Morgen kippt das Verbot von Studiengebühren...
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Hi
Muss auch mal zu nen paar puntken meinen Senf dazu geben. Zumindestens was BW betrift.
"Einstufungstest" für FH gibts bereits in BW in wie weit das an der einzelnen FH durchgeführt wird, ist den FH's / Fachbereichen überlassen. Das geht von mündlichen Vorstellungsgesprächen über schriftliche Einstufungstests bis zur bewertung der Bewerbungsunterlagen.
Thema run auf die FH. Die Studienlandschaft wird sich in zukunft stark verändern. Uni und FH Abschlüsse werden in zukunft gleichwertig sein, fals die Politik da nicht was ändert. Ein agreditierter Master ist nun mal ein Master egal ob von der Uni oder von der FH und der dauert nun mal 7 Semester Batchler + 3 Semester Master. Und soweit ich weis werden in BW keine Neuen SPOs für Dip und Ing Studiengänge genemigt. nur noch Master und Batchler.
Thema studenten von morgen. das problem fängt ja nicht erst in der Grundschule an sondern schon vorher. Wie soll ein Grundschulleherer unterreichten wenn die haelfte der schüler nur russisch oder türkisch spricht. Wie Unterrichten wenn die grundlegensten Dinge der Erzihung von zu Hause aus schon Fehlern. Der ist ja mehr damit beschäftigt denen deutsch beizubringen (oder andere sachen) als den eigetnlichen SchulStoff. Auch an Realschule und Gymnasium siehts ja mitlerweile auch nicht besser aus. Da werden Schüler hingeschickt obwohl sie gar nicht die Qualifikation für diesen schultyp haben. Folge der Lehere kommt mit dem Stoff nicht durch, die qualität sinkt (ggf der frust des Leheres steigt) Und wieso sollen die Kinder nicht an die Hauptschule? Vieleicht ist die Integrationspolitik das Problem? .....
gruss ein Dummer Hautpschüler mit Dip. Inf.

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Union-Fan schrieb:
keine Ahnung von der fachlichen Realität haben und deshalb verschiedene Studienrichtungen ausprobieren wollen (sie müssen sich vorher informieren)
Das einzige halbwegs ernstzunehmende Argument

Bafög kassieren wollen ohne etwas zu leisten
Warum wundert es mich absolut nicht, dass du noch nie davon gehört hast, dass Bafög leistungsabhängig ist?
Da leg ich dir doch gerne mal § 48 BAföG an's Herz. "Bei Studierenden an Höheren Fachschulen, Akademien oder Hochschulen ist es erforderlich, dass sie mit Beginn des fünften Fachsemesters Eignungsnachweise vorlegen."
Gleich mal den dazugehörigen Link, damit du auch mal Hintergrundwissen zu dem bekommst, worüber du so erfahren diskutierst:
http://www.bafoeg.bmbf.de/fragen_allg_antw03.phpWie Du hoffentlich einsiehst, ist Deine Fokussierung auf Langzeitstudenten im Hinblick auf die Steuerungswirkung der allgemeinen Studiengebühren zu kurz greifend.
LOL
(DU hast irgendwelche ominösen linken 20-Semester-Studenten erfunden, um deine Steuerungswirkung zu rechtfertigen und dich auf diese fokussiert. Nicht ich ... ich hab dich lediglich darauf hingewiesen, dass du - trotz deiner Erfahrung bei der Diskussion von Hochschulpolitik - offenbar keine Ahnung hast ;))
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sarfuan schrieb:
Warum wundert es mich absolut nicht, dass du noch nie davon gehört hast, dass Bafög leistungsabhängig ist?
Da leg ich dir doch gerne mal § 48 BAföG an's Herz. "Bei Studierenden an Höheren Fachschulen, Akademien oder Hochschulen ist es erforderlich, dass sie mit Beginn des fünften Fachsemesters Eignungsnachweise vorlegen."
Gleich mal den dazugehörigen Link, damit du auch mal Hintergrundwissen zu dem bekommst, worüber du so erfahren diskutierst:
http://www.bafoeg.bmbf.de/fragen_allg_antw03.phpJa und die ersten 4 Semester kann man kassieren. Deshalb sind allgemeine Studiengebühren sinnvoll, da es sich nicht mehr lohnt ein Scheinstudium zu beginnen. Genau dieser Bereich wird bisher durch die Studiengebühren für Langzeitstudenten eben nicht getroffen.
Union-Fan
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Das verstehe ich nich, Union-Fan.
Wenn jemand nur wegen dem BAFöG ein Scheinstudium anfängt, wär es ihm natürlich lieber er würde nichts zahlen müssen und könnte sein ganzes BAFöG behalten.
Aber das BAFöG macht sicherlich mehr aus, als die Studiengebühren, so dass diese Leute trozdem die Gewinner bleiben.Aber die, die sich wirklich aufs Studium konzentrieren wollen, kommen in Finanzielle Probleme

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nman schrieb:
In Österreich gibt es seit einigen Jahren Studiengebühren; geändert hat sich an den Unis allerdings nicht viel; außer eben, dass man 400Euro pro Semester blechen darf.
Wer studieren will kommt aber auch ohne Geld afaik noch auf die Uni - bloß wer das Geld hat, muss es blechen. Nur noch die Frage, warum das keiner roten Politikerin eingefallen ist

MfG SideWinder
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Union-Fan schrieb:
Ja und die ersten 4 Semester kann man kassieren. Deshalb sind allgemeine Studiengebühren sinnvoll, da es sich nicht mehr lohnt ein Scheinstudium zu beginnen. Genau dieser Bereich wird bisher durch die Studiengebühren für Langzeitstudenten eben nicht getroffen.
Kleiner Logikfehler:
Der durchschnittliche Bafög-Satz liegt bei 352 Euro (Quelle br-online, weiter oben). Davon muss die Hälfte jedoch an den Staat wieder zurückgezahlt werden.
Man bekommt also lediglich 176 Euro "geschenkt". Und das auch nur, wenn man studiert und sonst nicht (vollzeit)arbeitet, man sonst kein Vermögen hat und das auch nur für 2 Jahre, denn danach sind Leistungsnachweise fällig.
Für zwei Jahre also 176 Euro monatlich.Der Regelsatz bei Sozialhilfe beträgt dagegen seit Januar 2005 immerhin 345 Euro ...
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SideWinder schrieb:
Wer studieren will kommt aber auch ohne Geld afaik noch auf die Uni - bloß wer das Geld hat, muss es blechen.
Gut dass ich das jetzt weiß, das sag ich nächstes Mal einfach, wenn ich nach meinem Studienbeitrag gefragt werde.

An der Medizinischen Uni wurde dieses Jahr wieder mal beschlossen, dass keine Studienbeiträge rückerstattet werden, wusstest Du das?Nur noch die Frage, warum das keiner roten Politikerin eingefallen ist

Was meinst Du bitte?
Elisabeth Gehrer ist doch schon seit 1995 Bildungsministerin.
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ich verstehe das ganze gar nicht, von wegen "kein verbot mehr für studiengebühren".
Ich bezahle doch jetzt schon 200 Euro pro Semester (an der FH). Wo ist da ein Verbot?
Oder gilt das nur für Unis, nicht für die FH? Aber meine Freunde die an der Uni sind, bezahlen jetzt auch schon 150 euro oder so.
Gut, dafür bekommt man auch noch eine Fahrkarte.
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@DrGreenthumb:
Das waren Anmeldegebühren bzw. Meldegebühren
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Was Du bezahlst ist vermutlich:
- Studentenwerksbeitrag (daher auch günstige Fahrkarte)
- möglicherweise ne Verwaltungsgebühr bei der RückmeldungDas hat aber nichts mit Studiengebühren an sich zu tun.
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Jester schrieb:
Was Du bezahlst ist vermutlich:
- Studentenwerksbeitrag (daher auch günstige Fahrkarte)
- möglicherweise ne Verwaltungsgebühr bei der Rückmeldungstimmt, sowas ist das. Und da sollen jetzt evtl. noch (max.) 500 Euro dazu kommen

@SeppSchrott
nene, wie gesagt, pro Semester.
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DrGreenthumb schrieb:
stimmt, sowas ist das. Und da sollen jetzt evtl. noch (max.) 500 Euro dazu kommen

So ist es wohl

Bei mir ist es momentan so, dass man 85 Euro Semesterbeitrag zahlen muss. Davon gehen 35 Euro an's Studentenwerk und 50 Euro "Verwaltungsgebühr" direkt in den Landeshaushalt ...
Und genau wie die "Verwaltungsgebühr", wie auch die Langzeitstudiengebühren nicht bei den Unis sondern beim Landeshaushalt landen, wird es wohl auch bei den Studiengebühren sein ...
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sarfuan schrieb:
Und genau wie die "Verwaltungsgebühr", wie auch die Langzeitstudiengebühren nicht bei den Unis sondern beim Landeshaushalt landen, wird es wohl auch bei den Studiengebühren sein ...
Das ist das Problem. Wenn die 500 EUR wirklich bei der Uni landen würden und dafür dann die notwendigen Fachbücher in ausreichender Anzahl in der Bibliothek stehen würden, die PCs neu wären und die Meßgeräte immer auf dem aktuellen Stand, dann würde die Bereitschaft sicher höher sein, weil aktuelle Rückkopplung zu spüren wäre.
Aber so landet das Geld im Vielfraß-Topf des Staates, bei den anderen schwarzen Löchern Maut, Rente, Steuer, Soli, Krankenkassenbeiträge.
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Marcus: Mag zwar sein, dass die Lehrer dann ungefähr das gleiche unterrichten.
Nur ist die Abiturnote in Deutschland eine Bewertung des Menschen. Der Gleiche Schüler würde aber auch (oder gerade) beim Zentralabitur bei zwei unterschiedlichen Lehrern total unterschiedliche Noten bekommen. Mag zwar sein, dass die Abiturnote irgendwann nicht mehr wichtig ist, aber solange sie das noch ist und dir den Zugang zur gewünschten Uni gewährt oder verweigert (und damit ganze Menschenleben beeinflusst, krass gesagt), kann man damit nicht so leichtfertig umgehen.
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Loggy schrieb:
(und damit ganze Menschenleben beeinflusst, krass gesagt), kann man damit nicht so leichtfertig umgehen.
Ich finde Momentan wird noch viel leichtfertiger damit umgegangen. Was ist mit einem wirklich guten Schüler, der aber auf Grund der hohen Anforderungen seiner Schule nur ne 2,0 schafft und benachteiligt wird gegenüber einem anderen, der eigentlich "nix kann"?
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Loggy schrieb:
Nur ist die Abiturnote in Deutschland eine Bewertung des Menschen. Der Gleiche Schüler würde aber auch (oder gerade) beim Zentralabitur bei zwei unterschiedlichen Lehrern total unterschiedliche Noten bekommen.
Sicher. Schrödinger-Prüfungen, wo man die Schule bei n Lehrern gleichzeitig absolviert und dann den Mittelwert aller Universen als Gesamtnote bekommt sind halt nicht realisierbar.
Klar ist es eine Bewertung des Menschen. DARUM GEHT'S JA!
Einheitliche Prüfungen setzen aber immerhin den möglichen Mißbrauch oder Einfluß des Lehrers auf ein Minimalmaß - entweder braucht das Fahrzeug von a nach b 45 Minuten, oder nicht. Den Unterschied, daß ein Schüler bei einem Lehrer besser lernt als beim anderen kann man niemals in Griff bekommen. Also muß man zumindest die Hürden einheitlich legen und verhindern, daß bei der Abnahme der Leistungen manipuliert werden kann. Die Manipulation zur Unterrichtszeit entzieht sich halt der Überprüfung weitgehend.
Loggy schrieb:
aber solange sie das noch ist und dir den Zugang zur gewünschten Uni gewährt oder verweigert (und damit ganze Menschenleben beeinflusst, krass gesagt), kann man damit nicht so leichtfertig umgehen.
Ich denke doch eher, daß HEUTE der Umgang mit der Abinote leichtfertig ist. Wenn ein Lehrer wichtigen Stoff weglässt und dann Dinge nicht prüft, weil er das nicht mehr behandeln wollte - das ist fahrlässig. Das ist ein Verbrechen an der Zukunft. Das heutige System erlaubt es, fördert es sogar noch, da ein Lehrer in Versuchung kommt die Noten seiner Schüler nach oben zu manipulieren, indem er knifflige Themen nur abgeschwächt prüft.
Oder daß man Leistungskurse Sport und Religion wählen kann - das ist leichtfertiger Umgang mit dem gesamten Gymnasialsystem, zum Schaden derer, die auf diese scheinbare Erleichterung dankbar hereinfallen.
Ich plädiere für ein möglichst einheitliches System, das Manipulation und Fahrlässigkeit dämpft. Was ist daran leichtfertig?
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Müsste man untersuchen, ob Lehrer, die schlechter unterrichten auch einfachere Abiturprüfungen stellen (die zumindest in Niedersachsen von der Landesregierung geprüft werden).
Dass Defizite an der Uni auftreten halte ich nicht so für das Problem. Wer bei uns guten Matheunterricht hatte (und hier gibts eh riesen Unterschiede durch LK oder nur GK), der hatte im ersten Semester Mathe fast nichts neues gelernt (ging mir zumindest so). Was man eben nicht kann, lernt man nach. Ist doch normal an der Uni. Und zwar lernt man das in 2 Wochen, was in der Schule ein halbes Jahr gedauert hat.
Natürlich sind die Grundlagen wichtig, aber was nutzen einem die, wenn man sein Wunsch Studienfach gar nicht erst studieren darf?
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Loggy schrieb:
Natürlich sind die Grundlagen wichtig, aber was nutzen einem die, wenn man sein Wunsch Studienfach gar nicht erst studieren darf?
Ich verstehe Deine Argumentation nicht.
Durch einheitliche Prüfungen wird es nicht mehr oder nicht weniger Studenten geben - denn wenn der Gesamtnotenschnitt sinkt, sinken auch die NCs. Daran ändert sich nichts.
Aber was sich ändert ist die Vergleichbarkeit von Abschlüssen - wenn jemand aus Hamburg mit einem Mathe-LK von 11 Punkten kommt und einer aus München mit Mathe-LK mit 9 Punkten, weiß ich dann ziemlich genau wo der Unterschied in der Bearbeitung der Prüfung lag. Heute sagt mir das gar nichts, weil ich erst Mal die Lehrpläne und Prüfungsordnungen der Ländern studieren muß, um festzustellen was das bedeutet.
Und die Vergleichbarkeit führt natürlich dazu, daß vielleicht heute bevorzugte Schüler dann mal einheitlich behandelt werden. Es gibt eine Verschiebung von Manipulation hin zu besserer Messung. Ich finde das fairer. Dumm, wenn jemand sich plötzlich mehr anstrengen muß, weil er das Abi nicht mehr vom Lehrer geschenkt bekommt, aber das ist halt so. Das halte ich für vertretbar.
Heute ist es so: wenn eine Firma hier im "Grenzgebiet" Lehrstellen vergibt, dann heißt es "mindestens hessische FOS oder bayerische Mittlere Reife". Ich denke mir daher, daß die heutige Situation wesentlich unbefriedigender ist, weil es für Kandidaten aus einigen Bundesländern heute viel schwerer ist ihren Wunsch zu realisieren, als bei eventuellen einheitlichen Prüfungen.
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Wenn das Geld zu 100% den Unis/FHs zufließt, könnte ich damit leben. Aber anderseits muss ich mir einen (Neben-)job suchen, 1000€ im Jahr kann ich auch mit Bafög nicht ohne weiteres aus dem Ärmel schütteln.
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Marc++us schrieb:
Wenn die 500 EUR wirklich bei der Uni landen würden und dafür dann die notwendigen Fachbücher in ausreichender Anzahl in der Bibliothek stehen würden, die PCs neu wären und die Meßgeräte immer auf dem aktuellen Stand, dann würde die Bereitschaft sicher höher sein, weil aktuelle Rückkopplung zu spüren wäre.
Aber so landet das Geld im Vielfraß-Topf des Staates, bei den anderen schwarzen Löchern Maut, Rente, Steuer, Soli, Krankenkassenbeiträge.
zumindest würde das das argument "wettbewerb der hochschulen wird gestärkt" stützen, was im moment aber so ziemlich als hohle parole dasteht.
aber man sieht eben auch daran, daß es keinem politiker darum geht, die hochschulen direkt besser auszustatten. dieses ziel hätte auch ohne gebühren erreicht werden können- einfach dadurch, daß die bildungsetats in den ländern zumindest mal eingefroren worden wären. was erleben wir aber seit jahrzehnten: weniger geld für die bildungspolitik im bundesland A, weniger im bundesland B... und urplötzlich fällt allen auf, daß ein unglaublicher geldmangel herrscht und dafür natürlich gebühren hermüssen.