Heizen in Deutschland!?!



  • Marc++us schrieb:

    ... zur Zeit liegt der Holzpreis auf Rekordniveau. Er bezahlt für einen Raummeter 70 EUR.
    Außerdem bekommt man kaum noch gelagertes Holz, sondern nur noch halbjähriges oder einjähriges, ideal wären ja 2 oder 3 Jahre.

    Lohnen tut sich das nur, wenn man selbst in den Wald geht und das Zeug kleinmacht. Wärmt dann sogar mehrmals.

    Für viele wird dann aber noch der Platz zum 2-3 Jahre langen Lagern sein. Trotzdem ist es im Moment sogar extrem schwierig, als Neukunde überhaupt Schlagraum zugewiesen zu bekommen. Wir holen unser Brennholz seit ca 15 Jahren selbst aus dem Wald, wer jetzt aber damit anfangen will weil jeden Tag die Heizkosten in den Median diskutiert werden, kann Pech haben.

    Marc++us schrieb:

    Die Nachfrage ist größer als die normale Schlagmenge, so daß sie nun auch gesunde Bäume holzen. Das klingt nach einem ziemlichen Rückschritt, wenn wir wieder Wälder abholzen um zu heizen...

    Natürlich werden auch gesunde Bäume geholzt, dafür werden sie ja auch gepflanzt. Nachwachsende Rohstoffe zu verwenden, sehe ich nicht so sehr als Rückschritt.
    Eine Lösung ist es aber sicher auch nicht, wenn jetzt alle auf Holz umsteigen wollen 🙂



  • Marc++us schrieb:

    phlox81 schrieb:

    Hm, ich bin der Meinung das man am besten mit Holz heizen kann.

    Ich habe das gestern erst mit meinem Nachbarn diskutiert, weil wir Heizöl bestellt hatten... er hat auch einen Kachelofen, und zur Zeit liegt der Holzpreis auf Rekordniveau. Er bezahlt für einen Raummeter 70 EUR.
    Außerdem bekommt man kaum noch gelagertes Holz, sondern nur noch halbjähriges oder einjähriges, ideal wären ja 2 oder 3 Jahre. Die Nachfrage ist größer als die normale Schlagmenge, so daß sie nun auch gesunde Bäume holzen. Das klingt nach einem ziemlichen Rückschritt, wenn wir wieder Wälder abholzen um zu heizen...

    Und es setzt trotzdem eine gute Wärmedämmung voraus. Ansonsten funktioniert die Sache mit dem Tag vorhalten auch nicht.

    schon richtig, die Holzpreise steigen, und man braucht platz zum Lagern,
    aber wer das hat, da lohnt es sich auch. Wichtig ist auch das es kein
    normaler Kachelofen ist, sondern ein Kachelgrundofen, welcher einen Kern aus
    Schamott hat, "normale" Kachelöfen bestehen aus stink normalen Metallöfen
    mit Kacheln drum herum. Damit heizt man jedoch die Wärme zum Kamin heraus,
    das Metall kann die Wärme nicht halten.
    Mit einem Kachelgrundofen brauchst du um eine Etage zu heizen, nur 2-3 Holzscheide
    pro Tag. Plus das der Kaminfeger sich bei gut abgelagertem Holz fast überflüssig macht,
    da kein Russ in nenneswerter Menge entsteht.

    Es geht sogar noch besser, man kann auch das Gleiche mit Reisig erreichen.
    Finnische Specksteinöfen z.b. lassen sich damit beheizen, mein Onkel hat einen
    ähnlichen Ofen selbstgebaut nach tiroler Vorbild, und damit heizt er im Winter
    sein Haus.

    Und es kommt auch auf die Region an in der man lebt, in einer Großstadt ist
    es mit dem Holz bestimmt nicht so billig.

    Zum Thema Holz verheizen:
    Die Waldfläche in D. wächst z.Z. wieder, speziell in Bayern.
    Zu dem wächst der Rohstoff ja wieder nach, was Abgeholzt wird,
    wird wieder aufgeforstet. Fossile Brennstoffe sind keine alternative
    in meinen Augen.

    phlox



  • Also wir haben hier ende des Sommers 35€/Meter gezahlt. Ist natuerlich schon guenstig, allerdings habe ich noch nirgendwo einen Preis von 70€ gesehen...

    Mal was anderes: Ich hatte ueberlegt in den Kamin eine Waermetauscher, oder Luftumwaelzer (oder wie auch immer) einzubauen, um die Raeume unterm Dach noch zusaetzlich mitzuheizen. Weiss da jemand was oder wie man sowas macht?



  • Wir heizen hauptsächlich mit Holz, sehr selten mit Öl.
    Warmwasser gibts, wenn die Sonne scheint, durch Photovoltaik, Solarzellen verkaufen Strom.



  • Wir heizen auch mit Holz, für Warmwasser haben wir (noch) die Zentralheizung.
    Wir haben das Holz für 22,5€/Meter bekommen, mussten aber noch alles (kleinsägen, spalten, trocknen) selber machen; wie gesagt, man kriegt doppelt warm 🕶 .
    Auf Solarenergie für Warmwasser bzw. Strom wollen wir auch umsteigen, wir haben nur das Problem, das unser Haus dafür falschrum steht. Müssten vielleicht nen CarPort bauen und die aufs Dach von dem setzen *Eltern überred*. Oder hat einer ne andere Idee, wie man die z.B. am Giebel befestigen kann oder kennt gute Internetseiten/Bücher zu dem Thema?



  • CarPort ist bestimmt keine schlechte Wahl, hilft dann doppelt Solar und Auto unterstellen (kein Eiskratzen mehr).👍

    Was haltet ihr denn von Wärmepumpen (Tiefen.- oder Flächenwärme)? 😕



  • Bei Solargerümpel sollte man aufpassen, dass man an eine Firma gerät, die Ahnung hat. Unsere hatte es nicht, Fazit:

    - Temperatursensor falsch angebracht
    - Panels liegen im Winter im Schatten des Giebels unseres Hauses 🙄
    - Druckausgleichsbehälter zu klein

    Wärmepunpen sind 'ne feine Sache, nur die Bohrung ist sauteuer.



  • Wie teuer kommt den so was?
    😕

    Rentiert sich das bzw. gleicht sich das aus (kein Kamin, keine Schornsteinkehrerkosten usw.)



  • Hier steht einiges zu den Waermepumpen:
    http://www.baumarkt.de/b_markt/fr_info/waermepumpen.htm
    oder natuerlich bei Wiki... 😉

    Ich denke mal so 15.000€ kannste schon rechen, je nach Leistung, die du benoetigst...
    Ist allerdings auch 'ne Standortfrage - ist also nicht ueberall einsetzbar.
    Ich hatte mich auch mal danach erkundigt. Allerding wurde mir damals gesagt,
    das die WPs nur als Zusatzwaermequelle dienen und die "normale" Heizung nicht
    vollstaendig ersetzen koennen!?



  • Dazu kommt noch, das man für die Pumpe Strom braucht.

    Ne normale Solaranlage (4 Panels, 800 Liter Wärmespeicher, Rohre, Pumpe, Elektronikschrott, Ventile usw.) kostet abzügl. Förderung so um die 18k€.



  • Aber ne Solaranlage alleine reicht da nicht ganz.
    Die währe dann nur eine Unterstützung zur normalen Heizung, oder?

    Somit kommt man insgesamt auf ca. 30k€ (Wärmepumpe + Solar).



  • Genau, Solar ist nur zur Heizungsunterstützung. Nachteil ist, dass z.B. in den Wintermonaten die Sonnenscheindauer zu kurz ist und z.B. die Panels nicht schneefrei werden usw. Im Sommer (Juni-Sept.) kann man die Heizung komplett abschalten, da reichen die 4 Panels fürs Warmwasser für 3 Personen dicke aus.



  • 🙄



  • F98 schrieb:

    ...die Panels nicht schneefrei werden...

    💡 Schnee könnte man doch runterschmelzen, Pumpe auf Handbetrieb und warmes Wasser raufpumpen bis der Schnee runtergeschmolzen ist. 😉


  • Mod

    F98 schrieb:

    Ne normale Solaranlage (4 Panels, 800 Liter Wärmespeicher, Rohre, Pumpe, Elektronikschrott, Ventile usw.) kostet abzügl. Förderung so um die 18k€.

    Wie hoch ist denn da die Amortisationsdauer?



  • estartu schrieb:

    Fenster von 1970 sind mittlerweile eben zugig - nur leider glauben das zu wenig Leute.
    Es kommt vor, dass Papier bei geschlossenem Fenster von der Fensterbank weht, wenn der Wind schlecht steht. 😮

    Das geht uns auch so!. Muss man das als Mieter hinnehmen? Bzw. ab wann kann man neue Fenster oder Mietminderung verlangen?


  • Mod

    electron schrieb:

    Bzw. ab wann kann man neue Fenster oder Mietminderung verlangen?

    Hehe, Vorsicht mit sowas - als Vermieter kann ich die Renovierungskosten auf Deine Miete umlegen... dann bezahlst Du die Fenster, zumindest anteilig. 🙂



  • Marc++us schrieb:

    electron schrieb:

    Bzw. ab wann kann man neue Fenster oder Mietminderung verlangen?

    Hehe, Vorsicht mit sowas - als Vermieter kann ich die Renovierungskosten auf Deine Miete umlegen... dann bezahlst Du die Fenster, zumindest anteilig. 🙂

    Die zahlst du so oder so. Entweder über die Nebenkosten, oder
    über die Umlage (falls der Vermieter das überhaupt macht).

    phlox



  • Marc++us schrieb:

    F98 schrieb:

    Ne normale Solaranlage (4 Panels, 800 Liter Wärmespeicher, Rohre, Pumpe, Elektronikschrott, Ventile usw.) kostet abzügl. Förderung so um die 18k€.

    Wie hoch ist denn da die Amortisationsdauer?

    Bei mir hier ca. 8-10 Jahre, da wir leider Nachtspeicher haben - heizen also mit
    €-Strom 😢
    (Es kaeme hier eine monovalente Waerempumpe zum Einsatz)
    Bei Oel/Gas duerften es 12-15 Jahre sein, je nach Art der Heizung und Bedarf.
    Berechnungsinfos findet man zB hier:
    http://www.waermepumpe-bwp.de/index.php?entryid=110



  • abbes schrieb:

    http://www.waermepumpe-bwp.de/index.php?entryid=110

    Ich denke der Link hat mir bei meiner Entscheidung eine Wärmepumpe einzubauen sehr geholfen.

    Umweltschonender geht’s wohl kaum und auf Dauer ist es dann auch die günstigste Alternative zu den konventionellen Heizungen wie Öl, Gas und Holz.
    👍


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