(m)ein AVR-Buch



  • Ich möchte euch doch mal zeigen womit ich mich das letzte Jahr befasst habe.
    Aufgrund einiger Nachfragen habe ich angefangen, ein Tutorial zu schreiben, das sich mit C, AVRs und noch einigen anderen Aspekten der Entwicklungsarbeit befasst. Es sollte von Anfang an kein umfassendes Werk sein. Vielmehr dachte ich daran, dem Leser zu erklären, wie man sich anhand der gegebenen Dokumentation selbst die notwendigen Informationen erarbeiten kann.
    Dazu hab ich ein paar kleine Experimente mit einem ATtiny25 mit eigens dafür entwickelter Experimentierplatine aufgebaut. Zu den Experimenten zählt auch ein kleines Roboterfahrzeug.

    Wie dem auch sei, nachdem das Werk ziemlich groß wurde, hab ich es ein paar Verlagen geschickt und tatsächlich einige Angebote bekommen. Das Ergebnis ist gerade fertig geworden. Das Buch heißt "Mikrocontroller in Kürze- Experimente mit dem ATtiny25 und C", ISBN 978-3-86683-812-3. Der Preis liegt bei 19,80€.

    Erhältlich ist es beispielsweise bei www.buchhandel.de

    Was ich jetzt eigentlich hoffe ist, dass ich den finanziellen Einsatz, den Verlage von Ihren Autoren verlangen, wieder kriege. Also bitte drückt mir die Daumen, dass es sich halbwegs verkauft- und vielleicht hat ja der Eine oder Andere von Euch auch Interesse daran..



  • DocJunioR schrieb:

    Was ich jetzt eigentlich hoffe ist, dass ich den finanziellen Einsatz, den Verlage von Ihren Autoren verlangen, wieder kriege.

    Rein interessehalber, wie viel verlangen die Verlage da so und was fällt vom Kaufpreis für den Autor ab? Ich habe jetzt schon öfters gehört, dass man Fachbücher in der Hauptsache für sich schreibt (Reputation usw.) und man mit extrem viel Glück vielleicht ein paar Euro rausschlagen könnte.



  • Walli schrieb:

    DocJunioR schrieb:

    Was ich jetzt eigentlich hoffe ist, dass ich den finanziellen Einsatz, den Verlage von Ihren Autoren verlangen, wieder kriege.

    Rein interessehalber, wie viel verlangen die Verlage da so und was fällt vom Kaufpreis für den Autor ab? Ich habe jetzt schon öfters gehört, dass man Fachbücher in der Hauptsache für sich schreibt (Reputation usw.) und man mit extrem viel Glück vielleicht ein paar Euro rausschlagen könnte.

    Was soll der Spass dann? Da kann man doch gleich ein Open Book ins Netz stellen.



  • Das ist eine gute Frage. Eigentlich macht man das wahrscheinlich, um ein Buch im Regal zu haben, auf dem der eigene Name steht 😉 Den meisten Autoren geht es wahrscheinlich darum, Wissen zu vermitteln und anderen eine Basis zu schaffen, auf der sie weiter arbeiten können.

    Das Verlegen kostet je nach Verlag viel. Man bekommt dafür schon nen ganz guten Gebrauchtwagen.
    Ich gestehe, ich hab mich auch nicht getraut, es großen Verlagen zu schicken. Diese haben gegebenenfalls auch eher andere Konditionen und zahlen sogar für gute Werke.
    So nach 500-1000 verkauften Büchern hat man je nach Beteiligung sein Geld ggf. wieder raus. Deshalb hoffe ich ja, dass es genug Interessenten daran gibt.



  • maximAL schrieb:

    Walli schrieb:

    DocJunioR schrieb:

    Was ich jetzt eigentlich hoffe ist, dass ich den finanziellen Einsatz, den Verlage von Ihren Autoren verlangen, wieder kriege.

    Rein interessehalber, wie viel verlangen die Verlage da so und was fällt vom Kaufpreis für den Autor ab? Ich habe jetzt schon öfters gehört, dass man Fachbücher in der Hauptsache für sich schreibt (Reputation usw.) und man mit extrem viel Glück vielleicht ein paar Euro rausschlagen könnte.

    Was soll der Spass dann? Da kann man doch gleich ein Open Book ins Netz stellen.

    Kann man, aber das kann man sich in vielen Disziplinen auch gleich in die Haare schmieren, was die fachliche Reputation betrifft, weil es eben nicht einem ausführlichen Review von Fachleuten unterzogen wurde und es daher wohl kaum jemand zitiert. Da gibt es aber auch Unterschiede; bei solch angewandten Sachen ist vielleicht viel mehr der Drang da, dass man, wie schon gesagt wurde, gerne sein eigenes Buch im Regal stehen haben möchte.



  • Toll, das Buch kauf ich. Wollte morgen sowieso in den Buchladen und
    http://www.amazon.de/System-Developers-Designing-Optimizing-Software/dp/1558608745/ bestellen,
    und wenn ich schon mal da bin... 😉

    (allerdings liefert der für den örtlichen Buchhandel typische Großhandel
    http://www.libri.de/shop/action/ noch kein Ergebnis. Na, mal schauen...)



  • Zu den Experimenten zählt auch ein kleines Roboterfahrzeug.

    Da empfehle ich den Asuro für den Einstieg.
    http://www.henkessoft.de/Roboter/ASURO.htm

    Hochachtung vor jedem, der ein gehaltvolles Facbuch schreibt. Viel Arbeit, manchmal wenig Beachtung. Finanziell kann es sich aber lohnen, wenn man eine große Auflage erzielt.



  • ..



  • Manchmal denke ich darüber nach, über den Einstieg in die eigene Betriebssystementwicklung ein kleines Buch zu schreiben, aber wer würde so etwas schon kaufen? 😃

    Hier ist übrigens ein interessanter Ratgeber für ein Fachbuch:
    http://www.b-kainka.de/fachbuch.htm



  • DocJunioR schrieb:

    Was ich jetzt eigentlich hoffe ist, dass ich den finanziellen Einsatz, den Verlage von Ihren Autoren verlangen, wieder kriege.

    Klingt komisch. Die Verlage, die ich kenne, verlangen vom Autor kein Geld. Im Gegenteil sind sie doch daran interessiert, ein Buch zu verlegen. Da ist sozusagen der Autor der Dienstleister und wird für seine Arbeit bezahlt und nicht umgekehrt. Oder wenn man es so will, hat der Autor durch seinen enormen Arbeitseinsatz ja schon genug bezahlt.



  • phalanx-fanboy schrieb:

    Klingt komisch. Die Verlage, die ich kenne, verlangen vom Autor kein Geld.

    Der Verleger muss aber erstmal das Risiko tragen. Er übernimmt den Druck und den Versand und hockt bei Ladenhütern erstmal auf diesen Kosten. Ich kann mir vorstellen, das gerade neue Autoren dann gerne dieses Risiko selbst tragen dürfen



  • Teilung von (Miss-)Erfolgsrisiko ist doch ok. Man riskiert ja nur ein paar Tausender.



  • Erhard Henkes schrieb:

    einem ausführlichen Review von Fachleuten unterzogen wurde

    Wurde das wirklich von einem Fachmann richtig "reviewt"?

    Jaein. Die Experimente wurden von mehreren Personen nachvollzogen und hatten funktioniert. So weit, wie Mathematik notwendig war (ich hab versucht, den Leser weitgehend davon zu befreien, wo möglich) hab ich's natürlich prüfen lassen. Die Lektorin war allerdings kein Fachmann für Elektronik.

    Erhard Henkes schrieb:

    Ist das hier auch von Dir geschrieben?
    http://www.technikerschule-konstanz.de/Dartscheibe.pdf

    Nein, aaber ich finds nen spannendes Thema.

    Zum Thema der Verlage. So wie ich es verstanden habe, werden in den letzten Jahren immer weniger Bücher verkauft. Die Verlage tragen ein ziemlich großes finanzielles Risiko beim Verlegen. Gerade kleine Verlage (die teilweise auch garnicht selbst drucken) kann das schnell in den Ruin treiben. Daher vereinbaren diese eine Risikobeteiligung mit den Autoren. Größere Verlage tragen das Risiko selbst und honorieren die Autoren teilweise sogar. Allerdings sind sie auch weit kritischer. Hab mich nicht an einen Großen ran getraut.



  • Die Lektorin war allerdings kein Fachmann für Elektronik.

    Das hat sicher zwei Seiten. Zum einen sieht dies ein "Laie" von der didaktischen Seite, achtet also auf umfangreiche und folgerichtige Erklärungen sowie eine spannungsgeladene Dramaturgie. Auf der anderen Seite werden fachliche Fehler oder falsche Begrifflichkeiten nicht erkannt.



  • Was hätte gegen "Book on Demand" gesprochen ?



  • KasF schrieb:

    Was hätte gegen "Book on Demand" gesprochen ?

    normalerweise hat man da doch garkein Lektorat und überhaupt nichts. Überhaupt gibt es bei vielen von diesen Verlagen nur tausende von miesen Diplomarbeiten, die da als Buch erscheinen. Jeder, der mal auf sowas reingefallen ist, fasst von dem entsprechenden Verlag nie wieder was an. (Einfach mal spaßeshalber nach den Titeln von den Büchern googlen, oft genug findet man die zugehörige Arbeit dann online). Sich aus dem Topf rauszubewegen ist sicher ne gute Idee.



  • Jester schrieb:

    Jeder, der mal auf sowas reingefallen ist, fasst von dem entsprechenden Verlag nie wieder was an.

    Auf was genau reingefallen ? Ich zahle doch nur genau das, was bestellt und gedruckt wird. Und gibt es nich BoD die bestimme Service, wie zB nen Lektorat bieten ?

    zB bietet http://www.ruckzuckbuch.de/ (http://www.ruckzuckbuch.de/Preiskalkulator_73.html) einiges an. Kann das zwar nicht auf Qualität beurteilen und mit nem richtigen Verlag vergleichen, aber es macht prinzipiell nen guten Eindruck 🙂



  • KasF schrieb:

    Jester schrieb:

    Jeder, der mal auf sowas reingefallen ist, fasst von dem entsprechenden Verlag nie wieder was an.

    Auf was genau reingefallen ? Ich zahle doch nur genau das, was bestellt und gedruckt wird.

    Das stimmt. Trotzdem fühlt man sich vielleicht mit ner mittelmäßigen Diplomarbeit für 40€ über den Tisch gezogen, wenn sie einem als tolles Fachbuch verkaut wird. 💡

    Mag sein, dass es auch ernstzunehmende Verlage gibt, die das anbieten. Ich wär auf jeden Fall vorsichtig damit.



  • @DocJunioR: Wie ist der Verkauf des Buches angelaufen? Wie ist das Feedback?



  • Erhard Henkes schrieb:

    Manchmal denke ich darüber nach, über den Einstieg in die eigene Betriebssystementwicklung ein kleines Buch zu schreiben, aber wer würde so etwas schon kaufen? 😃

    Ich würde es interessant finden 😉


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