Iranischen Präsidenten über den Holocaust
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Jockelx schrieb:
Sicherlich ist das jetzt nicht mehr machbar, aber daran erinnern sollte
man sich trotzdem, das WIR Europäer diese Region zum Krisenherd gemacht haben.Wir? Ich nicht, du nicht, sonst auch niemand hier... '45 hätte er sogar recht gehabt mit der Forderung, jetzt nicht mehr. Wir sind keine Nazis; Israelis keine Flüchtlinge.
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chrische5 schrieb:
Marc++us schrieb:
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
Das ist doch wirklich sehr angenehm, dass nicht jedem erlaubt ist Mist über jemand anders zu erzählen und sich dann hinter der Meinugsfreiheit zu verstecken.
Auf den ersten Blick.
Aber eine Verfassung oder ein Grundgesetz sind ja dafür da, um die Rechte der Bürger gegenüber dem Staat zu definieren, bzw die Bürger vor dem Staat zu schützen.
Offensichtlich hat unser Schutzrecht auf freie Meinung aber ein Loch - es ist dem Staat möglich ein Gesetz zu machen "Öffentliche Kritik an Politikern ist nicht erlaubt und wird unter Strafe gestellt, mindestens 12 Haft ohne Bewährung". Dieses Gesetz kann in Deutschland gemacht werden und das GG schützt uns nicht davor. Daß zur Zeit die Regierung dieses Gesetz nicht erlässt, ist nett von ihr, aber würde sie es tun, können wir uns nicht wehren. Wir müssen es einfach akzeptieren.
Damit ist due gegenseitige Balance zwischen Staat und Bürger hier nicht gewahrt.
Anderes Beispiel, schau Dir die USA an - eine Regierung wie George Bush mit ultrakonservativer Geisteshaltung, die möglichst viele Rechte beschneiden will. Wer hätte sowas für die USA vor 7 Jahren erwartet? Aber schaut man in die Details, so stellt man fest, daß immer wieder Details und Pläne der US-Regierung durch einige Bürgerrechte in der US-Verfassung durchkreuzt werden. Und einige Ideen und Gesetze sind an der verbrieften unbedingten Meinungsfreiheit gescheitert.
So ein Umschwung in einem Staat kann offensichtlich schnell kommen, mußt nur Beckstein und Schily komplett an die Macht lassen. Und genau dafür ist das GG da, und genau an der Stelle hat das GG einige Lücken.
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....... schrieb:
Was haltet Ihr von diesem Spektakel? Begrüßt Ihr es das da mal einer dem weihnachtlichem Einerlei für uns den Stiefel in den ***** schiebt? Oder seid Ihr betroffen das jemand Isral das Existenzrecht öffentlich abspricht? (Inoffiziell haben da unten ja bisher die wenigsten Staaten Israel anerkannt).
Also ich finde es gnaz gut das endlich mal die Karten auf den Tisch gelegt werden. Endlich mal einer der sagt was er denkt. Israel wird er deshalb zwar nicht los, ist aber ein Stück Ehrlichkeit...
Ich glaub der hält sich einfach an den alten Spruch: "Auf den Bush klopfen."
Bye, TGGC (You don't get it and never will)
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Hmmm, warum hat man Israel, nach dem Krieg, nicht in Bayern gegründet? Warum soweit weg von Europa? Wollten die Franzosen und die Engländer keine Juden in Europa? Ich meine ist doch echt seltsam. Stellt euch vor, Generationen eurer Famile leben in Europa, und auf einmal sagt man euch. Leute ab in die Wüste. tztztz...

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Izmirübel schrieb:
Hmmm, warum hat man Israel, nach dem Krieg, nicht in Bayern gegründet? Warum soweit weg von Europa? Wollten die Franzosen und die Engländer keine Juden in Europa? Ich meine ist doch echt seltsam. Stellt euch vor, Generationen eurer Famile leben in Europa, und auf einmal sagt man euch. Leute ab in die Wüste. tztztz...
Sicherlich interessante Frage, vermutlich eine Kombination:
- in Deutschland/Polen/etc wollte sicherlich keiner mehr bleiben
- die Siegermächte waren ja Sieger, wieso sollten sie Land für so ein Projekt hergeben
- letztlich war den Franzosen und Engländern das Schicksal der Juden auch nicht so wichtig
- Israel ist "das von Gott gegebene Land", nicht einfach nur Wüste - eine Art Rückkehr in eine ältere Heimat
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Jockelx schrieb:
Sicherlich ist das jetzt nicht mehr machbar, aber daran erinnern sollte
man sich trotzdem, das WIR Europäer diese Region zum Krisenherd gemacht haben.Warn das wirklich die Europäer. Ich dachte die USA hätte den Staat dort angelegt. Klar, also Folge des II. Weltkriegs und des Holocaust, mir ist aber nicht bekannt, dass die Europäer den Staat Israel in den Nahen Osten direkt mit gewollt hätten.
Weis es aber nicht genau, hat da wer mehr Infos?ansonsten zu dem iranischen Präsidenten: den Standord von Israel anzumeckern, na ok, aber den Holocaust verleugnen und als Märchen bezeichnen, nein da hörts auf

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Doch die Europäer hatten da schon einiges mit der "Verlegung" zu tun. Soweit ich mich erinnere, waren es die Engländer, die nach dem 1. Weltkrieg das Gebiet Palästina eingenommen haben. Ich glaube das war sogar ein Beschluß der Siegermächte nach dem 1. Weltkrieg.
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Der Zionismus ist eine Bewegung aus dem 19. Jh. Es war keine Entscheidung der Politik, schon gar nicht nach dem 2. Weltkrieg, die Juden nach Palästina zu schicken. Man hätte jetzt natürlich alle wieder zurück nach Bayern schicken können, um dort den Staat Israel zu gründen
:xmas2:
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Bashar schrieb:
...wieder zurück nach Bayern schicken können, um dort den Staat Israel zu gründen
:xmas2:Finde ich mehr als Gerecht.
Ich hätte nichts dagegen.
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Bashar schrieb:
Es war keine Entscheidung der Politik, schon gar nicht nach dem 2. Weltkrieg, die Juden nach Palästina zu schicken.
Statt dich um
und :xmas2: zu kümmern, solltest du dich um
genaueres lesen bemühen. Es geht nicht darum, wann und warum Juden
irgendwo hin gegangen sind, sondern um die Gründung Israels, welche
sicherlich eine direkte Folge des zweiten Weltkriegs war.
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Hallo
Erstmal freue mich natürlich über die rege Diskussion, aber das die Europäer Israel einfach nur weit weg von Europa gegründet haben entspricht nun nicht ganz den Tatsachen. Palästina war praktische britische Kolonie und es siedelten sich dort imme mehr Juden an. Dies war schon vor dem zweiten Weltkrieg so, weil der Antisemitismus in Europa ja nicht erst mit Hitler Einzug gehalten halt. Sie haben aber auch nicht wahllos einen möglichst kargen Ort erwählt, sondern siedelten dort, weil Sie es als heiliges Land betrachten. Genau das selbe tun nun auch andere Religionen und eswegen halt der ganze Stress. Ich finde, es war keien Fehler Israel zu gründen, wo es jetzt ist, sondern nicht gleichzietig für einen poilitisch autonomen Staat Palästina zu sorgen.
chrische
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Jockelx schrieb:
Es geht nicht darum, wann und warum Juden
irgendwo hin gegangen sind, sondern um die Gründung Israels, welche
sicherlich eine direkte Folge des zweiten Weltkriegs war.Stimmt, die beiden Sachen haben ja auch überhaupt nichts miteinander zu tun

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chrische5 schrieb:
aber das die Europäer Israel einfach nur weit weg von Europa gegründet haben entspricht nun nicht ganz den Tatsachen.
Das behauptet ja auch niemand. Die Juden sind von selbst dort hin gezogen.
Das war alles auch relativ akzeptabel, bis halt der Staat gegründet wurde,
was offenbar nicht mehr so problemlos war.Um glaubwürdiger zu wirken nutzen ich zusätzlich noch Bashar's Beweisführung:
:xmas2: :xmas2: :xmas2:

Wenn das jetzt nicht überzeugt....
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Hallo
Ich wollte nur noch einmal Bezug auf diese Aussage nehmen:
Izmirübel schrieb:
Hmmm, warum hat man Israel, nach dem Krieg, nicht in Bayern gegründet? Warum soweit weg von Europa? Wollten die Franzosen und die Engländer keine Juden in Europa? Ich meine ist doch echt seltsam. Stellt euch vor, Generationen eurer Famile leben in Europa, und auf einmal sagt man euch. Leute ab in die Wüste. tztztz...

chrische
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Jockelx schrieb:
Um glaubwürdiger zu wirken nutzen ich zusätzlich noch Bashar's Beweisführung:
:xmas2: :xmas2: :xmas2:

Kannst du mir mal erklären, was du mir eigentlich versuchst zu unterstellen?
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chrische5 schrieb:
Hallo
Erstmal freue mich natürlich über die rege Diskussion, aber das die Europäer Israel einfach nur weit weg von Europa gegründet haben entspricht nun nicht ganz den Tatsachen. Palästina war praktische britische Kolonie und es siedelten sich dort imme mehr Juden an. Dies war schon vor dem zweiten Weltkrieg so, weil der Antisemitismus in Europa ja nicht erst mit Hitler Einzug gehalten halt. Sie haben aber auch nicht wahllos einen möglichst kargen Ort erwählt, sondern siedelten dort, weil Sie es als heiliges Land betrachten. Genau das selbe tun nun auch andere Religionen und eswegen halt der ganze Stress. Ich finde, es war keien Fehler Israel zu gründen, wo es jetzt ist, sondern nicht gleichzietig für einen poilitisch autonomen Staat Palästina zu sorgen.
chrische
Ja es war eine britische Kolonie... mit einer palästinensischen(?) Bevölkerung.
Dann kamen einige Idioten auf die Idee sich mit Bombenanschlägen und Morden ein eigenes Land zu erkämpfen.
Die Briten haben sich nicht getraut gegen die sowieso schon gestraften jüdischen Mitbürger vorzugehen und haben dann die Kolonie sich selbst überlassen.
Und heute sind die Damen und Herren von damals respektable Minister / Ministerpräsidenten des Staates Israel.
Ich weiss garnicht was die Israelis haben... die Palästinenser machen es ihnen doch nur nach, nur fehlt Ihnen zum einen eine richtige Lobby und zum anderen ist es den europäischen Staaten nicht so wichtig was mit ihnen passiert.
Dabei haben die Palästinenser einen Fehler gemacht.. sie haben den "Freiheitskampf" der Israelis in der damaligen Kolonie nicht bekämpft sondern sogar teilweise unterstützt.
Nach dem 2.Weltkrieg waren die Europäer doch froh, dass sich die überlebenden Juden zum Großteil nach Israel "verzogen" haben. Damit musste man nicht immer an die eigene befleckte Weste denken.Meine Aussagen kommen zum Teil aus Büchern zum Teil aus einer BBC-Dokumentation die vor einigen Monaten in einem der dritten Programme lief.
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ein sehr interessantes essay zum thema:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,389472,00.html
btw. sind die wikipedia artikel zu palästina bzw. israel auch sehr informativ bezgl.
der historischen entwicklung:http://de.wikipedia.org/wiki/Palästina_(Region)
http://de.wikipedia.org/wiki/Israel
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Hallo
atomfish schrieb:
ein sehr interessantes essay zum thema:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,389472,00.html
Du weisst schon, wer der Autor des Artikels ist und wie er seine Beiträge oft meint?
Er schau dir doch auf seiner Homepage, mal die Briefe an, die er von Spiegellesern bekommen hat:
http://www.henryk-broder.de/startseite/startseite.html
chrische
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ja, ich kenn den autor ein wenig und der artikel ist sicher nicht überall ernst gemeint,
aber was den kern ausmacht hat er meiner meinung nach schon recht.eben was die verantwortung europas für die zustände in nahost betrifft.
da ist die reaktion der offiziellen stellen (merkel) bezeichnend.
mehr als 'inakzeptabel' fällt denen dazu nicht ein. mal eben in die
schublade der offiziellen floskeln gegriffen und gut ist.aber ums klarzustellen: ich bin bestimmt kein freund des iranischen präsers
und ähnlicher antisemiten.den holocaust in frage zu stellen ist auch keine
meinung sondern ein verbrechen (genauso wie faschismus im generellen).
und damit meine ich keine verbrechen im sinne deutscher gesetzgebung sondern
im sinne des gesunden menschenverstandes.
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Hallo
atomfish schrieb:
ja, ich kenn den autor ein wenig und der artikel ist sicher nicht überall ernst gemeint,
aber was den kern ausmacht hat er meiner meinung nach schon recht.atomfish schrieb:
den holocaust in frage zu stellen ist auch keine
meinung sondern ein verbrechen (genauso wie faschismus im generellen).
und damit meine ich keine verbrechen im sinne deutscher gesetzgebung sondern
im sinne des gesunden menschenverstandes.Sehr sympatisch, weil ich das ganz genau so sehe.
chrische