Zitat: Ich bekenne mich schuldig



  • Bashar schrieb:

    zitierer schrieb:

    Ja, ich habe Software entwickelt die Menschen Arbeitslos gemacht hat
    (letzten Monat waren es 5 Leute die dadurch eingespart wurden)
    Muss ich ein schlechtes Gewissen haben? Ich denke nicht.

    Die Frage müssen sich ziemlich viele stellen. Technischer Fortschritt bedeutet nunmal vor allem, die Arbeitsbedingungen radikal zu erleichtern und menschliche Arbeitskraft einzusparen. Und das ist auch gut so(TM).

    Heisst, es gibt immer mehr wenige Menschen, die dafuer sorgen muessen, dass Maschinen
    weiterhin laufen (sie warten) und immer mehr mehr Menschen, die nichts tun muessen, weil
    es nichts zu tun gibt.

    Oder wenn wir eine perfekte Welt haben, die so aussieht, dass der Mensch nicht mehr viel
    leisten muss, damit bestimmte Dinge erledigt werden:

    Dann gibt es in der perfekten Welt immer weniger Menschen, die dafuer sorgen muessen,
    dass die perfekte Welt perfekt bleibt.

    Wenn dem so ist und der Mensch dadurch natuerlich mehr Freizeit hat bzw. z. B.
    Forschung durch den Menschen ja quasi ungezwungen und ohne Kapitalbindung passieren
    kann, dann muessen wir aber auch dazu uebergehen, dass der Mensch sich sein z. B.
    Brot eben nicht mehr verdienen muss, sondern es einfach bekommen kann, wenn er eins
    braucht, oder nicht?

    Hab allerdings auch nicht soviel Ahnung von der Materie, vielleicht liege ich ja
    total falsch.

    mfg
    v R



  • würde sagen ja. weg vom kommunikationszeitalter ab ins vergnügungsjahrhundert. wenn's funktioniert, warum nicht?



  • Es hieß schon vor Jahrzehnten, dass man bald nur noch Dienstags arbeiten müsste. War wohl nix.



  • Zuwenig Arbeit ist auch nichts, dann kommt man sich überflüssig vor und vor allem man rostet geistig und ist dann gar nicht mehr fähig an dem einem Tag zu arbeiten.

    Aber an sich geht der Fortschritt auch in die Richtung, dass Maschinen Billiglohnjobs effektiver, kostengünstiger und mit viel weniger Menschen ausführen können. Allerdings diese paar Menschen müssen aber fähig sein die Maschine zu führen und die meisten Menschen die im Billiglohnbereich arbeiten sind dazu nicht in der Lage. Man hat also ein Mangel an Fachkräften und geht unter in den Billiglöhnern da immer weniger Fachkräftearbeitsplätze Billiglohnerarbeitsplätze mit sich ziehen.

    Dies ist ein schwer zu lösendes Sozialesproblem. Um eine Art Sozialhilfe kommt auf lang oder breit einfach nicht herum. Allerdings finde ich, dass nur weil man Sozialhilfe krigt man nicht arbeiten muss Schwachsinn ist. Straßenfegen wäre zum Beispiel eine mögliche Arbeit, die kann zwar auch mit Maschinen erledigt werden allerdings muss man diese Leute so oder so bezahlen, also was solls. Desweiteren ist es kein wirtschaftlich wichtiger Zweig also kann auch nicht viel schief gehen.

    Nebenbei würde das auch helfen überflüssige Energie losszuwerden und somit so manche Schlägerei vermeiden und soziale Spannungen zu entschärfen.



  • HEZ schrieb:

    Es hieß schon vor Jahrzehnten, dass man bald nur noch Dienstags arbeiten müsste. War wohl nix.

    Wieso nur?
    Liegt es an der Gier der Arbeitgeber? An der Gier der Arbeitnehmer nach
    immer mehr Konsumgütern? Oder etwa daran, dass man im Zuge der
    Globalisierung nicht mehr anders kann?



  • Gregor@Home schrieb:

    Black Shadow__ schrieb:

    Nur 1% der arbeitslosen in DE sind bedingt durch Verlagerung der Jobs ins Ausland...

    Gib mal die Quelle an. Mich interessiert, wodurch die anderen bedingt sind.

    das hört sich so an als wurdest du die jobs, die ins ausland verlagert werden als hauptursache für die arbistlosigkeit sehen 🙄
    deine quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564?_seite=1
    das mit 1% findest du glaub auf seite 2 oder 3

    mfg



  • auch eine krasse variante, was dieser herr hier in einem interview zum besten gibt:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564?_seite=1
    




  • Heter Puth schrieb:

    HEZ schrieb:

    Es hieß schon vor Jahrzehnten, dass man bald nur noch Dienstags arbeiten müsste. War wohl nix.

    Wieso nur?
    Liegt es an der Gier der Arbeitgeber? An der Gier der Arbeitnehmer nach
    immer mehr Konsumgütern? Oder etwa daran, dass man im Zuge der
    Globalisierung nicht mehr anders kann?

    Wenn alle sich mit dem Lebensstandard von 1930 (willkürlich gewähltes Datum) zufrieden geben würden, müsste auch nur noch dienstags gearbeitet werden.



  • ein auszug:
    *Erstens: Die Zahl der Jobs die in Deutschland verschwinden weil sie zum Beispiel nach Osteuropa oder China verlagert wird, ist verschwindend gering. Sie macht gerade mal ein Prozent der abgebauten Stellen aus. Der wirkliche Jobkiller ist der technologische Fortschritt. Aber davon hören Sie von den Politikern kein Wort. Maschinen machen sich als Buhmann eben schlechter als Chinesen oder Polen.
    Was ist das zweite Pseudoargument?

    Das ist auch so eins für die Wahlreden: Wir müssen die Leute nur richtig ausbilden oder weiterbilden und schon ist das Beschäftigungsproblem gelöst. Nehmen wir mal an, man könnte tatsächlich alle fünf Millionen Arbeitslosen in Deutschland so fortbilden, wie sich die Politiker das vorstellen. Was wäre denn dann? Es gebe immer noch nicht genug Jobs. Die Zeiten der Massenarbeit ist vorbei. Wir werden nie wieder Tausende von Leuten sehen, die aus den Fabriktoren strömen. In Zukunft wird Arbeit etwas für die Eliten sein. Für besondere Aufgaben wird man immer noch die Top-Ärzte, Top-Anwälte oder Top-Designer brauchen. Aber Durchschnittsqualität kann ein Computer oder ein Roboter billiger liefern.

    Wo liegt der dritte Fehler?

    Ah, die sozialen Systeme. Darüber sprechen Sie hier schon seit Jahren, nicht wahr? Nun, ich will nicht sagen, dass es in Deutschland keinen Reformbedarf gibt. Aber wenn jemand daran denkt, den Weg der USA einzuschlagen, dann kann ich davor nur warnen. Je härter sie die Sozialsysteme beschneiden, desto eher tauchen die Probleme an anderer Stelle wieder auf. Schlechtere Gesundheit, größere Armut, weniger Sicherheit, mehr Kriminalität. Natürlich ist die US-Arbeitslosenquote niedriger als die deutsche. Aber bei uns sitzen allein zwei Millionen Leute in den Gefängnissen. Meinen Sie, das ist keine versteckte Arbeitslosigkeit? Glauben Sie mir, sie sind hier immer noch besser dran.*



  • lol warum kopiert hier jeder meinen link??



  • ups... schrieb:

    zeit für die mittagspause!

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564?_seite=1

    👍



  • Heter Puth schrieb:

    HEZ schrieb:

    Es hieß schon vor Jahrzehnten, dass man bald nur noch Dienstags arbeiten müsste. War wohl nix.

    Wieso nur?
    Liegt es an der Gier der Arbeitgeber? An der Gier der Arbeitnehmer nach
    immer mehr Konsumgütern? Oder etwa daran, dass man im Zuge der
    Globalisierung nicht mehr anders kann?

    Oder an Technik die auch wenn wir alle schon längst unter der Erde liegen noch immer nicht fehlerfrei funktionieren wird? Arbeit wird künftig nur noch von Maschinen erledigt? Schön wär´s dann könnte ich jetzt heimgehen und aufhören einer dummen Maschine zu sagen was sie machen soll.

    Achja: Ich bekenne mich auch in der Automatisierung zu arbeiten und Arbeitsplätze wegzurationalisieren um meinen eigenen zu sichern :p



  • Black Shadow__ schrieb:

    Gregor@Home schrieb:

    Gib mal die Quelle an. Mich interessiert, wodurch die anderen bedingt sind.

    das hört sich so an als wurdest du die jobs, die ins ausland verlagert werden als hauptursache für die arbistlosigkeit sehen 🙄

    Weil ich nach der Quelle gefragt habe? Das hat überhaupt nichts mit meiner Meinung zu tun. Aussagen ohne nachvollziehbare Quelle oder Begründung sind einfach nichts wert. Deshalb frage ich bei einer mir interessant erscheinenden aber unbegründeten Aussage nach, auf was die basiert. Dann kann ich mir besser ein eigenes Bild machen.

    Disclaimer: Genauso, wie in der vorigen Frage keinerlei Wertung zum Inhalt der Aussage enthalten war, ist auch in diesem Beitrag keinerlei Wertung zu dem Interview mit Jeremy Rifkin enthalten.



  • Gregor@Home schrieb:

    Das hat überhaupt nichts mit meiner Meinung zu tun.

    Ich habe eben dies nicht als deine meinung deklariert, sondern nur geschrieben, dass ich diesen EINDRUCK von dir gewinne. Durch die Einleitung "Das hört sich so an..." sollte das doch deutlich werden.
    Diesen Eindurck gewinnt man schnell, denn wenn es dich interessiert, warum hast du dich nicht schon längst darüber informiert? die plausibelste und am nahe liegenste Antwort ist eben, dass du bisher davon ausgegangen bist, die hauptursache für die arbeitslosigkeit ´´die stellenverlagerung ins ausland sei. denn wenn du wüsstest, dass dem nicht so wäre, und dich das thema interessiert, hättest du nicht längst dich über andere faktoren informiert?
    eben. deshalb erhalte ich diesen EINDRUCK.



  • Gregor@Home schrieb:

    Aussagen ohne nachvollziehbare Quelle oder Begründung sind einfach nichts wert.

    quatsch. ich verwende auch erfolgreich mathematische formeln an ohne deren herleitung/beweis zu kennen.
    ich sage doch nicht zum spaß, dass 1% der arbeitslosen dadurch bedingt sind. Entweder du hast so viel vertrauen in ein Forummember, dass du mir glaubst, oder du bist misstrauisch. Zurecht. Aber der der misstrauisch ist, und dem es wirklcih interessiert, wird auch selbst sich auf seinen arsch sitzen können und bissl googlen oder sich allgemein informieren. Und an die, die sich dafür zu schade sind, richte ich meine aussage garnicht.
    Ich werde dann schon eine quelle liefern, wenn einer mit einer anderen meinung kommt. wobei es sich hier konkret um ein faktum handelt.



  • Black Shadow__ schrieb:

    Gregor@Home schrieb:

    Aussagen ohne nachvollziehbare Quelle oder Begründung sind einfach nichts wert.

    quatsch. ich verwende auch erfolgreich mathematische formeln an ohne deren herleitung/beweis zu kennen.
    ich sage doch nicht zum spaß, dass 1% der arbeitslosen dadurch bedingt sind. Entweder du hast so viel vertrauen in ein Forummember, dass du mir glaubst, oder du bist misstrauisch. Zurecht. Aber der der misstrauisch ist, und dem es wirklcih interessiert, wird auch selbst sich auf seinen ***** sitzen können und bissl googlen oder sich allgemein informieren. Und an die, die sich dafür zu schade sind, richte ich meine aussage garnicht.
    Ich werde dann schon eine quelle liefern, wenn einer mit einer anderen meinung kommt. wobei es sich hier konkret um ein faktum handelt.

    *lol*



  • Marc++us schrieb:

    Hm, den meisten Menschen ist nicht klar, was es zum Beispiel bedeuten würde Afrika den freien Marktzugang nach Europa (zum Beispiel für Lebensmittel) zu gewähren. Also ohne Schutzzölle der EU.

    Es wäre zwar für Afrika die effektivere Förderung als die heutigen Hilfsprogramme, aber aber da unter dem Strich Geld ja nicht mehr wird, bedeutet jede effektive Förderung auch einen Abbau bei uns.

    Marcus, kannst Du bitte mal erklären, was dann passieren würde?

    Meine Überlegung: Die Schutzzölle der EU führen dazu, daß ausländische Bauern, zB aus Afrika, hier nicht zu Marktpreisen ihre Waren anbieten können, sondern wenn überhaupt über Wert, und natürlich steuert die EU die Preisschranken derart, daß es sich nach den Schutzzöllen für die Afrikaner nicht mehr lohnt, hier anzubieten. Es lohnt sich nur noch für europäische Bauern. Das ist doch das typische an staatlichen Preiskartellen: Der Staat hält die Preise künstlich für den Endverbraucher HOCH. Das bedeutet aber wiederum, daß wir Geld, was wir zu viel für Nahrung ausgeben nicht in andere Güter investieren können, wir subventionieren mit unseren zu hohen Ausgaben nur Bauern, die offensichtlich nicht in der Lage sind, zu Marktpreisen zu produzieren. Ressourcen werden nicht dort allokiert, wo es am effizientesten wäre.

    Daß bei Schutzzöllen (zB) im Endeffekt wir davon profitieren ist also gar nicht so offensichtlich. Wenn wir uns auf Bauern beschränken kommt es im Endeffekt auf das Verhältnis Bauern/Nichtbauern in der EU an und darauf, wohin das Geld, das wir jetzt mehr haben, investiert wird, ob bei Streichung der Schutzzölle für uns der Wohlstand steigen würde oder nicht. Weil, auch wenn die Geldmenge konstant ist, ist es Wohlstand doch nicht.



  • Black Shadow__ schrieb:

    Gregor@Home schrieb:

    Aussagen ohne nachvollziehbare Quelle oder Begründung sind einfach nichts wert.

    quatsch. ich verwende auch erfolgreich mathematische formeln an ohne deren herleitung/beweis zu kennen.

    Aber den Beweis kann sich jeder zur Not herleiten, wenn er Ahnung von Mathe hat. Bei solchen Statistiken~(glaube nur der Statistik, die du selbst gefaelscht hast)~ kann man das nicht.



  • Black Shadow__ (unregistriert) schrieb:

    Entweder du hast so viel vertrauen in ein Forummember


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