Wahrnehmung der Nachrichten und der Welt..



  • volkard schrieb:

    keine frage, wissenschaftler unter sich würden den konflikt anders lösen

    Hehe... den Blödsinn glaubst du jawohl selber nicht. Aber mal spaßeshalber: wie würde denn diese wissenschaftliche Konfliktlösung aussehen?

    volkard schrieb:

    und andere leute sollten es auch ohne raketen schaffen. aber wenn sie es nicht schaffen, dann ist krieg und unsere medien verklären das bis ins perverse hinein (, denn nach einem halben meter denken, ist klar, daß feiges verstecken hinter zivilisten anscheinend die beste taktik ist).

    Was willst du denn hiermit ausdrücken?



  • finix schrieb:

    volkard schrieb:

    keine frage, wissenschaftler unter sich würden den konflikt anders lösen

    Hehe... den Blödsinn glaubst du jawohl selber nicht. Aber mal spaßeshalber: wie würde denn diese wissenschaftliche Konfliktlösung aussehen?

    schwanzvergleich der oberhäupter.

    volkard schrieb:

    und andere leute sollten es auch ohne raketen schaffen. aber wenn sie es nicht schaffen, dann ist krieg und unsere medien verklären das bis ins perverse hinein (, denn nach einem halben meter denken, ist klar, daß feiges verstecken hinter zivilisten anscheinend die beste taktik ist).

    Was willst du denn hiermit ausdrücken?

    na, daß ich es für absolut gut heiße, daß die israelis raketen in dörfer jagen.



  • CarstenJ schrieb:

    Hi,

    nehmt ihr eigentlich noch Nachrichten bewusst wahr? Ich meine es gibt regelmäßig Anschläge, mal im Irak, dann mal wieder woanders, jetzt ist mal wieder Krieg, in dem Isreal verwickelt ist etc. Wie nehmt ihr sowas auf? Ich bekomme das zwar mit, aber so ein Anschlag im Irak ist mittlerweile uninteressant, weil es "normal" geworden ist. Auch die heutigen vereitelten "Terroranschläge" in Großbritannien machen micht nicht unruhig. Irgendwie normal, auch wenn es diesmal schon etwas brisanter war als üblich.

    Außerdem habe ich das Gefühl, dass es immer schlechtere und schlimmere Nachrichten gibt. Man stumpft ab. Das mag zwar jede Generation so empfunden haben, aber mich interessiert jetzt einfach mal, wie ihr das so seht.

    Größtenteils ist das eine psychologische Sache, es sterben fremde Menschen in einem fremden Land. Und solange daran keine Leute beteiligt sind die man persönlich kennt oder zu denen man irgendeine Art von Beziehung hat ist es den meisten auch egal.



  • Trotzdem es mich doch immer wieder betroffen macht bin ich auch wohl mittlerweile abgestumpft und kriege es ausgeblendet.
    Aber sowas erschreckt mich dann doch sehr: Wie präzise die getroffen haben und was... 😞
    Mitten rein ins rote Kreuz. 😮



  • Ich schaue 1-2x die Woche Nachrichten: Krieg, Tote, Krankheiten, Idioten, Lotto, schlechtes Wetter. Also nichts Neues. Jede Woche der selbe Scheiß.

    (Un)Lustig ist auch die Art und Weise, wie diese Nachrichten präsentiert werden:

    Grundprinzipien:

    - Überinformation
    - Falschinformation
    - Fehlinformation

    Man weis am Ende überhaupt nicht mehr, was war falsch, was ist richtig, wer mit wem und warum.

    Solche Situationen eignen sich perfekt, um wieder mal Notstandsgesetze zu verschärfen oder z.B. Bundeswehreinsätze im Inland bei "Terrorgefahr" zu legitimieren.



  • Wo wieder Sommerzeit ist und ich mich langweile hab ich wieder mal angefangen mich fuer Nachrichten zu interessieren. Im Normalfall krieg ich die meisten Dinge naemlich schon aus reiner Interessenslosigkeit nicht mit (klar, dass es einen Krieg im Irak/in Afganistan gegeben hat, hatte ich mitbekommen, aber ich glaub ihr wisst was ich meine). Von daher: ja, ich bin relativ passiv gegenueber dem, was in der Welt passiert.
    Hat sich jetzt zwar irgendwie gebessert, aber: was kann man denn dagegen tun? (Abgesehen von evtl. bei Gelegenheit auf Demos gehen und/oder den Politiker seine Wahl anschreiben?)



  • Hallo,

    also, dass einen das naehere Umfeld mehr interessiert habe ich erst vor kurzem 'erlebt'. Hier ist in der Naehe in sonem Schwarzpulverwerk ne Explosion gewesen. Die Nachricht davon ging rum wie'n Lauffeuer und alle reden von, aber wenn man bedenkt, dass in der Israel-Gegend Explosionen dieser Groesse (durch Raketen etc.) vermutlich teglich sind...aber reden tut niemand direkt von. 🙄

    Aber frage mich wirklich wo dieses Terrorzeugs hinfuehren soll. Aus unserer (westliche Welt) Sicht ist es 'nervig' und aus deren (Terroristen, wer auch immer das alles so ist) bringt es am Ende doch eh nichts. Hoechstens das Laender wo 'Nester' von ihnen vermutet werden militaerisch besetzt werden.
    Und dabei fordern/wollen 'die Terroristen' doch mit den Anschlaegen erreichen, dass ihre Laender 'frei' von uns sind (oder?). Wuerde man da mit Diplomatie net irgendwie mehr erreichen?

    MfG, Heimdall83



  • volkard schrieb:

    früher, als ich noch klein und hübsch war, gab es alle paar wochen einen massenmörder. heute gibts nur noch einen pro semester und er wird viel schlimmer dargestellt als die freaks damals und die gefängnisstrafen werden erhöht. was soll das?

    rofl 👍

    Wenn die Nachrichten aus den weichgespülten "Die zivilisierte westliche Welt zeigt euch mal was die Barbaren so anstellen"-News nicht mehr brühren, dann kuckt doch ab und zu bei Indymedia vorbei. Wenn Du nen Foto hast von einem ausgelöschten Dorf, sagt das viel mehr als ein "2 Tote im Libanon".



  • Genau das sagte Fettes Brot schon mit dem Titel an Tagen wie diesen! Hier wird die traurige wahrheit rüber gebracht!



  • durito schrieb:

    Wenn Du nen Foto hast von einem ausgelöschten Dorf, sagt das viel mehr als ein "2 Tote im Libanon".

    Stimmt. Richtige Nachrichten müssen emotional aufwühlend, manipulierend sein. Schließlich will man ja unterhalten und nicht mit harten Fakten gelangweilt werden.



  • mal sind es die Amerikaner, die mal wieder den richtigen glauben an den mann bringen, oder es sind die Israelis, die sich beaengt fuehlen, oder mal wieder die Nord-Iren (schon wieder der glaube), oder die Chinesen meinen, mal wieder expandieren zu muessen, usw usw....

    auch wenn es mir nicht sehr angenehm ist, muss ich zugeben, dass man unheimlich abstumpft, wenn man mit solchen Nachrichten lebt / aufwaechst...

    und natuerlich fuehle ich mich (noch) relativ sicher, da in good old DE noch nichts grosses passiert ist.

    jedoch lang nicht mehr so sicher wie vor istanbul, dann madrid, und dann london. und dann werden auch noch bomben in zuegen in DE gefunden.
    gut, das aendert nicht meinen alltag, aber das gefuehl der sicherheit ist schon etwas gemindert....



  • Heimdall83 schrieb:

    Hier ist in der Naehe in sonem Schwarzpulverwerk ne Explosion gewesen.

    Ähm, ich gehe davon aus, dass sowas in den letzten Tagen NICHT zweimal passiert ist... huhu Nachbar!



  • Hey, Volki ist ja wieder da 🙂 👍
    BTT: Von den Nachrichten lass ich mich sowieso nicht mehr irritieren, ich gucks mir an und denk mir eben meinen Teil. Die Ereignisse nach 911 haben mir allerdings etwas die Augen geöffnet, bzw ich interessiere mich seitdem mehr für die Politik rund um den mittleren Osten. Aber "Terror-Angst" habe ich eigentlich nicht.



  • Hi,

    Aber "Terror-Angst" habe ich eigentlich nicht.

    mmmh, ich eigentlich auch nicht. Aber leider ist einer der beiden Züge, in dem eine Bombe gefunden wurde, der Zug, mit dem ich jeden Morgen zur Arbeit fahre. Das lässt den Terror schon etwas näher rücken.



  • minhen schrieb:

    durito schrieb:

    Wenn Du nen Foto hast von einem ausgelöschten Dorf, sagt das viel mehr als ein "2 Tote im Libanon".

    Stimmt. Richtige Nachrichten müssen emotional aufwühlend, manipulierend sein. Schließlich will man ja unterhalten und nicht mit harten Fakten gelangweilt werden.

    Du verstehst mich falsch. Unsere "News" bringen Dir wirklich einfach harte Fakten, z.B. "2 Tote". Fast immer sind vor Ort diese 2 Toten nicht ausschlaggebend für die Gesamtlage. Die Menschen haben dort ganz andere Probleme wie z.B. willkürliche Verhaftungen, Hunger, was auch immer. Davon erfährst Du am TV aber gar nichts.
    Wenn ich am TV "2 Tote" höre, denk ich auch nicht viel mehr als "böh? Ist halt Krieg", wenn ein Kumpel von Dir aber erzählt, "Du, da kamen die ***** mit Panzern ins Dorf, erschossen zwei Jungs, verhafteten alle Männer und führten sie ab, die Frauen flohen, danach wurde das gesammte Dorf gesprengt.", dann siehts schon anders aus.

    Deine "harten Fakten" haben schlicht Null Informationsgehalt. Klar, jetzt wissen alle wo und wie Krieg geführt wird, und dennoch hat keiner irgendwie ne Ahnung was dort wirklich passiert. Du wirst Dich auch erst wirklich dafür interessieren, wenn Du vor Ort warst, oder dort wen kennst.



  • durito schrieb:

    minhen schrieb:

    durito schrieb:

    Wenn Du nen Foto hast von einem ausgelöschten Dorf, sagt das viel mehr als ein "2 Tote im Libanon".

    Stimmt. Richtige Nachrichten müssen emotional aufwühlend, manipulierend sein. Schließlich will man ja unterhalten und nicht mit harten Fakten gelangweilt werden.

    Du verstehst mich falsch. Unsere "News" bringen Dir wirklich einfach harte Fakten, z.B. "2 Tote". Fast immer sind vor Ort diese 2 Toten nicht ausschlaggebend für die Gesamtlage. Die Menschen haben dort ganz andere Probleme wie z.B. willkürliche Verhaftungen, Hunger, was auch immer. Davon erfährst Du am TV aber gar nichts.
    Wenn ich am TV "2 Tote" höre, denk ich auch nicht viel mehr als "böh? Ist halt Krieg", wenn ein Kumpel von Dir aber erzählt, "Du, da kamen die ***** mit Panzern ins Dorf, erschossen zwei Jungs, verhafteten alle Männer und führten sie ab, die Frauen flohen, danach wurde das gesammte Dorf gesprengt.", dann siehts schon anders aus.

    Deine "harten Fakten" haben schlicht Null Informationsgehalt. Klar, jetzt wissen alle wo und wie Krieg geführt wird, und dennoch hat keiner irgendwie ne Ahnung was dort wirklich passiert. Du wirst Dich auch erst wirklich dafür interessieren, wenn Du vor Ort warst, oder dort wen kennst.

    Stimmt. Richtige Nachrichten müssen emotional aufwühlend, manipulierend sein. Schließlich will man ja unterhalten und nicht mit harten Fakten gelangweilt werden.


  • Mod

    Heimdall83 schrieb:

    Wuerde man da mit Diplomatie net irgendwie mehr erreichen?

    Du kannst nicht mit jemanden verhandeln, der als Minimalforderung Deinen Tod will.



  • Marc++us schrieb:

    Heimdall83 schrieb:

    Wuerde man da mit Diplomatie net irgendwie mehr erreichen?

    Du kannst nicht mit jemanden verhandeln, der als Minimalforderung Deinen Tod will.

    😃

    Wo du Recht hast hast du Recht...

    Ich frage mich nur immer, was die Zukunft (sagen wir mal 10 Jahre) noch bringen wird..ich frage mich, ob in 10 Jahren nicht schon die erste Atombombe seit relativ langer Zeit geflogen sein wird und ob die Erdbevölkerung bis dahin nicht schon längst halbiert wurde... 😮

    Denn eins ist klar: So wie es jetzt aktuell ist, wird es nicht weitergehen...irgendwann brechen alle Dämme...



  • also wenn ich mir mal allein anschaue wenn mehrere Sozialpädagogen sehr diplomatisch über triviale Probleme diskutieren, da will ich gar nicht wissen wie solche Diplomaten solche Flaming Themes diskutieren! 🙄



  • RollingStones schrieb:

    Denn eins ist klar: So wie es jetzt aktuell ist, wird es nicht weitergehen...irgendwann brechen alle Dämme...

    Das ist klar, das muss halt irgendwie so sein 😉 Aber ist doch nur halb so wild, irgendwie gehts immer weiter, war doch schon immer so 😉


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