So gerecht ist das System von Kirchhoff/ der CDU...



  • Marc++us, unnötige ausgaben sind aber nicht immer von unfähigen öffentlich bediensteten zu verantworten, wie du hier einseitig unterschwellig transportierst.

    laut einem verwandten in der stadtverordnetenversammlung (gemeinde hat 20.000 einwohner) fallen sogar für jeden der ortsteile (alles kleine kuhdörfer) astronomische (= fünfstellige) summen an - für müllbeseitigung.

    würden unsere verehrten mitmenschen mal mitdenken, könnte man dieses geld von vornherein sparen. dies nur als beispiel dafür, daß "der staat" immer noch wir alle sind, wir können uns da nicht einfach verstecken und auf "den staat" zeigen.



  • Autobahnen und den restlichen Nahverkehr privatisieren...
    Bei der LKW Maut könnte man auch noch einwenig mehr verdienen...
    Geldeinnahmemöglichkeiten gibts schon...



  • scrub schrieb:

    laut einem verwandten in der stadtverordnetenversammlung (gemeinde hat 20.000 einwohner) fallen sogar für jeden der ortsteile (alles kleine kuhdörfer) astronomische (= fünfstellige) summen an - für müllbeseitigung.

    würden unsere verehrten mitmenschen mal mitdenken, könnte man dieses geld von vornherein sparen. dies nur als beispiel dafür, daß "der staat" immer noch wir alle sind, wir können uns da nicht einfach verstecken und auf "den staat" zeigen.

    Räusper, im Falle der Müllbeseitigung ist das Problem aber offensichtlich. Es ist nämlich, daß die Müllbeseitigung einem staatlichen Monopol unterliegt und man überhaupt keinen wirtschaftlichen Vorteil davon hat, leicht zu beseitigenden Müll einzukaufen.

    Beispiel: Nehmen wir mal an, eine Plastiktüte wäre deutlich schwieriger zu entsorgen als eine Papiertüte, weil die Papiertüte nach einiger Zeit verrottet, die Plastiktüte nicht (mülltechnisch gesehen ist das wohl komplizierter -- angeblich machen zB Telephonbücher beim Entsorgen ziemlichen Ärger, aber nehmen wir das mal so an). Wenn man mich im Supermarkt fragt, ob ich die Papier- oder die Plastiktüte nehme, wobei beide 10 Cent kosten, dann ist die Entscheidung, welche Tüte ich nehme, eine rein zufällige.

    Jetzt muß ich die Tüte beseitigen. Das funktioniert aktuell so, daß ich sie in den Abfall werfe und über eine spezielle Abgabe (die für alle ziemlich gleich ist) die Müllabfuhr finanziere. So weit, so gut. In der Entsorgung kostet die Papiertüte, sagenwirmal, 10 Cent, die Plastiktüte 1 EUR (weil sie ja nicht verrottet). Im aktuellen System subventionieren also die Papiertütenkäufer die Plastiktütenkäufer (weil die Abgabe für Müllentsorgung leistungsunabhängig erfolgt, also beide gleich viel zahlen). Bei einer privaten Müllentsorgung müßte der Plastiktütenkäufer seine Entsorgungskosten selbst zahlen, also würde es natürlich weniger Plastiktüten dort geben, wo Papiertüten reichen.



  • Daniel E. schrieb:

    Wenn man mich im Supermarkt fragt, ob ich die Papier- oder die Plastiktüte nehme, wobei beide 10 Cent kosten, dann ist die Entscheidung, welche Tüte ich nehme, eine rein zufällige.

    Ich nehme mir immer nen Stoffbeutel von zu Hause mit. Da spar ich mir die 10 Cent und wenn ich damit zum Bäcker gehe, dann krieg ich sogar noch ein Brötchen gratis, weil der sich eine Papiertüte spart. 🙂 OMG! Ich bin so Öko, das kann einen ja erschrecken! 😮 😃


  • Mod

    Wählst du jetzt doch die Grünen? 😕

    MfG SideWinder



  • SideWinder schrieb:

    Wählst du jetzt doch die Grünen? 😕

    Nein. :p



  • Gregor@Home schrieb:

    SideWinder schrieb:

    Wählst du jetzt doch die Grünen? 😕

    Nein. :p

    PS: Ich war früher durchaus eher den Grünen zugeneigt, aber sehe die politische Situation in Deutschland momentan etwas anders. Ich glaube, es ist momentan nicht die Zeit für Grün. Abgesehen davon darf ich übrigens sowieso nicht wählen. 😞



  • Korbinian schrieb:

    hab grad beim wahlprogramm der linkspartei gelesen, dass sie gerne einen spitzensteuersatz von 50% hätten.

    Ja, so pervers ist die Linkspartei 🤡

    War Helmut Kohl eigentlich auch ein Perverser? Unter ihm betrug der Spitzensteuersatz 53%. Die SPD hat den drastisch reduziert.

    in wirtschaftlich besseren Zeiten betrug der Spitzensteuersatz noch 56%. Im Vergleich zum Jahr 1998 zahlt ein Einkommensteurpflichtiger mit einem zu versteuernden Einkommen von 70.000 Euro im Jahre 2005 etwa 4.000 Euro weniger, ein Steuerpflichtiger mit 100.000 Euro etwa 7.000 Euro weniger und jemand mit einem zu versteuernden Einkommen von 200.000 Euro etwa 18.000 Euro weniger.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Spitzensteuersatz



  • Gregor@Home schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Wenn man mich im Supermarkt fragt, ob ich die Papier- oder die Plastiktüte nehme, wobei beide 10 Cent kosten, dann ist die Entscheidung, welche Tüte ich nehme, eine rein zufällige.

    Ich nehme mir immer nen Stoffbeutel von zu Hause mit. Da spar ich mir die 10 Cent und wenn ich damit zum Bäcker gehe, dann krieg ich sogar noch ein Brötchen gratis, weil der sich eine Papiertüte spart. 🙂 OMG! Ich bin so Öko, das kann einen ja erschrecken! 😮 😃

    Ich bin überhaupt nicht "Öko", mache das aber auch so. Hauptsächlich weils stabiler als ist. Warum auch nicht...

    Bye, TGGC



  • Daniel E. schrieb:

    Es [das Problem] ist nämlich, daß die Müllbeseitigung einem staatlichen Monopol unterliegt und man überhaupt keinen wirtschaftlichen Vorteil davon hat, leicht zu beseitigenden Müll einzukaufen.

    oh, ich bitte vielmals um verzweiflung, vielleicht ist es wirklich überfordernd, zu verlangen, sein hirn zu benutzen. 🙄
    brauchst du eigentlich für alles einen wirtschaftlichen vorteil? und was ist mit den anderen 0,001% des mülls, der weder auf papier- noch plastiktüten entfällt?


  • Mod

    brauchst du eigentlich für alles einen wirtschaftlichen vorteil?

    Du scheinbar schon, wenn man dir nicht mehr Geld zu gesteht und die Steuern von dir entlastet bist du angefressen und suchst dir eine Partei die noch weiter links steht.

    MfG SideWinder



  • scrub schrieb:

    und was ist mit den anderen 0,001% des mülls, der weder auf papier- noch plastiktüten entfällt?

    Man muß die Entsorgungskosten beim Kauf eines Produkts mit hineinkalkulieren und wählt darum ein ökologisch besseres Produkt, wenn man Marktpreise für die Entsorgung zahlen muß. Wenn ich das nicht muß (weil die Entsorgung eines ökologischen Produkts *mich* genau so viel kostet wie das andere unökologischere Produkt), dann kaufe ich evtl. das unökologischere. Das gilt nicht nur für Tüten sondern für alles.

    Aber das ist sicher ganzganz falsch. Wenn wir Müllversorgung privatisieren würden, dann wird's wird's kalt in Deutschland, die unsozialen Neoliberalen treten die Menschenwürde mit Füßen und überall steht meterhoch der Müll, ich weiß, ich weiß. Nein, ernsthaft: Was spricht dagegen, den Entsorger nach den von ihm verursachten Kosten zahlen zu lassen, bzw. was spricht dafür Müllversorgung staatlich zu monopolisieren?



  • SideWinder schrieb:

    brauchst du eigentlich für alles einen wirtschaftlichen vorteil?

    Du scheinbar schon, wenn man dir nicht mehr Geld zu gesteht und die Steuern von dir entlastet bist du angefressen und suchst dir eine Partei die noch weiter links steht.

    MfG SideWinder

    ja, und zwar genau dann, wenn ich mich dabei ungerecht behandelt fühle.

    Daniel E. schrieb:

    Man muß die Entsorgungskosten beim Kauf eines Produkts mit hineinkalkulieren und wählt darum ein ökologisch besseres Produkt, wenn man Marktpreise für die Entsorgung zahlen muß. Wenn ich das nicht muß (weil die Entsorgung eines ökologischen Produkts *mich* genau so viel kostet wie das andere unökologischere Produkt), dann kaufe ich evtl. das unökologischere. Das gilt nicht nur für Tüten sondern für alles.

    ich sehs ein, mitdenken ist echt schwer. dann laß es halt, kauf plastiktüten, weil du einen wirtschaftlichen vorteil davon hast.
    was wäre wohl, wenn jeder so wenig müll wie nötig verursachen würde? ach, dann würde vielleicht die müllentsorgung billiger werden.

    Daniel E. schrieb:

    Aber das ist sicher ganzganz falsch. Wenn wir Müllversorgung privatisieren würden, dann wird's wird's kalt in Deutschland, die unsozialen Neoliberalen treten die Menschenwürde mit Füßen und überall steht meterhoch der Müll, ich weiß, ich weiß.

    meiner meinung nach ist das eine sehr wahrscheinliche möglichkeit.

    Daniel E. schrieb:

    Nein, ernsthaft: Was spricht dagegen, den Entsorger nach den von ihm verursachten Kosten zahlen zu lassen, bzw. was spricht dafür Müllversorgung staatlich zu monopolisieren?

    ich hab mal von müllbeseitigung geredet, das ist was anderes als müllentsorgung. allerdings haben sie was gemeinsam: wenn alle ihr hirn benutzen, kostet es auch für alle weniger (ja, du hast dich nicht verlesen, der böse kommunist scrub rechnet dann und wann auch mal nach und will geld sparen).



  • scrub schrieb:

    ich hab mal von müllbeseitigung geredet, das ist was anderes als müllentsorgung. allerdings haben sie was gemeinsam: wenn alle ihr hirn benutzen, kostet es auch für alle weniger (ja, du hast dich nicht verlesen, der böse kommunist scrub rechnet dann und wann auch mal nach und will geld sparen).

    Was schlägst du vor? Drakonische Strafen für die halbstarken Jugendlichen, die ihre Kippe lieber auf der Straße entsorgen als in einem Aschenbecher? Gute Idee, ich kann die auch nicht leiden. Welche Partei hat das im Angebot? 🙂



  • Kanzlerkandidat schrieb:

    War Helmut Kohl eigentlich auch ein Perverser? Unter ihm betrug der Spitzensteuersatz 53%. Die SPD hat den drastisch reduziert.

    Jau, das muss man ihnen schon zugute halten. Aber zu welchem Preis? Jeder Haushalt deutlich unausgeglichen. Ausserdem: Nur weil die CDU vor 7 jahren scheisse gebaut hat, heist das nicht, dass sie in den 7 jahren in einen winterschlaf verfallsen sind und die zeichen der zeit nicht gesehn haben. jetzt wissen sies besser und wollen die steuern weiterhin so lassen/weiter senken



  • scrub schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Man muß die Entsorgungskosten beim Kauf eines Produkts mit hineinkalkulieren und wählt darum ein ökologisch besseres Produkt, wenn man Marktpreise für die Entsorgung zahlen muß. Wenn ich das nicht muß (weil die Entsorgung eines ökologischen Produkts *mich* genau so viel kostet wie das andere unökologischere Produkt), dann kaufe ich evtl. das unökologischere. Das gilt nicht nur für Tüten sondern für alles.

    ich sehs ein, mitdenken ist echt schwer. dann laß es halt, kauf plastiktüten, weil du einen wirtschaftlichen vorteil davon hast.
    was wäre wohl, wenn jeder so wenig müll wie nötig verursachen würde? ach, dann würde vielleicht die müllentsorgung billiger werden.

    Wieso sollte man aber die Leute zum Mitdenken motivieren, wenn's auch schon ein halbwegs gesunder Egoismus tut. Es nützt MIR und zwar JETZT, wenn ich die Ökoproduktvariante nehme, wobei die Unökovariante ja günstiger wäre, wenn man die Entsorgungskosten nicht berücksichtigt. Aber ist schon klar, die Leute müssen nur mitdenken. Wenn sie nicht mitdenken, dann sind sie doof. Der Punkt ist: wenn sie sich in einem kapitalistischen System unökologisch verhalten, dann sind sie richtig doof, weil es sie gleich unmittelbar am Geldbeutel trifft.

    Daniel E. schrieb:

    Aber das ist sicher ganzganz falsch. Wenn wir Müllversorgung privatisieren würden, dann wird's wird's kalt in Deutschland, die unsozialen Neoliberalen treten die Menschenwürde mit Füßen und überall steht meterhoch der Müll, ich weiß, ich weiß.

    meiner meinung nach ist das eine sehr wahrscheinliche möglichkeit.

    Privat = Weltuntergang. Zwar baut die Privatwirtschaft bessere Autos und macht günstigere T-Shirts, aber beim Müll, da kann es ja nicht klappen, weil ... äh, ja, warum eigentlich nicht? Ach so: privat = Weltuntergang.

    allerdings haben sie was gemeinsam: wenn alle ihr hirn benutzen, kostet es auch für alle weniger (ja, du hast dich nicht verlesen, der böse kommunist scrub rechnet dann und wann auch mal nach und will geld sparen).

    Und warum sollte man sich auf so einen unsicheren Faktor (wie "mitdenken" und Verständnis für ökologische Zusammenhänge, bishin zu Details der Abfallent- und -wiederverwertung [-> Telephonbücher]) verlassen, wenn es doch das Preisschild auch tut.



  • Korbinian schrieb:

    Ausserdem: Nur weil die CDU vor 7 jahren scheisse gebaut hat, heist das nicht, dass sie in den 7 jahren in einen winterschlaf verfallsen sind und die zeichen der zeit nicht gesehn haben. jetzt wissen sies besser und wollen die steuern weiterhin so lassen/weiter senken

    Komisch, wieso erwarten sie dann 3 Milliarden Mehreinnahmen?

    Bye, TGGC



  • weil sie z.b. steuerausnahmen abschaffen, die mehrwertsteuer erhöhen?



  • solange sie nicht die steuerschlupflöcher für große firmen schließen wirds eh nichts mit einem Deutschland ohne Schuldenberg 🙄

    aber da traut sich die politik ja eh nicht ran!



  • Daniel E. schrieb:

    Wieso sollte man aber die Leute zum Mitdenken motivieren, wenn's auch schon ein halbwegs gesunder Egoismus tut. Es nützt MIR und zwar JETZT, wenn ich die Ökoproduktvariante nehme, wobei die Unökovariante ja günstiger wäre, wenn man die Entsorgungskosten nicht berücksichtigt. Aber ist schon klar, die Leute müssen nur mitdenken. Wenn sie nicht mitdenken, dann sind sie doof. Der Punkt ist: wenn sie sich in einem kapitalistischen System unökologisch verhalten, dann sind sie richtig doof, weil es sie gleich unmittelbar am Geldbeutel trifft.

    was hast du eigentlich für eine einstellung, was für eine gesellschaft stellst du dir vor? unter dem leitmotto "wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht"?


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