Über 5 Millionen Arbeitslose.



  • Tja, hätte man in Guten Zeiten Reserven angelegt wäre all das kein Problem... Nun
    müssen wir selbst sehen, wie wir da wieder raus schaffen. Schulden scheinen die
    einzige Möglichkeit zu sein. Wenn wir jetzt weiter einsparen, schaffen wirs
    vielleicht in 5 Jahren einen neutralen Jahreshaushalt zu schaffen, um dann
    evtl. in 30 Jahren unsere Schulden abgebaut zu haben. Und bis dahin sind unsere
    Steuern auf 70% des Einkommens, wir haben 20 Mio Arbeitslose und die Wirtschaft
    ist komplett bankrott. Also sag mir: Was bringt es zu versuchen Schulden ab-
    zubauen?

    Wenn wirs jetzt schaffen unsere Wirtschaft wieder anzukurbeln, werden wir die
    Schulden abzahlen können, wenn wir wieder Geld haben und damit ein Polster
    schaffen für kommende Krisen.

    Übrigens: Bis jetzt konnte noch niemand klären bzw. voraussagen, wann eine Wirt-
    schaft wieder anspringt. Selbst staatliche Unterstützungen scheinen im Endeffekt
    nicht der wirkliche Auslöser zu sein - Ein Wirtschaftswachstum kommt einfach,
    ohne dass man weiß warum. Also noch gibt es Hoffnungen 👍 Gutes Beispiel
    dafür: Dänemark

    Edit: Ausnahme dieser Regel sind Extremseingriffe des Staates ala Deutsches
    Wirtschaftswunder unter Erhard



  • EnERgYzEr schrieb:

    Tja, hätte man in Guten Zeiten Reserven angelegt wäre all das kein Problem...

    Der Witz ist doch, dass man schon damals wusste, dass z.B. unser Rentensystem vor die Wand fahren wird in ferner Zukunft. Nur war es damals egal, man machte es so, weil es für den Zeitpunkt und die damals lebende Generation sowie die Wiederwahl supi war.

    Ich kann es nicht mehr hören, dass wir uns mit Finnland oder Dänemark vergleichen. Wir haben einige Probleme mehr als diese Staaten, darum gelingt es uns auch nicht so simpel, gut dazustehen. Ein Mini-Staat wie Finnland ohne ist nunmal leichter zu regieren.



  • Der Witz ist doch, dass man schon damals wusste, dass z.B. unser Rentensystem vor die Wand fahren wird in ferner Zukunft. Nur war es damals egal, man machte es so, weil es für den Zeitpunkt und die damals lebende Generation sowie die Wiederwahl supi war.

    War doch schon immer so: Was kümmert uns die Zukunft?

    @Loggy : Ja, wenn es so weitergeht bin ich definitiv auch weg.

    Wäre doch auch ein Lösungansatz: "Wir bauen auf und reißen nieder, dan haben wir Arbeit immer wieder" 🙂

    Mal im ernst. Ich selbst wüßte nicht, wie man es hier besser machen könnte. Die Zusammenhänge sind mir zu komplex als mir anmaßen zu wollen, wie ich die Welt verbessere. Das einzige was ich tun kann ist, an mir selbst zu arbeiten um in dem Chaos der kommenden Jahre, ob in Deutschland oder wo auch immer, zurecht zu kommen.



  • In der Tat muss man nach 6 Jahren SPD Regierung für Deutschland ein verheerendes Fazit ziehen. Von dem Wirtschatfsaufschwung vom Ende der 90er hat die Regierung nicht viel übrig gelassen, die Zahl der Erwerbslosen ist von ca, 4,5 auf über 5 Millionen gestiegen. Das Wirtschaftswachstum fällt seit 5 Jahren erheblich niedriger aus, als es sowohl von der schönrednerischen Regierung prophezeit wurde, als es auch sein müsste, um die Arbeitslosigkeit substantiell abzubauen. Die SPD hat es entgegen der Forderungen der Union nicht geschafft, die horrenden Kosten des Sozialsystems durch umfassende Reformen zu senken, es werden weiterhin mehr als 30% des Bruttoinlandsprodukts in auf Sozialsystem verschwendet.

    Ab hier ist nun der Wähler gefragt, bei den nächsten Land- und Bundestagswahlen sowohl den Sozen als auch den Ökos die rote Karte zu zeigen, und eine sowohl handlungsfähige als auch kompetente schwarze oder schwarzgelbe Regierungsmehrheit zu schaffen. Nur auf diesem Wege kann der wachsenden Verarmung der deutschen Wirtschaft und Bevölkerung wirksam entgegengewirkt werden, denn nur eine freiheitlich christlich-konservative Regierung besitzt die notwendige wirtschaftliche Kompetenz, um Deutschland eine erstrebenswerte ökonomische und soziale Zukunft zu sichern.

    Union-Fan



  • Sorry, aber ich werde wieder Rot-Grün wählen bei der nächsten Bundestagswahl.
    Ausser die CDU/CSU kriegt es endlich hin eine Alternative darzustellen.
    Und da sehe ich derzeit kaum Licht am Ende des Tunnels. Die sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

    Mit freundlichen Grüßen

    ein Rot-Grün-Wähler, der es auchnoch zugibt. 🙂



  • Union-Fan schrieb:

    Die SPD hat es entgegen der Forderungen der Union nicht geschafft, die horrenden Kosten des Sozialsystems durch umfassende Reformen zu senken, es werden weiterhin mehr als 30% des Bruttoinlandsprodukts in auf Sozialsystem verschwendet.

    Dann wünsche ich dir viel Spaß im Falle der Arbeitslosigkeit, Rente oder einer
    plötzlichen, langfristigen Krankheit - kannst ja dann gerne betteln gehen, wenn
    du das Sozialsystem eh nur als "Verschwendung" ansiehst.

    Und wo ist übrigens der Vorschlag der Union? Ich hab noch keinen gehört... Sollte
    es tatsächlich einen geben, kannst ihn ja mal hier vorstellen (interessiert mich
    wirklich 👍)

    Und mit Vorschlag meine ich nicht irgendwelche Kleinigkeiten sondern wirklich
    tiefgreifende Reformen.



  • EnERgYzEr schrieb:

    Und wo ist übrigens der Vorschlag der Union? Ich hab noch keinen gehört... Sollte
    es tatsächlich einen geben, kannst ihn ja mal hier vorstellen (interessiert mich
    wirklich 👍)

    Und mit Vorschlag meine ich nicht irgendwelche Kleinigkeiten sondern wirklich
    tiefgreifende Reformen.

    Wenn wir über das komplette Spektrum der Reformen diskutieren würden, könnten wir sicher zehn Fäden füllen. Ich werfe aber mal die Kopfpauschale für die Krankenversicherung in die Runde. Vorteile : gerecht, kostengünstig und gewähleistet weiterhin den hohen Standard der Krankenvorsorge.

    Union-Fan



  • Die Kopfpauschale ist sogar so gerecht, dass nicht mal die CSU
    bereit ist da mitzumachen.



  • Das war jetzt ein Scherz, oder? Alle Zahlen den gleichen Betrag und die Schere
    arm / reich öffnet sich weiter. Es stimmt zwar dass nur Mittlemäßigkeit uns nicht
    weiterbringt, aber nur auf Kosten der Armen kommen wir auch nicht weiter. Das
    CSU Modell gefällt mir da schon besser.

    // Edit: Zu spät 😉

    Union-Fan schrieb:

    Wenn wir über das komplette Spektrum der Reformen diskutieren würden, könnten wir sicher zehn Fäden füllen.

    Genau das ist. Tausende von Einzelvorschlägen aber kein gesamtheitliches Konzept.
    Die einfachsten Ideen sollen doch bekanntlich die besten sein... Das Bierdeckel-
    Modell ist ja leider gescheitert, obwohl es ein guter Ansatz war.

    Wie schon oben begründet möchte ich keine weiterern Entlastungen für die Unter-
    nehmer - die Kopfpauschale würde aber genau dies tun, während die Arbeitnehmer
    in immer größere Armut / Arbeitslosigkeit stürzen. Und die Großunternehmer ver-
    dienen sich dumm und dämlich.



  • EnERgYzEr schrieb:

    Genau das ist. Tausende von Einzelvorschlägen aber kein gesamtheitliches Konzept.
    Die einfachsten Ideen sollen doch bekanntlich die besten sein... Das Bierdeckel-
    Modell ist ja leider gescheitert, obwohl es ein guter Ansatz war.

    Wie schon oben begründet möchte ich keine weiterern Entlastungen für die Unter-
    nehmer - die Kopfpauschale würde aber genau dies tun, während die Arbeitnehmer
    in immer größere Armut / Arbeitslosigkeit stürzen. Und die Großunternehmer ver-
    dienen sich dumm und dämlich.

    Wie jedem klar sein sollte, kann man komplexen Problemen eines komplexen Systems nicht mit einfachen monokausalen "Lösungen" beikommen. Deshalb kann es keine Patentlösung für die Schwächen der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft geben. Man kann jedoch gewisse Tendenzen ausmachen. Und wie wir alle aus dem Zerfall der Sowjetunion und dem Untergang der Planwirtschaft wissen, kann ein komplexes System nicht von oben gesteuert werden, sondern muss vielmehr selbstorganisierend sein. Deshalb ist es notwendig die Beteiligung des Staates aus dem Wirtschaftsleben zu reduzieren und mehr und mehr auch und vor allem den sozialen Bereich in die Privatwirtschaft zu verlagern und so der zentralen Kontrolle zu entziehen.
    Es ist auf jedenfall besser, wenn Teile der Bevölkerung zunächst am gesamtgesellschaftlichem Ertrag weniger teilhaben können, aber dadurch der Gesamtwohlstand wächst, und damit langfristig allen geholfen wird. Gleichmacherei hilft niemandem. Die Kopfpauschale ist gerecht, weil jeder Versicherungsteilnehmer sowohl die gleichen Leistungen als auch die gleichen Beiträge zahlt. Dadurch wird zum einem Ungerechtigkeiten wie erhöhten Beiträgen für Risikigruppen vorgebeugt, als auch dem Arbeitnehmer geholfen die Früchte seiner Leistungen voll auszukosten, da ein Leistungsträger nicht weiterhin mit höheren Beiträgen für seine Mehrleistung bestraft wird. Des weiteren bin ich zuversichtlich, dass die CSU im Falle eines Wahlssieges der Union den Pläne der CDU unterstützen wird.

    Union-Fan



  • Union-Fan schrieb:

    Des weiteren bin ich zuversichtlich, dass die CSU im Falle eines Wahlssieges der Union den Pläne der CDU unterstützen wird.

    Das mag sein. Ich will auch gar nicht das Pro und Contra einer
    Kopfpauschale diskutieren, aber mich stört das Wort 'Gerechtigkeit' in deinem
    Beitrag. Auch wenn die CSU zustimmen sollte, so macht Sie das gegen ihr
    Gewissen als 'echte Volkspartei'. Es ist ja nunmal immer noch so, dass
    die SPD ihr grösstes Wählerpotenzial in den ärmeren Schichten hat -
    Ausnahme ist halt Bayern, da wird die CSU quer durch alle Bevölkerungsgruppen
    gewählt. Deshalb passt der CSU diese 'gerechte' Lösung nicht, weil Sie
    diese niemals ihren Wählern vermitteln könnte.

    Jockel



  • Wenn es so weiter geht, wird in einigen Jahren nur noch die Zahl der Leute genannt die Arbeit haben 😞



  • Ich würde mal mit einer umfassenden Verwaltungsreform anfangen.

    Jede Bundesland kocht seine eigene Suppe.
    Ich dachte immer das Österreich ein Beamtenstaat ist aber Deutschland ist um das X-fache schlimmer.
    Alleine die Verwaltungskosten gehen in die Milliarden.

    Ich dachte immer Österreich sieht am Arbeitsmarkt sehr schlecht aus aber in DE ist es doppelt so schlimm.

    Es mag sein das es keine Alternativen gibt aber eine NDP wählen ist auch keine Lösung.

    Man braucht aber eine Handlungsfähige Regierung. SPD/Grün ist nicht Handlungsfähig da sie keine Mehrheit im Bundesrat hat.



  • Ja, da gebe ich dir Recht. Der Förderalismus bringt viele Nachteile mit sich.
    Die entsprechende Reform ist leider an der Machtgier der Bundesländer gescheitert.
    Der einzige Vorteil ist der Wettbewerbskampf zwischen den Ländern, der aber durch
    den Finanzausgleich abgebremst wird 😞

    Die NPD wird in Deutschland eigentlich nicht bis kaum gewählt. Im Bundestag ist
    sie nicht vertreten und in kaum einen Land ist sie über der 5% Hürde. Außerdem
    hat Österreich doch "rechter" gewählt als wir - oder täusch ich mich da?

    Und die handlungsunfähigkeit wird durch den Bundesrat atm wirklich sehr ein-
    geschränkt. Nix kommt voran und die Schuld daran wird ausschließlich rot-grün
    gegeben, obwohl die ihre Reformen einfach nicht umsetzen können.

    // Edit: Ups, dachte wärst Österreicher... Dann wirst du das meiste wohl selbst
    wissen 😉



  • SPD/Grün ist nicht Handlungsfähig da sie keine Mehrheit im Bundesrat hat.

    Stimmt, da sehe ich das Hauptproblem. Das hat uns ein paar Jahre Stillstand beschert.
    Ich tendiere fast dazu, bei der nächsten Wahl die Stimme der großen Partei (SPD/CDU) zu geben, die die besten Aussichten auf den Wahlsieg hat.



  • Nein, eigentlich müsstest du deine Stimme der Partei geben, die voraussichtlich während der Legislaturperiode am längsten die Mehrheit im Bundesrat haben wird.



  • Union-Fan schrieb:

    Die SPD hat es entgegen der Forderungen der Union nicht geschafft, die horrenden Kosten des Sozialsystems durch umfassende Reformen zu senken, es werden weiterhin mehr als 30% des Bruttoinlandsprodukts in auf Sozialsystem verschwendet.

    sag mir doch einfach mal: warum sollte die spd auf irgendwelche forderungen der opposition überhaupt reagieren? die cdu hat nichts zu fordern.

    die hätten mal während der kohlogarchie die forderung an sich selbst stellen sollen, haben sie leider nicht gemacht.

    versuch einfach, mich zu überzeugen, daß die cdu/csu trotz massiven versagens und volksverdummung und -verarschung kompetent und wählbar ist. gib doch mal ein einziges argument dafür her.

    @föderalismus: der ist leider ziemlich fest einbetoniert. aber eigentlich ist auch nicht der föderalismus das problem, sondern sein mißbrauch. wenn nämlich nicht sämtliche mitglieder des bundesrats diesen als quasi-zweitstimme für ihr jeweiliges lager nützen würden, wär alles in ordnung.



  • TheBigW schrieb:

    SPD/Grün ist nicht Handlungsfähig da sie keine Mehrheit im Bundesrat hat.

    Stimmt, da sehe ich das Hauptproblem. Das hat uns ein paar Jahre Stillstand beschert.

    Muahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha

    Stillstand???????????? Guck dich doch mal um, was im Moment alles für Reformen laufen 😡 Stillstand hat uns dickes "ich sitz das aus" Kohl davor 16 Jahre lang beschert. Nicht die SPD.

    *rofl*



  • @Bashar

    Stimmt(*schäm*). Politisch so ungebildete Leute wie ich sollten wohl besser gar nicht wählen :).
    Aber um eine Legislaturperiode vorherzusagen bräuchte ich wohl eine Kristallkugel.

    @scrub

    Ich sehe den Punkt nicht, wo die SPD dort irgendwas besser/schlechter macht.
    Ich dachte auch immer es würde in der Politik um die Lösung von gesellschaftlichen Problemen gehen, aber leider scheint es in erster Linie um die Politik selber zu gehen.
    Aber wie hat Michael Moorer (so hieß der Typ, glaub ich) so schön (sinngemäß)geschrieben: "Das erstklassige Theater, was einem in der Politik geboten wird, sollte einem die paar Steuerpfennige schon wert sein".



  • Stillstand????????????

    Stimmt: real gesehen ist es bergab gegangen, aber das will ich nicht der SPD anlasten.

    Hihi, eröffnen wir hier im Forum gerade den Wahlkampf?


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