Utopia - Die Gläserne Gesellschaft



  • Gabs ueber so was aehnliches nicht ein Buch von Asimov?



  • volkard schrieb:

    dann bräuchte ich nicht mehr so viel geld für pornofilme ausgeben.

    Und das ganze "volkardbesessene" Forum schaut dir dann beim Anschauen zu. 👍


  • Mod

    So eine Gesellschaftsordnung gab's bereits.

    Und zwar in der Zeit, als 100% der Menschen an Gott glaubten und daran, daß er ständig zusieht und alle Taten notiert.
    🤡



  • @Marc++us:
    ein

    ..,- schrieb:

    selbstregulierendes Wertesystem

    gab's aber nicht. das war sogar ziemlich "statisch".


  • Mod

    Schon klar. Ich will damit nur andeuten, daß die Idee "totale Beobachtung führt zu diszipliniertem Verhalten" nicht wirklich neu ist.



  • Marc++us schrieb:

    Schon klar. Ich will damit nur andeuten, daß die Idee "totale Beobachtung führt zu diszipliniertem Verhalten" nicht wirklich neu ist.

    Schau mal ne Seite vorher, hab ich auch schon bemerkt 😉 :p



  • Wieso Utopia?
    Möchte nicht wissen, wieviele Leute sich in diesem Moment ein Handy mit eingebauter Cam kaufen, und das total cool finden... 🙄



  • Soviele Unbeobachtete Orte gibt es wahrscheinlich wirklich nicht mehr. Außerhalb von Gebäuden sieht dich irgendein Satellit, in öffentlichen Einrichtungen gibt es Überwachungskameras, an Autobahnen gibt es Kameras und Sensoren mit denen nach bestimmten Autos gefahndet werden kann, jedes Handy ist Ortbar, Zugriffe ins Internet ebenfalls ...

    Das mag alles seine Begründung seitens offizieller Stellen haben, aber all diese Mechanismen können und werden sicherlich bereits in ganz anderem Maße genutzt. Die wiedereinmal geschürte Angst vor dem Terror wird weitere "Anti-Terror" Maßnahmen mit sich ziehen.



  • Marc++us schrieb:

    Schon klar. Ich will damit nur andeuten, daß die Idee "totale Beobachtung führt zu diszipliniertem Verhalten" nicht wirklich neu ist.

    In London ist das mit der Überwachung ja leider auch total in die Hose gegangen...



  • Und trotzdem diskutiert man jetzt darüber, ob man nicht auch in Berlin solch eine umfassendes System einrichten soll... 😕


  • Mod

    the_alien schrieb:

    Marc++us schrieb:

    Schon klar. Ich will damit nur andeuten, daß die Idee "totale Beobachtung führt zu diszipliniertem Verhalten" nicht wirklich neu ist.

    In London ist das mit der Überwachung ja leider auch total in die Hose gegangen...

    Dachte ich zuerst auch, aber wenn man sich anschaut, welche Aufklärungsmittel hinterher zur Verfügung stehen... ich stehe der Kameraüberwachung auch skeptisch gegenüber, aber es ist phänomenal, wie man nun die ganzen Laufwege etc der Leute nachvollziehen kann. Selbst wenn einer aus einem Auto ausgestiegen ist kann man das über die Aufzeichnungen rekonstruieren. Diese Informationen sind bei klassischer kriminaltechnischer Untersuchung nur durch Zufälle (Zeuge erinnert sich) zu gewinnen. Bei einem Selbstmordattentäter ist es sogar denkbar, daß man ohne Video nicht mal das Gesicht und damit den Namen ermitteln kann.

    Ich bin mir daher inzwischen nicht mehr 100% sicher, ob man die Überwachung wirklich als Fehlschlag bezeichnen kann.



  • Aber wo liegt der Sinn darin, einen Selbstmordattentäter zu idendifizieren? Die entsprechende Organisation wird sich schon rechtzeitig zu Wort melden. Zur Verhinderung von Anschlägen dienen solche Überwachungsmaßnahmen meiner Meinung nach nichts. Sie verführen eher zur zweckfremden Nutzung...



  • Haben sie in den Nachrichten in den letzten 2 Wochen nicht irgendwann gebracht,
    dass sie mit der tollen unfehlbaren Kameraueberwachung jemand falschem gefolgt
    sind? Als die erste Meldung kam, dass die Polizei ein Haus umstellt hatten, wo
    jemand wohnt, den man mit den Kameras "identifiziert" hat und es sich
    herausstellte, dass es ein Fehlschlag war?

    Oder hat da nicht sogar jemand einen spiegel.de-Link oder sowas hier gepostet
    gehabt?

    Che Eder schrieb:

    Aber wo liegt der Sinn darin, einen Selbstmordattentäter zu idendifizieren? Die entsprechende Organisation wird sich schon rechtzeitig zu Wort melden. Zur Verhinderung von Anschlägen dienen solche Überwachungsmaßnahmen meiner Meinung nach nichts. Sie verführen eher zur zweckfremden Nutzung...

    Das geht in die Koepfe der Leute aber nicht rein. Die bekommen gesagt:
    "Wir brauchen mehr Ueberwachung, dann kann sowas verhindert werden"
    und die Leute schreien "OK, hab ja eh nichts zu verbergen" und glauben das auch
    noch.

    Und unterhaelt man sich mit vielen, dann koennen die grad mal das nachblabern
    was irgend ein Politiker in den Nachrichten gefaselt hat.

    mfg
    v R



  • Tja, das ist dann wieder einmal das problem mit den Medien als vierte Machtinstanz im Staat. Aber ich weiß gar nicht, ob diese Verstärkten Überwachungsmaßnahmen wirklich auf so wenig Wiederstand stoßen. Aber wahrscheinlich schon. Die Masse als solche ist halt ein verdammt Dummes Ding.

    Wie sagte nicht schon Einstein:
    "Es gibt nur zwei Dinge, die unendlich sind. Das Universum und die menschliche Dummheit. Wobei ich mir aber beim Universum noch nicht ganz sicher bin."


  • Mod

    Che Eder schrieb:

    Aber wo liegt der Sinn darin, einen Selbstmordattentäter zu idendifizieren? Die entsprechende Organisation wird sich schon rechtzeitig zu Wort melden. Zur Verhinderung von Anschlägen dienen solche Überwachungsmaßnahmen meiner Meinung nach nichts. Sie verführen eher zur zweckfremden Nutzung...

    Nun, der Sinn der Identifikation ist eigentlich offensichtlich: Name und Wohnort ermitteln, eventuelle Unterstützer im Umkreis erkennen, sowie unter Umständen sogar unmittelbare Helfer (z.B. jemand, der ihn mit dem Auto gefahren hat).

    Die Organisation, die sich meldet, trägt nichts zur Ermittlung bei, weil sich zum einen viel zu viele Organisation melden, zum anderen, weil diese ja nur Bruchteile an Informationen liefern. Und dann vielleicht sogar in einem anderen Land sitzen.

    Dafür ist das durchaus sinnvoll.

    Daß man keine neuen Anschläge unmittelbar verhindern kann ist klar, wenn die Täter noch nie aufgefallen waren. Trotzdem kann man mit Hilfe der Informationen unter Umständen das Umfeld des Täters ausdünnen, und die Unterstützerbasis bekämpfen. Das verhindert natürlich schon neue Taten, allerdings nur auf Umwegen.

    Grundsätzlich ist mir aber schon bewußt, daß man einen "neuen" Täter nicht aufhalten kann... selbst wenn man jemanden mit Rucksack in der UBahn auf der Kamera sieht, das ist ja keine brauchbare Information.

    Wie gesagt, ich bin zwiegespalten... ich empfinde die Beschnüffelei durch den Staat durchaus als lästig, aber erkenne bei solchen Dingen wie in London auch die technischen Vorteile an.



  • Hm, das ist theoretisch zweifellos richtig. Praktisch zeigen und die Ereignisse in London jetzt aber, wie wenig tatsächlich mit den Aufnahmen erreicht wurde. Es sind Leute festgenommen worden, die mit den Anschlägen nichts zu tun hatten, ein Unschuldiger wurde sogar erschossen.
    Aber wir werden sicherlich ohnehin darin übereinstimmen, das man den Terror nicht am Ort seiner Ausübung bekämpfen kann...



  • Grundsätzlich ist mir aber schon bewußt, daß man einen "neuen" Täter nicht aufhalten kann...

    Das haben die entsprechenden "Organisationen" aber schon lange erkannt.

    Wie gesagt, ich bin zwiegespalten... ich empfinde die Beschnüffelei durch den Staat durchaus als lästig, aber erkenne bei solchen Dingen wie in London auch die technischen Vorteile an.

    Bleibt abzuwarten, wieviel ihnen diese neue Errungenschaft wirklich bringen wird.

    Aber wir koennen sicher sein, hilft es nicht konkret weiter, dann
    a) wird entweder irgend ein Suendenbock gefunden, um die Illusion aufrecht zu erhalten
    oder
    b) die Leute merken eh nicht, dass es nichts gebracht hat.

    Vielleicht ist hier das Woertchen 'oder' falsch und sollte durch 'und' ersetzt
    werden, aber man darf ja noch hoffen.

    mfg
    v R



  • Ich weiss ja, dass man mit dem Abbau von Demokratie und Bürgerrechten
    momentan gut punkten kann, aber man sollte die Relationen nicht vergessen.

    Wieviele Menschen sind seit bestehen der BRD nochmal durch Religions-Bedingte-
    Terrrorangriffe in Deutschland umgekommen? 10000? 100? 0 !?!

    Und wenn jetzt ein Anschlag kommt, machen wir dann KZ's auf, oder wie
    sollen wir das noch steigern?

    Wieviele Menschen sind eigentlich durch Autounfälle gestorben? Wesentlich mehr?
    Also meine Forderungen:

    - Besitzer eines Führerscheins müssen im Schlafzimmer Videoüberwacht werden,
    damit Schlafzeiten kontrolliert werden können und Übermüdung ausgeschlossen
    werden kann
    - Tägliche Blutabnahme zur Drogen/Alkoholkontrolle
    - Sensoren am Lenkrad, um Ablenkung durch Radio usw. Verhindert werden
    - Kontrolle der Liebesbeziehungen, um den Fahrer nicht Erregt ins
    Fahrzeug zu lassen

    Leider haben wir zuviele Autofahrer, deshalb kann man mit diesen populistischen
    Massnahmen nicht so viel erreichen. Dann machen wir doch besser wieder
    Schwachsinns-Anti-Terror-Programme.

    Jockel


  • Mod

    Che Eder schrieb:

    ein Unschuldiger wurde sogar erschossen.

    Ja, aber das hatte nichts mit Kameras zu tun. Das ist ein Totschlägerargument.



  • OK, stimmt, aber das zeigt auch, das dagegen die Kameras auch nicht geholfen haben.


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