Rededuell Stoiber - Lafontaine



  • BOA schrieb:

    Frage nicht nach Sonnenschein bei den Lebenshaltungskosten in Skandinavien...
    Das gleicht sich alles wieder aus.

    So dann rechne mal vor. Da bin ich aber gespannt.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • BOA schrieb:

    Das ist auch ein Rattenschwanz, ziehen alle vom Land, gehen Supermärkte und Dienstleister wiederum in der Gegend ein, weil keine Kunden mehr präsent sind.

    Aber darauf läuft es hinaus. Ich komme auch vom Dorf. Supermarkt oder so hat es da nie gegeben. Der Tante emmaladen ist schon vor 10 Jahren eigegangen. Es läuft auf eine Verstädterung hinaus wenn man seinen Lebensstandard an das Niveau im Fernsehen anpassen will. Meine Eltern sind Bauern, die essen Ihre Blutwurst und Ihre Knackwurst und sind glücklich. Die brauchen nichts anderes. Ich hole mir alles aus dem Discounter.
    Das platte Land ist nichts für Arbeitnehmer.

    Zur Ente: Scheckt aber nicht nach Hühnchen. Egal, auch wenn es Hühnchen ist das mit Entengeschmacksverstärker behandelt worden ist, das Gesundheitsamt kontrolliert solche Restaurants. Da werden die wohl angeben müssen woher das Essen kommt. Finanzieren tun die sich davon nicht. Die anderen Menus kosten auch mehr. Dose Cola ein Euro, ...



  • asdrubael schrieb:

    In die Stadt ziehen wird sicher auch gefördert? Ja ne is klar, was habt ihr eigentlich für Vorstellungen? Von Sozialhilfe kann man es sich leisten vor der Glotze zu verschimmeln und Mittags ´ne Tüte Weißbrot mit Dosenfisch zu essen. Überleben ja, Leben nein...

    Und ich kenne Leute, die leisten sich trotz Sozialhilfe Urlaub, ein Auto und ein besseres Leben als manche, die arbeiten. Und das, ohne nebenbei schwarz zu arbeiten!
    Man muss vielleicht auch mit Geld umgehen können....



  • blabla223
    Der Name ist Programm.



  • Es gibt auch Möglichkeiten die SHilfe im Ausland auszugeben. Wenn man einen Kumpel hat der für einen im Sozialamt vorbeischaut ist das kein Problem.



  • Bundeszentrale schrieb:

    Zur Ente: Scheckt aber nicht nach Hühnchen. Egal, auch wenn es Hühnchen ist das mit Entengeschmacksverstärker behandelt worden ist, das Gesundheitsamt kontrolliert solche Restaurants. Da werden die wohl angeben müssen woher das Essen kommt. Finanzieren tun die sich davon nicht. Die anderen Menus kosten auch mehr. Dose Cola ein Euro, ...

    Ich glaube nicht mal, daß es überhaupt Geflügel ist...

    Union-Fan schrieb:

    BOA schrieb:

    Frage nicht nach Sonnenschein bei den Lebenshaltungskosten in Skandinavien...
    Das gleicht sich alles wieder aus.

    So dann rechne mal vor. Da bin ich aber gespannt.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative

    Gerne, ich helfe ja wo ich kann.

    Pro Kopf Einkommen D : ca. 25k Euro
    Pro Kopf Einkommen Nor : ca. 35k Euro

    Die niedrigsten Lebenshaltungskosten gibt es derzeit in den neuen Mitgliedsländern Osteuropas sowie den künftigen Beitrittskandidaten, wobei Slowenien mit einem Index von 91 schon fast zum EU-Durchschnitt aufgeschlossen haben. Dagegen liegt der Index in Rumänien nur bei 50. Mit Abstand am teuersten ist das Leben in Norwegen und Island, wo der Index im Vergleich zur EU bei 155 liegt. Unter Einschluss von Alkohol und Tabak bringen es die Norweger sogar auf den Index von 172, während der entsprechende Wert für Deutschland bei 104 liegt. Ebenfalls teuer ist die Lebenshaltung in Dänemark mit einem Index von 137.

    Grüße

    BOA



  • BOA schrieb:

    Gerne, ich helfe ja wo ich kann.
    Pro-kopf-Einkommen D ca 25k Euro
    Pro Kopf einkommen Nor ca 35k Euro

    Die niedrigsten Lebenshaltungskosten gibt es derzeit in den neuen Mitgliedsländern Osteuropas sowie den künftigen Beitrittskandidaten, wobei Slowenien mit einem Index von 91 schon fast zum EU-Durchschnitt aufgeschlossen haben. Dagegen liegt der Index in Rumänien nur bei 50. Mit Abstand am teuersten ist das Leben in Norwegen und Island, wo der Index im Vergleich zur EU bei 155 liegt. Unter Einschluss von Alkohol und Tabak bringen es die Norweger sogar auf den Index von 172, während der entsprechende Wert für Deutschland bei 104 liegt. Ebenfalls teuer ist die Lebenshaltung in Dänemark mit einem Index von 137.

    Um mal den vorhin verlinkten Artikel zu zitieren :

    Dreimal so viel wie in Deutschland
    Und tariflich ist die Welt noch in Ordnung: Egal ob Norweger oder Deutsche - alle arbeiten 37,5 Stunden die Woche für 16,50 Euro die Stunde bei geringen Abgaben. Das entspricht etwa dem Dreifachen des deutschen Durchschnitt-Dumpinglohns: "Bei uns in Berlin haben Leute aus Sachsen und aus Polen die Preise gedrückt. Die gehen für fünf Euro die Stunde arbeiten. Dazu aber ist der Job zu anspruchsvoll, dass ich für fünf Euro arbeiten gehe."

    Offensichtlich spiegeln Deine Zahlen nur ein mathematisch/theoretisches Konstrukt wieder, haben aber mit der Realität, den dreimal so hohen Löhnen, wenig zu tun.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • Lol, alles klar.
    Du glaubst tatsächlich, daß die Löhne dreimal so hoch sind, weil ein jammernder Einzelfall tv-sensationstechnisch aufbereitet Dir das erzählt ???

    Ist ja Spitze, dann gehe ich als Softwareentwickler mal nach Norwegen, hier verdiene ich 3000 Euro, man, geil, dann habe ich in Norwegen ja 9.000 !!!!
    Super, wo kann ich unterschreiben ??? 😃

    Sorry, aber wenn Dich selbst Fakten nicht überzeugen, dann mußt Du wohl weiter in Deiner Welt leben. 😃

    Grüße

    BOA



  • BOA schrieb:

    Lol, alles klar.
    Du glaubst tatsächlich, daß die Löhne dreimal so hoch sind, weil ein jammernder Einzelfall tv-sensationstechnisch aufbereitet Dir das erzählt ???

    Ist ja Spitze, dann gehe ich als Softwareentwickler mal nach Norwegen, hier verdiene ich 3000 Euro, man, geil, dann habe ich in Norwegen ja 9.000 !!!!
    Super, wo kann ich unterschreiben ??? 😃

    Sorry, aber wenn Dich selbst Fakten nicht überzeugen, dann mußt Du wohl weiter in Deiner Welt leben. 😃

    Deine eigenen Zahlen haben Norwegen einen durchschnittlichen Verdienst von 35k€
    (Deutschland 25k€) bescheinigt. Offensichtlich sind also dort die Löhne wesentlich höher als hier.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • Arghhh,

    ergeben meine Buchstabenkombinationen bei Dir einen anderen Sinn ???
    Was verstehst Du denn nu nicht ?

    Wenn ich heute abend mit ner Pumpgun in den Supermarkt renne bist DU Schuld....



  • BOA schrieb:

    Arghhh,

    ergeben meine Buchstabenkombinationen bei Dir einen anderen Sinn ???
    Was verstehst Du denn nu nicht ?

    Wenn ich heute abend mit ner Pumpgun in den Supermarkt renne bist DU Schuld....

    Ich verstehe auch nicht, was daran nicht zu verstehen ist, dass hier jährlich 200k Leute abwandern, weil hier der Verdienst zu niedrig ist. Deine ganzen Argumente treffen schlicht die Realität nicht. Wenn jährlich 200k Leute auswandern, also erstmal einen Riesenaufwand treiben, Familie und Freunde aufgeben um dann zumindest einige Zeit im späteren Gastland ohne Bürgerrechte zu leben, dann ist doch offensichtlich, wie fatal die Lage Deutschlands ist. Fakt ist : In Deutschland lohnt sich keine Leistung.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative

    PS. Vor ein oder zwei Wochen stand auf der N-TV Website ein Bericht, wonach laut aktuellen Umfragen 1/3 aller Deutschen auswandern wollen


  • Mod

    BOA schrieb:

    Auch für Dich noch einmal. Man bekommt die Arbeitslosigkeit nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln in den Griff.
    Wie willst Du der Industrialisierung und Globalisierung Einhalt gebieten ?
    Gar nicht. Deswegen wird es weiterhin eine gewisse Quote an Beschäftigungslosen geben, die nie wieder in Lohn und Brot stehen werden.

    Das ist schon richtig.

    Aber die Versorgung darf nicht dazu führen, daß die Überlebenschancen der Leute mit Job im Rahmen der Globalisierung beeinträchtigt werden. Und das geschieht zur Zeit, wenn jeder Arbeitslose gleichzeitig jeden Arbeitnehmer automatisch verteuert. Das ist doch ein offensichtliches Problem, das sollte doch jeder einsehen: sobald sich die Waage einmal neigt, kippt sie immer schneller, da mehr Arbeitslose die Arbeit teurer machen, wodurch noch weniger Leute eingestellt werden, usw. Das ist ein sogenanntes labiles Gleichgewicht, da sich das System nicht wieder in der Ruhelage einpendelt, sondern driftet.

    Ein weiterer Punkt - denn die Gewerkschaften nach 30 Jahren immer noch nicht verstanden haben - ist die Verteilung von Arbeit. Daher kamen ja auch die Konzepte zur Verkürzung der Arbeitszeit. Idee: ich lasse 3 Leute statt 50h nur noch 35 arbeiten, und kann dann nachher 4 Leute beschäftigen.

    Das ist im Grundsatz ja nicht so falsch, aber die Ausführung ist sehr problematisch:

    a) Spezialisten: man kann bei Spezialisten nicht einfach deren Zeit kürzen... da die nicht auf Bäumen wachsen.

    b) wenn ich mehr Leute einstelle, wird es für die Firma teurer, da die Fixkosten pro Arbeitnehmer immer vorhanden sind. Selbst wenn ich die variablen Lohnkosten umlegen könnte (also kostenneutral), kosten mehr Leute die Firma mehr Geld. Das lässt sich nie vermeiden, aber man kann es zumindest abmildern, indem der Staat den Firmen möglichst viele Fixkosten pro Arbeitnehmer erlässt (z.B. Statistikmeldungen, möglichst einfache steuerliche Meldung, Kündigungsschutzregelung).

    Kündigungsschutz ist sowieso so ein Thema: in Wirklichkeit wirkt sich das oftmals nur als Einstellungssperre aus. Das ist auch ganz logisch: das Geschäft einer Firma besteht immer aus Zyklen - gut - schlecht - gut. Das ist nicht wirklich schlimm, solange man sich anpassen kann. In schlechten Zeiten - das ist klassische Methode - baut man ab. Alles mögliche, nicht nur Personal, aber Personal natürlich auch. In guten Zeiten baut man wieder auf. Aber genau dieser letzte Mechanismus ist in Deutschland gestört: da es sehr aufwendig ist Leute zu entlassen, baut man in guten Zeiten kein Personal auf, sondern alle ächzen unter Überstunden. Und Einstellen ist ein Risiko für die Firmen, da sie beim Abbau sich nicht mehr verkleinern können. Diese erzwungene Asymmetrie in einem symmetrischen Zyklus bewirkt, daß die Firmen eben mit minimaler Besetzung fahren. Daher verhindern die Schutzgesetze effektiv sogar Einstellunge. Auch die Sozialkriterien sind unter dem Strich schädlich - führen sie doch dazu, daß immer wieder die jungen Ledigen gefeuert werden. Dadurch gibt's inzwischen ein Heer junger Menschen, die mit 30 schon bei 8 Firmen waren. Für die wird's gar nicht mehr möglich sein, halbwegs ihr Leben zu planen. Denn sobald sie irgendwo anfangen, haben sie automatisch wieder wenig Sozialpunkte und werden bei der ersten Entlassungswelle sofort entlassen, EGAL WIE GUT SIE SIND. Weil die Firma sie entlassen muß, da jung und ledig, und da sie andere Leute nicht loswird solange es welche mit weniger Sozialpunkten gibt. Die Auswahl ist also gesteuert durch sekundäre Merkmale, nicht durch den Nutzen für die Firma. Und damit extrem schädlich.

    Es gibt noch mehr ähnliche Effekt, wo sich ein Schutzgesetz zum Schadensgesetz wandelt: z.B. Kündigungsschutz für Ü50iger. Führt in der Praxis dazu, daß ein 50jähriger, der einmal arbeitslos wurde, keinen Job mehr bekommt. Keiner stellt ihn mehr ein. Weil jeder weiß, daß er diesen Mann für 15 Jahre beschäftigen muß. Auf so lange Zeit kann und will niemand planen, also nimmt man lieber jemanden, der nicht darunter fällt. Gäbe es dieses Schutzgesetz nicht, wären im Endeffekt nicht so viele Ü50 arbeits- und chancenlos auf dem Arbeitsmarkt. Also muß man die Frage stellen, ob man ohne nicht besser dran wäre - wir werden schließlich alle mal 50. Heute müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, daß wir nur bis etwa 48 einen Job haben, danach wird alles Glückssache.

    Länder mit einem kapitalistischen Wirtschaftssystem - USA, England - kennen solche Effekte nicht in gleichem Maße, aber diese Abstelleffekte sind dort nicht so ausgeprägt. Auch ist es dort normal, daß eine Firma in guten Zeiten 3000 Leute beschäftigt, in schlechten Zeiten nur 1200. Bei uns hat sich der Arbeitsmarkt inzwischen fast völlig von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt, das ist nicht normal und zeugt davon, daß hier kein Markt mehr herrscht.



  • Union-Fan schrieb:

    BOA schrieb:

    Arghhh,

    ergeben meine Buchstabenkombinationen bei Dir einen anderen Sinn ???
    Was verstehst Du denn nu nicht ?

    Wenn ich heute abend mit ner Pumpgun in den Supermarkt renne bist DU Schuld....

    Ich verstehe auch nicht, was daran nicht zu verstehen ist, dass hier jährlich 200k Leute abwandern, weil hier der Verdienst zu niedrig ist. Deine ganzen Argumente treffen schlicht die Realität nicht. Wenn jährlich 200k Leute auswandern, also erstmal einen Riesenaufwand treiben, Familie und Freunde aufgeben um dann zumindest einige Zeit im späteren Gastland ohne Bürgerrechte zu leben, dann ist doch offensichtlich, wie fatal die Lage Deutschlands ist. Fakt ist : In Deutschland lohnt sich keine Leistung.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative

    PS. Vor ein oder zwei Wochen stand auf der N-TV Website ein Bericht, wonach laut aktuellen Umfragen 1/3 aller Deutschen auswandern wollen

    Ich spreche Dir die Zahl doch nicht ab, mag schon sein, daß sich 200k Deutsche jährlich in die Welt verstreuen.
    Die Motive können 200k verschiedene sein. Woher stammt Deine Quelle ?

    Laß mich kurz rechnen, dann sind die Arbeitslosen in ca. 12,5 jahren passé.
    ( Ich rechne mal noch den Nachwuchsrückgang mit rein, der ist auch ca. 200k per anno)

    Wir müssen also nur warten. 😉

    Grüße

    BOA



  • BOA schrieb:

    Die Motive können 200k verschiedene sein. Woher stammt Deine Quelle ?

    Laß mich kurz rechnen, dann sind die Arbeitslosen in ca. 12,5 jahren passé.
    ( Ich rechne mal noch den Nachwuchsrückgang mit rein, der ist auch ca. 200k per anno)

    Ich hatte aus dem Gedächtnis das hier
    Zitiert. Ist wenn man die Statistik so anschaut noch viel verheerender. Laut diversen anderen Quellen sind die auswandernden Deutschen jedoch praktisch ausschließlich unsere Leistungsträger. Einwanderung findet dagegen primär in das Sozialsystem statt. Wie lange das noch funktioniert, wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden, ist offenkundig.

    Union-Fan

    Der freundliche Konservative



  • Das kann ich verstehen. Mein Ex-Chef, Professor seit 4 Jahren und mittlerweile erst 32, meinte auch, dass er das erste gute Angebot aus dem Ausland annimmt und dann sofort weg ist, weil die einem in D echt viele Moeglichkeiten verbauen durch das z.T. stupide System mit der Verbeamtung und den ganzen Auflagen.
    Wenn ich im Ausland mehr Geld fuer den gleichen Job bekomme waere ich auch der letzte, den es hier haelt.


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