Über 5 Millionen Arbeitslose.
-
Sorry, aber ich werde wieder Rot-Grün wählen bei der nächsten Bundestagswahl.
Ausser die CDU/CSU kriegt es endlich hin eine Alternative darzustellen.
Und da sehe ich derzeit kaum Licht am Ende des Tunnels. Die sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.Mit freundlichen Grüßen
ein Rot-Grün-Wähler, der es auchnoch zugibt.

-
Union-Fan schrieb:
Die SPD hat es entgegen der Forderungen der Union nicht geschafft, die horrenden Kosten des Sozialsystems durch umfassende Reformen zu senken, es werden weiterhin mehr als 30% des Bruttoinlandsprodukts in auf Sozialsystem verschwendet.
Dann wünsche ich dir viel Spaß im Falle der Arbeitslosigkeit, Rente oder einer
plötzlichen, langfristigen Krankheit - kannst ja dann gerne betteln gehen, wenn
du das Sozialsystem eh nur als "Verschwendung" ansiehst.Und wo ist übrigens der Vorschlag der Union? Ich hab noch keinen gehört... Sollte
es tatsächlich einen geben, kannst ihn ja mal hier vorstellen (interessiert mich
wirklich
)Und mit Vorschlag meine ich nicht irgendwelche Kleinigkeiten sondern wirklich
tiefgreifende Reformen.
-
EnERgYzEr schrieb:
Und wo ist übrigens der Vorschlag der Union? Ich hab noch keinen gehört... Sollte
es tatsächlich einen geben, kannst ihn ja mal hier vorstellen (interessiert mich
wirklich
)Und mit Vorschlag meine ich nicht irgendwelche Kleinigkeiten sondern wirklich
tiefgreifende Reformen.Wenn wir über das komplette Spektrum der Reformen diskutieren würden, könnten wir sicher zehn Fäden füllen. Ich werfe aber mal die Kopfpauschale für die Krankenversicherung in die Runde. Vorteile : gerecht, kostengünstig und gewähleistet weiterhin den hohen Standard der Krankenvorsorge.
Union-Fan
-
Die Kopfpauschale ist sogar so gerecht, dass nicht mal die CSU
bereit ist da mitzumachen.
-
Das war jetzt ein Scherz, oder? Alle Zahlen den gleichen Betrag und die Schere
arm / reich öffnet sich weiter. Es stimmt zwar dass nur Mittlemäßigkeit uns nicht
weiterbringt, aber nur auf Kosten der Armen kommen wir auch nicht weiter. Das
CSU Modell gefällt mir da schon besser.// Edit: Zu spät

Union-Fan schrieb:
Wenn wir über das komplette Spektrum der Reformen diskutieren würden, könnten wir sicher zehn Fäden füllen.
Genau das ist. Tausende von Einzelvorschlägen aber kein gesamtheitliches Konzept.
Die einfachsten Ideen sollen doch bekanntlich die besten sein... Das Bierdeckel-
Modell ist ja leider gescheitert, obwohl es ein guter Ansatz war.Wie schon oben begründet möchte ich keine weiterern Entlastungen für die Unter-
nehmer - die Kopfpauschale würde aber genau dies tun, während die Arbeitnehmer
in immer größere Armut / Arbeitslosigkeit stürzen. Und die Großunternehmer ver-
dienen sich dumm und dämlich.
-
EnERgYzEr schrieb:
Genau das ist. Tausende von Einzelvorschlägen aber kein gesamtheitliches Konzept.
Die einfachsten Ideen sollen doch bekanntlich die besten sein... Das Bierdeckel-
Modell ist ja leider gescheitert, obwohl es ein guter Ansatz war.Wie schon oben begründet möchte ich keine weiterern Entlastungen für die Unter-
nehmer - die Kopfpauschale würde aber genau dies tun, während die Arbeitnehmer
in immer größere Armut / Arbeitslosigkeit stürzen. Und die Großunternehmer ver-
dienen sich dumm und dämlich.Wie jedem klar sein sollte, kann man komplexen Problemen eines komplexen Systems nicht mit einfachen monokausalen "Lösungen" beikommen. Deshalb kann es keine Patentlösung für die Schwächen der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft geben. Man kann jedoch gewisse Tendenzen ausmachen. Und wie wir alle aus dem Zerfall der Sowjetunion und dem Untergang der Planwirtschaft wissen, kann ein komplexes System nicht von oben gesteuert werden, sondern muss vielmehr selbstorganisierend sein. Deshalb ist es notwendig die Beteiligung des Staates aus dem Wirtschaftsleben zu reduzieren und mehr und mehr auch und vor allem den sozialen Bereich in die Privatwirtschaft zu verlagern und so der zentralen Kontrolle zu entziehen.
Es ist auf jedenfall besser, wenn Teile der Bevölkerung zunächst am gesamtgesellschaftlichem Ertrag weniger teilhaben können, aber dadurch der Gesamtwohlstand wächst, und damit langfristig allen geholfen wird. Gleichmacherei hilft niemandem. Die Kopfpauschale ist gerecht, weil jeder Versicherungsteilnehmer sowohl die gleichen Leistungen als auch die gleichen Beiträge zahlt. Dadurch wird zum einem Ungerechtigkeiten wie erhöhten Beiträgen für Risikigruppen vorgebeugt, als auch dem Arbeitnehmer geholfen die Früchte seiner Leistungen voll auszukosten, da ein Leistungsträger nicht weiterhin mit höheren Beiträgen für seine Mehrleistung bestraft wird. Des weiteren bin ich zuversichtlich, dass die CSU im Falle eines Wahlssieges der Union den Pläne der CDU unterstützen wird.Union-Fan
-
Union-Fan schrieb:
Des weiteren bin ich zuversichtlich, dass die CSU im Falle eines Wahlssieges der Union den Pläne der CDU unterstützen wird.
Das mag sein. Ich will auch gar nicht das Pro und Contra einer
Kopfpauschale diskutieren, aber mich stört das Wort 'Gerechtigkeit' in deinem
Beitrag. Auch wenn die CSU zustimmen sollte, so macht Sie das gegen ihr
Gewissen als 'echte Volkspartei'. Es ist ja nunmal immer noch so, dass
die SPD ihr grösstes Wählerpotenzial in den ärmeren Schichten hat -
Ausnahme ist halt Bayern, da wird die CSU quer durch alle Bevölkerungsgruppen
gewählt. Deshalb passt der CSU diese 'gerechte' Lösung nicht, weil Sie
diese niemals ihren Wählern vermitteln könnte.Jockel
-
Wenn es so weiter geht, wird in einigen Jahren nur noch die Zahl der Leute genannt die Arbeit haben

-
Ich würde mal mit einer umfassenden Verwaltungsreform anfangen.
Jede Bundesland kocht seine eigene Suppe.
Ich dachte immer das Österreich ein Beamtenstaat ist aber Deutschland ist um das X-fache schlimmer.
Alleine die Verwaltungskosten gehen in die Milliarden.Ich dachte immer Österreich sieht am Arbeitsmarkt sehr schlecht aus aber in DE ist es doppelt so schlimm.
Es mag sein das es keine Alternativen gibt aber eine NDP wählen ist auch keine Lösung.
Man braucht aber eine Handlungsfähige Regierung. SPD/Grün ist nicht Handlungsfähig da sie keine Mehrheit im Bundesrat hat.
-
Ja, da gebe ich dir Recht. Der Förderalismus bringt viele Nachteile mit sich.
Die entsprechende Reform ist leider an der Machtgier der Bundesländer gescheitert.
Der einzige Vorteil ist der Wettbewerbskampf zwischen den Ländern, der aber durch
den Finanzausgleich abgebremst wird
Die NPD wird in Deutschland eigentlich nicht bis kaum gewählt. Im Bundestag ist
sie nicht vertreten und in kaum einen Land ist sie über der 5% Hürde. Außerdem
hat Österreich doch "rechter" gewählt als wir - oder täusch ich mich da?Und die handlungsunfähigkeit wird durch den Bundesrat atm wirklich sehr ein-
geschränkt. Nix kommt voran und die Schuld daran wird ausschließlich rot-grün
gegeben, obwohl die ihre Reformen einfach nicht umsetzen können.// Edit: Ups, dachte wärst Österreicher... Dann wirst du das meiste wohl selbst
wissen
-
SPD/Grün ist nicht Handlungsfähig da sie keine Mehrheit im Bundesrat hat.
Stimmt, da sehe ich das Hauptproblem. Das hat uns ein paar Jahre Stillstand beschert.
Ich tendiere fast dazu, bei der nächsten Wahl die Stimme der großen Partei (SPD/CDU) zu geben, die die besten Aussichten auf den Wahlsieg hat.
-
Nein, eigentlich müsstest du deine Stimme der Partei geben, die voraussichtlich während der Legislaturperiode am längsten die Mehrheit im Bundesrat haben wird.
-
Union-Fan schrieb:
Die SPD hat es entgegen der Forderungen der Union nicht geschafft, die horrenden Kosten des Sozialsystems durch umfassende Reformen zu senken, es werden weiterhin mehr als 30% des Bruttoinlandsprodukts in auf Sozialsystem verschwendet.
sag mir doch einfach mal: warum sollte die spd auf irgendwelche forderungen der opposition überhaupt reagieren? die cdu hat nichts zu fordern.
die hätten mal während der kohlogarchie die forderung an sich selbst stellen sollen, haben sie leider nicht gemacht.
versuch einfach, mich zu überzeugen, daß die cdu/csu trotz massiven versagens und volksverdummung und -verarschung kompetent und wählbar ist. gib doch mal ein einziges argument dafür her.
@föderalismus: der ist leider ziemlich fest einbetoniert. aber eigentlich ist auch nicht der föderalismus das problem, sondern sein mißbrauch. wenn nämlich nicht sämtliche mitglieder des bundesrats diesen als quasi-zweitstimme für ihr jeweiliges lager nützen würden, wär alles in ordnung.
-
TheBigW schrieb:
SPD/Grün ist nicht Handlungsfähig da sie keine Mehrheit im Bundesrat hat.
Stimmt, da sehe ich das Hauptproblem. Das hat uns ein paar Jahre Stillstand beschert.
Muahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha
Stillstand???????????? Guck dich doch mal um, was im Moment alles für Reformen laufen
Stillstand hat uns dickes "ich sitz das aus" Kohl davor 16 Jahre lang beschert. Nicht die SPD.*rofl*
-
Stimmt(*schäm*). Politisch so ungebildete Leute wie ich sollten wohl besser gar nicht wählen :).
Aber um eine Legislaturperiode vorherzusagen bräuchte ich wohl eine Kristallkugel.Ich sehe den Punkt nicht, wo die SPD dort irgendwas besser/schlechter macht.
Ich dachte auch immer es würde in der Politik um die Lösung von gesellschaftlichen Problemen gehen, aber leider scheint es in erster Linie um die Politik selber zu gehen.
Aber wie hat Michael Moorer (so hieß der Typ, glaub ich) so schön (sinngemäß)geschrieben: "Das erstklassige Theater, was einem in der Politik geboten wird, sollte einem die paar Steuerpfennige schon wert sein".
-
Stillstand????????????
Stimmt: real gesehen ist es bergab gegangen, aber das will ich nicht der SPD anlasten.
Hihi, eröffnen wir hier im Forum gerade den Wahlkampf?
-
Du hast doch keine Ahnung.
Du weißt doch nichtmal, dass die 5 Mio. Grenze jetzt allein aus statistischen Gründen überschritten wurde, weil Sozialhilfeempfänger nun mit Arbeitslosengeld II versehen und als Arbeitslose gezählt werden, was früher nicht der Fall war.
P.S. : Beim Fall der Kohl-Regierung 1998 hatten wir auch schonmal 4,82 Mio Arbeitslose und das trotz hundertausender Wahlkampf-ABM-Maßnahmen.
-
Ich dachte auch immer es würde in der Politik um die Lösung von gesellschaftlichen Problemen gehen, aber leider scheint es in erster Linie um die Politik selber zu gehen.
Nun, die Politik ist auch dazu da, aber der Kapitalismus lässt sich eben nicht in irgendwelche Bahnen lenken.
Das Kuriose ist z. B., dass selbst Firmen, denen es gut geht, Leute entlassen, damit ja noch höhere Gewinne eingefahren werden. Dazu muss man sich nur die DAX Unternehmen anschauen.
Tja, und stellt sich natürlich die Frage, ob man als Unternehmer da anders handeln würde? Es geht ja nur um Gewinne, oder etwa nicht?

-
Ich bin zwar nicht für die CDU - Aber eine Niederlage der CDU bei der nächsten
Wahl wäre eine Katastrophe für Deutschland. Es ist mir vollkommen egal wer die
Gesetze in der nächsten Legislaturperiode gewinnt - Hauptsache die Gesetze können
durchgesetzt werden. Und das wäre nur mit der CDU der Fall. Also hoffe ich, dass
nicht noch eine Flut kommt und das man noch einen etwas charismatischeren
Kanditaten auf Seiten der CDU findet (mir würde Stoiber schon reichen). Denn
Merkel könnte mir ihrem sinnlosen Geblubber die CDU noch stürzen...
-
EnERgYzEr schrieb:
Hauptsache die Gesetze können
durchgesetzt werden.Na toll.

Warum sollte das bei einem entsprechenden Sieg der SPD nicht möglich sein? Für all die Nichtinformierten : Die SPD liegt zur Zeit wieder vorne in den Umfragen!!! Die Menschen haben eingesehen, dass die Reformen sinnvoll sind und greifen. Was hier nicht Durchgesetzt wird nach eurer Meinung, ist mir ein Rätsel. Es gibt so viele Reformen wie nie zuvor in der BRD. Es ist keineswegs so, wie es die CDU/CDS Polemik glauben machen will.