Studiengebühren
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LunaGirl schrieb:
Studiengebühren sind doch eine gaaanz feine Sache! Damit kann man dann ganz toll seinen Landeshaushalt entlasten!
Typisch Politiker, zu blöd Steuern dort zu erheben wo es sinnvoll wäre. statt dessen zieht man es lieber denen aus der Tasche die es mit sich machen lassen müssen.

Finde ich grundsätzlich witzig. In einem anderen, relativ neuen Thread wurde darüber gesprochen wer wieviel verdient.
Da kam dann von allen Studis "wir verdienen mehr, weil wir studiert haben (und weil auch meist mehr Theorie und Methodik dahintersteht)".
Aber wenn du durch dein Studium eben 30.000,- EUR brutto im Jahr mehr verdienst, dann finde ich es nur gerecht, wenn du auch einen Teil dessen was du in der Uni kriegst wieder zurückgibst.
Wenn du natürlich keinen guten Job bekommst - soll es in Deutschland geben - dann zahlst du auch nichts zurück. Zumindest war doch die Planung der Studiendarlehen so angedacht.
Da ich schon in Lohn und Brot stehe habe ich mich nicht 100% damit beschäftigt.
Gruß
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MikeSPK schrieb:
Aber wenn du durch dein Studium eben 30.000,- EUR brutto im Jahr mehr verdienst, dann finde ich es nur gerecht, wenn du auch einen Teil dessen was du in der Uni kriegst wieder zurückgibst.
Tut man doch bereits heute?
Höhere Steuern, höhere Sozialabgaben.
Und weiterhin hat man 6-7 Jahre Verdienstausfall gegenüber jemanden, der in der Schule nicht ganz so weit geht und nicht studiert. Das dauert häufig 10-15 Jahre, bis man das aufgeholt hat.
Ich behaupte mal, daß sich das Studium für 95% der Leute finanziell eigentlich nicht lohnt, einzig die Chancen im Beruf und die Flexibilität sind besser. Aber rein zahlentechnisch... nur für wenige.
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Marc++us schrieb:
Ich behaupte mal, daß sich das Studium für 95% der Leute finanziell eigentlich nicht lohnt, einzig die Chancen im Beruf und die Flexibilität sind besser. Aber rein zahlentechnisch... nur für wenige.
Warum bekommt der Arzt dann hinterher eine höhere Rente als die Krankenschwester?
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Marc++us schrieb:
Tut man doch bereits heute?
Höhere Steuern, höhere Sozialabgaben.
Ja natürlich hast du das. Du hast aber trotzdem ein höheres Nettoeinkommen.

Und wenn ich das Beispiel Krankenschwester auch aufgreifen darf.. die Arbeit von einer Krankenschwester ist um einiges härter als das was die meisten Studierten machen (und oft vielleicht auch sinnvoller *G*).
Und trotzdem wird Sie für 1500 EUR, 50 Jahre arbeiten egal wie Sie sich anstrengt.
Wie du so gern sagst... Ungerechtigkeiten wirst du nie ganz regeln können.Aber wenn die Studiengebühren auch nur einen kleinen Prozentsatz der Studis dazu bringt vielleicht etwas mehr fürs Studium und etwas weniger für Saufen/Sex/Feiern zu tun, finde ich sie überaus gerecht.
Und die 5000 oder 10000 EUR die du danach abstottern musst... ich denke das bricht dir nicht das Genick.PS: Und nein, ich halte Studenten nicht für dauerbesoffene, partygeile Faulpelze.

Nur... Karlsruhe ist auch eine Studentenstadt.. und ich habe viele Freunde die studieren.... lange studieren.. wo ich auch sage.. setz dich auf deinen Arsch und geh net ins Freibad, dann kannst du auch 2 Jahre früher arbeiten gehen.
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dann kannst du auch 2 Jahre früher arbeiten gehen.
tolle motivation

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Daniel E. schrieb:
Warum bekommt der Arzt dann hinterher eine höhere Rente als die Krankenschwester?
Weil sein Brutto-Einkommen höher ist. Das hat aber nur bedingt mit dem Studium zu tun, ein Facharbeiter, der Schicht arbeitet, hat sehr leicht ein höheres Brutto als ein Ingenieur mit 35 Stundenwoche ohne bezahlte Überstunden, und wird daher für diese Zeit eine höhere Rente bekommen.
Aber ich sagte ja, daß sich das Studium für 95% nicht finanziell lohnt... ich habe ja noch eine Hintertür von 5% offen, z.B. für Deinen Arzt.
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Mach aus den 95% mal <50% und ich stimme dir zu.
Sicherlich gaebe es die theoretische Moeglichkeit in irgendeinem Beruf auch ohne Studium mehr zu verdienen, das ist aber eher die Ausnahme als die Regel. In der Medizin, Chemie, Pharmakologie ist das schoneinmal nicht so. Und fuer viele Berufe gibts einfach kein wirklich vergleichbares Pendant ohne Studium. Zum Beispiel Lehrer.
Ich bin der Meinung, dass sich fuer ueber 50% der Studenten das Studium finanziell lohnt. Sie bekommen bis zum Tod (also incl Rente) sicherlich mehr als wenn sie einen Ausbildungsberuf (und die wenig bezahlte Ausbildung geht ja auch 2-3 Jahre, also "nur" rund 2.5 Jahre weniger als ein gut durchgezogenes Studium) gewaehlt haetten.
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Marc++us schrieb:
Daniel E. schrieb:
Warum bekommt der Arzt dann hinterher eine höhere Rente als die Krankenschwester?
Weil sein Brutto-Einkommen höher ist. Das hat aber nur bedingt mit dem Studium zu tun, ein Facharbeiter, der Schicht arbeitet, hat sehr leicht ein höheres Brutto als ein Ingenieur mit 35 Stundenwoche ohne bezahlte Überstunden, und wird daher für diese Zeit eine höhere Rente bekommen.
Das finanzielle Saldo (Bildungsrendite ist das passende Angeberwort dazu) ist in Deutschland positiv, wenigstens für die meisten Studienfächer, also lohnt sich ein Studium auch finanziell.
Link: http://www.che.de/downloads/AP26.pdf
Dazu sollte man noch sagen, daß in Deutschland die Vorteile durch Studium geringer sind, als in vielen anderen Ländern: http://zeus.zeit.de/text/2002/45/200245_b-oecd-studie_xml
Deine 95% dürften also kaum haltbar sein.
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btw: Wenn man 500 EUR pro Semester als Gebuehren rechnet, dann sind das bei 10 Semestern (und mehr Semester Regelstudienzeit hat kein Diplom das ich kenne und seit der Bachelorose sinkt das ja noch weiter) nur 5000 EUR und das sollte man als Akademiker locker rausholen.
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pli schrieb:
btw: Wenn man 500 EUR pro Semester als Gebuehren rechnet, dann sind das bei 10 Semestern (und mehr Semester Regelstudienzeit hat kein Diplom das ich kenne und seit der Bachelorose sinkt das ja noch weiter) nur 5000 EUR und das sollte man als Akademiker locker rausholen.

Danke!!!!
Vor allem da man nur zur Rückzahlung verpflichtet wird, wenn man auch gut verdient. (so war zumindest mal die Planung)