So gerecht ist das System von Kirchhoff/ der CDU...



  • Daniel E. schrieb:

    Wieso sollte man aber die Leute zum Mitdenken motivieren, wenn's auch schon ein halbwegs gesunder Egoismus tut. Es nützt MIR und zwar JETZT, wenn ich die Ökoproduktvariante nehme, wobei die Unökovariante ja günstiger wäre, wenn man die Entsorgungskosten nicht berücksichtigt. Aber ist schon klar, die Leute müssen nur mitdenken. Wenn sie nicht mitdenken, dann sind sie doof. Der Punkt ist: wenn sie sich in einem kapitalistischen System unökologisch verhalten, dann sind sie richtig doof, weil es sie gleich unmittelbar am Geldbeutel trifft.

    was hast du eigentlich für eine einstellung, was für eine gesellschaft stellst du dir vor? unter dem leitmotto "wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht"?



  • unter dem leitmotto "wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht"?

    find ich gut! soll doch jeder selber schau'n, wo er bleibt!
    den ganzen arbeitslosen säcken gehört alg gestrichen, das bringt doch nix.
    wenn die sehen, dass es auch ohne arbeit geht, bekommen die ihren arsch nie hoch.

    außerdem bin ich dafür, das besserverdiener weniger steuern zahlen müssen, als
    das ganze gesindel, das für paar hundert euro im monat jobbt.
    schließlich verdienen die "besserverdiener" nicht ohne grund mehr.
    die haben dafür was geleistet und das muss belohnt werden, wenn die ganzen
    armen säcke wind von kriegen, wollen die auch mehr verdienen und leisten mehr,
    viele werden es zwar nicht schaffen, aber das ist nicht mein problem, aber dann
    können sie meinetwegen immer noch das essen, was ich wegwerfe.
    ...bin ja nicht asozial, wenn die keine unordnung im hof machen, ist es schon okay,
    wenn die bisschen in der mülltonne rumgrabschen. 😉

    na, damit wären wohl alle probleme gelöst... so einfach könnte es sein... 🙂



  • sorry, hab ich im obigen post vergessen:
    noch effektiver wäre es wahrscheinlich, die sklaverrei wieder einzuführen!


  • Mod

    Kanzlerkandidat schrieb:

    War Helmut Kohl eigentlich auch ein Perverser? Unter ihm betrug der Spitzensteuersatz 53%. Die SPD hat den drastisch reduziert.

    in wirtschaftlich besseren Zeiten betrug der Spitzensteuersatz noch 56%. Im Vergleich zum Jahr 1998 zahlt ein Einkommensteurpflichtiger mit einem zu versteuernden Einkommen von 70.000 Euro im Jahre 2005 etwa 4.000 Euro weniger, ein Steuerpflichtiger mit 100.000 Euro etwa 7.000 Euro weniger und jemand mit einem zu versteuernden Einkommen von 200.000 Euro etwa 18.000 Euro weniger.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Spitzensteuersatz

    Trotzdem ist seitdem das Nettoeinkommen gesunken, weil die ganzen Gebühren und Co dramatisch gestiegen sind, letztlich versteckt der Staat heute doch eine ganze Menge Steuern hinter der Einführung eines "öffentlich-rechtlichen Unternehmens", mit dem man einen Zwangsvertrag abschliessen muß, und das 2mal im Jahr die Preise erhöht. Das ist nur eine verkappte Steuer.

    Schlimmer noch: bei der Steuer steht einem immer der Weg vor das Finanzgericht frei, aber bei diesen ÖR-Firmen ist man fast hilflos ausgeliefert.

    Und behaupte nur niemand, diese Firmen wären privatisiert! Eine rechtliche Konstruktion, aber in der Führung stecken Staatsbeamte, Mehrheitseigner sind Gemeinden, Kreise und der Bund, und diese ÖR-Firmen haben ein Monopol. Das ist kein freier Markt, wo sich Dinge ausgleichen können. Das ist Staatswirtschaft, mehr nicht.



  • scrub schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Wieso sollte man aber die Leute zum Mitdenken motivieren, wenn's auch schon ein halbwegs gesunder Egoismus tut. Es nützt MIR und zwar JETZT, wenn ich die Ökoproduktvariante nehme, wobei die Unökovariante ja günstiger wäre, wenn man die Entsorgungskosten nicht berücksichtigt. Aber ist schon klar, die Leute müssen nur mitdenken. Wenn sie nicht mitdenken, dann sind sie doof. Der Punkt ist: wenn sie sich in einem kapitalistischen System unökologisch verhalten, dann sind sie richtig doof, weil es sie gleich unmittelbar am Geldbeutel trifft.

    was hast du eigentlich für eine einstellung, was für eine gesellschaft stellst du dir vor? unter dem leitmotto "wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht"?

    Wenn man den individuellen Egoismus so ausnutzen kann, daß er allen nützt, dann sollte man das tun, ich weiß nicht, wo dein Problem ist.

    Abgesehen davon bin ich *kein* Totalitarist, ich stelle mir keine Gesellschaften vor und entwerfe einen perfekten Menschen am Reißbrett um ihn dann jahrelang umzuerziehen. Man kann im groben sehr gut vorhersagen, was ein großer Haufen Menschen macht, die freiwillig miteinander interagieren -- es bilden sich Marktgesetze (das magst Du jetzt vielleicht anzweifeln, ist aber im Grunde eine Nullaussage, denn "Markt" ist nur ein traditionell angehauchtes Wort für "viele Menschen interagieren ohne Zwang"). Adam Smith's unsichtbare Hand. Man kann jetzt Zwänge in den Markt einführen und sich dann ansiehen, ob man besser oder schlechter dran ist. Beim Beispiel Müllentsorgung sieht man, was rauskommt, wenn man in den Markt eingreift: man hat ein schlecht funktionierendes, monopolisiertes (also stehen Preise und Leistung in einem absolut willkürlichen Zusammenhang) und umweltfeindliches System, die es in einem privaten System nicht gibt (ist ja nicht so, daß alle Müllabfuhren auf der Welt verstaatlicht sind -- es gibt ja Beispiele dafür) oder geben müßte. Geben müßte. Ich sage nicht, daß der Markt immer und zu jedem Punkt die beste Lösung anbietet, aber da es konkurrierende Unternehmen gibt, gibt es *mehrere* Lösungen und man kann dann vergleichen, welches Müllentsorgungssystem funktioniert und welches nicht (das schlechtere geht nämlich pleite) und in (fast?) allen Fällen stehen alle in einem privaten Systemen besser da (Du kannst auch gerne den Link auf der Vorgängerseite, den von Blankertz, ansehen, wo er beschreibt, wie der Staat systematisch die Ärmsten der Armen abzockt und die Reicheren davon profitieren). Ist es das, was Du willst? Daß alle schlechter dran sind? Und einen neuen altroistischen Übermenschen zu schaffen, damit das System einigermaßen funktioniert? Wenn das so ist, dann brauchen wir eigentlich nicht weiterzudiskutieren, das wird mir dann nämlich zu krank.



  • Daniel E. schrieb:

    Wenn man den individuellen Egoismus so ausnutzen kann, daß er allen nützt, dann sollte man das tun, ich weiß nicht, wo dein Problem ist.

    ich finde es viel besser, zu versuchen, diesen "individuellen egoismus", der ja angeblich allen menschen angeboren ist, zu bekämpfen

    Daniel E. schrieb:

    Abgesehen davon bin ich *kein* Totalitarist, ich stelle mir keine Gesellschaften vor und entwerfe einen perfekten Menschen am Reißbrett um ihn dann jahrelang umzuerziehen.

    matürlich machst du es, du scheinst dir dessen nur nicht bewußt zu sein.



  • Was will ich denn am Menschen ändern?


  • Mod

    @scrub: Dein Plan erscheint mir zu utopisch. Eine Regel bei der Umsetzung von Projekten lautet doch, daß die Strategie mit der geringsten Anzahl an kritischen Pfaden zu wählen ist.

    Man muß sowas mal praktisch sehen:

    Wenn 95% der Menschen diese - durchaus negativ belastete - Eigenschaft des individuellen Egoismus besitzen:

    Nun habe ich zwei alternative Szenarien:

    a) meine Gesellschaftsstrategie nutzt die Eigenschaft der 95% aus, um ein positives Gesamtziel für alle zu erreichen

    b) meine Strategie nutzt die positiven Eigenschaften der 5% aus, und will die anderen 95% in ihrem Wesen ändern, so daß ich mein positives Gesamtziel erreichen kann

    Welcher Weg wird wohl erfolgreicher umsetzbar sein? Ich verstehe nicht, wie man auf die Antwort b) kommen kann.



  • Marc++us schrieb:

    @scrub: Dein Plan erscheint mir zu utopisch. Eine Regel bei der Umsetzung von Projekten lautet doch, daß die Strategie mit der geringsten Anzahl an kritischen Pfaden zu wählen ist.
    Man muß sowas mal praktisch sehen:
    [...]
    Welcher Weg wird wohl erfolgreicher umsetzbar sein?

    Ogleich du natürlich recht hast was die Wahrscheinlichkeit des "Erfolges" ageht, ist es in meinen augen dennoch eine entschdidung die einem Weh tun sollte.
    Zu sagen , "ja dann haben wir halt alle schlechte eigenschaften und da wir das eh alle nicht ändern wollen, dann passen wir den Rest daran an."
    Nur so kann man diese Eigenschaft nicht ändern, da sie nun in jedwede Systeme integriert ist und ihr Fundament bildet.
    Vielleicht ist hier auch garnicht das Ziel diese zu ändern.
    Aber was ist mit jenem der den Anspruch an sich selbst hat, eben nicht so egoistisch zu sein ? Er wird es folglich schwerer haben, da dieses System nicht für ihn passen ist. Und er muss sich zwingen bei seiner , in meinen Augen sehr guten , Haltung bleiben zu können, da sie für ihn durch die aäßeren Umstände nachteilhaltig wird.
    Nunja aber ich denke ich komme zu weit vom orginalthema ab und bin vll wenig wirtschaftlich und soziologisch gebildet.

    ...



  • shapeless schrieb:

    Aber was ist mit jenem der den Anspruch an sich selbst hat, eben nicht so egoistisch zu sein ? Er wird es folglich schwerer haben, da dieses System nicht für ihn passen ist. Und er muss sich zwingen bei seiner , in meinen Augen sehr guten , Haltung bleiben zu können, da sie für ihn durch die aäßeren Umstände nachteilhaltig wird.

    Der nicht-egoistische Mensch, welcher vermutlich nicht existiert, kauft lieber die teure und umweltverschmutzende Plastiktüte? 😕



  • ursel schrieb:

    shapeless schrieb:

    Aber was ist mit jenem der den Anspruch an sich selbst hat, eben nicht so egoistisch zu sein ? Er wird es folglich schwerer haben, da dieses System nicht für ihn passen ist. Und er muss sich zwingen bei seiner , in meinen Augen sehr guten , Haltung bleiben zu können, da sie für ihn durch die aäßeren Umstände nachteilhaltig wird.

    Der nicht-egoistische Mensch, welcher vermutlich nicht existiert, kauft lieber die teure und umweltverschmutzende Plastiktüte? 😕

    Nein warum sollte er ?Ist es denn selbstlos die umwelt zu verschmutzen?
    Ich denke nicht. Und selbstlos heisst nicht zwingend dumm hauptsache nicht für sich selbst.

    Aber mal im klaren natürlich rede ich nicht von einem , wie du richtig sagst, nicht-existierenden 100%ig-selbstlosen Menschen,
    sondern es geht darum die Priorität bei bestimmten Dingen nicht so zu setzten,
    dass sie vll nicht nur egoistsich ist und man hoffen kann dass sie auch mehr oder weniger im Sinne anderer ist.
    Es geht eigentlich mehr um ein "so wenig egoist wie möglich,aber so egoistisch wie nötig."
    Dein Beispiel wäre zwanghafte selbstlosikeit die schon längst als selbstzerstörung anzusehen ist. Und ein gesunder Egoismus ist in meinen augen klein,
    eben noch gross genug um nicht selbstzerstörerisch zu sein.



  • shapeless schrieb:

    ursel schrieb:

    shapeless schrieb:

    Aber was ist mit jenem der den Anspruch an sich selbst hat, eben nicht so egoistisch zu sein ? Er wird es folglich schwerer haben, da dieses System nicht für ihn passen ist. Und er muss sich zwingen bei seiner , in meinen Augen sehr guten , Haltung bleiben zu können, da sie für ihn durch die aäßeren Umstände nachteilhaltig wird.

    Der nicht-egoistische Mensch, welcher vermutlich nicht existiert, kauft lieber die teure und umweltverschmutzende Plastiktüte? 😕

    Nein warum sollte er ?Ist es denn selbstlos die umwelt zu verschmutzen?
    Ich denke nicht. Und selbstlos heisst nicht zwingend dumm hauptsache nicht für sich selbst.

    Ich wollte damit nur sagen: wo ist für den selbstlosen Menschen das Problem, wenn man umweltverschmutzende Dinge teurer macht? Evtl. hätte er ja so oder so die Papiertüte gekauft, also sehe ich nicht, was für ihn ein Nachteil wäre.



  • ursel schrieb:

    shapeless schrieb:

    ursel schrieb:

    shapeless schrieb:

    Aber was ist mit jenem der den Anspruch an sich selbst hat, eben nicht so egoistisch zu sein ? Er wird es folglich schwerer haben, da dieses System nicht für ihn passen ist. Und er muss sich zwingen bei seiner , in meinen Augen sehr guten , Haltung bleiben zu können, da sie für ihn durch die aäßeren Umstände nachteilhaltig wird.

    Der nicht-egoistische Mensch, welcher vermutlich nicht existiert, kauft lieber die teure und umweltverschmutzende Plastiktüte? 😕

    Nein warum sollte er ?Ist es denn selbstlos die umwelt zu verschmutzen?
    Ich denke nicht. Und selbstlos heisst nicht zwingend dumm hauptsache nicht für sich selbst.

    Ich wollte damit nur sagen: wo ist für den selbstlosen Menschen das Problem, wenn man umweltverschmutzende Dinge teurer macht? Evtl. hätte er ja so oder so die Papiertüte gekauft, also sehe ich nicht, was für ihn ein Nachteil wäre.

    Ich meinte bestimmt nicht, dass es _immer_ nur Nachteile hat, aber es ist jawohl keine Frage dass es , wenn das System an die andere Seite angepasst wird ,für ihn welche gibt, wenn er sein will, wie er es für richtig hält;aber ich sagte auch schon, dass es von mir vll hier zu generell ist, da diese Ansicht bei mir "Wahlübergreifend" ist.

    Nen bsp.: angenommen du würdest von staatlicher Unterstützung leben.
    Du triffst auf der Strassen einen Obdachlosen, lässt ihn bei dir schlafen,weil es draussen so kalt ist das man fast erfriert und er aus bestimmten gründen nicht in einer MIssion unterkommen kann. Wenn jemand das meldet hast du mit kürzungen zu rechnen.
    Ich weiss hier könnte man anführen das es ggf nicht Korrekt von jenem ist, der aufgenommen wird, aber da ist die frage ob man das fordern sollen sollte;Und natürlich ist es ein schutz davor Gelder zu beziehen die einem nicht zustehen.

    Bsp2:was wenn man artikel teurer macht die zB Umwetschonender sind?
    (aber Umwelt soll hier auch nicht der schwerpunkt sein)

    Es gibt viele Beispiele,wohl auch bessere als dieses , aber ich denke die gehen sehr weit vom Thema weg, und das soll kein Ausflucht sein "weil ich keine Argumente hab".


  • Mod

    shapeless schrieb:

    Marc++us schrieb:

    @scrub: Dein Plan erscheint mir zu utopisch. Eine Regel bei der Umsetzung von Projekten lautet doch, daß die Strategie mit der geringsten Anzahl an kritischen Pfaden zu wählen ist.
    Man muß sowas mal praktisch sehen:
    [...]
    Welcher Weg wird wohl erfolgreicher umsetzbar sein?

    Ogleich du natürlich recht hast was die Wahrscheinlichkeit des "Erfolges" ageht, ist es in meinen augen dennoch eine entschdidung die einem Weh tun sollte.
    Zu sagen , "ja dann haben wir halt alle schlechte eigenschaften und da wir das eh alle nicht ändern wollen, dann passen wir den Rest daran an."
    Nur so kann man diese Eigenschaft nicht ändern, da sie nun in jedwede Systeme integriert ist und ihr Fundament bildet.
    Vielleicht ist hier auch garnicht das Ziel diese zu ändern.

    Nun, Du aenderst Dich ja doch durch den aeusseren Zwang des Systems...

    Aber Du musst das mal anders sehen: inwieweit hat sich die Menschheit in den letzten 2000 Jahren entwickelt? Ausschliesslich technisch! Aber soziologisch & kulturell doch eher Fehlanzeige.

    Kriege gibt's immer noch, aus den gleichen Gruenden.
    Verbrechen auch noch.
    Die Prostitution ist auch nicht verschwunden.
    Direkte Demokratie hat's bereits gegeben.
    Big Brother und RTL 2 nannte man damals "Colloseum"

    Natuerlich haben zu jeder Zeit die Philosophen ueber den besseren Menschen diskutiert - ist ja nicht so, dass es niemandem aufgefallen waere. Leute wie Seneca haben ganze Buecher damit gefuellt. Trotzdem hat sich nie was geaendert, vielmehr war es so, dass ein System ab einem gewissen Zeitpunkt starr und traege wurde, und statt sich zu aendern wurde der Staat dann von den Gegner vernichtet.

    shapeless schrieb:

    Aber was ist mit jenem der den Anspruch an sich selbst hat, eben nicht so egoistisch zu sein ? Er wird es folglich schwerer haben, da dieses System nicht für ihn passen ist. Und er muss sich zwingen bei seiner , in meinen Augen sehr guten , Haltung bleiben zu können, da sie für ihn durch die aäßeren Umstände nachteilhaltig wird.

    Dafuer gibt's zwei Moeglichkeiten:

    a) es ist wie Du sagst, dann kann es uns aber egal sein, Minderheitenmeinung - man kann es nicht jedem Recht machen. Wohl der Mehrheit zaehlt.

    b) es war ja nicht angestrebt im System die schlechten Seiten des Menschen zu verstaerken, sondern natuerliche Trends des Menschen wie Egoismus etc zu kanalisieren - dh die Befriedigung des Egoismus gelingt dann am besten, wenn man sich systemkonform verhaelt. Fuer den "Guten" hat das sogar den Vorteil, dass bei ihm innere Geisteshaltung und aeussere Anforderung identisch sind.

    shapeless schrieb:

    Nunja aber ich denke ich komme zu weit vom orginalthema ab und bin vll wenig wirtschaftlich und soziologisch gebildet.
    ...

    So darfst Du nicht denken. Du bist zu 100% Wirtschaftler und Soziologe, da Du an der Wirtschaft teilnimmst und am Sozialsystem. Auf dieser Ebene sammelt man Erfahrung als mancher Wirtschaftswissenschaftler oder Soziologe, der sein Wissen ueber die Gesellschaft nur aus Statistiken ableitet.



  • Marc++us schrieb:

    Nun, Du aenderst Dich ja doch durch den aeusseren Zwang des Systems...
    Aber Du musst das mal anders sehen: inwieweit hat sich die Menschheit in den letzten 2000 Jahren entwickelt? Ausschliesslich technisch! Aber soziologisch & kulturell doch eher Fehlanzeige.
    Kriege gibt's immer noch, aus den gleichen Gruenden.
    Verbrechen auch noch.
    Die Prostitution ist auch nicht verschwunden.
    Direkte Demokratie hat's bereits gegeben.
    Big Brother und RTL 2 nannte man damals "Colloseum"

    Ok, hier kann ich dir nur recht geben.

    Marc++us schrieb:

    Natuerlich haben zu jeder Zeit die Philosophen ueber den besseren Menschen diskutiert - ist ja nicht so, dass es niemandem aufgefallen waere. Leute wie Seneca haben ganze Buecher damit gefuellt. Trotzdem hat sich nie was geaendert, vielmehr war es so, dass ein System ab einem gewissen Zeitpunkt starr und traege wurde, und statt sich zu aendern wurde der Staat dann von den Gegner vernichtet.

    Ja, leider muss ich dir wohl auch hier zustimmen. Vielleicht ist es aber auch so das ich einfach nicht von der Meinung abkommen will, dass eben dies nicht zwingend so bleiben muss, aber wenn die Vergangenheit genau das aufzeigt.

    Marc++us schrieb:

    Dafuer gibt's zwei Moeglichkeiten:

    a) es ist wie Du sagst, dann kann es uns aber egal sein, Minderheitenmeinung - man kann es nicht jedem Recht machen. Wohl der Mehrheit zaehlt.

    Genau, hier ist ein Ansatz. Wenn man eine Mehrheit dazu bringen könnte, evtl mal etwas unengenehmes in kauf zu nehmen damit es für jemanden anders, etwas anderes besser ist, hat man eine Mehrheit mit gesünderem Egoismus.

    Marc++us schrieb:

    b) es war ja nicht angestrebt im System die schlechten Seiten des Menschen zu verstaerken, sondern natuerliche Trends des Menschen wie Egoismus etc zu kanalisieren - dh die Befriedigung des Egoismus gelingt dann am besten, wenn man sich systemkonform verhaelt.

    Ja, da hast du in meinn Augen auch völlig recht.

    Marc++us schrieb:

    So darfst Du nicht denken. Du bist zu 100% Wirtschaftler und Soziologe, da Du an der Wirtschaft teilnimmst und am Sozialsystem. Auf dieser Ebene sammelt man Erfahrung als mancher Wirtschaftswissenschaftler oder Soziologe, der sein Wissen ueber die Gesellschaft nur aus Statistiken ableitet.

    Da hast du natürlich zum Teil recht, aber dennoch fehlen mir einfach grade was Wirtschaft angeht einfach theoretische Hintergrundfakten, aber auch das kann man nach und nach ändern.
    Ich denke aber ich verstehe die von dir angeführten Punkte und stimme ihn alles in allem doch soweti zu.



  • shapeless schrieb:

    Bsp2:was wenn man artikel teurer macht die zB Umwetschonender sind?
    (aber Umwelt soll hier auch nicht der schwerpunkt sein)

    Trotzdem mal beim Beispiel geblieben: Es geht nicht darum, daß irgendjemand meine beispielhaften Plastiktüten einfach teurer gemacht hätte (per Regierungsbeschluß zB), darum ging es gar nicht. Der Punkt war: Plastiktüten werden teurer, weil man die Entsorgung selbst bezahlen muß. Derzeit subventionieren die Papiertütenkäufer (oder die Taschenselbermitbringer) die Plastiktütenverkäufer mit. Diese Umverteilung vom Umweltfreund zum Umweltfeind wird dadurch durchgeführt, weil der Staat Müllentsorung monopolisiert und sozialisiert.

    Meine Idee war -- wenn man von der Umwelt abstrahiert -- daß der Verursacher doch auch bitte selbst zu zahlen habe, was scrub anscheinend ungeheuerlich findet.



  • Hallo

    das waere sicher gut so, aber leider wird sich jeder (der Plastiktueten kauf - Beispiel) dagegen wehren.
    Siehe zB Rente da ist es doch nicht anderst

    Als Arbeitnehmer zahlst du die Rente deiner Eltern
    deine Kinder sollten aber dann nicht mehr nur deine Rente zahlen, sondern auch die Rente derjenigen, die der Ansicht sind
    - Kinder igitt
    - aber massig Rente brauche ich schon
    -......

    MfG
    Klaus



  • KlausB schrieb:

    das waere sicher gut so, aber leider wird sich jeder (der Plastiktueten kauf - Beispiel) dagegen wehren.

    Klar. Die Leute, die mehr autofahren werden sich wehren, die, die mehr in die Oper gehen werden sich wehren, die, die Steinkohle abbauen werden sich wehren -- trotzdem ist das schlicht und ergreifend unfair mich dafür abzuzocken, daß man sich günstige Opernkarten kaufen kann. Man sollte also versuchen, möglichst alle Quersubventionierungen zu streichen und zwar, um glaubwürdig zu bleiben, in alle ideologischen Richtungen, also zB Steinkohle-, KKW-Endlagerungs- und Windkraftsubventionen kürzen.

    Als Arbeitnehmer zahlst du die Rente deiner Eltern
    deine Kinder sollten aber dann nicht mehr nur deine Rente zahlen, sondern auch die Rente derjenigen, die der Ansicht sind
    - Kinder igitt
    - aber massig Rente brauche ich schon
    -......

    Das umlagefinanzierte Rentensystem ist aber keine Naturgesetzlichkeit, sondern die Regierung Adenauer hat sich das ausgedacht, um Wählerstimmen abzuräumen.



  • Das gute an der APPD ist, dass sie der SPD vermutlich einige Stammwähler abwerben kann, was den Regierungswechsel begünstigt:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20916/1.html



  • Daniel E. schrieb:

    Meine Idee war -- wenn man von der Umwelt abstrahiert -- daß der Verursacher doch auch bitte selbst zu zahlen habe, was scrub anscheinend ungeheuerlich findet.

    Japp, ich bin hier allerdings was das angeht im Resultat deiner Meinung.
    Genau diesen Egoismus meine ich, dass die Leute sich beschweren weil bei Ihnen gekürzt wird, und nicht "irgendwo anders, damit es mich nicht betrifft".


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