Wahlausgang



  • BOA schrieb:

    Sorry, aber die Berge bei Euch in Bayern scheinen Deine Wahrnehmung zu trüben. Nicht alles glauben, was der alte Stoiber Euch erzählt...

    so, da sagt das statistische bundesamt aber was anderes: http://www.blc.berlin.de/de/A/i/1/seite2.jsp?nav1=open&nav2=open#2
    laut dieser tabelle hat bayern ein bip von 385 mrd euro. zum vergleich: sachsen, sachsen-anhalt, thyringen, meckPomm, brandenburg und berlin haben zusammen (!) 321 mrd. nehmen wir mal den süden deutschlands (by, bw) gegen den rest, dann kommen wir auf 704 gegenüber 1473, das macht dann immerhin ein drittel des bip deutschlands aus, bei nicht 1/3 bevölkerung. das stärkste land ist nrw mit 481 mrd, aber da leben auch ein bisschen mehr menschen (es ist das bevölkerungsreichste bundesland deutschlands).
    jetzt hab ich mir für dich extra die mühe gemacht, und das bip/kopf ausgerechnet:
    by: 31000
    bw: 30000
    nrw: 26500
    berlin: 23000
    thüringen: 18000
    tendenz fallend.
    und das kommt sicherlich nicht nur von den anfangs kaputtgemachten ddr konzernen. könntest du jetzt bitte aufhören das "bayern und bw sind überhaupt nicht so gut" zu leugnen? fakten lesen und zur kenntnis nehmen.



  • Ich kann mich erinnern das nach der Wende eine Menge Ostler in den Westen gezogen sind um dort zu arbeiten. (Ihr wißt schon, die vielen Leuten die auf einmal so komisch gesprochen haben.) So hat der Westen also vom Osten profitiert.



  • Korbinian schrieb:

    jetzt hab ich mir für dich extra die mühe gemacht, und das bip/kopf ausgerechnet:
    by: 31000...

    nicht zu vergessen, daß das auch mal ganz anders war. wir haben euch bayern (damals nur felder und wiesen) genauso mit subventionen gepusht, wie jetzt mit euch zusammen den osten. und es hat prächtig funktioniert. auch hier schade, daß man die eigenen geschichte leugnet und so tut, als sei das alles eigener verdienst und der bayer an sich ein produktiverer mensch. so, wie es mit dem osten auch funktionieren wird, man muß nur am ball bleiben und immer weiter investieren. aber in kluge sachen, wie infrastruktur und nicht grundsätzlich jede autoban ablehnen, weil da eine igelfamilie leben wollen könnte.



  • Ehem Westler schrieb:

    (Ihr wißt schon, die vielen Leuten die auf einmal so komisch gesprochen haben.) So hat der Westen also vom Osten profitiert.

    die sächseln jetzt vor'm aldi mit bierflaschen in der hand, weil sie arbeitslos sind. echt profitiert?



  • das ist richtig. aber jetzt entscheiden nicht die über deutschlands zukunft, die deutschland wirtschaftlich weiterbringen (und damit auch die anderen unterstützen!) sondern die anderen. wenn sie wenigstens spd oder cdu gewählt hätten, dann gäbs jetzt ne klare mehrheit. aber so gibts die sed die keiner haben will, und weitere 4 jahre stillstand...

    edit2: ich betrauere weniger dass die cdu nicht gewonnen hat, sondern eher dass es keine klare mehrheit gibt (!)



  • volkard schrieb:

    BOA schrieb:

    Erinnerst Du Dich an den Anfang der 90er Jahre ??? Die spärliche Industrie, die in den neuen Ländern vorherrschte wurde kaputt gemacht von der Treuhand und/oder der alteingesessenen Industrie aus den alten Bundesländern.

    da war keine industrie. das war soziale beschäftigungsmaßnahme. so plastikautos würde besser ein westbetrieb mit 100 leuten spritzen, statt mit millionen.
    und dir sei gesagt, daß aussagen wie "das waldsterben haben auch wir erst, seit die grenze offen ist", von unkenntnis der eigenen geschichte zeugen. nur, weil etwas nicht un euren medien war, ist es nicht unwahr.
    und jetzt, 15 jahr nach dem mauerfall, bei 25% sed-wählern, sollten wir die mauer wieder hochmachen. experiment gescheitert. gäbe auch einen kleinen impuls für die bauwirtschaft und einen riesigen für die börse, weil das faß ohne boden weg wäre.

    nein, ich habe natürlich nix gegen den osten und die osss. und das land wieder aufzubaen, kostet halt unsummen, und ganz deutschland liegt krumm unter der last, aber ist gut, daß es gemacht wird. was mich nur ankotzt, ist, wenn man dann auch noch beschimpft wird als ausbeuter und früher sei alles besser gewesen und daß der osten nur deswegen mehr arbeitslose hätte, weil der westen ihn ausbeutet. ist genauso unfug zu sagen, der osten habe nur deswegen viele arbeitslose, weil dort nur arbeitsscheues gesinde wohnt.

    Grins,

    *reich-volkard-rote-clownsnase*

    @volkard
    Ich denke, daß Du selber, trotz Deines jungen Alters Dir im klaren darüber bist, daß in der DDR eine Wirtschaft existierte. Sie war nicht sehr effektiv, verglichen mit den westlichen Betrieben, mußte sie aber auch nicht, weil sie darauf überhaupt nicht ausgelegt war.
    Ich habe nie zudem behauptet, daß die Wirtschaft effektiver gewesen wäre...
    Und wenn Du die Arbeit der Treuhand und Konsorten als richtig betrachtest, bleib in Deiner Welt, und warte ab bis es Dich mal trifft...

    Die Lösung ist nicht platt machen, sondern ich muß auf Effektivität schulen, weil sonst nämlich genau das passiert, was jetzt eingetreten ist, gar keine Wirtschaft mehr und Subventionsbedarf bis zum St. Nimmerleinstag...

    Schlau gemacht... 🕶

    @Korbinian
    Du hast mich gar nicht verstanden, nuschel ich so ???
    Ich habe Ursachenforschung betrieben, ich bestreite nicht, daß die Wirtschaft im Westen mehr floriert... 😕
    wat willst Du also mit der Statistik ?

    Grüße

    BOA



  • BOA schrieb:

    @volkard
    Ich denke, daß Du selber, trotz Deines jungen Alters

    uh dann musst du aber alt sein 😉

    Die Lösung ist nicht platt machen, sondern ich muß auf Effektivität schulen, weil sonst nämlich genau das passiert, was jetzt eingetreten ist, gar keine Wirtschaft mehr und Subventionsbedarf bis zum St. Nimmerleinstag...

    mit meiner statistik wollte ich eigentlich darauf anspielen:

    Sorry, aber die Berge bei Euch in Bayern scheinen Deine Wahrnehmung zu trüben. Nicht alles glauben, was der alte Stoiber Euch erzählt...

    nachdem ich dachte, dir missfällt stoibers bayern-ist-besser gefasel. desweiteren glaube ich nicht, dass dieses ausmaß von unterschied durch das rausziehen von subventionen aus dem osten oder durch vorherige agrarsubventionen in bayern entstanden ist. was eher auf das ost-west gefälle deutet ist das von dir erkannte effektivitätsproblem, das vorher unbekannt war (logo: anderes system). aber auch nach dieser langen zeit haben sie (verallgemeinerung :/) es nicht gelernt produktiver und effizienter werden, was glaube ich auch einfach in den köpfen festsitzt, sonst würden sie jetzt auch nicht wieder linkspartei wählen ("weil früher war alles besser"). ist ganz lustig: geh mal spiegel.de und schau dir die wahlklreisergebnisse an. wenn du den ehemaligen mauerverlauf sehen wilst, klick auf linkspartei.
    schade dass diese leute nicht eine der großen parteien oder deren potentielle koalitionspartner gewählt haben, dann sähe das ergebnis wahrscheinlich deutlicher aus.



  • nur mal zu dem Thema Bayern:
    Die Bayern machen deutschlandweit das anspruchsvollste Abitur, weswegen es beispielsweise auf Unis in anderen Bundesländern auch Vergütungen, bzw. Verbesserungen hinsichtlich des Schnitts gibt, was bedeutet, du kannst beispielsweise in Bayern n Abi mit 2,5 haben und irgendwo in Thüringen wird es ca. als 2,2-2,3 gewertet aufgrund der höheren Ansprüche des Abis, schon alleine, weil es zentral gestellt wird und nicht von den einzelnen Schulen, oder ähnlichem aus geht.
    Nur des als Anmerkung --> Bayern ist kein Agrar(frei-)staat, sondern ein bildungstechnisch recht fortschrittliches Land



  • volkard schrieb:

    nicht zu vergessen, daß das auch mal ganz anders war. wir haben euch bayern (damals nur felder und wiesen) genauso mit subventionen gepusht, wie jetzt mit euch zusammen den osten. und es hat prächtig funktioniert.

    Aber ging das nicht über den normalen Länderfinanzausgleich? Ich kenne die Geschichte nicht aber es gab doch keinen Solidaritätszuschlag für die Bayern oder sowas oder? 😉

    Ich finde das ganze recht blöd. Hier mal ein lokales Beispiel: Bremerhaven geht es schlecht. Schlechter als den meisten Städten im Osten. Und trotzdem muss die Stadt ständig Unsummen an den Osten abgeben, während das Geld hier dringend gebraucht wird. 😞



  • Korbinian schrieb:

    BOA schrieb:

    @volkard
    Ich denke, daß Du selber, trotz Deines jungen Alters

    uh dann musst du aber alt sein 😉

    Die Lösung ist nicht platt machen, sondern ich muß auf Effektivität schulen, weil sonst nämlich genau das passiert, was jetzt eingetreten ist, gar keine Wirtschaft mehr und Subventionsbedarf bis zum St. Nimmerleinstag...

    mit meiner statistik wollte ich eigentlich darauf anspielen:

    Sorry, aber die Berge bei Euch in Bayern scheinen Deine Wahrnehmung zu trüben. Nicht alles glauben, was der alte Stoiber Euch erzählt...

    nachdem ich dachte, dir missfällt stoibers bayern-ist-besser gefasel. desweiteren glaube ich nicht, dass dieses ausmaß von unterschied durch das rausziehen von subventionen aus dem osten oder durch vorherige agrarsubventionen in bayern entstanden ist. was eher auf das ost-west gefälle deutet ist das von dir erkannte effektivitätsproblem, das vorher unbekannt war (logo: anderes system). aber auch nach dieser langen zeit haben sie (verallgemeinerung :/) es nicht gelernt produktiver und effizienter werden, was glaube ich auch einfach in den köpfen festsitzt, sonst würden sie jetzt auch nicht wieder linkspartei wählen ("weil früher war alles besser"). ist ganz lustig: geh mal spiegel.de und schau dir die wahlklreisergebnisse an. wenn du den ehemaligen mauerverlauf sehen wilst, klick auf linkspartei.
    schade dass diese leute nicht eine der großen parteien oder deren potentielle koalitionspartner gewählt haben, dann sähe das ergebnis wahrscheinlich deutlicher aus.

    Naja, so logisch scheint es einigen hier nicht zu sein...
    Die Linkspartei laß ich mal außen vor, die muß jetzt mal zeigen, ob und was sie taugt, aber die Formel : Linkspartei = SED ist nur dummes Nachplappern.

    Ich mach mehr viel mehr Sorgen, daß in z.B. Brandenburg die NPD mit im Schnitt 3,2% so stark ist.

    Grüße

    BOA



  • volkard schrieb:

    Ehem Westler schrieb:

    (Ihr wißt schon, die vielen Leuten die auf einmal so komisch gesprochen haben.) So hat der Westen also vom Osten profitiert.

    die sächseln jetzt vor'm aldi mit bierflaschen in der hand, weil sie arbeitslos sind. echt profitiert?

    Du arbeitest im Westen!? Hast Du keine Kollegen aus dem Osten? Also in meiner Nachbarschaft waren viele Arbeitnehmer aus dem Osten. Im Moment habe ich auch Ost-Kollegen. Liegt aber daran das ich in Berlin arbeite...



  • Vorden schrieb:

    nur mal zu dem Thema Bayern:
    Die Bayern machen deutschlandweit das anspruchsvollste Abitur, weswegen es beispielsweise auf Unis in anderen Bundesländern auch Vergütungen, bzw. Verbesserungen hinsichtlich des Schnitts gibt, was bedeutet, du kannst beispielsweise in Bayern n Abi mit 2,5 haben und irgendwo in Thüringen wird es ca. als 2,2-2,3 gewertet aufgrund der höheren Ansprüche des Abis, schon alleine, weil es zentral gestellt wird und nicht von den einzelnen Schulen, oder ähnlichem aus geht.
    Nur des als Anmerkung --> Bayern ist kein Agrar(frei-)staat, sondern ein bildungstechnisch recht fortschrittliches Land

    Bayern kauft jährlich Tausende Akademiker aus den anderen Budnesländern auf, weil sie selbst zu wenig ausbilden.
    http://www.gavagai.de/amigos/HHD29.htm
    Und es gibt immer noch Leute, die glauben, Bayern habe das beste Bildungssystem, bloß weil in Byern nur die Spitzenleute (sofern sie reich sind) aufs Gymnasium gehen und Bayern sich seine Schulen selbst aussuchte, die an der PISA-Studie teilnahmen.





  • Ehem Westler schrieb:

    Du arbeitest im Westen!?

    ich arbeite nicht, sondern sitze hier un lerne sächsich.

    Hast Du keine Kollegen aus dem Osten?

    doch, davon sprach ich doch.



  • volkard schrieb:

    Ehem Westler schrieb:

    Du arbeitest im Westen!?

    ich arbeite nicht, sondern sitze hier un lerne sächsich.

    Hast Du keine Kollegen aus dem Osten?

    doch, davon sprach ich doch.

    Du meinst Du sitzt MIT den Sachsen vorm Aldi? 😃



  • BOA schrieb:

    *reich-volkard-rote-clownsnase*

    die nehme ich gerne an und setze sie auf.

    Ich denke, daß Du selber, trotz Deines jungen Alters Dir im klaren darüber bist, daß in der DDR eine Wirtschaft existierte.

    ähm. als ich aufwuchs, gab es zwei deutschlands, falls du das meinst.

    Sie war nicht sehr effektiv, verglichen mit den westlichen Betrieben, mußte sie aber auch nicht, weil sie darauf überhaupt nicht ausgelegt war.

    das beschrieb ich doch recht klar mit "da war keine industrie. das war soziale beschäftigungsmaßnahme."

    Ich habe nie zudem behauptet, daß die Wirtschaft effektiver gewesen wäre...
    Und wenn Du die Arbeit der Treuhand und Konsorten als richtig betrachtest, bleib in Deiner Welt, und warte ab bis es Dich mal trifft...

    tu ich nicht. das, was da passiert ist, war hemmungsloses abgrapschen von subventionen ohne überhaupt die absicht, die betriebe am leben zu halten. wäre vielleicht besser gewesen, man hätte die betriebe einfach an die arbeiter verlost.

    Die Lösung ist nicht platt machen, sondern ich muß auf Effektivität schulen, weil sonst nämlich genau das passiert, was jetzt eingetreten ist, gar keine Wirtschaft mehr und Subventionsbedarf bis zum St. Nimmerleinstag...

    man kann keinen auf ne schulung schicken und nachher macht er einfach effektivere sachen.



  • volkard schrieb:

    BOA schrieb:

    Ich habe nie zudem behauptet, daß die Wirtschaft effektiver gewesen wäre...
    Und wenn Du die Arbeit der Treuhand und Konsorten als richtig betrachtest, bleib in Deiner Welt, und warte ab bis es Dich mal trifft...

    tu ich nicht. das, was da passiert ist, war hemmungsloses abgrapschen von subventionen ohne überhaupt die absicht, die betriebe am leben zu halten. wäre vielleicht besser gewesen, man hätte die betriebe einfach an die arbeiter verlost.

    Dann haben wir doch Konsens ?!?!

    volkard schrieb:

    Die Lösung ist nicht platt machen, sondern ich muß auf Effektivität schulen, weil sonst nämlich genau das passiert, was jetzt eingetreten ist, gar keine Wirtschaft mehr und Subventionsbedarf bis zum St. Nimmerleinstag...

    man kann keinen auf ne schulung schicken und nachher macht er einfach effektivere sachen.

    Elegant ausgedrückt, doch die These halte ich für falsch...

    Grüße BOA

    Der Plural von Deutschland ist übrigens Deutschländer...



  • BOA schrieb:

    Dann haben wir doch Konsens ?!?!

    in machen punkten schon. und würden wir mit ein paar bierchen (du darfst dabei auch sächseln) wenige tage lang diskutieren, würden wir sicherlich ein paar wenige grundannahmen herausarbeiten können, wo wir unterschiedlicher meinung sind und finden, daß die ganzen unterschiede an der oberfläche logisch sind. daß es nicht im gerigsten was mit dummheit zu tun hat, daß du was anderes wählst als ich, sondern daß ich das bei deinen grunannahmen genauso machen müßte, weil es logisch ist.

    Der Plural von Deutschland ist übrigens Deutschländer...

    ich schreibe zum teil absichtlich falsch, wenn das ergebnis dadurch besser lesbar wird.
    hätte ich deutschländer geschrieben, hätten die meisten an würstchen gedacht. und die anderen an deutsche (in der wortbildung wie england->engländer, deutschland->deutchländer). hingegen war meine wortbildung "deutschlands" eindeutig.



  • volkard schrieb:

    BOA schrieb:

    Der Plural von Deutschland ist übrigens Deutschländer...

    ich schreibe zum teil absichtlich falsch, wenn das ergebnis dadurch besser lesbar wird.
    hätte ich deutschländer geschrieben, hätten die meisten an würstchen gedacht. und die anderen an deutsche (in der wortbildung wie england->engländer, deutschland->deutchländer). hingegen war meine wortbildung "deutschlands" eindeutig.

    Äh,
    ich habe keinen blassen, ob es überhaupt nen Plural gibt, Deutschländer war ein Spaß von mir und bezog sich auf die von Dir erwähnten Würstel...

    So Prost...

    Grüße

    BOA



  • volkard schrieb:

    Der Plural von Deutschland ist übrigens Deutschländer...

    ich schreibe zum teil absichtlich falsch, wenn das ergebnis dadurch besser lesbar wird.
    hätte ich deutschländer geschrieben, hätten die meisten an würstchen gedacht. und die anderen an deutsche (in der wortbildung wie england->engländer, deutschland->deutchländer). hingegen war meine wortbildung "deutschlands" eindeutig.

    Wie wär's mit "zwei deutsche Länder"? 👍 :p


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