Wer hat Linux und warum



  • Walli schrieb:

    Ich war mir durchaus bewußt, dass OS X kein perfektes System ist, finde es aber weitaus brauchbarer als Linux, Ich kann Linux nichts abgewinnen. Wenn die Hard-/Softwareunterstützung besser wäre und ein halbwegs einheitliches Look & Feel vorhanden wäre schon, aber so ist es einfach nur Frickelwerk. Alles was über das blanke OS hinaus geht (oder besser gesagt alles was den Anspruch erhebt ein UI zu sein) gefällt mir an Linux einfach nicht.

    Dass Mac OS X mehr Stil hat und besser aussieht, da sind wir uns ja einig. Und ich habe mir zwar meinen aktuellen Rechner lustigerweise auch wegen des Aussehens gekauft (das Ding macht sich auf dem Schreibtisch einfach super), aber wenn es um Bequemlichkeit geht, dann ist das für mich klar die Top-Priorität. Was bringt mir ne schöne Form, wenn ich damit mehr Arbeit habe? Ich find's z.B. auch nervig, dass ich gestern Mac OS X neu booten musste - und das nur wegen ein paar lausiger Software-Updates. Oder dass ich bei Mac OS X 10.4.10 erst einmal das Terminal und die Core Utilities neu kompilieren musste, weil das System UTF-8 verwendet, Terminal und Utilities aber uralt und nicht UTF-tauglich waren. Unter Ubuntu musste ich in meinem gesamten Leben noch nie fremde Software kompilieren. Also als frickelfrei würde ich Mac OS X sicher nicht bezeichnen. Und selbst die schöne Optik ist spätestens dann hinüber, wenn man OpenOffice.org oder Gimp und damit X verwenden muss.
    Es ist völlig in Ordnung, wenn man verschiedene Prioritäten (z.B. Bequemlichkeit vs Aussehen) hat. Aber legt man dieselben Maßstäbe an, gibt's vielleicht ein besseres aber ganz sicher kein Über-System. Hast du dir eigentlich schon Gedanken gemacht, wie du mir die beiden Lollis schicken willst?



  • rüdiger schrieb:

    Artchi schrieb:

    Wenn man 3D-Hardware-Support haben will, muß man aber schauen, welchen Chipsatz man kauft.

    Wenn man Nvidia oder ATI kauft, sollte man damit keine Probleme haben. Zumindest unter Linux. Ob es für FreeBSD auch die ATI-Treiber gibt weiß ich nicht (Nvidia aber definitiv).

    Wenn man 3D-Beschleunigung haben will, kommen zur Zeit nur NVidia und Intel-Grafikchips (GMA) in Frage. Klar, 2D haste als Minimum mit praktisch jedem Chip, auch VIA, S3, PowerVR usw. Aber wer 3D haben will, sollte nur die Chips der zwei genannten Hersteller kaufen.

    ATI kann man vergessen, hab selber ATI X300 drin, hab aber nur 2D-Support.



  • Also ich hab mit ATI keine Probleme, vielleicht hab ich aber nur die passende Karte dafür (X700 Mobility) Nebenbei benutze ich Windows und Linux, hat beides seine Stärken und Schwächen, finde ich.

    Kriegt man Mac OS X eigenltich schon auf einem "normalen" Copmuter installiert oder läuft der nur auf Apple-Hardware?



  • Artchi schrieb:

    ATI kann man vergessen, hab selber ATI X300 drin, hab aber nur 2D-Support.

    Nach der Erfahrung mit einem Trabant muß ich sagen, daß man Autos eigentlich auch vergessen kann. 😉

    Spaß beiseite, ich habe eine Radeon und betreibe sie mit 3D-Beschleunigung. Und das, obwohl ich seltenst "frickle". Kann also im Einzelfall gar nicht so schwer sein, oder?



  • scrub schrieb:

    Artchi schrieb:

    ATI kann man vergessen, hab selber ATI X300 drin, hab aber nur 2D-Support.

    Nach der Erfahrung mit einem Trabant muß ich sagen, daß man Autos eigentlich auch vergessen kann. 😉

    Spaß beiseite, ich habe eine Radeon und betreibe sie mit 3D-Beschleunigung. Und das, obwohl ich seltenst "frickle". Kann also im Einzelfall gar nicht so schwer sein, oder?

    Unter einem BSD-Unix? Ich hab' mich da nie rangetraut, war mir eher suspekt.



  • [ot]Gibt es fuer KDE eigentlich ein Pendant zu strg+alt+entf in Win, mit der man das System evtl. nochmal aus einem Haenger retten kann?
    Mein KUBUNTU laeuft naemlich im Gegensatz zu den Servern nicht sehr stabil. -_-[/ot]



  • Man kann sich nun natürlich auch fragen, was "3D-Beschleunigung" bedeutet. Ich habe vor einem Jahr versucht, meine X600 Pro für graphische Sachen unter Linux (dem damals aktuellen Kanotix) fit zu machen. Habe also mit Mühe und Not und zigtausend Konsolenbefehlen und X-Umkonfigurationen sowie Restarts den Treiber installiert bekommen (ja, ich weiß, bei neueren Linuxen funktioniert das per Knopfdruck). Aber was hatte ich dann? Ich konnte Tuxracer spielen, das ging. Aber es ruckelte. Gleiches Ergebnis bei anderen 3D-beschleunigten Anwendungen.

    Kurzum: 3D-Beschleunigung ist eine Sache. Das, was ich mir darunter vorstelle (tolle 3D-Graphik), eine andere.

    (p.s. Ein anderer PC mit NVidia-Karte hat mir damals überhaupt keine Probleme gemacht ...)



  • Artchi schrieb:

    ATI kann man vergessen, hab selber ATI X300 drin, hab aber nur 2D-Support.

    Dann geh mal auf http://ati.de/support/driver-de.html. ATI bietet nämlich sehr wohl Linux-Treiber für deine Grafikkarte an. Und (dortige FAQ):

    Q1: What features are provided by the ATI Proprietary Linux Driver?
    A1: The ATI Proprietary Linux driver currently provides hardware acceleration for 3D graphics and video playback. It also includes support for dual displays and TV Output.

    Oder redest du etwa von BSD während alle anderen von Linux reden? 😉

    Nobuo T schrieb:

    [ot]Gibt es fuer KDE eigentlich ein Pendant zu strg+alt+entf in Win, mit der man das System evtl. nochmal aus einem Haenger retten kann?
    Mein KUBUNTU laeuft naemlich im Gegensatz zu den Servern nicht sehr stabil. -_-[/ot]

    Eigentlich erwischt es immer nur die grafische Oberfläche. Einfach Strg + Alt + Backspace drücken und der X-Server wird neu gestartet und gut is 🙂



  • Ich rede hier von FreeBSD! Habe doch rüdiger auf seine BSD-Frage geantwortet.



  • rüdiger hat keine Frage gestellt, sondern Aussagen gemacht, die Linux und BSD betreffen. Und darauf hast Du generell mit "Ati geht nich" geantwortet. 🙂



  • Isch abe abär gar kein Linüx, Seniora!



  • Walli schrieb:

    Lügner schrieb:

    Ich hab OS X nur einmal in Aktion gesehen, da musste man nen USB-Stick vom Desktop in nen Mülleimer in sone wubbelige Leiste am unteren Rand schieben, damit man den rausziehen kann... 🙄 Ist es nicht theoretisch gefährlich keine Meldung auszugeben, wenn man den rausziehen kann?

    Rechtsklick, auswerfen geht auch... Wenn das Symbol verschwindet kannst Du rausziehen. Und ne Meldung wird nur ausgegeben wenn das nicht geklappt hat.

    Ah, klingt gut. 🙂 .....moment, bei macs gibt's doch gar keinen Rechtsklick oder? 😕 🤡

    Walli schrieb:

    minhen schrieb:

    Das Dock lässt sich treffend in Windows-Termen als Kombination von Task-Leiste und Schnellstartleiste beschreiben. Das heißt, du hast einen Mix aus Icons um für dich wichtige Programme starten zu können mit Icons zu allen Programmen, die gerade gestartet sind. Was an dieser Vermischung so toll und revolutionär ist, erschließt sich mir ehrlich gesagt auch nicht ganz. Ich fürchte meiner Mutter könnte ich das auch nicht so einfach vermitteln wie bei Windows oder KDE/Gnome, wo es strikt getrennte Bereiche mit exakter und getrennter Funktionalität gibt.

    Ja, die strikte und exakte Trennung ist nur in KDE/Gnome und Windows implementiert und der Rest ist einfach unsinnig. Schön, wenn man so einen beschränkten Horizont hat 🙄 .

    Was sind die Vorteile?



  • @árn[y]ék:
    Was für eine Graka hattest du denn? Wenn sogar Tuxracer geruckelt hat, glaub ich kaum, dass der richtige Treiber geladen war.

    @GPC:
    Unter FreeBSD ging die Treiberinstallation für meine NVidiagrafikkarte praktisch problemlos. Warsow, BZFlag, Cube und Chromium laufen super.



  • Carmack schrieb:

    @GPC:
    Unter FreeBSD ging die Treiberinstallation für meine NVidiagrafikkarte praktisch problemlos. Warsow, BZFlag, Cube und Chromium laufen super.

    Ja, klar, mit nVidia sieht die Sache ganz anders aus als mit ATI. Und ich hab' nun mal eine ATI-Graka, das war mir dann zu fricklig und ich hab's gelassen.



  • @Carmack! Ja, es geht um FreeBSD + ATI. Deshalb: 2D -> OK, 3D -> kann man vergessen.

    Das Nvidia und Intels GMA funktioniert, haben wir hier schon mehrmals gesagt.



  • Artchi schrieb:

    Deshalb: 2D -> OK, 3D -> kann man vergessen.

    Das is so auch falsch, man kann z.B. Enemy Territory mit einer Radeon zum Laufen kriegen. Ist bestimmt n ziemliches Gefrickel, und ich weiß auch net, ob es mit den neueren Karten funktioniert, aber es GEHT.

    Artchi schrieb:

    Das Nvidia und Intels GMA funktioniert, haben wir hier schon mehrmals gesagt.

    Ich mein ja nur.



  • Linux überzeugt durch seine quelloffenheit, wodurch eine unglaubliche Flexibilität erzeugt wird. Das System wird bis in die kleinsten Details an die eigenen Bedürfnisse angepasst, sodass man keinen 0815-Kram von der Stange ist, wo man etliche Kompromisse eingehen muss, um sich mit dem System anzufreunden.



  • Falsch! Linux wird bis ins kleinste Detail an die Bedürfnisse der Personen angepasst, die an der Umsetzung der Bedürfnisse arbeiten. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied 😉

    Ich persönlich musste aber ehrlich gesagt noch bei keinem OS "Kompromisse eingehen", weder bei Linux noch bei Windoof. MacOS konnte ich mangels entsprechender Hardware schlechterdings nie austesten ...

    Ich habe ein Jahr lang hauptsächlich unter Linux gearbeiten, einfach so. Ich hatte keine Probleme. Danach bin ich wieder zu Windows gewechselt. Einfach so: nicht, weil ich es toll fände, nicht, weil ich es gemusst hätte, und nicht, weil ich es schlecht gefunden hätte. Ich verstehe das ewige Geflame nicht. Es ist doch wie beim Handwerker: Der benutzt auch nicht für alles einen Hammer. Er hat verschiedene Werkzeuge. Je nachdem, was er machen will, nimmt er das passende. Deswegen ist der Bohrer aber nicht "besser" als der Hammer; der Vergleich hinkt. Wieso will jeder den Betriebssystemen immer eine Qualität zuweisen?

    Windows ist definitiv nicht besser als Linux. Und Linux ist definitiv nicht schlechter als Windows. Meine Meinung ... Los, zerreißt sie 🙄



  • árn[y]ék schrieb:

    Es ist doch wie beim Handwerker: Der benutzt auch nicht für alles einen Hammer.

    Wenn man nur einen Hammer hat, sieht alles wie ein Nagel aus 😉

    Ich denke darauf geht ein gutes Stück des Problems zurück. Es ist anscheinend nicht die Regel, dass man mehrere Systeme gut kennt. Folglich ist der Hammer - das einzige Werkzeug, das man hat oder gut zu verwenden weiß - auch das beste Werkzeug. Denn alles sieht wie ein Nagel aus. Und das muss man der Welt natürlich mitteilen. Das ist jetzt aber allgemein gesprochen. Denn ich sehe gerade hier im Thread kein ernsthaftes Geflame. Es flamet doch niemand gegen irgendein System.



  • Naja, zum Teil hat das auch durchaus seine Berechtigung. Man spezialisiert sich im Laufe der Zeit ja auch auf bestimmte Themen, und sucht sich das passende Arbeitsumfeld dafür. (Bzw. sucht man sich zum Teil wohl auch die Themen, die zum favorisierten Arbeitsumfeld passen.)


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