Selbstmord von Mr. WM - Thread versehentlich geschlossen



  • WebFritzi schrieb:

    So, ich denke, es hat keinen Sinn, hier noch weiter darüber zu diskutieren. Diejenigen, die mir jegliche Ahnung von psychischen Problemen absprechen, tun genau das, was ich ihrer Meinung nach fälschlicherweise getan habe: vermuten.

    Nein, die Beurteilung erfolgt auf Basis deiner Argumentationskette, welche man durchaus als Fakt bezeichnen kann.

    WebFritzi schrieb:

    Ach doch, eines will ich noch zitieren:

    junix schrieb:

    WebFritzi schrieb:

    Und dennoch wäre das für mich verantwortungslos und gemein gegenüber der Tochter. Man mache sich übrigens bewusst, dass diese Tochter dann keine Eltern mehr hätte, denn die Mutter ist schon seit längerer Zeit tot.

    Es gibt auch glückliche Adoptivkinder, hab ich gehört...

    Ich finde es unglaublich, wie man sowas schreiben kann. Gut, es kann sein, dass die Tochter noch ein Kleinkind ist. Dann bekommt es das nicht so mit. Ansonsten finde ich das, was du geschrieben hast einfach nur gefühllos.

    Und genau so soll es sein. Zur Beurteilung dieser Situation sind Gefühle Irelevant.

    WebFritzi schrieb:

    Bzw. zeigt es, dass du dich null in eine solche Situation hineinfühlen kannst.

    Doch. Aber ich versuche mich nicht von den gesellschaftlichen Moralvorstellungen verblenden zu lassen.

    WebFritzi schrieb:

    Nicht, dass ich das besonders gut könnte, aber wenn einem die Eltern wegsterben - das eine Elternteil sogar durch Selbstmord - dann bleibt da was hängen.

    Was ich auch nie bestritten habe.

    WebFritzi schrieb:

    Das mit dem Hängenbleiben kenne ich aus eigener Erfahrung, und das ist auch nichts neues. Wie gesagt, ich kann darüber nur den Kopf schütteln...

    Worüber?

    WebFritzi schrieb:

    Noch eines, was zeigt, dass ich nicht verstanden werde:

    junix schrieb:

    der von dir aufgestellten hypothese, dass Kinder, welche ihre Eltern durch suizid verloren haben, automatisch zu Selbstmördern werden

    Nein. Das war nicht meine Hypothese. Lies selbst. In der Grammatik, die ich kenne, gibt es auch den Konjunktiv.

    Richtig und Hypothesen sind nicht anderes als unbewiesene Annahmen. Womit es sich sogar aufdrängt, diese im Konjunktiv zu formulieren. Irgendwie seh ich den Punkt hier nicht so richtig.

    WebFritzi schrieb:

    Ich ging vom Normalfall aus, z.B., dass die Tochter MIT Vater ein besseres Leben führen kann.

    Und ein besseres Leben kann sie nur mit ihrem leiblichen Vater führen, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe...

    WebFritzi schrieb:

    Ich muss allerdings nochmal sagen, dass man auch die Verantwortung für seine Kinder übernehmen und tragen kann, wenn man für sich selber dazu nicht imstande ist.

    Irgendwie widersprüchlich.

    WebFritzi schrieb:

    Lasst uns hoffen, dass wir nie in eine Situation kommen, in der wir über einen Selbstmord auch nur nachdenken...

    Dem kann ich mich nur anschliessen.



  • Moin Griffin. 👍



  • Da der Vater nun doch verschieden ist, sollten wir das Thema vielleicht wirklich an dieser Stelle beenden. Insgesamt eine traurige Sache.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Da der Vater nun doch verschieden ist, sollten wir das Thema vielleicht wirklich an dieser Stelle beenden.

    Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?



  • Ich betrachte "Selbsttötung" als die am härtesten ausgeprägte Form des "Davonlaufens vor Problemen". Solche Menschen sind meiner Meinung nach mental instabil, sie erkennen nicht die Verantwortung, die sie gegenüber anderen Menschen haben und der sie sich rücksichtslos und feige entziehen.

    Das ist Egoismus in Reinstform.

    (Aber wir leben ja in einer Halli-Galli Gesellschaft, in der jeder tun und lassen kann wie ihm selbst beliebt ohne über die Konsequenzen nachzudenken.)

    So gesehen befürworte ich WebFritzis grundsätzliche Gedanken, auch wenn die Äußerung an sich etwas ungehobelt war.



  • Hallo

    F98 schrieb:

    Ich betrachte "Selbsttötung" als die am härtesten ausgeprägte Form des "Davonlaufens vor Problemen". Solche Menschen sind meiner Meinung nach mental instabil, sie erkennen nicht die Verantwortung, die sie gegenüber anderen Menschen haben und der sie sich rücksichtslos und feige entziehen.

    Das ist Egoismus in Reinstform.

    (Aber wir leben ja in einer Halli-Galli Gesellschaft, in der jeder tun und lassen kann wie ihm selbst beliebt ohne über die Konsequenzen nachzudenken.)

    So gesehen befürworte ich WebFritzis grundsätzliche Gedanken, auch wenn die Äußerung an sich etwas ungehobelt war.

    Man ich glaube, dass es machne Leute einfach nicht kapieren. Beschäftige dich doch wenigstens etwas mit dem Thema bevor du solche Dinge schreibst. Ich habe das Gefühl, dass hier manche einfach nicht kapieren, wie gut es Ihnen geht und sich dann auch noch über Leute auslassen, die nicht dasselbe Glück haben, ist einfach geschmacklos und zeugt von völligen Unwissen von einfachsten psychologischen Erkrankungen.

    chrische



  • F98 schrieb:

    Ich betrachte "Selbsttötung" als die am härtesten ausgeprägte Form des "Davonlaufens vor Problemen". Solche Menschen sind meiner Meinung nach mental instabil, sie erkennen nicht die Verantwortung, die sie gegenüber anderen Menschen haben und der sie sich rücksichtslos und feige entziehen.

    Das ist Egoismus in Reinstform.

    (Aber wir leben ja in einer Halli-Galli Gesellschaft, in der jeder tun und lassen kann wie ihm selbst beliebt ohne über die Konsequenzen nachzudenken.)

    So gesehen befürworte ich WebFritzis grundsätzliche Gedanken, auch wenn die Äußerung an sich etwas ungehobelt war.

    Was für ein Schwachsinn 👎😮



  • Glaubst Du im ernst, jemand bringt sich um, weil es "ihm grad selbst beliebt"??
    Und das mit der Verantwortung wurde ja schon gesagt. Wenn man Depressionen hat, kann man auch keine Verantwortung übernehmen, weder für sich noch für andere!

    Was mich an dieser "HalliGalli" Gesellschaft wirklich nervt, ist das dauernde gut drauf sein müssen. Diese bescheurte Standardfloskel, "Wie geht es Dir?", beantwortest Du sie mal mit "Beschissen", dann sind alle schockiert und bekümmert.
    Akzeptiert es einfach, es gibt Menschen die haben Gefühle. Und die sind mir lieber als dauernde "Jupii das Leben ist doch schön" Menschen. Mir ist Traurigkeit lieber, als eine aufgesetzte Fröhlichkeit, oder gar kein Gefühl.



  • F98 schrieb:

    Ich betrachte "Selbsttötung" als die am härtesten ausgeprägte Form des "Davonlaufens vor Problemen".

    Korrektur: Es ist die ausgeprägteste Form des Davonlaufens vor einem Zustand von dem man nicht weiss, wie man diesen verändern könnte.

    F98 schrieb:

    Solche Menschen sind meiner Meinung nach mental instabil,

    Was man durchaus als eine Art von Krankheit sehen kann. So wie man auch physisch instabil (gebrechlich) sein kann.

    F98 schrieb:

    [...]sie erkennen nicht die Verantwortung, die sie gegenüber anderen Menschen haben und der sie sich rücksichtslos und feige entziehen.

    Das ist Egoismus in Reinstform.

    Dir ist es also lieber, dein bester Freund leidet an psychischen Problemen, die ihm den Lebenswillen rauben und siecht sein Leben vor sich hin, damit er seiner Verantwortung als dein Freund nachkommen kann, anstelle das er dafür sorgt, das es ihm besser geht... Na wenn DAS kein Egoismus in Reinstform ist...



  • junix schrieb:

    ...Dir ist es also lieber, dein bester Freund leidet an psychischen Problemen, die ihm den Lebenswillen rauben und siecht sein Leben vor sich hin, damit er seiner Verantwortung als dein Freund nachkommen kann, anstelle das er dafür sorgt, das es ihm besser geht... Na wenn DAS kein Egoismus in Reinstform ist...

    👍 Daran hatte ich auch gedacht, wollts aber nicht schreiben.



  • Vor sich selbst davonzulaufen ist also Eurer Meinung nach legitim/besser, anstatt sich aktiv mit seinen Problemem auseinanderzusetzen, die Situation zu akzeptieren wie sie ist, an sich zu arbeiten?

    Da hätten sich ja alle nach dem WK II sofort erschießen müssen. Jeder Krebskranke sollte sich sofort die Pulsadern aufritzen. Jeder der Liebeskummer hat von der Brücke stürzen.

    WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank/querschnittsgelähmt/sonstwas ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?

    Bin ich im falschen Film oder was?



  • F98 schrieb:

    Vor sich selbst davonzulaufen ist also Eurer Meinung nach legitim/besser, anstatt sich aktiv mit seinen Problemem auseinanderzusetzen, die Situation zu akzeptieren wie sie ist, an sich zu arbeiten?

    Wenn man nicht glaubt, dass es sich lohnt/möglich ist, was spricht dagegen? 😕 [Tipp: nichts, was für alle gilt]



  • WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank[...] ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?

    was meinst du, wieso diese Leute psychisch krank heissen? Was meinst du, wie hoch der Wert unserer Moralvorstellungen für jemanden ist, der sich schon lange aufgegeben hat?



  • Lügner schrieb:

    was spricht dagegen?

    man kann es nicht rückgängig machen. tot ist nunmal tot und wenn man nicht an wiedergeburt oder das paradies glaubt, ist das kein erstrebenswerter zustand...



  • Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.



  • Jeder so, wie Er will...
    Ich find Es auch nicht gut! Gerade dann, wenn man Familie hat.
    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉
    Spaetestens in der Pubertaet irgendwann...



  • dEUs schrieb:

    Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.

    aber ich unterstelle diesen leuten mal, dass die an eine form des weiterexistierens nachem dem tod glauben. z.b. ein echter materialist würde niemals selbstmord begehen.

    tH0RsT3n schrieb:

    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉

    klar, vorstellen kann man sich alles mögliche aber allein der gedanke an den eigenen selbstmord sollte jeden (geistig gesunden) menschen mit grossem schrecken erfüllen...



  • net schrieb:

    dEUs schrieb:

    Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.

    aber ich unterstelle diesen leuten mal, dass die an eine form des weiterexistierens nachem dem tod glauben.

    Hm, das glaub ich nicht. Also zumindest nicht alle.

    net schrieb:

    tH0RsT3n schrieb:

    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉

    klar, vorstellen kann man sich alles mögliche aber allein der gedanke an den eigenen selbstmord sollte jeden (geistig gesunden) menschen mit grossem schrecken erfüllen...

    Naja, es ist eben nicht jeder so wie Du. ➡ ⚠



  • Lügner schrieb:

    net schrieb:

    dEUs schrieb:

    Offensichtlich schon, zumindest erstrebenswerter als das Leben. Sonst würde ja kein Mensch Suizid begehen.

    aber ich unterstelle diesen leuten mal, dass die an eine form des weiterexistierens nachem dem tod glauben.

    Hm, das glaub ich nicht. Also zumindest nicht alle.

    net schrieb:

    tH0RsT3n schrieb:

    Desweiteren hatte aber bestimmt Jeder schonmal Selbstmordgedanken 😉

    klar, vorstellen kann man sich alles mögliche aber allein der gedanke an den eigenen selbstmord sollte jeden (geistig gesunden) menschen mit grossem schrecken erfüllen...

    Naja, es ist eben nicht jeder so wie Du. ➡ ⚠

    Vorsicht 🙂
    Nur weil ich eine Aussage hinzugebe, die von vielen Wissenschaftlern aufgestellt wurde, heisst es noch lange nicht, dass Ich Sie hatte!



  • Hallo

    F98 schrieb:

    WEas ich damit sagen will: Nur weil jemand psychisch krank/querschnittsgelähmt/sonstwas ist, bedeutet das also automatisch, er hat einen Freibrief sich der Situation/Verantwortung womöglich durch Selbsstötung zu entziehen?

    Ich würde diese Frage ganz klar mit Nein beantworten. Natürlich kann ein Leben auch mit einer Krankheit, Behinderung usw. noch absolut lebenswert sein, aber jemand Egoismus zu unterstellen, weil er sich umbringt und ihn dazu noch zu beschimpfen kann ja wohl auch nicht gerade als der Steinder Weisen bezeichnet werden. Man sollte schauen, was Menschen in den Suizid treibt und eventuell an diesen Ursachen arbeiten, um zukünftig Gefahrenpotentiale zu vermeiden, aber bitte nicht diese Menschen nach dem Tod beschimpfen.

    chrische


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