[Politik]Links/Rechts <- macht die Einteilung irgentwie auch nur im Geringsten Sinn?
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Uuuund... hat das jetzt eigentlich was mit Rechts/Links zu tun? Also linksextrem = extrem gleichberechtigt?

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ursel schrieb:
Uuuund... hat das jetzt eigentlich was mit Rechts/Links zu tun? Also linksextrem = extrem gleichberechtigt?

Ja. Die ganz linksextremen fordern absolute Gleichheit von allen (siehe Kommunismus, der ja auch links ist), es gibt keine Schichten, etc.
Jede Gruppierung ist etwas anders ausgerichtet, aber das ist das (mMn utopische) Ziel der/mancher Linksextremen.
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pli schrieb:
Die ganz linksextremen fordern absolute Gleichheit von allen (siehe Kommunismus, der ja auch links ist), es gibt keine Schichten, etc.
Jede Gruppierung ist etwas anders ausgerichtet, aber das ist das (mMn utopische) Ziel der/mancher Linksextremen.Und was ist dann der Unterschied zu den Nationalsozialisten? Gleichheit und Verzicht auf Schichten ist doch auch eine der von ihnen eingeführten gesellschaftlichen Änderungen.
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energyzer schrieb:
ursel schrieb:
Bedeutet das jetzt, dass die CDU sich offiziell dazu bekennt gneau das nicht zu wollen? Oder nur ein Bisschen nicht wollen.

Ja. So macht die CDU sich z.B. wesentlich weniger stark für Familien-
zuschüsse, Sozialleistungen, Ausländer, etc.Oh oh oh, hier hat aber wieder mal die linke Propaganda gewirkt
. Man merke : wer nicht die gerade angesagten Pseudominderheiten besser stellt, ist also gegen Gleichberechtigung
. Hier haben die Linken - und das ist ganz offensichtlich - bereits eine orwellsche Neusprech installiert. Sehr bedenklich. Die ganzen Etatisten sollten mal ins Fadenrohr der kritischen Presse gezerrt werden.Union-Fan
Der freundliche Konservative
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Marc++us schrieb:
pli schrieb:
Die ganz linksextremen fordern absolute Gleichheit von allen (siehe Kommunismus, der ja auch links ist), es gibt keine Schichten, etc.
Jede Gruppierung ist etwas anders ausgerichtet, aber das ist das (mMn utopische) Ziel der/mancher Linksextremen.Und was ist dann der Unterschied zu den Nationalsozialisten? Gleichheit und Verzicht auf Schichten ist doch auch eine der von ihnen eingeführten gesellschaftlichen Änderungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/NationalsozialistenWenn ich mir da die Punkte zum Nationalsozialismus durchlese (bzw ueberfliege) sehe ich da nix von Gleichberechtigung. Herrenrasse, Fuehrerhierarchie, ... sind da die Schlagwoerter.
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Marc++us schrieb:
pli schrieb:
Die ganz linksextremen fordern absolute Gleichheit von allen (siehe Kommunismus, der ja auch links ist), es gibt keine Schichten, etc.
Jede Gruppierung ist etwas anders ausgerichtet, aber das ist das (mMn utopische) Ziel der/mancher Linksextremen.Und was ist dann der Unterschied zu den Nationalsozialisten? Gleichheit und Verzicht auf Schichten ist doch auch eine der von ihnen eingeführten gesellschaftlichen Änderungen.
WTF?
Merkmale für Nationalsozialismus:
* Rassismus, insbesondere Antisemitismus, der im Holocaust kulminierte und ‚Höherzüchtung‘ einer Herrenrasse, sowie Verherrlichung der „arischen und germanischen Rasse“ (vgl. Rassentheorie und Ariosophie)
* Sozialdarwinismus – Euthanasie und Eugenik bzw. ‚Rassenhygiene‘
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Linke Politik bedeutet im Kern, soweit ich es verstehe, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, zu beenden.
Hat jemand was ähnlich griffiges für rechte Politik? Mir scheint Konservativismus, Rückwärtsgerichtetheit und Nationalismus sind im Kern ein bisschen wenig.
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Marc++us schrieb:
Und was ist dann der Unterschied zu den Nationalsozialisten? Gleichheit und Verzicht auf Schichten ist doch auch eine der von ihnen eingeführten gesellschaftlichen Änderungen.
Ist das dein Ernst?
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Bashar schrieb:
Linke Politik bedeutet im Kern, soweit ich es verstehe, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, zu beenden.
Inwiefern läßt sich das für die kommunistischen Gulags sagen? Wird dort niemand ausgebeutet? Oder warum sind/waren die Parteimitglieder in sozialistischen Ländern den restlichen Bürgern gegenüber bevorzugt(z.b. Studienplatz in der DDR)?
Union-Fan
Der freundliche Konservative
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Bashar schrieb:
Linke Politik bedeutet im Kern, soweit ich es verstehe, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, zu beenden.
Hat jemand was ähnlich griffiges für rechte Politik? Mir scheint Konservativismus, Rückwärtsgerichtetheit und Nationalismus sind im Kern ein bisschen wenig.Tja nun. Der Nationalsozialismus hat eben keine werbewirksame Schlagworte mehr, da er "verbrannt" ist.
Warte mal... das sind Forderungen aus dem Parteiprogramm der NSDAP:
10. Erste Pflicht jedes Staatsbürgers muß sein, geistig oder körperlich zu schaffen. Die Tätigkeit des einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Gesamten und zum Nutzen aller erfolgen. Daher fordern wir:
11. Abschaffung des Arbeits- und mühelosen Einkommens, Brechung der Zinsknechtschaft.
12. Im Hinblick auf die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vom Volke fordert, muß die persönliche Bereicherung durch den Krieg als Verbrechen am Volke bezeichnet werden: Wir fordern daher restlose Einziehung aller Kriegsgewinne.
13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trusts) Betriebe.
14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.
15. Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung.
16. Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung, sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an den Staat, die Länder oder Gemeinden.
17. Wir fordern eine unseren nationalen Bedürfnissen angepaßte Bodenreform, Schaffung eines Gesetzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke. Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation.
18. Wir fordern den Rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeininteresse schädigen. Gemeine Volksverbrecher, Wucherer, Schieber usw. sind mit dem Tode zu bestrafen, ohne Rücksichtnahme auf Konfession und Rasse.
19. Wir fordern Ersatz für das der materialistischen Weltordnung dienende römische Recht durch ein deutsches Gemeinrecht.
20. Um jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung und damit das Einrücken in führende Stellung zu ermöglichen, hat der Staat für einen gründlichen Ausbau unseres gesamten Volksbildungswesens Sorge zu tragen. Die Lehrpläne aller Bildungsanstalten sind den Erfordernissen des praktischen Lebens anzupassen. Das Erfassen des Staatsgedankens muß bereits mit dem Beginn des Verständnisses durch die Schule (Staatsbürgerkunde) erzielt werden. Wir fordern die Ausbildung besonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rücksicht auf deren Stand oder Beruf auf Staatskosten.
21. Der Staat hat für die Hebung der Volksgesundheit zu sorgen durch den Schutz der Mutter und des Kindes, durch Verbot der Jugendarbeit, durch Herbeiführung der körperlichen Ertüchtigung mittels gesetzlicher Festlegung einer Turn- und Sportpflicht, durch größte Unterstützung aller sich mit körperlicher Jugendausbildung beschäftigenden Vereine.
22. Wir fordern die Abschaffung der Söldnertruppe und die Bildung eines Volksheeres.
*Hm. Könnte auch das Wahlprogramm der PDS sein.
Nimmt man noch Lafos Fremdarbeiter dazu, passt sogar der hier:

7. Wir fordern, daß sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Staatsbürger zu sorgen. Wenn es nicht möglich ist, die Gesamtbevölkerung des Staates zu ernähren, so sind die Angehörigen fremder Nationen (Nicht-Staatsbürger) aus dem Reiche auszuweisen.
*Jetzt weiß ich, wo Lafo und Gysi abschreiben. Kam mir gleich so bekannt vor.

Auch wenn es den Leuten nicht so gefällt: das Wirtschaftsprogramm und Gesellschaftsprogramm der Rechten ist zutiefst sozialistisch. Es gibt nur einen fundamentalen Unterschied: die Linken sprechen vom "Genossen", die Rechten vom "Volksgenossen".
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Union-Fan schrieb:
Bashar schrieb:
Linke Politik bedeutet im Kern, soweit ich es verstehe, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, zu beenden.
Inwiefern läßt sich das für die kommunistischen Gulags sagen?
Gar nicht. Wohl kaum ein Linker wird die Gulags oder andere Grausamkeiten, die im sogenannten real existierenden Sozialismus passiert sind, gut heißen. Die Streitfrage ist eigentlich nur noch, ob die Revolution in Russland von anfang an zum Scheitern verurteilt war, oder erst als Stalin die Macht an sich gerissen hat.
Oder warum sind/waren die Parteimitglieder in sozialistischen Ländern den restlichen Bürgern gegenüber bevorzugt(z.b. Studienplatz in der DDR)?
Ich nehm an, man hat unterstellt, dass Parteimitglieder sich für eine sozialistische Gesellschaft engagieren, während das Parteilose nicht oder nicht in dem Maße tun. Die eigentliche Frage hier scheint aber zu sein, wieso du links mit Gulags und Ungleichbehandlung in der DDR gleichsetzt.
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Soweit ich weiß leugnen die Nazis den Holocaust. Sie wollen das also auch nicht mehr. (Halt ähnlich wie der Gulag)
Das Prob der Rechten ist nur das sie den Krieg verloren haben...
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Auch wenn es den Leuten nicht so gefällt: das Wirtschaftsprogramm und Gesellschaftsprogramm der Rechten ist zutiefst sozialistisch.
klar. die haben das programm ja auch geklaut, um wähler anzulocken...
Union-Fan schrieb:
Inwiefern läßt sich das für die kommunistischen Gulags sagen? Wird dort niemand ausgebeutet? Oder warum sind/waren die Parteimitglieder in sozialistischen Ländern den restlichen Bürgern gegenüber bevorzugt(z.b. Studienplatz in der DDR)?
Union-Fan
Der freundliche Konservative
Sehr geehrter Herr Fan,
es müsste gerade Ihnen am Herzen liegen, nicht die Extreme einer politischen Richtung mit der Gemäßigten derselben zu verwechseln, wie es zu gleichermaßen mit links und rechts geschieht.
mfg blabla etc. pp.
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Marc++us schrieb:
Bashar schrieb:
Linke Politik bedeutet im Kern, soweit ich es verstehe, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, zu beenden.
Hat jemand was ähnlich griffiges für rechte Politik? Mir scheint Konservativismus, Rückwärtsgerichtetheit und Nationalismus sind im Kern ein bisschen wenig.Tja nun. Der Nationalsozialismus hat eben keine werbewirksame Schlagworte mehr, da er "verbrannt" ist.
Ich meinte rechts im Allgemeinen, nicht speziell nationalsozialistisch.
Hm. Könnte auch das Wahlprogramm der PDS sein.
Das kommt durch das gemeinsame "S" im Namen. (Jetzt mal ohne irgendeinen Vergleich vorzunehmen, aber dass zwei "sozialistische" Parteien teilweise ähnlich lautende Programme haben, dürfte nicht verwundern.)
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Bashar schrieb:
Die eigentliche Frage hier scheint aber zu sein, wieso du links mit Gulags und Ungleichbehandlung in der DDR gleichsetzt.
Das oben Genannte ist offensichtlich eine Facette der Politik des linken Spektrums. Dementsprechend kann man nicht sagen, dass es der Kern der Linken ist, sich gegen "die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen" einzusetzen. Kern Linker Ideologien ist dagegen Umverteilung auf einzelne, teils aus recht abstrußen Gründen gewählte Gruppierungen, sprich Etatismus. Das ist der Kern der linken Realpolitik. Das Ende "der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen" ist nur eines der Argumente,ein Vorwand, um diese Umverteilung zu begründen.
Union-Fan
Der freundliche Konservative
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mir erklärte mal jemand, dass der grundlegende unterschied zwischen links und rechts im menschenbild liegt (eine interessante interpretation):
linke gehen von einem menschen aus, der zum großteil durch die kultur geprägt wird (sozialisierung, erziehung, persönlichkeitsentwicklung, entscheidung), rechte gehen davon aus, dass der großteil eines menschen durch die natur festgelegt ist (gene, verhalten, sozialdarwinismus, triebe)
[abgesehen davon, dass wir ja wissen, dass die bezeichnung links und rechts aus der französischen revolution kommt]
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gredser schrieb:
Das Prob der Rechten ist nur das sie den Krieg verloren haben...
naja, das kann man auch differenzierter sehen. warum hat england plötzlich aufgehört die resistance zu unterstützen? doch auch nur, weil die kommunistisch war und das ende des krieges abzusehen war. und frankreich ist nach kriegs"ende" ja auch sofort in algerien einmarschiert. tja..
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Das die Links/Rechts Unterteilung veraltet ist, sieht man wirklich wunderbar an der NSDAP. Die NSDAP war keine klassisch Rechte Partei, da sie zwar Nationale Interessen verfolte, aber eben auch Sozialistische Ideen übernommen hatte. Rechts war die DNVP und andere Kaiser treuen.
Rassismus und Antisemitismus ist ja auch keine Eigenschaft die man nur bei "rechten" findet. In der SU gab es ja auch Judenpogrome und Diskriminierung der nicht russischen Völker.
Gleichheit aller Menschen hängt eben davon ab, wen man als Mensch ansieht.
Ich finde es merkwürdig, dass in DE Links von vielen Menschen und besonders Jugendlichen als per Definition "gut" angesehen wird.
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das liegt imo aber vielmehr daran, dass die sozialisten nicht von sich aus links sind (aber sich viele leute aus den von dir genannten gründen gerne links nennen) - "arbeit macht frei" kommt ja nicht von ungefähr. streng genommen sind die nationalsozialisten dann aber keine mehr, weil sie nur dieselben forderungen hatten.
wikipedia/Sozialismus schrieb:
Der Sozialismus kann mit dem Schlagwort „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“ beschrieben werden
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Bashar schrieb:
Das kommt durch das gemeinsame "S" im Namen. (Jetzt mal ohne irgendeinen Vergleich vorzunehmen, aber dass zwei "sozialistische" Parteien teilweise ähnlich lautende Programme haben, dürfte nicht verwundern.)
Stimmt. Die CSU überholt die SPD zur Zeit ja auch "links".
Wirtschaftspolitisch kann man von links zur Zeit wohl aufreihen:
PDS, CSU, SPD, Grüne, FDP, CDU
Gesellschaftspolitisch (Sicherheit, Staatsbild) von links nach rechts:
PDS, Grüne, SPD, FDP, CDU, CSU
Man benötigt außer rechts und links noch eine weitere Dimension...
Das Wirtschaftsprogramm der NPD ist übrigens auch sozialistisch geprägt.