Stoppt Schäuble!
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Vielleicht sollten sich manche Leute erstmal vor Augen führen, wie inkompetent unsere Polizei bereits in bezug auf die heutigen technischen Möglichkeiten ist. Durchsuchungsprotokolle stehen öffentlich auf einem Server, statt der Trockenlegung von ftpwelt.com mußten die Kunden dran glauben (Mikado) usw.
Solchen Leuten darf man keine weiteren Werkzeuge mehr in die Hand geben.
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Elektronix:
Du solltest dir die Frage stellen, ob diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden. Meinst du nicht auch, dass die aktuelle Bedrohungslage etwas überbewertet wird? Es sterben in Deutschland derzeit mehr Menschen durch Autounfälle. Wäre es aus diesem Gesichtspunkt heraus nicht sinnvoller, radikal höhere Standards bei der Autosicherheit zu fordern?Es gibt keine Hundert-Prozent-Garantie. Möglichst sicheres Leben wäre aber beispielsweise in einem Atombunker möglich.
Elektronix schrieb:
Viele Leute machen sich verständliche Sorgen um den Trojaner, aber denken gar nicht nach, daß sie bei jedem Schritt durchs Internet Spuren hinterlassen. Anhand dieser Spuren werden heute ja schon Kinderpornohändler ermittelt.
krabbels schrieb:
Achso. Und deshalb spielt ein bisschen Überwachung mehr oder weniger keine Rolle mehr?
Das ist irrelevant.Nein. Ich lasse mich lieber von der Polizei überwachen als von irgendeiner Firma, die nur an meinem Geld interessiert ist.
Ein Überwachungsstaat ändert an der Situation nicht das Geringste. In einem Überwachungsstaat werden Firmen trotzdem weiter Daten über dich sammeln. Die Polizei wird das höchstens zusätzlich tun. Das meinte ich damit, es besteht kein Zusammenhang.
Elektronix schrieb:
Aber ein solches Staatssystem würde auch nicht erst groß die Bürger fragen oder das Parlament, ob es einen Trojaner einsetzen darf (Siehe Myanmar), darum ist DIESE Frage irrelevant. Totalitäre Staaten neigen dazu, alle Möglichkeiten der Überwachung auszuschöpfen, ohne die Bürger zu fragen. So gesehen ist der Trojaner ohnehin nur eine Frage der Zeit. Und wer weiß, ob nicht von Birma oder China oder anderen Diktaturen aus schon solche Programme in der Welt verbreitet werden, um die ausländische "Konspiration" zu verhindern.
Wir leben in einer Demokratie. Was genau willst du damit sagen? ("Weil ich ohnehin irgendwann sterbe kann ich es auch gleich tun"?).
Elektronix schrieb:
In einem Staat, in dem darüber so lebhaft diskutiert wird wie in Deutschland, fühle ich mich MIT zielgerichteter Überwachung allemal sicherer als ohne.
Das verstehe ich nicht ganz. Du fühlst dich sicherer mit Überwachung weil darüber diskutiert wird?
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krabbels schrieb:
Es sterben in Deutschland derzeit mehr Menschen durch Autounfälle. Wäre es aus diesem Gesichtspunkt heraus nicht sinnvoller, radikal höhere Standards bei der Autosicherheit zu fordern?
Nein, die Anzahl der Unfalltoten ist relativ konstant. Bei Anschlägen geht es ja gerade um ein "Potential".
Nehmen wir einfach mal spaßeshalber an, jemand würde mit 4 Flugzeugen die Frankfurter Innnenstadt treffen. Verletzte, Tote, Brände und allgemeines Chaos wären zunächst die Folge. Und wie sehen die möglichen Gegenmaßnahmen aus? Die Polizei ist personell unterbesetzt, am Katastrophenschutz wird ständig gespart. Das sind Beweise dafür, daß Leuten wie Schäuble Terroranschläge in Wahrheit piepegal sind.
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@scrub
Potential? Ist ziemlich fiktiv. Da ist eher Potential bei Grippe-Opfern oder Tabak-Opfern.Aber ich gebe dir auf jeden Fall recht, dass die Regierung lieber Geld in den Katastrophenschutz investieren sollte. Dabei rede ich noch nicht mal von künstlich gehypten Katastrophen. Wenn können Terroristen eh überall und irgend wie zuschlagen, egal mit welchen Überwachungsmitteln die Grundrechte der Bürger zermahlen werden (gerade in den schlimmsten Polizeistaaten gibt es doch regelmäßig Terroranschläge. Scheint also kein gutes Prinzip zu sein den Rechtsstaat abzuschaffen!). Aber auch die Folgen realistische Gefahren, wie Chemie-Unglücke, Zug-Unglücke, Flugzeug-Unglücke etc. kann man so effektiv lindern.
Daran ist aber offenbar niemand interessiert. Die Länder konnten sich ja noch nicht einmal auf einen Bundesweit einheitlichen digital Funk für die Rettungsdienste und die Polizei einigen. Dabei ist _das_ wirklich wichtig! Im Katastrophenfall kann sich so die Polizei nicht einmal mit der Feuerwehr oder einem Polizeitrupp aus einem anderen Bundesland absprechen. Was nützt einem da ein Bundesterrorijaner?
Rettungsmittel - wie Alarmsyrenen - werden abgebaut. Österreich ist das letzte europäische Land mit einem funktionierenden Frühwarn-System!
Oder man muss sich nur mal die sinnlosen Ausgaben für Kameras anschauen. Kameras verhindern keine Kriminalität! Neulich gab es erst eine Studie, die London und New York verglichen hat. Beide Städte sind ähnlich groß und haben einen etwa gleich großen Haushalt für Sicherheit. London hat sehr sehr viel Geld in Überwachungsmaßnahmen (wie Kameras und die Fernerkennung von Autos) investiert. New York hat dafür lieber mehr Polizisten eingestellt. Was war das Ergebnis? London hat eine sieben(!) mal so hohe Verbrechensrate wie New York.
Ganz zu schweigen davon, das Studien gezeigt haben, dass Kameras eben _nicht_ helfen Verbrechen aufzuklären. In London haben sogar die Stadtteile mit der höchsten Dichte an Kameras eine unterdurchschnittliche Aufklärungsrate!
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rüdiger schrieb:
Potential? Ist ziemlich fiktiv. Da ist eher Potential bei Grippe-Opfern oder Tabak-Opfern.
Jaja, früher vielleicht. Aber heute gibt es ja die tatsachengestützte Gefahrenprognose
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krabbels schrieb:
Elektronix:
Du solltest dir die Frage stellen, ob diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden. Meinst du nicht auch, dass die aktuelle Bedrohungslage etwas überbewertet wird? Es sterben in Deutschland derzeit mehr Menschen durch Autounfälle. Wäre es aus diesem Gesichtspunkt heraus nicht sinnvoller, radikal höhere Standards bei der Autosicherheit zu fordern?Das Beispiel hinkt gewaltig. Bei den Anschlägen von New York, Barcelona und London sind insgesamt über 4000 Menschen umgekommen, etwa halb so viel wie im Verkehr innerhalb eines Jahres.
Für mich steht nicht zur Frage, ob "diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden". Ich bin der Meinung, daß der Preis eines Menschenlebens den Schutz irgendeiner Privatsphäre nicht ausgleichen kann.
Verkehrsunfälle kann man nicht vollständig verhindern. Terroranschläge auch nicht. Aber man kann etwas dafür tun, um die Bedrohung zu verringern. Im Verkehr wird sehr viel dafür getan. Der Unterschied ist, daß Verkehrsunfälle, die in Deutschland passieren, nur in Deutschland Opfer fordern. Die Anschläge von New York haben in Deutschland keine Opfer gefordert, wurden aber hier geplant und gestartet. Und in Deuthschland gab es bisher nur deshalb keine Opfer, weil die Kofferbomben von Köln dillettantisch gebaut waren.Nicht umsonst nennt man Al Quaida ein "Netzwerk", und die Täter haben die deutschen Schutzregeln weidlich ausgenutzt. Das darf nicht wieder passieren. Auf diese Weise macht man sich indirekt mitschuldig.
Erst vor kurzem wurde der Polizeifunk auf digitale Standarts umgestellt. Verbrecherorganisationen nutzen schon lange digitale Dienste, die haben sich über die veralteten analogen Methoden der dt. Polizei ins Fäustchen gelacht. Durch unser Schutzbedürfnis laufen wir den Verbrechern immer nur hinterher.
Elektronix schrieb:
In einem Staat, in dem darüber so lebhaft diskutiert wird wie in Deutschland, fühle ich mich MIT zielgerichteter Überwachung allemal sicherer als ohne.
Das verstehe ich nicht ganz. Du fühlst dich sicherer mit Überwachung weil darüber diskutiert wird?
Genau das. Solange darüber öffentlich diskutiert wird, ist das Thema Mißbrauch im öffentlichen Bewußtsein, die Politik und die Menschen sind sensibilisiert. Da kann ich einigermaßen darauf vertrauen, daß ein polizeilicher Mißbrauch- wenn nicht ganz verhindert, so doch wenigstens geahndet wird. Das Gerede vom Überwachungsstaat kann ich nicht nachvollziehen. In einem System wie z. b. der DDR wurde nicht diskutiert. Dafür konnte die "Staatssicherheit" mit den Daten tun, was sie wollte. Das war ein echter Überwachungsstaat. In der DDR hätte kein Stasi-Mielke groß gefragt, ob er einen Trojaner einsetzen darf- das einzige, was ihn daran hinderte, waren die technischen Möglichkeiten.
Das Interessante ist doch, daß alle Welt gegen den Bundestrojaner wettert- aber was ist mit den Registrierungschips (wie hießen sie doch gleich...?), die neuerdings in Kaufhäusern eingesetzt werden sollen- unkontrolliert und flächendeckend- und niemand weiß, welche Daten wofür genutzt werden. Kundenprofile, Bewegungsprofile, Kaufverhalten. Dagegen wettert niemand- außer vielleicht einem Bundes-Datenschutzbeauftragten. Aber viel Resonanz im Volk hat er nicht. Und Handies lassen schon jetzt eine punktgenaue Ortung einer Person zu. Die Leute machens mit und liefern beim E-Cash gleich noch die personenbezogenen Daten, Namen und Kontonummer, dazu. Weil es ja so schön bequem ist.
Für einen echten Überwachungsstaat wäre es kein Problm, diese Daten vollständig abzuschöpfen und auszuwerten. Die DDR-Stasi hätte sich die Hände gerieben. Da kommt mir das Geschrei wegen eines gerichtlich kontrollierten (!) Bundestrojaners doch mindestens so hysterisch vor- wenn nicht mehr- wie Schäubles Gefahren-Szenario.
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Elektronix schrieb:
Für mich steht nicht zur Frage, ob "diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden". Ich bin der Meinung, daß der Preis eines Menschenlebens den Schutz irgendeiner Privatsphäre nicht ausgleichen kann.
Du gibst nicht nur Privatsphäre sondern auch Freiheit und Lebensqualität auf.
Wenn du Schutz willst, dann ziehe in einen Atombunker. Aber hast du dann nicht schon zu viel gezahlt?
Auch musst du bedenken, dass diese Maßnahmen nicht unbedingt von Erfolg gekrönt sein müssen. Du schützt mit diesen Maßnahmen nicht tatsächlich in hohem, ädiquatem Maße die Bevökerung. Wer garantiert denn, dass mit den Methoden auch Anschläge verhindert und Menschenleben gerettet werden? Am Ende würden wir dann einen hohen Preis für nichts zahlen.Elektronix schrieb:
Erst vor kurzem wurde der Polizeifunk auf digitale Standarts umgestellt. Verbrecherorganisationen nutzen schon lange digitale Dienste, die haben sich über die veralteten analogen Methoden der dt. Polizei ins Fäustchen gelacht. Durch unser Schutzbedürfnis laufen wir den Verbrechern immer nur hinterher.
Was hat Digitalfunk mit Datenschutz("unser Schutzbedürfnis") zu tun? Was kann das Datenschutzbedürfnis des Bürgers für die schlechte Ausrüstung der Polizei?
Elektronix schrieb:
Genau das. Solange darüber öffentlich diskutiert wird, ist das Thema Mißbrauch im öffentlichen Bewußtsein, die Politik und die Menschen sind sensibilisiert. Da kann ich einigermaßen darauf vertrauen, daß ein polizeilicher Mißbrauch- wenn nicht ganz verhindert, so doch wenigstens geahndet wird.
Oh. Bisher hielt ich das immer für selbstverständlich. Aber gut, dass man wenigstens in dem Zeitraum, in dem darüber diskutiert wird, ein bisschen damit rechnen kann, dass Missbräuche geahndet werden.
Elektronix schrieb:
In einem System wie z. b. der DDR wurde nicht diskutiert. Dafür konnte die "Staatssicherheit" mit den Daten tun, was sie wollte. Das war ein echter Überwachungsstaat. In der DDR hätte kein Stasi-Mielke groß gefragt, ob er einen Trojaner einsetzen darf- das einzige, was ihn daran hinderte, waren die technischen Möglichkeiten.
Willst du Überwachung anhand dieses Beispiels legetimieren? Oder worauf willst du konkret hinaus?
Elektronix schrieb:
Das Interessante ist doch, daß alle Welt gegen den Bundestrojaner wettert- aber was ist mit den Registrierungschips (wie hießen sie doch gleich...?), die neuerdings in Kaufhäusern eingesetzt werden sollen- unkontrolliert und flächendeckend- und niemand weiß, welche Daten wofür genutzt werden. Dagegen wettert niemand- außer vielleicht einem Bundes-Datenschutzbeauftragten. Aber viel Resonanz im Volk hat er nicht. Für einen echten Überwachungsstaat wäre es kein Problm, diese Daten vollständig abzuschöpfen und auszuwerten.
Es gab viele Diskussionen zum Thema RFID.
Der Bundestrojaner steht nun mal als kontroverses Aushängeschild für diese Sicherheitsdiskussion in der Bevölkerung. Für Heuchlerei halte ich das nicht unbedingt.
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Elektronix schrieb:
Das Beispiel hinkt gewaltig. Bei den Anschlägen von New York, Barcelona und London sind insgesamt über 4000 Menschen umgekommen, etwa halb so viel wie im Verkehr innerhalb eines Jahres.
Deine Darstellung ist falsch. Verkehrstote in den USA 42884 (2003) - Weltweit 1,2 Mio(!). Terrortote in den USA zwischen 2001 und 2007 2993. Grippe Tote zwischen 1998 und 2005, nach Schätzungen bis zu 22 000. 11 163 Menschen starben 2002 in Deutschland durch Suizid. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind der größte Killer. Fast 400.000 Menschen pro Jahr in Deutschland!
Über 4000 ist weit übertrieben!
11. September: 2993 Tote
London: 52 Tote
Barcelona: 0 Tote
=> 3045 Tote. Also knapp über 3000.Für mich steht nicht zur Frage, ob "diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden". Ich bin der Meinung, daß der Preis eines Menschenlebens den Schutz irgendeiner Privatsphäre nicht ausgleichen kann.
Wenn es dir darum geht, sollten wir wohl alle Menschen in eine Gummizelle einsperren. Mit der Argumentation kann man _alles_ rechtfertigen.
Aber man kann etwas dafür tun, um die Bedrohung zu verringern.
Nein.
Nicht umsonst nennt man Al Quaida ein "Netzwerk", und die Täter haben die deutschen Schutzregeln weidlich ausgenutzt. Das darf nicht wieder passieren. Auf diese Weise macht man sich indirekt mitschuldig.
Blödsinn.
Erst vor kurzem wurde der Polizeifunk auf digitale Standarts umgestellt.
Auf keinen einheitlichen, weil Politiker lieber dubiose Propaganda dem Bürger reinwürgen, als sich um den wirklichen Schutz der Bürger zu kpmmern.
Durch unser Schutzbedürfnis laufen wir den Verbrechern immer nur hinterher.
Quatsch
Genau das. Solange darüber öffentlich diskutiert wird, ist das Thema Mißbrauch im öffentlichen Bewußtsein, die Politik und die Menschen sind sensibilisiert.
sind sie offenbar nicht.
Da kann ich einigermaßen darauf vertrauen, daß ein polizeilicher Mißbrauch- wenn nicht ganz verhindert, so doch wenigstens geahndet wird.
Wird er nicht.
Das Gerede vom Überwachungsstaat kann ich nicht nachvollziehen.
Was gibt es daran nicht nach zu vollziehen? Überwachung ist Überwachung, egal ob man weiß das man überwacht wird oder es nur vermutet.
In einem System wie z. b. der DDR wurde nicht diskutiert. Dafür konnte die "Staatssicherheit" mit den Daten tun, was sie wollte. Das war ein echter Überwachungsstaat. In der DDR hätte kein Stasi-Mielke groß gefragt, ob er einen Trojaner einsetzen darf- das einzige, was ihn daran hinderte, waren die technischen Möglichkeiten.
Hier fragt auch niemand.
Das Interessante ist doch, daß alle Welt gegen den Bundestrojaner wettert- aber was ist mit den Registrierungschips (wie hießen sie doch gleich...?), die neuerdings in Kaufhäusern eingesetzt werden sollen- unkontrolliert und flächendeckend- und niemand weiß, welche Daten wofür genutzt werden. Kundenprofile, Bewegungsprofile, Kaufverhalten. Dagegen wettert niemand- außer vielleicht einem Bundes-Datenschutzbeauftragten. Aber viel Resonanz im Volk hat er nicht. Und Handies lassen schon jetzt eine punktgenaue Ortung einer Person zu. Die Leute machens mit und liefern beim E-Cash gleich noch die personenbezogenen Daten, Namen und Kontonummer, dazu. Weil es ja so schön bequem ist.
Dagegen kann man persönlich etwas tun. Du bist dem nicht zwangsläufig ausgeliefert. Wenn du dir freiwillig den Bundesterrorijaner installieren willst, dann bitte. Aber gegen die Maßnahmen die unsere Freiheits- und Grundrechte kastrieren kannst du dich nicht wehren.
Für einen echten Überwachungsstaat wäre es kein Problm, diese Daten vollständig abzuschöpfen und auszuwerten. Die DDR-Stasi hätte sich die Hände gerieben.
Das wird in Deutschland doch gemacht. Siehe zB Operation Mikado. Da wurden alle Kredit-Karten Daten von der Polizei abgefragt in einer rechtlich höchst fragwürdigen und Richterlich nicht genehmigten Aktion! Und dabei ging es um Delikte, die nach deutschem Recht noch nicht mal ein Verbrechen sind.
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rüdiger schrieb:
Oder man muss sich nur mal die sinnlosen Ausgaben für Kameras anschauen. Kameras verhindern keine Kriminalität!
Das kann man so nicht pauschalisieren. Buse hier in der Gegend waren mal einzige mit Grafites vollgesprühte Kaugummis auf vier Räder. Vor einigen Jahren hat man dann angefangen serienmäßig Kameras in neuen Busen zu montieren. Seit dem sind sie sauber. Die meisten sind zwar nur Attrappen um die Kosten klein zu halten, allerdings es wirkt Wunder.
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Elektronix schrieb:
Für mich steht nicht zur Frage, ob "diese ganzen Maßnahmen dem Preis wirklich gerecht werden". Ich bin der Meinung, daß der Preis eines Menschenlebens den Schutz irgendeiner Privatsphäre nicht ausgleichen kann.
Wie bereits gesagt, dieses Argument ist brandgefährlich. Du solltest es nicht verwenden.
Elektronix schrieb:
Und in Deuthschland gab es bisher nur deshalb keine Opfer, weil die Kofferbomben von Köln dillettantisch gebaut waren.
Hätten sie Erfolg gehabt, hätte die ganze Kamerascheiße gar nichts gebracht. Mit anderen Worten: Laßt uns alle hoffen, daß sich zukünftige Kriminelle blöd anstellen.
Elektronix schrieb:
Nicht umsonst nennt man Al Quaida ein "Netzwerk", und die Täter haben die deutschen Schutzregeln weidlich ausgenutzt. Das darf nicht wieder passieren. Auf diese Weise macht man sich indirekt mitschuldig.
Na klar galten Schutzregeln für sie, weil sie unverdächtig waren. Sollen wir Dich auch mal verdächtigen, Dir Deine Grundrechte nehmen, Dich nach Guantanamo verschiffen und immer mal wieder nachfragen, ob Du nicht doch etwas geplant hattest?
Genau das hat Schäuble doch vor: Er verdächtigt einfach mal jeden, bei ein paar Bürgern wird schon was rauskommen. Also bitte.
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Ben04 schrieb:
rüdiger schrieb:
Oder man muss sich nur mal die sinnlosen Ausgaben für Kameras anschauen. Kameras verhindern keine Kriminalität!
Das kann man so nicht pauschalisieren. Buse hier in der Gegend waren mal einzige mit Grafites vollgesprühte Kaugummis auf vier Räder. Vor einigen Jahren hat man dann angefangen serienmäßig Kameras in neuen Busen zu montieren. Seit dem sind sie sauber. Die meisten sind zwar nur Attrappen um die Kosten klein zu halten, allerdings es wirkt Wunder.
nene, rüdiger hat schon recht. kameras verdrängen krimianlität, sie verhindern keine kriminalität. ein schönes beispiel dafür ist der ravensberger park in bielefeld. dort gibt sehr viele drogenabhängige/dealer und dementsprechend liegen auch (in dem eigentlich schönen park) öfter mal spritzen rum usw. sie haben dann 2001 den park mit kameras zugepflastert und innerhalb kürzester zeit gabs keine dealer/drogenabhängigen/spritzen mehr im park und das projekt wurde gefeiert (zu lustig, hat die polizei wirklich gedacht die leute nehmen jetzt keine drogen mehr und die dealer hören auf zu dealen?). 2 jahre später hat die polizei dann festgestellt das sie den drogenhandel nicht mehr unter kontrolle haben weil sie den überblick wo gehandelt wird total verloren haben und haben die kameras wieder abgenommen
dazu finden sich massig ausarbeitungen/paper/diplomarbeiten im netz.
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borg schrieb:
dazu finden sich massig ausarbeitungen/paper/diplomarbeiten im netz.
Hast du dazu zufällig etwas Gutes? Mir will das keiner glauben und ich hab bis jetzt noch keine guten Quellen gefunden
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Ich habe ja nicht gesagt, dass es sich um ein Allheilmittel gegen jegliche Form der Kriminalität handelt.
Das von mir beschriebene Problem war Vandalismus und dieses verschiebt sich nicht unbedingt. Meistens ist Langeweile oder Respektlosigkeit während der Busfahrt ja der eigentliche Grund. Kaugummi schmeckt nicht mehr. Was mach ich jetzt mit dem? Genau, schön auf den Stuhl schmieren damit der nächste auch noch etwas davon hat. Was wird jetzt seitdem es die Kameras gibt mit dem Kaugummi gemacht? Er wird in den Mülleimer geworfen der direkt bei der Tür steht und nirgendwo hingeschmiert. Grafites werden auch keine aus Langeweile mehr auf die Stühle gekritzelt.
Was ich damit sagen will ist, dass Kameras in Situationen wo sich das Verbrechen nicht verlagern kann sinnvoll zur Abschreckung sind. Da das aufgenommene Bild für die Ermittelungen aber meistens wertlos ist kann man auch ruhig großzügig Attrappen aufstellen. Somit kommt auch kein Innenminister auf falsche Gedanken da man damit einfach keine Bewegungsprofile erstellen kann.
Ein anderes Beispiel wo Kameras sinnvoll sind ist bei Läden. Wer einen Laden überfallen will der muss voll oder übel rein und vor die Kamera und kann nicht ausweichen.
Weder in London noch in einen Stadtpark sind Kameras meiner Meinung nach sinnvoll.
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Nur zur Verdeutlichung, welchen Leuten hier neue Fahndungsinstrumente in die Hand gegeben werden sollen:
Schäuble schrieb:
Außerdem ist ein Laptop ja auch leicht zu verstecken, vielleicht wird er bei einer Durchsuchung gar nicht gefunden. Ans Internet muss er aber immer wieder.
Was kommt als nächstes?
Der Finanzminister schrieb:
Außerdem ist Schwarzgeld ja auch leicht zu verstecken, vielleicht wird es bei einer Durchsuchung gar nicht gefunden. Aber zum Finanzamt muß der Steuerhinterzieher immer wieder.
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Ben04 schrieb:
Weder in London noch in einen Stadtpark sind Kameras meiner Meinung nach sinnvoll.
--> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,317187,00.html
der kerl konnte geschnappt werden, weil kameras in der u-bahn station sind.
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Der hätte die Frau auch gerade so gut vor ein Auto stoßen können. Dass die Kameras hier etwas gebracht haben ist eher Zufall als Sinn der Sache. Damit will ich nicht sagen, dass es schlecht ist, dass der Täter gefasst wurde, dies sicherlich nicht, jedoch wurde die Kamera wahrscheinlich mit dem Zweck aufgehängt Taschendiebe zu erwischen und ob sie diesen Zweck erfüllt geht aus dem Artikel nicht hervor.
Und ob es nicht sowieso Zeugen gab welche den Täter auch alleine hätten überführen können geht aus dem Artikel auch nicht hervor.
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Hi,
es geht vor allem darum, Verbrechen zu verhindern, und da nützt keine Kamera.
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CarstenJ schrieb:
es geht vor allem darum, Verbrechen zu verhindern, und da nützt keine Kamera.
weil verbrecher immer dumm sind? es ist ihnen egal, dass sie bei der tat gefilmt werden?
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Undertaker, verzieh Dich ins Loch.
Hypothetisch: Ob ein gefilmter Attentäter Schäuble erschießt oder ein ungefilmter- Schäuble ist dann tot.
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scrub schrieb:
Hypothetisch: Ob ein gefilmter Attentäter Schäuble erschießt oder ein ungefilmter- Schäuble ist dann tot.
stimmt, es hat ja schon mal einer versucht und dem war's auch egal, wie viele kameras eingeschaltet waren.