Abitur viel zu leicht?
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Hallo
Das Problem bei Schule ist, dass alle denken, weil sie selber SchülerInnen waren, sind sie auch Experten für Schule.
chrische
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chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

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Ich weiss nicht, wie das in den einzelnen BLaendern konkret aussieht, oder inwiefern man diesen Lehrplan Mathematik mit dem des Mathematik-GKs 13. Klasse in der normalen GO vergleichen kann...
Grundsaetzlich gab's im Muendlichen Abi bei mir aber auch ein solches zufaellig gewaehltes "Kernthema" (jo, nichts mit 2 zur Auswahl :D) und ein vereinbartes. Also zumindest in der Hinsicht aehnlich.
Was meine LKs betrifft, kann ich nur sagen, dass sie mich recht gut auf das Studium vorbereitet haben - der Stoff ist mir auch im 2. Semester groesstenteils bereits bekannt.... Wenn man mal von manchen Details absieht, die ich schon wieder vergessen habe.

Also entweder ist die Uni reichlich billig, oder es hatte doch irgendwo seine Berechtigung, dass meine ehem. Schule sich selbst (noch) zu den Elitebildungsanstalten Berlins zaehlt.

[edit: ... keine Umlaute... :D]
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Hallo
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Genau das meine ich. In manchen BL wird eben nur reines Fachwissen vermittelt.
chrische
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Ja, ist definitiv zu leicht. Das kann ja echt jeder. Ist doch wirklich kein Problem 'nen 1.x Schnitt zu haben
Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)
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steff3 schrieb:
das glaub ich nicht
Vektoren in der Ebene und im Raum
lineare Differentialgleichungen 1.Ordnung (Variation der Konstanten)
homogene, lineare Differentialgleichungen 2.Ordnung mit konstanten Koeffizienten
partielle Ableitungen - Tangentialebenen - Gradienten - Richtungsableitungen
Mehrfachintegrale
elementare Graphentheoriedas alles in klasse 8

ich meine ich bin in klasse 12 und nichts mit der graphentheorie anfangen
dann frag ich mich was die in weiteren schuljahren lernen wollen...
Ähm, ich glaub die meinen damit die 8. Klasse des Gymnasiums, also insgesamt die 12. Klasse (inkl. 4 Jahre Grundschule). Wär sonst wohl wirklich bisschen krass...

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steff3 schrieb:
das alles in klasse 8

Das dürfte die 8. Klasse des Gymnasiums sein, also wahrscheinlich der deutschen 12. oder 13. Klasse entsprechen.
Wobei ich mich frage, was das "Schulversuch" in der URL zu bedeuten hat. Es gibt da nämlich noch den normalen(?) Lehrplan, den man von der Startseite aus erreichen kann, der schon wesentlich humaner aussieht:
http://www.gymmelk.ac.at/~mia/mathematik/lehrplan/lehrplanoberstufe/klasse8.html
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chrische5 schrieb:
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Genau das meine ich. In manchen BL wird eben nur reines Fachwissen vermittelt.
Ich habe immer noch nicht verstanden, was "soziales Lernen" sein soll. Du meinst wohl nicht, dass man ein gutes Sozialverhalten lernen soll. Sondern wohl eher soetwas, wie das Lernen von seinem sozialen Umfeld. Lernen im Team usw.?
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Hallo
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Genau das meine ich. In manchen BL wird eben nur reines Fachwissen vermittelt.
Ich habe immer noch nicht verstanden, was "soziales Lernen" sein soll. Du meinst wohl nicht, dass man ein gutes Sozialverhalten lernen soll. Sondern wohl eher soetwas, wie das Lernen von seinem sozialen Umfeld. Lernen im Team usw.?
http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Lernen
chrische
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chrische5 schrieb:
Ach so. Geht also doch eher um das Lernen eines akzeptablen Sozialverhaltens. Also nicht um "soziales Lernen", sondern eher darum, "Soziales zu lernen". ...früher war das ja noch Sache der Erziehung durch die Eltern. Interessant, dass man da heutzutage die Schule in der Pflich sieht. Aber das mag schon sein, wenn ich mir so die Entwicklung ansehe. Vor einige Zeit habe ich mal meine alte Grundschullehrerin getroffen. Die hat mir erzählt, dass die Kinder, die heutzutage in die Schulen kommen, fast alle schon vor ihrer Schulzeit irgendwelche Therapien hinter sich haben. Früher war das nicht so, aber anscheinend ist die heutige Schülergeneration komplett verhaltensgestört und hat somit solche Erziehungsmaßnahmen in der Schule nötig. Naja, also aus meiner Sicht ist es natürlich nötig, ein akzeptables Sozialverhalten zu lernen. Aber ob das die Aufgabe der Schule sein sollte? Da habe ich meine Zweifel.

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Der Lehrplan deckt viel ab. Aber nur weil man 2x im Unterricht eine einfache Differenzialgleichung gerechnet hat (wohlgemerkt: gerechnet, nicht verstanden ;), heist dass nicht, dass man das kann. Dann lieber etwas weniger, dafuer aber gruendlicher.
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Hallo
Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
Ach so. Geht also doch eher um das Lernen eines akzeptablen Sozialverhaltens. Also nicht um "soziales Lernen", sondern eher darum, "Soziales zu lernen". ...früher war das ja noch Sache der Erziehung durch die Eltern. Interessant, dass man da heutzutage die Schule in der Pflich sieht. Aber das mag schon sein, wenn ich mir so die Entwicklung ansehe. Vor einige Zeit habe ich mal meine alte Grundschullehrerin getroffen. Die hat mir erzählt, dass die Kinder, die heutzutage in die Schulen kommen, fast alle schon vor ihrer Schulzeit irgendwelche Therapien hinter sich haben. Früher war das nicht so, aber anscheinend ist die heutige Schülergeneration komplett verhaltensgestört und hat somit solche Erziehungsmaßnahmen in der Schule nötig. Naja, also aus meiner Sicht ist es natürlich nötig, ein akzeptables Sozialverhalten zu lernen. Aber ob das die Aufgabe der Schule sein sollte? Da habe ich meine Zweifel.

Ohne dir zu Nahe zu treten, aber das ist ja nun wirklich die alte Leiher. Früher war alles besser und heute sind die Kinder verhaltensgestört. Lehren geht nie ohne Erziehung. Das war schon immer so. Die Inhalte waren früher sicher andere als heute, aber trotzdem wurde erzoegen (Gehorsam, Sittsamkeit,...) Es geht auch nicht darum, dass die Eltern Ihre Kinder nicht mehr erziehen können oder wollen, aber für soziales Lernen an einer Schule gibt es schon handfeste Gründe:
1. Ganztagsschule
2. soziales Lernen geht nur in einer Gruppe und die ist in einer Schule nun mal gegeben. Es ist natürlich auch wichtig zu Hause zu arbeiten, aber in einer neuen Umgebung seine Rolle zu finden, bedarf schon anderer Qualitäten.
3. veränderte Kindheit (Patchworkfamilien,...)
4. veränderte Gesellschaft
5. veränderte Anforderungenchrische
P.S.: Die meisten aleten LehrerInnen klagen über die neuen SchülerInnen, weil Sie nach dem Motto unterrichten: "Das habe ich seit 20 Jahren so gemacht, also mache ich das heute auch noch so."
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Jan schrieb:
Die Quote muss doch stimmen. Ist das Volk zu dumm, wird das Abi halt leichter.

Schonmal dran gedacht, dass vielleicht das Gegenteil der Fall sein könnte?
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Gregor schrieb:
chrische5 schrieb:
soziales Lernen
Was ist das denn?

Was das ist weiß ich auch nicht, aber ich nehme an, daß es damit zu tun hat, daß man zum Schluß erreicht, daß alle gleich schlecht sind, weil gar keiner mehr was von den Grundlagen weiß.
In einigen Bundesländern führten sie das ja auch im Studium ein... auf Kosten von Fächern. Dann lernen nun Ingenieure mit 2SWS "Präsentationen mit Powerpoint". Lächerlich, wenn dafür dann eine Vorlesung "Signalprozessoren" gestrichen wird. Naja, Darmstadt macht's möglich.
In 10 Jahren gilt dann "Soziale Kompetenz bei technischer Impotenz".
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Marc++us schrieb:
In einigen Bundesländern führten sie das ja auch im Studium ein... auf Kosten von Fächern. Dann lernen nun Ingenieure mit 2SWS "Präsentationen mit Powerpoint". Lächerlich, wenn dafür dann eine Vorlesung "Signalprozessoren" gestrichen wird. Naja, Darmstadt macht's möglich.
Uhhh, das ist echt hart. Dass eine technische Vorlesung einer Powerpoint-Einführung weichen muss ist einfach nur grausam.
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chrische5 schrieb:
Ohne dir zu Nahe zu treten, aber das ist ja nun wirklich die alte Leiher. Früher war alles besser und heute sind die Kinder verhaltensgestört. Lehren geht nie ohne Erziehung. Das war schon immer so. Die Inhalte waren früher sicher andere als heute, aber trotzdem wurde erzoegen (Gehorsam, Sittsamkeit,...) Es geht auch nicht darum, dass die Eltern Ihre Kinder nicht mehr erziehen können oder wollen, aber für soziales Lernen an einer Schule gibt es schon handfeste Gründe:
1. Ganztagsschule
2. soziales Lernen geht nur in einer Gruppe und die ist in einer Schule nun mal gegeben. Es ist natürlich auch wichtig zu Hause zu arbeiten, aber in einer neuen Umgebung seine Rolle zu finden, bedarf schon anderer Qualitäten.
3. veränderte Kindheit (Patchworkfamilien,...)
4. veränderte Gesellschaft
5. veränderte Anforderungenchrische
P.S.: Die meisten aleten LehrerInnen klagen über die neuen SchülerInnen, weil Sie nach dem Motto unterrichten: "Das habe ich seit 20 Jahren so gemacht, also mache ich das heute auch noch so."
Naja, stimmt wohl. Das Soziale ist schon deutlich wichtiger geworden in letzter Zeit. Ich glaube zum Beispiel, dass es in Berufen, die irgendetwas mit Kunden zu tun haben, in erster Linie auf "Social Engineering" ankommt. Zumindest kann ich mir ansonsten nicht erklären, warum ich in letzter Zeit häufiger feststelle, dass es eine ganze Menge Leute folgender Art gibt:
- Ein Vermögensberater, der entweder keine Zinsrechnung kann oder kein Deutsch, so dass er entsprechende Briefe in seinem Tätigkeitsbereich nicht richtig verstehen kann.
- Ein Handwerker, der keine Flächen berechnen kann und gleich mal in einem Kostenvoranschlag von 60m² statt eigentlichen 40m² ausgeht, die er einem in Rechnung stellen möchte.
- Eine Bank, die die Zinsen falsch berechnet.Mit anderen Worten: Es scheint heutzutage darauf anzukommen, seine Kunden einfach zu bequatschen. Dem normalen Kunden fallen solche Fehler inzwischen wahrscheinlich gar nicht mehr auf. Soll der sich fachlich besser auf einem Gebiet auskennen, als der, der sich immer damit beschäftigt?
Naja, andererseits ist die Frage, was hier Ursache und was die Wirkung ist. Können die Leute keine Zinsrechnung mehr, weil es in der Schule nicht mehr aufs Wissen ankommt, sondern auf so Dinge wie "Soziales zu lernen" oder gar "das Lernen zu lernen"? Ha, das Lernen lernen. Ist ja lustig: Als Kleinkind lernt man doch viel mehr als dann in der Schule. Mir kommt es eher so vor, als ob man in der Schule das Lernen ganz schnell verlernt.

Naja, Du hast ja gesagt, dass sich die Gesellschaft verändert, dass es neue Anforderungen gibt usw. Alles richtig. Aber man muss die Entwicklungsrichtung, in der sich die Gesellschaft momentan bewegt, ja nicht unbedingt gutheißen. Und eine Schule kann in so eine Entwicklung lenkend einwirken. Die Schule hat letztendlich die Aufgabe, die Schulkinder so weit aufs Leben vorzubereiten, dass diese Selbständig durchs Leben gehen können. ...und wenn man am Ende der Schulzeit, sei es nun ein Gymnasium oder eine Hauptschule, keine Zinsrechnung kann, dann fehlt einfach Wissen. Das ist dann auch nur schwer durch soziale Kompetenz und der Fähigkeit des Lernens zu kompensieren.
...BTW: Wie soll man eigentlich in der Schule das Lernen lernen, wenn man da insgesamt so wenig lernt? Übung macht den Meister würde ich da eigentlich sagen. Gebt den Schülern was zu lernen, dann werden die schon selbst mit der Zeit merken, wie man das am Besten macht.
...und wenn man sich soziale Problembereiche anschaut, muss man doch letztendlich auch sagen, dass die Probleme, die da bestehen, auf fehlende Perspektiven zurückzuführen sind, die wiederum auf fehlende Qualifikation zurückzuführen sind. Letztendlich erscheint es mir so, dass bei diese ganzen "Soft Skills", die man in letzter Zeit haben muss (Sozialkompetenzen, Teamfähigkeit usw.), vergessen wird, dass über allem die ganz harten Fähigkeiten stehen: Von nichts kommt nichts. Auch wenn man ein ganzes Team hat, das nichts kann. Und wenn man durch so eine Problemschule gegangen ist und danach nichts kann, außer irgendwie mit den Konflikten und Problemen dort zurechtzukommen, dann hat man diese Konflikte und Probleme eben nicht gelöst. Man hat sich nur damit abgefunden.
...naja, ich schweife ab.
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mh ich muss jetzt mal meinen senf dazu abgeben - ich hab den thread nicht ganz gelesen, also verzeit mir bitte.
mich würd mal interessieren wie viele von euch noch in der schule sind.
finds immer wieder lustig, dass diejenigen, die am wenigsten darüber wissen sich am meisten drüber aufregen (das soll jetzt nicht auf euch bezogen sein, sondern auf die allgemeinheit im allgemeinen).
in wahrheit (ich spreche jetzt von hessen) ist es doch so, dass der bildung ständig alles gekürzt wird und nur noch mist mit gebaut wird. gymnasium auf 12 jahre verkürzen? lächerlich. aber wahr. tipp: lest euch mal ins thema "unterrichtsgarantie plus" ein. und lest dann zwischen den zeilen. da wird eine scheisse gebaut ('tschuldigung): 1000 euro für jeden vertretungslehrer pro jahr(!!) damit unterricht garntiert werden kann. desweiteren werden für vertretungen, in denen fachlich qualifizierter unterricht gehalten werden soll eltern geholt und vor die klassen gesetzt.
hier im umkreis (darmstadt) gab es sogar schon schulen, in denen ein prof von der uni eine 8 klasse in chemie unterrichtet hat. pädagogisch absolut überfordert. eine örtliche zeitung hat einen aufruf an hausfrauen gemacht ,sie sollen sich doch melden ,wenn sie bereit sind, vertretungsstunden zu halten. - alles auf kosten der schüler, denn der unterricht wird als qualifiziert eingetragen. das zentral-abitur wird hier eingeführt - an sich nichts schlechtes, aber schlecht durchgeführt, sogar die lehrer haben schiss und sagen dass sie uns eigentlich gar nicht drauf vorbereiten können. na klasse (ich bin der zweite jahrgang den dies betreffen wird).
und so weiter und so fort. wir wehren uns kräftig und es wird sogar so weit gehen, dass sich schüler & lehrer von unserer schule zusammentun und streiken (beamte, die dürfen eig. gar net).
nunja ich will nicht ausschweifend werden, ich will nur sagen, dass es keineswegs ausschließlich (natürlich auch zum teil, jeden trifft schuld) die schuld der schüler ist.naja how ever
mfg
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Irrenhaus schrieb:
gymnasium auf 12 jahre verkürzen? lächerlich. aber wahr.
Habe noch nie erlebt, das 13. Klässler was tolleres konnten. Leute, die länger studieren sind meist Mittelfeld, die kürzsesten Studienzeiten sind eher bei der besseren Hälfte zu finden. Ergo Zeitverschwendung. (BTW 4 h Sonnabend wären wesentlich effektiver!

Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)
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TGGC schrieb:
Irrenhaus schrieb:
gymnasium auf 12 jahre verkürzen? lächerlich. aber wahr.
Habe noch nie erlebt, das 13. Klässler was tolleres konnten. Leute, die länger studieren sind meist Mittelfeld, die kürzsesten Studienzeiten sind eher bei der besseren Hälfte zu finden. Ergo Zeitverschwendung. (BTW 4 h Sonnabend wären wesentlich effektiver!

Bye, TGGC (Das Eine, welches ist.)
wenn ich jetzt nachfrage wenn du alles mit 12/13 jahren schule getroffen hast und diese auf ihr wissen testen konntest, dann bekomme ich sicher eine super antwort
aber irgendwas muss man ja in dem jahr mehr gelernt haben...
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Soweit ich weis wiederholt man im 13 nur nochmal alles fürs abi.
Sonst nix