Physik - verständnisfrage zum Millikanversuch



  • Für welche Fälle gilt das Stokessche Reibungsgesetz?
    F = 6 * Π * r * η * v

    und für welche Fälle gilt diese Formel?
    F = 1/2 * A * ρ * Cw * v²

    Bin hierbei überfordert 😞

    ps:

    η = 18 * 10^-6 Ns/m² (Zähigkeit der Luft)



  • edit:
    F = 6 * Π * r * η * v

    bezieht sich auf Öltröpfchen (beim Millikanversuch, also Öltröpfchen zwischen zwei Kondensatorplatten schweben lassen)



  • Es gelten beide. Aber dein v ist hier ausgeprochen klein, deshalb überwiegt der lineare Term (die Stokesreibung) über den quadratischen (die Newtonreibung).



  • .filmor schrieb:

    Es gelten beide. Aber dein v ist hier ausgeprochen klein, deshalb überwiegt der lineare Term (die Stokesreibung) über den quadratischen (die Newtonreibung).

    Überwiegt? Also nimmt man bei größeren Geschwindigkeiten den zweiten term?
    F = 1/2 * A * ρ * Cw * v²

    Oder in welchen Fällen setzt man den term ein?



  • Die erste Formel nimmt man für laminare Strömung (ist für hinreichend kleine v der Fall), die zweite für turbulente Strömung.



  • Stichwort Reynoldszahl (und auch nicht mehr als das Stichwort, weil ich selbst in die Wikipedia schauen müsste :p )



  • physiccckkk schrieb:

    .filmor schrieb:

    Es gelten beide. Aber dein v ist hier ausgeprochen klein, deshalb überwiegt der lineare Term (die Stokesreibung) über den quadratischen (die Newtonreibung).

    Überwiegt?

    er will damit sagen, dass bei dem versuch die kraft, die aus die stokessche reibung resultiert, derart größer ist als die aus der newtonschen, dass du die zweite ignorieren kannst. sie also schlicht in deinem messrauschen untergeht.

    bei anderen systemen gilt dann genau das gegenteil. bspw. schiff im wasser oder auto an der luft. hierbei ist die stokessche reibung so schwach, dass sie gegenüber der newtonschen schlicht ignoriert werden kann. wie man das unterscheiden kann, hat Jan schon geschrieben.


Log in to reply