koennen dann vielleicht
    keinen Vormittagsspaziergang mehr in Ruhe machen.

    Und das Resultat? Bei beiden Versionen sehe ich, dass diese Leute uns
    spaeter auf dem Geldbeutel sitzen und wir sie schoen mitfinanzieren.

    Wir wuerden also die jenigen, die lernbereit sind, unterstuetzen, indem sie
    ungestoerter in der Schule aufpassen und lernen koennen.

    Wir bestrafen sie damit, dass sie, weil sie spaeter die anderen mitfinanzieren
    muessen.

    Und die andere Version?

    Wir bestrafen die jenigen, die lernbereit sind, weil mehr stoerenfriede in der
    Klasse hocken (und es gibt ne menge davon 😞 ).

    UND wir bestrafen die jenigen, die lernbereit sind, weil sie die anderen
    spaeter mitfinanzieren muessen.

    Sehe ich das zu negativ?

    Ich denke, dass ist sehr schwer zu beantworten. Obwohl mir persoenlich mehr
    wissen sehr lieb ist.

    mfg
    v R



  • Man muss die "besseren" Schüler nur zu beschäftigen wissen. Zum Beispiel durch Jahrgangsmischung. So kann der Drittklässler vom Viertklässler lernen und das gelernte dadurch wiederholen das er es einem Zweitklässler versucht zu erklären. Jeder muss die Chance haben in seinem eigenen Tempo zu lernen, dann will sich auch niemand mehr abkapseln weil er das ja eh schon alles kann.

    Den Schülern wird halt schon früh eingetrichtert das Schule scheiße ist, weil man sie zum lernen zwingt. Lernen darf keinen Spaß machen, wer in einem gewissen Alter noch nicht ließt wird dazu gezwungen. Resultat: Lesen wird als etwas unangenehmes empfunden und nach der Schule so gut es geht vermieden. Solche Erfahrungen hat glaub ich jeder von uns gemacht. Wer hat nachdem er in der Schule jahrelang dazu gezwungen wurde Gedichtinterpretationen zu erstellen, nach dem Abschluss freiwillig welche gelesen?

    Selbständigkeit ist an staatlichen Schulen ein Fremdwort. Die Schüler lernen das wozu man sie zwingt und keinen Fitzel mehr. Würde man ihnen erlauben den Unterricht zu verlassen, würden sicher alle erstmal juche schreien und sich daheim vor die Glotze packen. Nachdem sie aber die erste Prüfung voll verhaut haben, wird ihnen vielleicht klar das der Unterricht eben doch seinen Sinn hat. Und wer weiß das er den Schulabschluss braucht um später mal xyz zu werden, der wird sich dann gerne in die Stunden hocken und ruhig sein, damit er nicht nochmal wiederholen muss.

    Es gibt in Deutschland schon Schulen die vieles davon umsetzen, bloß sind das teure Privatschulen. In München gibt es einen Kindergarten in dem wird nur Englisch gesprochen. Wisst ihr wer da hingeht? Die Kinder der millionenschweren FC Bayern Spieler. Tja wer Geld hat der mutet seinen Kindern nicht unser marodes Bildungssystem zu.



  • Gesamtschulen würde ich wirklich begrüßen. 🙂

    Aus Sicht des Kindes, was während es Hausaufgaben macht, jemanden fragen kann, der Ahnung hat.
    Überlegt doch mal, wer kann denn noch alles genau so, wie es gelehrt wird?

    Das fängt doch schon beim Schreiben an: Alle paar Jahre wird eine andere Schreibschrift eingeführt - ergo, das Kind kann die Schrift der Eltern nicht lesen. Oder aber es versaut sich den eigenen Schreibstil, weil es Teile übernimmt, das gibt zumindest in den ersten Jahren schlechte Noten und macht Probleme.

    Und so weiter. Was die Eltern in der Schule nicht begriffen haben, können Sie dem Kind nicht erklären.

    Aus Sicht der Eltern hätte es auch enorme Vorteile. Sie müssen dem Kind nicht bei den Hausaufgaben helfen oder es kontrollieren. (Was auch zum Lügen führen kann.)
    Außerdem müssen sie nicht dauernd zu Hause sein.
    Überlegt mal, ein Grundschüler hat doch oft nur bis 11 oder 12 Uhr Unterricht. Wie soll man da arbeiten gehen? 😕
    Das wäre nichtmal eine Teilzeitstelle.

    Und Arbeitsgemeinschaften würden das ganze abrunden. Sport oder Handwerkliches oder was auch immer. Im der Schule ist doch alles schon da (Halle, Werkraum) - außerhalb müßte es gekauft und betreut werden.



  • Nun, der wichtigste, aber auch schwierigste Punkt ist es, den Schülern das "Lernen ist scheiße"-Denken abzugewöhnen und Leute nicht mehr blöd anzugucken weil sie zum Beispiel Mathe können.
    Zu den Hausaufgaben: Bei uns ist es so, dass die, die Lernen wollen die Hausaufgaben machen wollen, die die keine Hausaufgaben machen wollen, schreiben sie komplett ab, oder machen sie so, dass sie ihren Zweck nicht erfüllen.
    Ich wäre eh für ein komplett anderes Konzept: Jeder bekommt eine Liste mit dem was er können sollte, es werden freiwillige Kurse angeboten, wobei Störenfriede (falls es sie denn noch geben sollte, da freiwillig) einfach rausgeschmissen werden. X mal im Jahr wird das Wissen getestet, wer diese Prüfung nicht besteht muss dann 1/X tel des Jahres wiederholen! Man darf auch komplett vom Unterricht wegbleiben, wenn man sich die Informationen selber aneignen kann.

    Meiner Meinung nach sind ein Großteil der Lehrer doch eh nur erfolglose Studenten und haben von vielem keine Ahnung...



  • Noch eine Aufgabe, die ich z.B. als eine empfehlenswerte praxisnahe Aufgabe einstufen würde:
    Herr Meier kauft sich einen Hochdruckreiniger. Dieser hat eine Leistung von 1800W, erwärmt das Wasser um 60°C und hat eine Pumpleistung von 200 l/Stunde. Herr Meier würde nun gerne wissen, was es ihm kostet, das Gerät 2,5 Stunden zu berteiben. Kannst du ihm helfen?
    Dazu folgende Angaben:
    Kosten Wasser : 3€ / m³
    Kosten Strom : 0,20€ / kWH
    Kosten Wassererwärmung : 0,1€ pro Liter pro Grad Celsius

    Noch besser wäre meiner Meinung nach eine Arbeit die alle Fächer zugleich umfasst, z.B. Aufgaben die ein Arbeiter im Laufe eines Tages machen muss:
    Frau Bleifink geht morgens um 8 zur Arbeit. Ihre Autofahrt dauert 45 minuten, sie bekommt ein Reisegeld von 5€ pro Tag, reicht dies? (Dazu natürlich weitere Angaben). Auf der Arbeit angekommen, erfährt Sie, dass ein englischer Kunde noch keine weiteren Angaben zu seinem Auftrag gegeben hat, bitte schreibe ihm eine E-Mail in der er um die fehlenden Informationen gebittet wird. [...] Zu Hause angekommen merkst du, dass der vor 2 Wochen bezahlte Ebay Artikel immer noch nicht eingetroffen ist und der Verkäufer auf E-Mails nicht antworten. Formuliere einen Brief, der den Sachverhalt erläutert und den Verkäufer darauf hinweist dass rechtliche Schritte eingeleitet werden, sofern noch immer keine Antwort kommt.



  • volkard schrieb:

    daher mein vorschlag:
    ➡ wer in der letzten klassenarbet eine 1 hatte, braucht keine hausaufgaben zu machen (es wird natürlich empfohlen, daß er doch hin und wieder welche macht, um nicht zu riskieren, nächstes mal eine 2 zu kassieren und dann wieder immer mitmachen zu müssen.) plötzlich wäre gute noten etwas erstrebenswertes, für die man auch sogar mal gezielt lernt.

    Halte ich auch für die vernünftigste Lösung.


  • Mod

    Gesamtschulen würde ich wirklich begrüßen.

    Damit man endgültig alle auf das Niveau der dümmsten herabsetzt?

    Aus Sicht der Eltern hätte es auch enorme Vorteile. Sie müssen dem Kind nicht bei den Hausaufgaben helfen oder es kontrollieren. (Was auch zum Lügen führen kann.)

    Ganztagsschule oder Gesamtschule nun? Also Ganztagsschule. Also ja hätte enorme Vorteile: Kind ist passiert - wohin damit nun? Naja in die Schule abschieben, Erziehung den Lehrern in die Hand legen die sowieso viel zu überlastet sind und sich danach - nachdem die Kinder endgültig deformiert worden sind - über das Bildungssystem beschweren. Wehe das Kind hat Lernschwierigkeiten, in der Gesamtschule gibts sowas ja gar nicht - dort sind ja alle am selben kleinsten Nenner der möglich ist. Wenn das Kind durchfällt sind die Lehrer schuld - das arme Kind hat sicher alles brav gemacht und die Eltern waren ja nichtmal da.

    Überlegt mal, ein Grundschüler hat doch oft nur bis 11 oder 12 Uhr Unterricht. Wie soll man da arbeiten gehen?

    Gar nicht? Wer ein Kind hat sollte dafür auch selbst sorgen. Wenn du findest, dass andere für dich die Arbeit übernehmen sollen wäre es eventuell besser wenn auch andere die Kinder bekommen.

    Wir könnten Kinder in großen Internaten sammeln. Nach der Geburt legt man es dort vor die Tür und wenn es eine Ausbildung gemacht hat, einen fixen Job hat und mit beiden Beinen im Leben steht holen wir es an der Kassa wieder ab. Wenigstens konnte man in der Zeit die Karriere pushen.

    MfG SideWinder



  • @SideWinder:
    Statt nur zu kritisieren könntest du ja mal ein paar Alternativen nennen. Sicher ist es nicht erstrebensswert das man die Erziehung der Schule aufdrückt, aber ist es besser wenn Berufstätige lieber gar keine Kinder bekommen und die Geburtenraten noch weiter fallen? Wer so richtig viel Zeit hat sind arbeitslose Unterschichtler. Sollen die ihre Kinder schön brav selbst erziehen, wo sie doch selber schon zu dumm zum verhüten sind?

    Andere Länder haben uns in dem Punkt viel voraus Pisa zeigt doch wo wir momentan stehen.


  • Mod

    Andere Länder haben uns in dem Punkt viel voraus Pisa zeigt doch wo wir momentan stehen.

    Pisa ist doch wohl echt der Ich-Sag-Nichts-Aus-Test. Da werden zufällig 14-jährige Schüle ausgewählt, die womöglich auch noch früher heimgehen dürfen wenn sie den Test schneller abgeschlossen haben. Da gabs Fälle in denen Schüler aus reinem Trotz irgendwelche Dinge hinschrieben. Aussagekräftig 👍

    Wer so richtig viel Zeit hat sind arbeitslose Unterschichtler.

    Keine Zeit? Dann nimm dir welche. Es können die ersten 12 Jahre nunmal nicht beide Ehepartner ganztags arbeiten gehen. Aber nur weil das nicht der Fall ist, heißt das noch lange nicht, dass beide Eltern arbeitslos sein müssen!

    Wenn ich mal wieder ein Beispiel bringen darf, leider nicht sehr beliebt, aber ich finde sie unterstreicht sehr wohl die Tatsache, dass es funktioniert: Ich. Beide Eltern arbeiten, ich konnte trotzdem erzogen werden und wenn ich um 12h nach der Volksschule nach hause kam war meine Mutter zu Hause. In der Zeit zwischen 8. und 12. Lebensjahr musste ich nach der Schule ~2 Tage die Woche 2 Stunden zur Nachbarin. War aber kein Problem, der Nachbarjunge war auch ein Jahr bei uns.

    MfG SideWinder



  • SideWinder schrieb:

    Andere Länder haben uns in dem Punkt viel voraus Pisa zeigt doch wo wir momentan stehen.

    Pisa ist doch wohl echt der Ich-Sag-Nichts-Aus-Test. Da werden zufällig 14-jährige Schüle ausgewählt, die womöglich auch noch früher heimgehen dürfen wenn sie den Test schneller abgeschlossen haben. Da gabs Fälle in denen Schüler aus reinem Trotz irgendwelche Dinge hinschrieben. Aussagekräftig 👍

    Achso und in anderen Ländern wo der Test genauso läuft kommt zufällig zum xten Mal in Folge ein besseres Ergebnis raus als bei uns. Dolle Theorie.

    Wer so richtig viel Zeit hat sind arbeitslose Unterschichtler.

    Keine Zeit? Dann nimm dir welche. Es können die ersten 12 Jahre nunmal nicht beide Ehepartner ganztags arbeiten gehen. Aber nur weil das nicht der Fall ist, heißt das noch lange nicht, dass beide Eltern arbeitslos sein müssen!

    Es geht nicht drum was ich möchte sondern das viele Berufstätige von Kindern Abstand nehmen. Die Zahl der Akademikerkinder und die Geburtenrate allgemein nimmt seit Jahrzehnten ab und das ist ein Problem das es zu lösen gibt. Das funktioniert bloß leider nicht mit Phrasendrescherei ala "nimm dir Zeit".



  • SideWinder:
    Mal ganz ehrlich, hast du dich schon mal damit beschäftigt, eine Familie zu gründen?
    Heute muss ja nicht mehr unbedingt die Frau zu Hause bleiben, damit ist das Szenario umso realistischer:
    Bis ein Kind alt genug ist, einen Nachmittag allein zu verbringen, ist es mind. 13.
    Damit wärst du schon mind. 12 Jahre aus dem Beruf raus (1 Jahr ist die Frau wohl sinnvoller als "Betreuung"). 🙄

    Das Geld brauchst du aber. Und WAS BITTE soll man arbeiten, wo man ein Kind morgens um 8 an der Schule oder Kindergarten absetzt und um 12 steht das Essen auf den Tisch? 😕
    Nachmittags muss man auch drauf aufpassen...

    Heimarbeit? Macht kaum jemand von den Arbeitgebern.
    Teilzeit? So kurz gibt es nichts.

    Und nach 12 Jahren kannst du in die Informatikbranche erst recht nicht wieder einsteigen. 🙄

    Also, lass man stecken. Ich will die Erziehung nicht abschieben, aber wenn man nichtmal einen Teilzeitjob machen kann, dann wird das nix.
    Denk mal drüber nach, warum kaum einer noch Kinder haben will. Wenn ich ein Kind weder ernähren noch mit darum kümmern kann, dann lasse ich das.

    Und ein Teil war aus Kindsicht.
    Meine Eltern sind seit etwa 30 Jahren aus der Schule raus gewesen. Die brauchte ich nicht fragen. Keine Chance. Die haben so ziemlich alles anders gemacht oder gar nicht erst gehabt.
    Da wäre mir eine Ganztagsschule sehr recht gewesen, weil ich mal jemanden hätte fragen können.

    Ganz ehrlich: Bist du noch Schüler?
    Deine Reaktion läßt es irgendwie vermuten: Blos keine Minute länger in der Hölle... 😃



  • estartu_de schrieb:

    Ich komme aus Wessiland. 😉 (Braunschweig)

    Mein eines Praktikum habe ich bei der PTB gemacht - und das war spitze. Und: Das was ich damals erstellt habe, diente 1 Jahr später noch zu Anschauungszwecken und hängt bestimmt immer noch da. 🙂
    Auch das Programm, was ich bei der Versicherung erstellt habe dürfte noch im Einsatz sein, da die total begeistert davon waren. 😃

    Es kommt eben immer auf beide Seiten an. Von 5 Praktika war eines Mist - was solls...

    gut 🙂

    det kind, mit dem ich wohne, war zwar etwas angestrengt, 3 wochen jeden tag füher als sonst rauszumüssen, aber er war begeistert vom praktikum.

    ich denke, wenn die schule da mit aufpasst, und ein ordentliches kontigent an betrieben vorweisen kann, die sich bewährt haben und auch interesse (in dieser schule geht das über jahre in zusammenarbeit mit den betrieben) und auch aufpassen, wenn eine/r woanders was selber sucht.. ist praktikum ne feine sache.

    halt ein wenig reallife.



  • SideWinder schrieb:

    Pisa ist doch wohl echt der Ich-Sag-Nichts-Aus-Test. Da werden zufällig 1
    Wenn ich mal wieder ein Beispiel bringen darf, leider nicht sehr beliebt, aber ich finde sie unterstreicht sehr wohl die Tatsache, dass es funktioniert: Ich. Beide Eltern arbeiten, ich konnte trotzdem erzogen werden und wenn ich um 12h nach der Volksschule nach hause kam war meine Mutter zu Hause. In der Zeit zwischen 8. und 12. Lebensjahr musste ich nach der Schule ~2 Tage die Woche 2 Stunden zur Nachbarin. War aber kein Problem, der Nachbarjunge war auch ein Jahr bei uns.

    MfG SideWinder

    da frage ich mich auch, was sie gearbeitet hat?
    kein arbeitgeber nimmt dich für die kurze zeit.. hmm

    na ja, in berlin hätte deine mutter dann wohl um einen hortplatz nach der schule kämpfen müssen, die ziemlich rar sind und im moment immer teuerer werden.

    in meinem umfeld sind übrigens grad eher die väter im erziehungsjahr.
    aber was du nach dem dritten lebensjahr mit deinem kind dann anstellst, bleibt dir überlassen, es ist eine geldfrage, oder eine "ich hab mein kind schon vor der zeugung auf eine warteliste gesetzt ..." sache.

    ich erinnere mich jedoch, dass früher in meinem dorf die bäckerei oder der fleischer (vor vielen monden) so mittagsruhe hatte, von 12 bis 3, vielleicht wohnst du in solchen zusammenhängen. da hätte alles noch eher bewerkstelligt werden können, mit kind kommt aus der schule und kriegt ein heißes essen..

    ich musste als fahrschülerin immer selber schaun, wo ich bleibe. meine brüder und ich kamen zu so unterschiedlichen zeiten, meist zwischen 2 und 4 (ab der 5ten klasse), weil wir ewig fahren mussten.

    ich steh auf gesamtschulen, mir hätte es viel gebracht, eine ordentliche mensa zu haben, in der ich essen hätte können.
    ich steh auch auf horte, und berufstätige eltern. ich finde das grundsätzlich unanstrengender. *g*


  • Mod

    Weiß zwar nicht, was euch das jetzt konkret angeht, aber sie ist Lehrerin an einem Gymnasium. 8h-13h (max), der Rest ist zu Hause zu machen (von verbessern bis Unterricht vorbereiten).

    MfG SideWinder



  • Dann hat deine Mutter Glück mit ihrem Beruf. (Oder du, wie man will...)

    Ich bin Softwareentwicklerin und mein Chef will mich an meinem Schreibtisch in meinem Büro sehen - keine Chance auf Heimarbeit.
    Das ganze 9 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche (plus 1 Stunde fahren pro Strecke). Das ist deutlich länger als selbst ein Gymnasiast in der Schule ist.

    Als ich nach Stellen suchen musste, habe ich auch nach Heimarbeitsstellen und Teilzeitstellen geschaut - NIX, und zwar in ganz Deutschland. (Ich hab per Stepstone und andere der Art gesucht.)

    Außerdem, eine Sache darfst du auch nicht vergessen:
    Ein Schüler hat mehr Ferientage als die Eltern zusammen Urlaubstage. Mein Kollege hat mir das mal aufgerechnet. Also selbst, wenn man einen Job hat, wo das eigentlich passt, hat man in den Ferien ein Problem.

    Und was ist deine Lösung?
    Frauen an den Herd (also Job für immer aufgeben)? Oder den Mann? Wärst DU dazu bereit?
    (Das ist nicht böse gemeint, sondern eine ehrliche Frage, die dich zum Nachdenken anregen soll.)


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