Neue empirische Erkenntnisse über Erziehung
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Hallo
Zum Thema Schläge mal etwas zum nachdenken...
Ein Vergleich der hinkt.
Bist du wirklich der Meinung, Kinder sollten wie Tiere erzogen werden? Hunde/Wölfe sind Rundeltiere, und die Rangposition wird durch (Androhung von) Gewalt ermittelt.Ich finde, Gewalt gegenüber körperlich Schwächeren (und in diesem Fall sogar Schutzbefohlenen) zeugt immer von mangelnder Kontrolle des Gewaltätigen. Auf Soetwas folgen auch negative Gefühle und Respekt wird vernichtet.
bis bald
akari
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wenn er natürlich davon ausgeht, daß seine kinder prinzipiell nicht mehr einsicht zeigen können, als hunde, ist das was anderes. es ist dann traurig und er sollte schnell eingebuchtet werden.
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Bashar schrieb:
Ein Hund hat prinzipiell keine Einsicht, ein Mensch schon. Was willst du mit erwachsenen Menschen, deren Sinn für Recht und Unrecht mit dem Instinkt eines geprügelten Hundes vergleichbar ist? Die Konservativen (von der CDU zumal) sind doch sonst die ersten, die eine scharfe Trennlinie zwischen Mensch und Tier ziehen, und jetzt sowas ... *lach*
Ja ein Mensch hat Einsicht. Ein Kind aber nicht. Einsicht kann ein Mensch entwickeln, wird es aber nicht immer. Deshalb brauchen wir durchgreifende Maßnahmen, damit wir diejenigen, die sich ohne oder (auch und gerade als Mensch) mit voller Einsicht gegen die Gesellschaft und ihre Gesetze stellen, von der Ausübung von Gesetzesbrüchen abschrecken.
Wenn ein Mensch aufgrund Defiziten in der Entwicklung nicht zur Einsicht kommt, so halten ihn dann wenigstens die durch operantes Lernen (psychologischer Fachbegriff, wer ihn nicht kennt, sollte ihn nachschlagen).
erworbenen Reflexe von Straftaten und sozialschädlichem Verhalten abhalten.Union-Fan
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Union-Fan schrieb:
Ja ein Mensch hat Einsicht. Ein Kind aber nicht
Aha, Kinder sind also keine Menschen.

MfG,
MastaFlasH
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willst du nicht mal "laissez faire" nachschlagen? (www.duden.de)
was ist denn mit der these, dass ein mensch, welcher in seiner kindheit gewalt erfahren hat, auch im erwachsenenalter zu gewalt neigt, um seine ziele durchzusetzen? dass er also gewalt als akzeptable soziale verhaltensform ansieht? und dass er dann (gewalt-)straftaten verübt? klingt ziemlich plausibel, imho.
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betrug schrieb:
willst du nicht mal "laissez faire" nachschlagen? (www.duden.de)
was ist denn mit der these, dass ein mensch, welcher in seiner kindheit gewalt erfahren hat, auch im erwachsenenalter zu gewalt neigt, um seine ziele durchzusetzen? dass er also gewalt als akzeptable soziale verhaltensform ansieht? und dass er dann (gewalt-)straftaten verübt? klingt ziemlich plausibel, imho.
Du kannst sehr viele Thesen aufstellen. Nur müssen die, um Relevanz für die reale Welt zu haben, auch irgendwie verankert sein. Leider, leider bestätigen empirische Untersuchungen aber meine Thesen, während deine Thesen immer mehr als Schall und Rauch enttarnt werden.
Union-Fan
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Leute, wir sollten die Sache einmal anders angehen.
Laßt uns erstmal definieren, mit welcher Kinetischer Energie Kinder ihren erzieherischen Klapps auf den Hintern bekommen dürfen, damit auch das richtige Maß der Erziehung erreicht wird.
Also, wieviel Newton dürfen maximal, bei einem Klapps auf den Po zulässig sein?
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volkard schrieb:
betrug schrieb:
volkard schrieb:
und richten die mauer wieder auf?
nein, das wäre viel zu teuer. und es hat weder mit drogen, noch mit prügel zu tun.
aber mit staatlicher erziehung, weil sie aus neuesten wissenschaflichen erkenntnissen besser ist.
ok, dann machen wir das. weitere vorschläge?
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Ich würd mal ganz grob über den Peilen gedaumt sagen,
daß ca. 500 N ausreichen sollten.Was meint ihr?
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ROFLMAO
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Hundefreund schrieb:
Hingegen hat bei meinen Kindern körperliche Züchtigung nichts zu suchen, dort ist Überzeugung durch Argumente angesagt.
lol

Argumentier mal mit einem Kind, dass gerade die deutsche Sprache lernt. Und was
willst du ihm klarmachen? "Das da ist böse" Uii, denkt sich das Kind und wird
weiter machen. Es müssen Konsequenzen gezogen werden, sonst bist du wieder bei
der antiautoritären Erziehung. Ob das nun der Klapps auf den Hintern ist oder
etwas anderes, dass dem Kind seine Grenzen aufzeigt, wie der Verzicht auf einen
anstehenden Freizeitpark Besuch, etc. Übrigens: Sind all die Erwachsenen ge-
schädigt, die früher in der Schule geschlagen wurden? Nein - die meisten sind
sogar dafür, dass bei den heutigen Jugendlichen mehr dazwischen"geschlagen" wird.Interessant ist auch der Therapieansatz bei schwer assozialen Jugendlichen, dass
man in einer größeren Gruppe zusammen ihren Willen bricht und sie zum heulen
bringt - Ich nenn das Gewalt und trotzdem ist dieser Ansatz hocherfolgreich und
wird von den Jugendlichen im Nachhinein sogar als gut empfunden.Schönes Praxisbeispiel: Hab im Park ne Mutter mit ihrem Kind gesehen. Das Kind
hatte kein Bock zu laufen und ist stehen geblieben. Muttern ist also losgelaufen
und hats ein Stückchen getragen und dann wieder losgelassen. Kind natürlich
sofort wieder stehen geblieben und hat rumgeheult. Konsequenz: Kind wurde
durchgehend getragen. Wie dumm kann man bitte sein?
Ich hätte damals einen kräftigen Anschiss bekommen und danach kapiert, dass
meine Faulheit mein eigenes Problem ist und dass ich mich selbst bemühen muss.Also wo ist euer Problem?
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Union-Fan schrieb:
leider bestätigen empirische Untersuchungen aber meine Thesen, während deine Thesen immer mehr als Schall und Rauch enttarnt werden.
ups, plötzlich sind es mehrere... operantes lernen (konditionierung)? lol, dann schlag mal nach, mit welcher art des lernens der mensch in welchen bereichen am meisten arbeitet

aber beim lesen des textes am anfang hab ich mein schmunzeln auch nicht unterdrücken können *gg*
btw. schon mal was vom demokratischen erziehungsstil gehört? als ob es nur laisser-faire und autoritär gäbe... aber es ist ja so einfach, immer nur richtig und falsch zu sagen.
und dass erwachsene, die als kinder geschlagen wurden als eltern ihre kinder auch schlagen, halte ich nicht unbedingt für einen vorteil.
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Naja ich finde es gibt immer zwei Möglichkeiten.
Entweder erziehen die Eltern oder das Leben :>
Schlimm ist nur wenn die Eltern sich dann in den Weg stellen wenn das Leben seine Konsequenzen ausbreitet.Ich war mal einkaufen, vor mir ein Kind mit seiner Mutter.
Das Kind schiebt den Wagen und fährt der Oma vor ihm in der Schlange dauernd in die Hacken.
Die wendet sich an die Mutter und die sagt nur "mein Kind wird antiautoritär erzogen".
Konsequenz war das die Oma da beim nächsten mal den Einkaufswagen gepackt hat und etwas ruckwartig nach hinten schob... das Kind lag jedenfalls auf dem Boden, heulte rum und die Mutter find auf einmal an rumzuschimpfen trotz antiautoritär...Ich mein entweder sagt die Mutter "lass das Kind" oder das Kind lernt aus den Konsequenzen, es immer vor jeglichen Konsequenzen zu behüten ist definitiv falsch finde ich.
Dumm ist nur wenn dann die Nachbarskinder mal wieder auf der Straße spielen und die Eltern nichts dagegen machen... die immer zu erschrecken geht aufs Reifenprofil

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dreaddy schrieb:
Ich war mal einkaufen, vor mir ein Kind mit seiner Mutter.
Das Kind schiebt den Wagen und fährt der Oma vor ihm in der Schlange dauernd in die Hacken.
Die wendet sich an die Mutter und die sagt nur "mein Kind wird antiautoritär erzogen".
Konsequenz war das die Oma da beim nächsten mal den Einkaufswagen gepackt hat und etwas ruckwartig nach hinten schob... das Kind lag jedenfalls auf dem Boden, heulte rum und die Mutter find auf einmal an rumzuschimpfen trotz antiautoritär...Ich mein entweder sagt die Mutter "lass das Kind" oder das Kind lernt aus den Konsequenzen, es immer vor jeglichen Konsequenzen zu behüten ist definitiv falsch finde ich.
das ist nicht antiautoritär. sich zu beklagen, dass kinder nicht selbständig sind und aber gleichzeitig einen haufen regeln anzugeben, wird wahrscheinlich nicht viel bringen. schau dir mal an, wie es auf summerhill-schulen zugeht. DAS ist antiautoritär. und es funktioniert. zumindest im herkömlichen erziehungsbegriff.
laisser-faire ist wieder was anderes. und dann gibt es ja auch noch die antipädagogik. und der situationssensitive erziehungsstile: allgemein kann man sicher nicht sagen, welcher stil der beste ist. das hängt von situation und kind ab. leider sind diese themen in der wikipedia auch nicht so gut und ausführlich beschrieben
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Da hast du Recht. Man darf sich auch nicht zu sehr von seinen Emotionen hin-
reißen lassen, denn wenn ich dann wieder heute höre, dass einer meiner Kollegen
mitten in der Stadt zusammengeschlagen wurde, dann bin ich mir sicher, dass bei
diesen Typen wohl wirklich nur noch eines hilft und zwar mal zuzuschlagen.Andererseits sehe ich viele erfolgreiche Leute, die sehr autorität erzogen wurden,
aber auch welche bei denen vieles durchgegangen ist und die ohne große Regeln
aufgewachsen sind und sich dann später selbst rumgerissen haben. Vielleicht mag
letzteres sogar besser sein, aber das Riskio das es nicht klappt ist halt auch
entsprechend groß.
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warum verschweigst du die ebenso vorhandene gefahr, daß ein kind durch autoritären stil einen knacks bekommt?
ich verlaß jetzt den stammtisch wieder. trinkt noch einen auf Union-Fan und seine Kinder, ja?
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scrub schrieb:
warum verschweigst du die ebenso vorhandene gefahr, daß ein kind durch autoritären stil einen knacks bekommt?
Weil mir persönlich keine bekannt sind. Die Gefahr hatte ich allerdings in einem
vorherigen Post von mir schon angesprochen und sehe sie auch als gegeben an - gar
keine Frage.
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Erzieher schrieb:
Ich würd mal ganz grob über den Peilen gedaumt sagen,
daß ca. 500 N ausreichen sollten.Was meint ihr?
Das sind viel zu viel.
80 N reichen locker aus, bei 500 N bricht sich das Kind doch alle Knochen.
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Habe mich auch schon viel mit dem Gedanken der richtige Erziehung befasst und sehe als Fussballschultrainer (7- 9 Jahre) unterschiedlichste Eltern mit noch unterschiedlicheren Kindern und dessen Verhalten, und komme da auf keinen gemeinsamen Nenner, wo man sagen kann: "Wenn die Eltern das Kind so erziehen, wird es später so ein Mensch"
Z.B. ist der Vater ein Alkoholiker und ansonsten auch nicht gerade ein perfektes Vorbild. Die einen sagen, das Kind wird dann auch zum Alkoholiker und die anderen, das Kind wird strikter Alkoholgegner und ansonsten auch ein vorbildlicher Mensch. Und ich sage, es kann beides werden (was auch meine Erfahrungen bestätigen). Nur habe ich keine Ahnung, von welchen Einflüssen das schlussendlich abhängt (Freunde, Umwelt, Hobbies, etc.)
Und der Aspekt scheint mir am interessantesten. Wobei ich hier irgendwie das Gefühl habe, dass es wie Zufall erscheint, wie das Kind sich entwickelt (im Prinzip unabhängig von der Erziehung)...
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Nein, da ist kein Zufall im Spiel - da sind immer noch die gesellschaftlichen Normen, die großen wie die kleinen, die die Kinder nachhaltig beeinflussen.
Blackbird