Iranischen Präsidenten über den Holocaust
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Izmirübel schrieb:
Hmmm, warum hat man Israel, nach dem Krieg, nicht in Bayern gegründet? Warum soweit weg von Europa? Wollten die Franzosen und die Engländer keine Juden in Europa? Ich meine ist doch echt seltsam. Stellt euch vor, Generationen eurer Famile leben in Europa, und auf einmal sagt man euch. Leute ab in die Wüste. tztztz...
Sicherlich interessante Frage, vermutlich eine Kombination:
- in Deutschland/Polen/etc wollte sicherlich keiner mehr bleiben
- die Siegermächte waren ja Sieger, wieso sollten sie Land für so ein Projekt hergeben
- letztlich war den Franzosen und Engländern das Schicksal der Juden auch nicht so wichtig
- Israel ist "das von Gott gegebene Land", nicht einfach nur Wüste - eine Art Rückkehr in eine ältere Heimat
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Jockelx schrieb:
Sicherlich ist das jetzt nicht mehr machbar, aber daran erinnern sollte
man sich trotzdem, das WIR Europäer diese Region zum Krisenherd gemacht haben.Warn das wirklich die Europäer. Ich dachte die USA hätte den Staat dort angelegt. Klar, also Folge des II. Weltkriegs und des Holocaust, mir ist aber nicht bekannt, dass die Europäer den Staat Israel in den Nahen Osten direkt mit gewollt hätten.
Weis es aber nicht genau, hat da wer mehr Infos?ansonsten zu dem iranischen Präsidenten: den Standord von Israel anzumeckern, na ok, aber den Holocaust verleugnen und als Märchen bezeichnen, nein da hörts auf

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Doch die Europäer hatten da schon einiges mit der "Verlegung" zu tun. Soweit ich mich erinnere, waren es die Engländer, die nach dem 1. Weltkrieg das Gebiet Palästina eingenommen haben. Ich glaube das war sogar ein Beschluß der Siegermächte nach dem 1. Weltkrieg.
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Der Zionismus ist eine Bewegung aus dem 19. Jh. Es war keine Entscheidung der Politik, schon gar nicht nach dem 2. Weltkrieg, die Juden nach Palästina zu schicken. Man hätte jetzt natürlich alle wieder zurück nach Bayern schicken können, um dort den Staat Israel zu gründen
:xmas2:
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Bashar schrieb:
...wieder zurück nach Bayern schicken können, um dort den Staat Israel zu gründen
:xmas2:Finde ich mehr als Gerecht.
Ich hätte nichts dagegen.
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Bashar schrieb:
Es war keine Entscheidung der Politik, schon gar nicht nach dem 2. Weltkrieg, die Juden nach Palästina zu schicken.
Statt dich um
und :xmas2: zu kümmern, solltest du dich um
genaueres lesen bemühen. Es geht nicht darum, wann und warum Juden
irgendwo hin gegangen sind, sondern um die Gründung Israels, welche
sicherlich eine direkte Folge des zweiten Weltkriegs war.
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Hallo
Erstmal freue mich natürlich über die rege Diskussion, aber das die Europäer Israel einfach nur weit weg von Europa gegründet haben entspricht nun nicht ganz den Tatsachen. Palästina war praktische britische Kolonie und es siedelten sich dort imme mehr Juden an. Dies war schon vor dem zweiten Weltkrieg so, weil der Antisemitismus in Europa ja nicht erst mit Hitler Einzug gehalten halt. Sie haben aber auch nicht wahllos einen möglichst kargen Ort erwählt, sondern siedelten dort, weil Sie es als heiliges Land betrachten. Genau das selbe tun nun auch andere Religionen und eswegen halt der ganze Stress. Ich finde, es war keien Fehler Israel zu gründen, wo es jetzt ist, sondern nicht gleichzietig für einen poilitisch autonomen Staat Palästina zu sorgen.
chrische
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Jockelx schrieb:
Es geht nicht darum, wann und warum Juden
irgendwo hin gegangen sind, sondern um die Gründung Israels, welche
sicherlich eine direkte Folge des zweiten Weltkriegs war.Stimmt, die beiden Sachen haben ja auch überhaupt nichts miteinander zu tun

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chrische5 schrieb:
aber das die Europäer Israel einfach nur weit weg von Europa gegründet haben entspricht nun nicht ganz den Tatsachen.
Das behauptet ja auch niemand. Die Juden sind von selbst dort hin gezogen.
Das war alles auch relativ akzeptabel, bis halt der Staat gegründet wurde,
was offenbar nicht mehr so problemlos war.Um glaubwürdiger zu wirken nutzen ich zusätzlich noch Bashar's Beweisführung:
:xmas2: :xmas2: :xmas2:

Wenn das jetzt nicht überzeugt....
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Hallo
Ich wollte nur noch einmal Bezug auf diese Aussage nehmen:
Izmirübel schrieb:
Hmmm, warum hat man Israel, nach dem Krieg, nicht in Bayern gegründet? Warum soweit weg von Europa? Wollten die Franzosen und die Engländer keine Juden in Europa? Ich meine ist doch echt seltsam. Stellt euch vor, Generationen eurer Famile leben in Europa, und auf einmal sagt man euch. Leute ab in die Wüste. tztztz...

chrische
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Jockelx schrieb:
Um glaubwürdiger zu wirken nutzen ich zusätzlich noch Bashar's Beweisführung:
:xmas2: :xmas2: :xmas2:

Kannst du mir mal erklären, was du mir eigentlich versuchst zu unterstellen?
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chrische5 schrieb:
Hallo
Erstmal freue mich natürlich über die rege Diskussion, aber das die Europäer Israel einfach nur weit weg von Europa gegründet haben entspricht nun nicht ganz den Tatsachen. Palästina war praktische britische Kolonie und es siedelten sich dort imme mehr Juden an. Dies war schon vor dem zweiten Weltkrieg so, weil der Antisemitismus in Europa ja nicht erst mit Hitler Einzug gehalten halt. Sie haben aber auch nicht wahllos einen möglichst kargen Ort erwählt, sondern siedelten dort, weil Sie es als heiliges Land betrachten. Genau das selbe tun nun auch andere Religionen und eswegen halt der ganze Stress. Ich finde, es war keien Fehler Israel zu gründen, wo es jetzt ist, sondern nicht gleichzietig für einen poilitisch autonomen Staat Palästina zu sorgen.
chrische
Ja es war eine britische Kolonie... mit einer palästinensischen(?) Bevölkerung.
Dann kamen einige Idioten auf die Idee sich mit Bombenanschlägen und Morden ein eigenes Land zu erkämpfen.
Die Briten haben sich nicht getraut gegen die sowieso schon gestraften jüdischen Mitbürger vorzugehen und haben dann die Kolonie sich selbst überlassen.
Und heute sind die Damen und Herren von damals respektable Minister / Ministerpräsidenten des Staates Israel.
Ich weiss garnicht was die Israelis haben... die Palästinenser machen es ihnen doch nur nach, nur fehlt Ihnen zum einen eine richtige Lobby und zum anderen ist es den europäischen Staaten nicht so wichtig was mit ihnen passiert.
Dabei haben die Palästinenser einen Fehler gemacht.. sie haben den "Freiheitskampf" der Israelis in der damaligen Kolonie nicht bekämpft sondern sogar teilweise unterstützt.
Nach dem 2.Weltkrieg waren die Europäer doch froh, dass sich die überlebenden Juden zum Großteil nach Israel "verzogen" haben. Damit musste man nicht immer an die eigene befleckte Weste denken.Meine Aussagen kommen zum Teil aus Büchern zum Teil aus einer BBC-Dokumentation die vor einigen Monaten in einem der dritten Programme lief.
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ein sehr interessantes essay zum thema:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,389472,00.html
btw. sind die wikipedia artikel zu palästina bzw. israel auch sehr informativ bezgl.
der historischen entwicklung:http://de.wikipedia.org/wiki/Palästina_(Region)
http://de.wikipedia.org/wiki/Israel
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Hallo
atomfish schrieb:
ein sehr interessantes essay zum thema:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,389472,00.html
Du weisst schon, wer der Autor des Artikels ist und wie er seine Beiträge oft meint?
Er schau dir doch auf seiner Homepage, mal die Briefe an, die er von Spiegellesern bekommen hat:
http://www.henryk-broder.de/startseite/startseite.html
chrische
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ja, ich kenn den autor ein wenig und der artikel ist sicher nicht überall ernst gemeint,
aber was den kern ausmacht hat er meiner meinung nach schon recht.eben was die verantwortung europas für die zustände in nahost betrifft.
da ist die reaktion der offiziellen stellen (merkel) bezeichnend.
mehr als 'inakzeptabel' fällt denen dazu nicht ein. mal eben in die
schublade der offiziellen floskeln gegriffen und gut ist.aber ums klarzustellen: ich bin bestimmt kein freund des iranischen präsers
und ähnlicher antisemiten.den holocaust in frage zu stellen ist auch keine
meinung sondern ein verbrechen (genauso wie faschismus im generellen).
und damit meine ich keine verbrechen im sinne deutscher gesetzgebung sondern
im sinne des gesunden menschenverstandes.
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Hallo
atomfish schrieb:
ja, ich kenn den autor ein wenig und der artikel ist sicher nicht überall ernst gemeint,
aber was den kern ausmacht hat er meiner meinung nach schon recht.atomfish schrieb:
den holocaust in frage zu stellen ist auch keine
meinung sondern ein verbrechen (genauso wie faschismus im generellen).
und damit meine ich keine verbrechen im sinne deutscher gesetzgebung sondern
im sinne des gesunden menschenverstandes.Sehr sympatisch, weil ich das ganz genau so sehe.
chrische
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Die Frage ist doch, gibt dies Krieg? Ein Krieg zwischen Israel und Iran wäre sehr bedenklich und bedrohlich für die Weltwirtschaft und den Weltfrieden. Wer würde Iran unterstützen?
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chrische5 schrieb:
Ich finde, es war [kein] Fehler Israel zu gründen, wo es jetzt ist...
Kannst du das bitte kurz erläutern? Oder ist es, wie deine Formulierung und deine Vehemenz in dieser Diskussion nahe legen, schlicht deine eigene, (rational) unbegründete, persönliche Meinung die du in den Raum stellst?
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Hallo
finix schrieb:
chrische5 schrieb:
Ich finde, es war [kein] Fehler Israel zu gründen, wo es jetzt ist...
Kannst du das bitte kurz erläutern? Oder ist es, wie deine Formulierung und deine Vehemenz in dieser Diskussion nahe legen, schlicht deine eigene, (rational) unbegründete, persönliche Meinung die du in den Raum stellst?
Was soll ich den da erklären? Ich finde es richtig, dass einen Staat Israel gibt und das er imheiligen Land der Juden errichtet wurde. Bei einer Diskussion ist es im allgemeinen immer so, dass man seine eigene (natürlich nicht immer objektive) Meinung äußert. Deswegen auch das:
Ich finde,..
vor dem Satz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du hier im Namen aller spricht, oder dir das Recht nimmst zu behaupten, dass du objektiv wärst.
Was meinst du eigentlich mit:finix schrieb:
wie deine Formulierung und deine Vehemenz in dieser Diskussion nahe legen
chrische
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chrische5 schrieb:
Was soll ich den da erklären?
"Erklären" im Sinne von "begründen".
chrische5 schrieb:
Ich finde es richtig, dass einen Staat Israel gibt und das er imheiligen Land der Juden errichtet wurde. [Hervorhebung von mir]
Ist sie das? Deine Begründung?
chrische5 schrieb:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du hier im Namen aller spricht
Geht mir genauso. Deswegen habe ich das weder explizit noch implizit behauptet. (Wie kommst du darauf?)
chrische5 schrieb:
dir das Recht nimmst zu behaupten, dass du objektiv wärst.
Dies wiederum kann ich mir vorstellen; ich denke schon dass ich diese Frage mit einem hohen Maß an Objektivität betrachte.
chrische5 schrieb:
Was meinst du eigentlich mit:
finix schrieb:
wie deine Formulierung und deine Vehemenz in dieser Diskussion nahe legen
Formulierung: "Ich finde", Vehemenz: Heftigkeit, Ungestüm, Schwung, Elan [, Leidenschaft]