Ist Deutschland religionsfeindlich?



  • Umfrage: Wie ist Deutschland allgemein gegenüber Religion?

    Auswahl Stimmen Prozent
    Freundlich (bin selbst gläubig) 4 5.3%
    Neutral (bin selbst gläubig) 3 3.9%
    Unfreundlich (bin selbst gläubig) 5 6.6%
    Freundlich (bin selbst NICHT gläubig) 42 55.3%
    Neutral (bin selbst NICHT gläubig) 19 25.0%
    Unfreundlich (bin selbst NICHT gläubig) 3 3.9%

    Hallo,

    jetzt erstell ich also auch mal eine Umfrage. Die Frage ist eigentlich kurz und schmerzlos. Mich interessiert, wie ihr Deutschland bezüglich Religion seht. Da Staat und Gesellschaft ohnehin in Wechselwirkung stehen, ist mit Deutschland wirklich die Gesamtheit von beidem gemeint. Ist diese eher religionsfreundlich, eher neutral oder eher religionsfeindlich? Dabei geht es mir um keine Religion speziell.
    Mich interessiert aber vor allem auch, ob es einen signifikanten Unterschied zwischen gläubigen und ungläubigen Menschen gibt. Daher die Unterscheidung bei der Umfrage. Auch bei gläubig/nicht gläubig interessiert mich keine spezielle Religion und weder die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft noch was im Personalausweis steht. Wer selbst an einen Gott oder Götter glaubt, ist im Sinne der Umfrage gläubig und wer es nicht tut, ist eben nicht gläubig.

    Schweizer, Österreicher, Liechtensteiner und was sich hier sonst noch für Nationalitäten rumtreiben, dürfen natürlich auch gerne ihre Meinung kund tun. Gerne auch bezogen auf die eigenen Heimat. Das aber bitte in Form eines Beitrags, da sonst die Umfragestatistik verfälscht würde.

    Ich bin auf das Ergebnis mal gespannt 🙂



  • Da ich extrem religionsfeindlich eingestellt bin, ist mir jeder noch so kleine Funken von Toleranz gegenüber Religionen ein Dorn im Auge. Davon völlig ungeachtet finde ich, daß Deutschland im allgemeinen Religionen gegenüber sehr freundlich gesinnt ist, so daß Christen, Moslems und ähnliche Schwachsinnige ungehindert ihr Unwesen treiben können. Schade eigentlich, aber so ist es leider.



  • Hmm, ich sag's mal so:
    Ich fühle mich keiner Religion zugehörig.
    Aber ich habe durchaus das Gefühl, wenn ich jetzt religiös würde, dann würde ich in Deutschland erstmal keine grundsätzlichen Probleme oder Anfeindungen erwarten.

    Jedenfalls würde ich mich als Glaubender hier wohler fühlen als in einem Land mit offizieller Staatsreligion als Heide. 🙂



  • Ich denke, dass die Freundlichkeit doch stark von der Religion abhängt. Was man zB an Protesten gegen den Bau von Moscheen sieht.



  • Leprechaun schrieb:

    Davon völlig ungeachtet finde ich, daß Deutschland im allgemeinen Religionen gegenüber sehr freundlich gesinnt ist, so daß Christen, Moslems und ähnliche Schwachsinnige ungehindert ihr Unwesen treiben können. Schade eigentlich, aber so ist es leider.

    Jetzt reicht's aber langsam…
    Würdest du bitte aufhören, ohne sinnvolle Vorauswahl Leute (in diesem speziellen Fall auch mich) zu beleidigen?



  • Nabend,

    rüdiger schrieb:

    Ich denke, dass die Freundlichkeit doch stark von der Religion abhängt. Was man zB an Protesten gegen den Bau von Moscheen sieht.

    Ja aber im Grossen und Ganzen ist es doch so:

    Religionsfreiheit wird in Deutschlang doch sehr gefoerdert.

    Und im ich denke, dass bei uns auch im Grossen und Ganzen die verschiedenen
    Religionen tolleriert und akzeptiert werden.

    Es ist ja sogar so, dass wir hingehen und das Angebot in der Schule erweitern,
    damit andere Religionen ebenfalls dort unterkommen. Ok, das tuen wir nicht fuer
    alle Religionen. Nur fuer eine Religion einer ausgewaehlten Gruppe von
    Menschen, weil unsere Regierung meint, sich dadurch gut praesentieren zu
    koennen. Es wuerde unserer Regierung nie einfallen, auch andere Religionen
    in den Schulalltag aufzunehmen.

    gruss
    v R



  • .filmor schrieb:

    Würdest du bitte aufhören, ohne sinnvolle Vorauswahl Leute (in diesem speziellen Fall auch mich) zu beleidigen?

    Nimm es bitte nicht persönlich. Ich beziehe das, zugegeben sehr harte Urteil der Schachsinnigkeit nur auf Religiösität. Ich glaube an das Gute in jedem Menschen und bin fest überzeugt davon, daß trotz "Glauben" jeder Mensch gut und wertvoll ist. Religiösität ist ein Makel, eine Krankheit, von der jeder geheilt werden kann. Es ändert nichts an meiner Wertschätzung und Respekt vor jedem Einzelnen.



  • Was ist denn bitte an Religiösität so schlimm? So ziemlich jede mir bekannte Religion ist im Kern eigentlich positiv und will einen friedlichen Umgang mit anderen. Wann immer in der heutigen Zeit was schlechtes in Verbindung mit Religionen passiert, ist das doch auf den Wahn, die Verblendung einzelner Leute zurückzuführen, die die Relgion missbrauchen, und nicht auf die Religion selber.



  • Hallo

    Leprechaun schrieb:

    Religiösität ist ein Makel, eine Krankheit, von der jeder geheilt werden kann. Es ändert nichts an meiner Wertschätzung und Respekt vor jedem Einzelnen.

    Weißt du, das nervt langsam. Diese permanente Respektlosigkeit ist wirklich unübertroffen.

    chrische



  • Wenn man Deutschland als Ganzes sieht, also Regierung + Volk, gibt es Tendenzen in beide Richtungen, sowohl nach Freundlich, als auch nach Unfreundlich. Also komme in im Großen und Ganzen auf:

    Leprechaun schrieb:

    Religiösität ist ein Makel, eine Krankheit, von der jeder geheilt werden kann.

    Religiosität ist keine Krankheit. Religiosität bedeutet nur, dass man nach einem bestimmten System von Moral- und Wertvorstellungen lebt und an nicht-existente Dinge glaubt*. Ähnlich, wie Kinder an den Weihnachtsmann glauben. Sind jetzt alle Kinder krank, weil sie an den Weihnachtsmann glauben?
    Ein Glaube ist nichts schlimmes, oder etwas das geheilt werden muss. Man sollte ihn tolerieren.

    * z.B. Götter. Ausnahme: Buddhismus.

    this->that schrieb:

    So ziemlich jede mir bekannte Religion ist im Kern eigentlich positiv und will einen friedlichen Umgang mit anderen.

    Abgesehen von ein paar wenigen Extremisten, ist das heute glücklicherweise so. Aber das war bei weitem nicht immer so. Man denke nur daran, wie viele Kriege in den letzten 2000 Jahren auf Grund von ungleichen Gottesbildern im Namen der Religion und des Glauben geführt wurden.



  • Hallo

    Fye schrieb:

    Man denke nur daran, wie viele Kriege in den letzten 2000 Jahren auf Grund von ungleichen Gottesbildern im Namen der Religion und des Glauben geführt wurden.

    Hat eigentlich mal irgendjemand untersucht, ob es da wirklich um Religion oder nicht vielmehr um Macht (was das gleiche sein kann), Geld und Land ging.

    chrische



  • ..



  • Leprechaun schrieb:

    Religiösität ist ein Makel, eine Krankheit, von der jeder geheilt werden kann. Es ändert nichts an meine[m] Respekt vor jedem Einzelnen.

    Eigentlich stehen diese beiden Sätze ja für sich, oder? Hättest du Respekt, würdest du die Einstellung jedes Einzelnen respektieren.

    Menschen, die vor ein paar hundert Jahren so gedacht haben, wie du, haben dafür gesorgt, dass Andersdenkende verbrannt wurden. Dort war das dann im Namen der Religion. Solche Geschichten ziehen sich durch die ganze Geschichte. Immer wieder mal wurden Andersdenkende verfolgt.

    Lerne mal was über Respekt gegenüber anderen Menschen. Dann würdest du entweder nicht mehr behaupten, du hättest Respekt, oder nicht mehr solch einen Blödsinn erzählen.



  • @Leprechaun:
    Ich kann das oben Gesagte nur unterstreichen. Bei Dir handelt es sich - wörtlich genommen - fast schon um eine missionarische "Gottesaustreibung" mit dem Ziel des absoluten Heidentums. Du solltest hier etwas lockerer werden und Deine eigene Position ebenfalls in Zweifel ziehen. Die Wissenschaft liefert Dir hier keinen Anhaltspunkt für oder gegen "Gott". Beides ist möglich.



  • Erhard Henkes schrieb:

    fast schon um eine missionarische "Gottesaustreibung" mit dem Ziel des absoluten Heidentums.

    Heiden haben doch auch Götter.



  • Man könnte es auch ganz pragmatisch sehen.
    Wenn es keinen Gott gibt, hat es auch nix geschadet zu Lebzeiten an ihn zu glauben.
    Gibt es jedoch einen und man hat sein ganzes Leben so verbissen gegen ihn gekämpft und gewettert wie Leprechaun, wird man ewig in der Hölle schmoren.

    🤡



  • this->that schrieb:

    So ziemlich jede mir bekannte Religion ist im Kern eigentlich positiv und will einen friedlichen Umgang mit anderen.

    Nein, das sind nur vorgeschobene Lügen, mit denen Religionen Bauernfänferei betreiben. Im Grunde wollen sie Macht, Unterdrückung und Systeme, die mit der menschlichen Natur unvereinbar sind.

    Fye schrieb:

    Leprechaun schrieb:

    Religiösität ist ein Makel, eine Krankheit, von der jeder geheilt werden kann.

    Religiosität ist keine Krankheit. Religiosität bedeutet nur, dass man nach einem bestimmten System von Moral- und Wertvorstellungen lebt und an nicht-existente Dinge glaubt*. Ähnlich, wie Kinder an den Weihnachtsmann glauben. Sind jetzt alle Kinder krank, weil sie an den Weihnachtsmann glauben?

    Kinder haben kein Problem damit, falsche Vorstellungen jederzeit zu revidieren. Religiös verpesteten Erwachsenen dürfte dies ungleich schwerer fallen.



  • Wenn es keinen Gott gibt, hat es auch nix geschadet zu Lebzeiten an ihn zu glauben. Gibt es jedoch einen und man hat sein ganzes Leben so verbissen gegen ihn gekämpft und gewettert wie Leprechaun, wird man ewig in der Hölle schmoren.

    Du meinst so eine Art "Mitläufertum" ohne wirkliche innere Überzeugung? Im Neuen Testament werden "Pharisäer" als Heuchler kritisiert. 😉



  • Leprechaun schrieb:

    this->that schrieb:

    So ziemlich jede mir bekannte Religion ist im Kern eigentlich positiv und will einen friedlichen Umgang mit anderen.

    Nein, das sind nur die vorgeschobene Lügen, mit denen Religionen Bauernfänferei betreiben. Im Grunde wollen sie Macht, Unterdrückung und Systeme, die mit der menschlichen Natur unvereinbar sind.

    Du verwechselst schon wieder die Religion selber mit Leuten, die Religion missbrauchen. Steht in der Bibel irgendwas von Machtergreifung als oberstes Ziel? Oder in den buddhistischen Schriften? Oder bei den Hindus?



  • Im Grunde wollen sie Macht, Unterdrückung und Systeme, die mit der menschlichen Natur unvereinbar sind.

    Ich denke nicht, dass dies der Grundansatz war und ist, aber die Institutionen, die den Glauben verkörpern, können in der Tat dazu führen. Dies ist allerdings ein weltliches Problem und gilt auch für jeden Politiker und andere "Machthaber" z.B. in der Industrie, im Handel oder Dienstleistungsbereich.

    Die zentrale Botschaft des Christentums und auch anderer Religionen und Lehren ist die Überwindung des Bösen durch die uneigennützige Liebe zum Nächsten. Das ist mit der menschlichen Natur vereinbar. Gegenspieler sind Macht und Geld und Gier und ... (siehe "Todsünden" oder besser Hauptlaster, die zu Sünden führen).

    Die sieben schlechten Charaktereigenschaften:

    * Superbia: Hochmut (Übermut, Eitelkeit, Ruhmsucht)
    * Avaritia: Geiz (Habgier, Habsucht)
    * Invidia: Neid (Missgunst, Eifersucht)
    * Ira: Zorn (Wut, Vergeltung, Rachsucht)
    * Luxuria: Wollust (Unkeuschheit)
    * Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
    * Acedia: Trägheit des Herzens/des Geistes (Faulheit, Feigheit, Ignoranz)


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