Rot/Grün -> ärmer gehts nicht mehr?



  • ZaphodBeeblebrox schrieb:

    parlamentarische demokratie ist nun mal die herrschaft der mächtigen.

    Das ist eine Tautologie, wer soll denn auch sonst herrschen? Man kann nicht herrschen ohne mächtig zu sein, was wär das für eine komische Herrschaft 😕
    Falls das eine Kritik an der Demokratie sein sollte, bist du wohl Anarchist?



  • ja, wobei mir allerdings klar ist, dass dies nicht von heut auf morgen zu erreichen ist, sondern einen grundlegenden wandel der gesellschaft erfordert.
    ein erster schritt wäre, das die menschen mehr verantwortung übernehmen.ich bin auch nicht grundsätzlich gegen demokratie, sondern gegen die repräsentative variante. direkte demokratie erscheint mir darum als der nächste logische schritt. mit anarchie rechne ich frühestens in zwei- bis dreihundert jahren. der heutige ansatz von herrschen und beherrscht werden ist imo längst veraltet. beherrscht werden will keiner und wer herrschen will hat nen schaden.



  • Marc++us schrieb:

    Autsch, mir fiel gerade diese URL in die Hände:

    http://www.frauenkirche-abreissen.tk/

    Besonders gut gefällt mir "DEUTSCHE TÄTER_INNEN SIND KEINE OPFER". Das INNEN ist geil... und auch diese Aussage "Dass er damit neben der Schwächung der Rüstungswirtschaft der deutschen Bevölkerung auch ein demoralisierendes Kollektiverlebnis beibrachte, sollte sich für den Kriegsverlauf nicht nachteilig auswirken."

    Ich verstehe nur nicht, warum die sich dann bei Bombardierungen von Bagdad immer so über die OpferInnen aufregen - ist doch nur ein TätervolkInnen gewesen.

    Zeigt auf jeden Fall, daß die Antifa den Neonazis geistig sehr nahe steht - beide würden für ihre Überzeugung jederzeit ihre GegnerInnen zur Sicherheit in Lager sperren und umerziehen.

    Diese Seite wurde von sogenannten "Antideutschen" ins Netz gestellt. Das sind diejenigen, die mit den Flaggen der USA, Isreal und der Sowjetunion auf Nazidemos auftauchen. Die Antideutschen haben auch sonst eine ziemlich komische Ideologie, so befürworten sie z.B. den Kampf gegen den Terrorismus und somit auch den Irakkrieg. Diese Leute sind in der antifaschistischen Szene sehr umstritten und es kommt auch öfters zu Streitgkeiten zwischen den einzelnen Gruppierungen. Ich denke du schmeist hier Leute in einen Topf, die einfach nicht zusammengehören. Man muß verstehen, dass es einfach nicht "Die Linke" und nicht "Die Antifa" gibt.


  • Mod

    Michamab schrieb:

    Ich denke du schmeist hier Leute in einen Topf, die einfach nicht zusammengehören. Man muß verstehen, dass es einfach nicht "Die Linke" und nicht "Die Antifa" gibt.

    Na und, es gibt ja auch nicht einfach nur "Die Rechte" oder "Die Neonazis".

    Für mich selbst fasse ich auch Antifa und Neonazis zusammen - als "freiheitsfeindliche Wirrköpfe, denen man zu viel Macht und Raum einräumt". Ist für mich kein Unterschied, ob jemand Angst vor dem internationalen Großkapital hat oder vor dem Weltjudentum. Bei Dunkelheit sieht eine rote Fahne fast braun aus. Die NSDAP nannte sich ja nicht ohne Grund "NationalSOZIALISTISCHE ARBEITERpartei".

    Obwohl, eines ist klar, von den meisten Antifas oder Neonazis hat noch nie einer was gearbeitet. AStA oder Türsteher bei einem Boxkampf zählen nicht. 🙂



  • hm... klar, es gibt auch asten mit viel flachköppen drin. aber die alle so runterzumachen- ist irgendwie arm.



  • Marc++us schrieb:

    Michamab schrieb:

    Ich denke du schmeist hier Leute in einen Topf, die einfach nicht zusammengehören. Man muß verstehen, dass es einfach nicht "Die Linke" und nicht "Die Antifa" gibt.

    Na und, es gibt ja auch nicht einfach nur "Die Rechte" oder "Die Neonazis".

    Hat niemand gesagt.

    Für mich selbst fasse ich auch Antifa und Neonazis zusammen - als "freiheitsfeindliche Wirrköpfe, denen man zu viel Macht und Raum einräumt".
    Ist für mich kein Unterschied, ob jemand Angst vor dem internationalen Großkapital hat oder vor dem Weltjudentum. Bei Dunkelheit sieht eine rote Fahne fast braun aus. Die NSDAP nannte sich ja nicht ohne Grund "NationalSOZIALISTISCHE ARBEITERpartei".

    Was hat Antifa bitteschön mit Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus zu tun ? Nichts ! Es gibt viele Menschen die sich gegen Nazis engagieren und deshalb nicht zwangsläufig zu oben genannten Randgruppen zählen. Antifaschistische Arbeit charakteresiert sich nicht durch politischen Extremismus, sondern durch politisches Engagement gegen Rechtsextremismus. Egal ob auf informeller Ebene, oder auf der Straße, durch das kundtuen von Protest.

    Leider verbreiten die Medien ein völlig anderes Bild, "die Antifa" sind in den Medien steineschmeißende Jugendliche mit linksextremer Meinung - klar solche Leute gibt es auch zuhauf - aber du steckst hier alle in einen Sack. Es ist halt sehr medienwirksam, wenn Autonome Autos anzünden.

    Im übrigens ist es auch kein Wunder, dass hauptsächlich alternative Jugendliche iheren Protest auf die Straße tragen, schließlich sind sie die Leidtragenden des Naziterrors auf der Straße. Ich wohne selbst in einer Gegend wo es öfters zu Übergriffen von Neonazis kommt, diese treffen aber in der Regel nur alternative Jugendliche oder Immigranten, also kein Wunder das diese Bevölkerungsgruppe den Kern der Protestes gegen Rechtsextremismus bildet. Das Jugendliche dann auch mal gerne überreagieren ist wohl klar, schließlich staut sich die Wut an. So kommt es dann ebend zu diesen medienwirksamen Krawallbildern. Eine friedliche Sitzblockade, die in der Regel von der Polizei schnell weggeknüppelt wird, würde nie in den Massenmedien Erwähnung finden.

    Es gibt auch viele Antifaschisten, die die Neonazis nicht gleich ins Lager stecken würden, es gibt halt überall ein paar Wirrköpfe, es gilt aber diesen zu zeigen, dass die breite Masse sich nicht mit ihnen solidarisiert.

    Obwohl, eines ist klar, von den meisten Antifas oder Neonazis hat noch nie einer was gearbeitet. AStA oder Türsteher bei einem Boxkampf zählen nicht. 🙂

    Auch hier hast du keine Ahnung, es gibt genügend Menschen die schon ein hohes Alter erreicht haben und ihr Leben lang gearbeitet haben, nicht nur in typischen "Sozi-Berufen" und trotzdem sich gegen Rechtsextremismus engagieren.



  • Das Jugendliche dann auch mal gerne überreagieren ist wohl klar, schließlich staut sich die Wut an. So kommt es dann ebend zu diesen medienwirksamen Krawallbildern.

    Total klar... 🙄

    Ich kapiere solche Leute einfach nicht...



  • Loggy schrieb:

    Das Jugendliche dann auch mal gerne überreagieren ist wohl klar, schließlich staut sich die Wut an. So kommt es dann ebend zu diesen medienwirksamen Krawallbildern.

    Total klar... 🙄

    Ich kapiere solche Leute einfach nicht...

    Ich kapiere es auch nicht, Autos anzuzünden oder Steine zu schmeißen ist kein geeignetes Mittel, aber das ist ebend eine kleine Minderheit. Trotzdem wird dadurch das Bild "der Antifa" in den Medien geprägt und das ist nicht gerechtfertigt.


  • Mod

    Der hier passt doch noch gut dazu:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19470/1.html



  • Marc++us schrieb:

    Na und, es gibt ja auch nicht einfach nur "Die Rechte" oder "Die Neonazis".

    Für mich selbst fasse ich auch Antifa und Neonazis zusammen - als "freiheitsfeindliche Wirrköpfe, denen man zu viel Macht und Raum einräumt". Ist für mich kein Unterschied, ob jemand Angst vor dem internationalen Großkapital hat oder vor dem Weltjudentum. Bei Dunkelheit sieht eine rote Fahne fast braun aus. Die NSDAP nannte sich ja nicht ohne Grund "NationalSOZIALISTISCHE ARBEITERpartei".

    Obwohl, eines ist klar, von den meisten Antifas oder Neonazis hat noch nie einer was gearbeitet. AStA oder Türsteher bei einem Boxkampf zählen nicht. 🙂

    oje oje.. wat für ne weltsicht...
    aber dazu sag ich am frühen morgen mal lieber nix weiter, sonst häng ich hier den ganzen tag wieder rum *g*



  • Ich möchte nochmal auf das Demonstrationsverbot zu sprechen kommen, also
    soll man verbieten das die NPD an diesem oder jenem Tag an diesem oder
    jenem Ort demonstrieren darf.
    Wie stellt ihr euch das eigentlich vor???
    In einem solchen Gesetz steht doch dann nix von der NPD, sondern solche
    Gesetze müssen allgemein gehalten werden. Und genau so ein Gesetz kann man
    dann überall verwenden, z.B. Castor-Transporte oder 1.Mai.
    Ich finde es so armselig, dass sich quer durch alle Schichten diese
    'Wir brauchen schärfere Gesetzte'-Mentalität durchgesetzt hat.
    Vor 20 Jahren gab's noch Probleme eine Volkszählung durchzuführen. Das
    würde Heute nichtmal mehr eine Mini-Demo hervorbringen.
    Eine sehr bedenkliche Entwicklung...

    Jockel



  • Liegt vielleicht daran, daß Gesetze immer weicher geworden sind, Zusammenhänge immer komplexer, und in einer Rezession wie üblich das Bedürfnis nach Stabilität größer.

    NPD/Demonstrationsverbot allein bringt's sowieso nicht.


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