Wie kann man sich als Student von den GEZ Gebühren befreien lassen, wenn man kein Bafög erhält?
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junix schrieb:
scrub schrieb:
das ist nicht der fall, denn dann müßten alle zahlen, nicht nur die, die "geräte zum empfang bereithalten".
Doch... denn die haben die gelegenheit die Infrastruktur zu nutzen... die anderen nicht. Wieviel GEZ ist das eigentlich in D? bei uns sinds keine 40€/Monat oder so
junix schrieb:
Nein, du bezahlst dafür, das jemand die Infrastruktur zur Verfügung stellt, mit der man das (analoge) Fernsehsignal senden kann
Du bezahlst dafür, das eine Informationsquelle gewährleistet ist. ->ÖR Fernsehen...ja was denn nun?
entweder wird für die bereitstellung der infrastruktur gezahlt- das müßten dann alle tun. oder man bezahlt nur, wenn man die infrastruktur nutzt. da mußt du dich schon entscheiden.
im moment haben wir eine total idiotische mischimaschilösung. und die muß weg.
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hab zwar den ganzen Thread nicht gelesen, aber:
wer dem Typen von der GEZ die Tür aufmacht ist selbst drann schuld. Ganz billige abzocke vom Staat, IMHO.
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Bei mir in der Gegend waren sie auch. Hat sich wie ein Lauffäuer ausgebreitet: Hastes schon gehört? GEZ Leute waren heute Mittag bei Schmidts...
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@scrub wiederspricht sich doch nicht? Ihr schreit doch alle danach "wers benutzt soll auch zahlen" genau das passiert hier... Wer die Möglichkeit der Benutzung hat, zahlt.
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natürlich widersprichtz es sich. schließlich empfängt (im sinne von: bewußt ansehen, bewußt nutzen) ja nicht jeder, der einen fernseher oder eine tunerkarte hat, die öffentlich rechtlichen sender. wer ausschließlich privatsender sehen will, nutzt also das angebot nicht, zahlt aber trotzdem.
analog: du hast einen briefkasten, also beschließe ich, dir jeden tag per post irgendwas zu schicken. dafür verlange ich monatlich 20€ gebühren.
wenn du mir jetzt erklärst, daß du das zahlst, obwohl dich meine tägliche sendung gar nicht interessiert und du sie eben gar nicht lesen willst, also im prinzip nur deshalb, weil du durch deinen briefkasten "empfangsbereit" ist, dann bitte. aber das kann ich mir nicht vorstellen.
einige private anbieter machen es vor: bezahlung, verschlüsselung usw., ist alles kein problem, wenn man denn will. natürlich wollen die ÖR das nicht, weil auf einmal offensichtlich wäre, daß ein nicht unwesentlicher teil der "empfangsbereiten" die ÖR nicht sehen oder hören will.
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junix schrieb:
@scrub wiederspricht sich doch nicht? Ihr schreit doch alle danach "wers benutzt soll auch zahlen" genau das passiert hier... Wer die Möglichkeit der Benutzung hat, zahlt.
erklärste mir dann mal, wie ich mit meinem rechner fernseh gucken kann? abgesehen davon, daß ich nen lahmen rechner hab, hab ich auch nur isdn.
es wird also nichtmal die empfangsbereitschaft genommen, sondern was viel willkürlicheres. und warum kann man seinen fernseher nicht von der fachwerkstatt einstellen verplomben lassen, daß man keine ÖR mehr empfangen kann, sondern nur private und nur per sattelit um keine GEZ zu zahlen?
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volkard schrieb:
es wird also nichtmal die empfangsbereitschaft genommen, sondern was viel willkürlicheres. und warum kann man seinen fernseher nicht von der fachwerkstatt einstellen verplomben lassen, daß man keine ÖR mehr empfangen kann, sondern nur private und nur per sattelit um keine GEZ zu zahlen?
Vielleicht hängt dies damit zusammen: http://de.wikipedia.org/wiki/Duales_Rundfunksystem
Du kannst ja auch nicht kommen und sagen: "So. Ich zahl jetzt weniger Steuern. Autobahnen und Flughafen nutze ich nämlich gar nicht. Außerdem gehe ich nicht in die Oper. Ich reise auch nicht nach Indien also braucht Deutschland auch keine Botschaft dort. Oh, deswegen weniger Steuern zahlen geht ja gar nicht. Sauerei!"
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sonstjemand schrieb:
Du kannst ja auch nicht kommen und sagen: "So. Ich zahl jetzt weniger Steuern. Autobahnen und Flughafen nutze ich nämlich gar nicht. Außerdem gehe ich nicht in die Oper. Ich reise auch nicht nach Indien also braucht Deutschland auch keine Botschaft dort. Oh, deswegen weniger Steuern zahlen geht ja gar nicht. Sauerei!"
muß ich auch ne gebühr zahlen, wenn ich in der nase pople? vielleicht nicht.
aber auf jeden fall muß ich eine gebühr zahlen, wenn ich auf eine uhr schaue. denn immerhin definiert der statt (durch die ptb) die amtliche zeit. wenn es ne grundversorgung ist, wie das definieren der uhrzeit, so muß das über steuern getragen werden. mit sozialer umverteilung und reiche zahlen mehr als arme. also nicht jeder den gleichen betrag. lieber monatlich 1% vom empfangsgeräte-neupreis? zu viel bürokratischer aufwand. gez ist auch sinnlos viel aufwand. einfach steuermittel nehmen.
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sonstjemand schrieb:
Du kannst ja auch nicht kommen und sagen: "So. Ich zahl jetzt weniger Steuern. Autobahnen und Flughafen nutze ich nämlich gar nicht. Außerdem gehe ich nicht in die Oper.
Aber hallo!
Warum sollten kulturelle Veranstaltungen wie Opern nicht selbsttragend sein? Gerade Opern sind doch ein typisches Beispiel für eine Umverteilung von unten nach oben, was man leicht daran sehen kann, wenn man sich ansieht, wie viele Chefärzte und wie viele Müllmänner man in einer Opernvorführung findet. Wieso sollte der Müllmann, als Vertreter der "Unterschicht" das Privatvergnügen der Oberschicht mitfinanzieren?
Bei Autobahnen wird auch darüber diskutiert, Nutzungsgebühren zu erheben ("PKW-Maut") und nicht mehr für den Unterhalt von Kraftfahrzeugen Geld zu verlangen.
Ich verstehe nicht, warum ich nicht kommen und das sagen können sollte.
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Daniel E. schrieb:
was man leicht daran sehen kann, wenn man sich ansieht, wie viele Chefärzte und wie viele Müllmänner man in einer Opernvorführung findet. Wieso sollte der Müllmann, als Vertreter der "Unterschicht" das Privatvergnügen der Oberschicht mitfinanzieren?
Der Müllmann hat genauso gelegenheit in die Oper zu gehen wie der Chefarzt. Eben dadurch, dass jeder hier seinen Teil für die Kultur beiträgt. Dafür ist es für jede "Schicht" erschwinglich, die Oper regelmäßig zu besuchen. Willst du das dem Müllmann, der ja net so n tolles Einkommen hat, erschweren? Gerade dadurch würdest du dieses Gefälle von der Ober- zur Unterschicht verstärken.
Und selbst mir als Student kommt es sehr entgegen, wenn ich die kulturellen Angebote in Anspruch nehmen kann, ohne dafür viel zahlen zu müssen. Gerade solche kulturelle Dinge müssen doch gefördert werden.
Und die Steuern, mit denen solche Dinge finanziert werden, sind doch vom Einkommen abhängig. Dein Müllmann braucht sich also nicht über Ungerechtigkeiten beklagen und hat zudem die Option, sich anspruchsvolle Darbietungen anzusehen. Wo hat er die Gelegenheit heute denn sonst?
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Black Shadow schrieb:
Gerade solche kulturelle Dinge müssen doch gefördert werden.
schulen statt opernhäuser!
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volkard schrieb:
Black Shadow schrieb:
Gerade solche kulturelle Dinge müssen doch gefördert werden.
schulen statt opernhäuser!
also ich sehe schulen, du nicht?
und ich kenne auch kein Kind in DE das nicht die Möglichkeit auf ne Schulbildung hat oO.
Und jetzt komm net damit dass Subventionskürzungen an Schulen irgendwie die Leistung der Schüler mindert. Wer als Schüler bereit/willig ist, Leistung zu erbringen, kann das auch. PISA liegt sicherlich nicht an fehlenden subventionen, vielmehr an falschen Schulsystemen.
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Black Shadow schrieb:
Der Müllmann hat genauso gelegenheit in die Oper zu gehen wie der Chefarzt. Eben dadurch, dass jeder hier seinen Teil für die Kultur beiträgt. Dafür ist es für jede "Schicht" erschwinglich, die Oper regelmäßig zu besuchen.
Eine Oper ist ein klassisches Oberschichtenvergnügen.
Willst du das dem Müllmann, der ja net so n tolles Einkommen hat, erschweren? Gerade dadurch würdest du dieses Gefälle von der Ober- zur Unterschicht verstärken.
Wieso erschwere ich ihm das Opernvergnügen? Er hat ja, da er weniger Steuern abführt, auch mehr Geld und kann selbst entscheiden, ob er das lieber in die Oper, ein neues Auto, einen Urlaub oder die private Rente investieren will. Diese Entscheidung entziehst Du ihm, mit der fadenscheinigen Begründung "der will bestimmt auch mal in die Oper".
Die Leute, die gerade keine Sozialleistungen vom Staat mehr bekommen und ein mittleres Einkommen haben, sind die letzten, die wirklich Geld an den Staat abführen und weniger Leistungen dafür entgegennehmen. "Die Oberschicht" zahlt zwar deutlich mehr Steuern, nützt aber auch viel mehr Leistungen des Staates, die von allen bezahlt werden: Studium wird hauptsächlich von höheren sozialen Schichten beanstrucht, höhere soziale Schichten beanspruchen die Infrastruktur mehr, je höher die soziale Position, desto sicherer lebt man in Deutschland, ad inf. Es ist, dank absolut undurchschaubarer Umverteilungsbürokratie überhaupt nicht mehr klar, wer wem was bezahlt, aber der Verdacht, daß die Reichen mehr Leistungen konsumieren, als sie bezahlen, und die Armen mehr bezahlen, als sie Leistungen konsumieren, ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern belegt.
Und die Steuern, mit denen solche Dinge finanziert werden, sind doch vom Einkommen abhängig. Dein Müllmann braucht sich also nicht über Ungerechtigkeiten beklagen
Pardon, zahlt er anteilsmäßig dem Arzt seinen Opernbesuch, oder zahlt er nicht? Ich frage mich, warum man das in einem Forum, wo hauptsächlich Informatiker rumhängen, noch extra erklären muß.
Außerdem nehmen ja derzeit viele Unterschichtler das klassische Oberschichtenprogramm nicht in Anspruch. Was lernen wir daraus? Nix, wie üblich.
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Black Shadow schrieb:
volkard schrieb:
Black Shadow schrieb:
Gerade solche kulturelle Dinge müssen doch gefördert werden.
schulen statt opernhäuser!
also ich sehe schulen, du nicht?
die reine anzahl der schulen reicht, denn jedes kind geht ja in eine.
was fehlt, sind lehrerstunden. mit so einfachen konzepten, wie daß beginnend mit dem 1. schuljahr (wichtig!) in jeder klasse die schlechtesten 20% der schüler in kleingruppen zusatzunterricht bekommen, wäre schon enorm geholfen.
dafür wird aber kein geld locker gemacht. ja, es wäre auch sauteuer.Wer als Schüler bereit/willig ist, Leistung zu erbringen, kann das auch.
ich gebe nachhilfe und sehe das anders. die schüler, die zu uns kommen, sind fleißig, keine frage. allerdings sind sie nicht mehr neugierig!
PISA liegt sicherlich nicht an fehlenden subventionen, vielmehr an falschen Schulsystemen.
bessere systeme würden auch mehr geld kosten. wir sind echt ein wenig zu sparsam mit der schulausbildung.
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Daniel E. schrieb:
Eine Oper ist ein klassisches Oberschichtenvergnügen.
Ich gehe als nicht-oberschicht-angehöriger auch in die oper. auch triffst du dort viele jugendliche (die nicht mit irgendner schulklasse dort sind). Ich hab jettz noch keine Umfrage dort gemacht ob wer Müllmann ist. Offenbar ist diese kulturelle Entwicklung an dir vorbeigegangen.
Er hat ja, da er weniger Steuern abführt, auch mehr Geld und kann selbst entscheiden
falsch.
Diese Entscheidung entziehst Du ihm
falsch.
der will bestimmt auch mal in die Oper".
falsch. Ich unterstelle ihm aber, dass er als Teil von Deutschland einen Teil zu dieser Kultur beitragen soll/muss, in der er lebt.
Die Leute, die gerade keine Sozialleistungen vom Staat mehr bekommen und ein mittleres Einkommen haben, sind die letzten, die wirklich Geld an den Staat abführen und weniger Leistungen dafür entgegennehmen.
?
"Die Oberschicht" zahlt zwar deutlich mehr Steuern, nützt aber auch viel mehr Leistungen des Staates, die von allen bezahlt werden
abgesehen davon dass sie deutlich mehr steuern zahlen, wie du zugibst, ist der quotient Leistung/gezahlte Steuern definitiv nicht höher, eher niedriger. Auch die Unterschicht besucht z.b. Schulen, nutzt Infrastruktur, etc, die "Basis" hat also jeder, das was darüber hinausgeht erhöht nicht den o.g. quotienten.
Studium wird hauptsächlich von höheren sozialen Schichten beanstrucht
jo die bösen sozialen Oberschichten lassen die anderen net Studiern
.Es ist, dank absolut undurchschaubarer Umverteilungsbürokratie überhaupt nicht mehr klar, wer wem was bezahlt
für dich undurchschaubar != undurchschaubar.
aber der Verdacht, daß die Reichen mehr Leistungen konsumieren, als sie bezahlen, und die Armen mehr bezahlen, als sie Leistungen konsumieren, ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern belegt.
quelle?
Pardon, zahlt er anteilsmäßig dem Arzt seinen Opernbesuch, oder zahlt er nicht?
willst du wirklich jede Leistung ins verhältnis zum Einkommen setzen? wär ja noch schöner
.
Du willst mir aber doch nicht weiß machen, dass ein Opernbesuch, der 10€ kostet (inkl. fahrtkosten, ohne Opernbesuch wären die Fahrtkosten höher) von keinem Unterschichtler empfangen werden kann.Ich frage mich, warum man das in einem Forum, wo hauptsächlich Informatiker rumhängen, noch extra erklären muß.
bin kein informatiker
.Außerdem nehmen ja derzeit viele Unterschichtler das klassische Oberschichtenprogramm nicht in Anspruch. Was lernen wir daraus? Nix, wie üblich.
was zählst du neben der Oper zum klassischen Oberschitenprogramm?
Du solltest au0ßerdem lernen Schjichten und Bildung zu differenzieren.MfG
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volkard schrieb:
mit so einfachen konzepten, wie daß beginnend mit dem 1. schuljahr (wichtig!) in jeder klasse die schlechtesten 20% der schüler in kleingruppen zusatzunterricht bekommen, wäre schon enorm geholfen.
dafür wird aber kein geld locker gemacht. ja, es wäre auch sauteuer.von meiner schwester weiß ich: solchen Zusatzunterricht (auch förderunterricht) gibt es bereits ab der 1. klasse bis zur 4., wo dann eh aufgeteilt wird.
ich gebe nachhilfe und sehe das anders. die schüler, die zu uns kommen, sind fleißig, keine frage. allerdings sind sie nicht mehr neugierig!
ich gebe auch nachhilfe und sehe das anders. die schüler, die zu mir kommen, sind faul. erst wenn es kurz vor ner klausur ist, kriegen die ihrn arsch aufn stuhl. dann ists aber zu spät.
bessere systeme würden auch mehr geld kosten. wir sind echt ein wenig zu sparsam mit der schulausbildung.
Warum sollten bessere systeme mehr geld kosten? Man könnte mit der gleichen Stundenzahl easy bessere systeme erreichen
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sonstjemand schrieb:
Du kannst ja auch nicht kommen und sagen: "So. Ich zahl jetzt weniger Steuern. Autobahnen und Flughafen nutze ich nämlich gar nicht. Außerdem gehe ich nicht in die Oper. Ich reise auch nicht nach Indien also braucht Deutschland auch keine Botschaft dort. Oh, deswegen weniger Steuern zahlen geht ja gar nicht. Sauerei!"
Das ist der Unterschied zwischen Gebühr und Steuer. Steuern zahlt man Zweckungebunden. Gebühren sind zweckgebunden (z.B. die Autobahnmout)
Schön wie sich die Leute hier an den Opern aufhalten, scheint ja echt wichtig zu sein. Aber mal eherlich wieviel Geld geht schon an die?
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Black Shadow schrieb:
was zählst du neben der Oper zum klassischen Oberschitenprogramm? Du solltest au0ßerdem lernen Schjichten und Bildung zu differenzieren.
ich kenne keine operngänger. aber die theatergänger, die ich kenne, sind in meinem bekanntenkreis alle dümmer als die kinogänger.
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imhotep schrieb:
Schön wie sich die Leute hier an den Opern aufhalten, scheint ja echt wichtig zu sein. Aber mal eherlich wieviel Geld geht schon an die?
1/3 der Kosten werden durch den Kartenverkauf gedeckt.
d.h. ein "normaler" platz wird mit 20€ subventioniert, wenn er 10€ kostet, ein Luxusplatz u.U. mit 100€.
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volkardus schrieb:
Black Shadow schrieb:
was zählst du neben der Oper zum klassischen Oberschitenprogramm? Du solltest au0ßerdem lernen Schjichten und Bildung zu differenzieren.
ich kenne keine operngänger. aber die theatergänger, die ich kenne, sind in meinem bekanntenkreis alle dümmer als die kinogänger.
was meinst du mit dümmer? Intelligenz, Wissen, Ausbildung...?