Was ist das schwierigste am Programmieren?



  • Was ist eurer Meinung nach das schwierigste am Programmieren?



  • hardcoder schrieb:

    Was ist eurer Meinung nach das schwierigste am Programmieren?

    Dumme Fragen zu vermeiden und sich beim Windows-API nicht totzulachen ...



  • Ich denke, das kommt darauf an, wie weit man ist. Und irgendwo gilt das für alles, was man so macht.

    Wenn Du einen Fahranfänger fragst, was das schwierigste am Auto fahren ist, dann wird er möglicherweise sagen, das Anfahren am Berg sei das schwierigste. Wenn Du einen Formel-1-Fahrer danach fragst, kommt er mit Sicherheit auf eine andere Antwort. Da erwähnt er möglicherweise die optimale Abstimmung des Fahrzeugs. Ein Berufspendler hat eher Probleme mit dem hohen Verkehrsaufkommen.

    Genau so beim Programmieren. Der Anfänger, der gerade C++ lernt, kämpft möglicherweise gerade mit der Vererbung. Wenn er ein wenig weiter ist, lacht er darüber und findet Operatorüberladung total schwierig. Ein Profi wird eher mit dem optimalen Design kämpfen. Oder findet das schwierigste eventuell die Aufwandschätzung oder den Kunden von dem Produkt zu überzeugen.

    Aber die Antwort von Scheppertreiber finde ich auch sehr gut 👍 . Es ist manchmal schwierig, sich zurück zu halten, wenn man etwas sieht wenn etwas gelinde gesagt weniger elegant gelöst ist. Und sei es Windows-API oder einfach den Code des Kollegen im eigenen Projekt. Manchmal ist es sogar der eigene Code, den man vor längerer Zeit geschrieben hat.



  • hardcoder schrieb:

    Was ist eurer Meinung nach das schwierigste am Programmieren?

    weitermachen, wenn man keinen fortschritt sieht 😉



  • ... und Fehler suchen 🙄



  • Das schwierigste am Programmieren im Job ist es nicht die Lust zu verlieren wenn man ausschließlich alten, schlecht dokumentierten Code warten muss (Debuggen und Erweitern). Und das ist leider die Hauptaufgabe vieler Programmierer in diesem Lande. Es ist leider selten, dass man mal in den Genuss kommt etwas eigenes von Anfang an mit zu gestalten und zu programmieren.

    Ich bin im im Moment an einem Punkt wo ich mich Frage ob das ernsthaft das ist was ich die nächsten Jahrzehnte machen möchte ....



  • Das schwierigste ist alle Programminteraktionen die als Kombination der geplanten Programmfunktionen möglich sind und eigentlich in ihrem Zusammenspiel so nicht gedacht sind, in einem definierten Zustand zu halten.



  • Ausgebrannt schrieb:

    Ich bin im im Moment an einem Punkt wo ich mich Frage ob das ernsthaft das ist was ich die nächsten Jahrzehnte machen möchte ....

    das programmieräffchen mutiert normal nach einem halben jahrzehnt zum projektleiter 😉



  • alten gurkencode warten ist echt höchststrafe. aber man hats ja selbst in der hand. im zweifel neuen arbeitgeber suchen. hab ich auch gemacht. jetzt ist es tausend mal besser! arbeit macht spaß, kunden sind interessant, man hat noch das gefühl, etwas zu bewegen, kann aktuelle technologien einsetzen und das gehalt ist auch superb. 🤡



  • kellerassel schrieb:

    Ausgebrannt schrieb:

    Ich bin im im Moment an einem Punkt wo ich mich Frage ob das ernsthaft das ist was ich die nächsten Jahrzehnte machen möchte ....

    das programmieräffchen mutiert normal nach einem halben jahrzehnt zum projektleiter 😉

    Ich glaub da würde sich bei mir schon das Peter-Prinzip in seiner vollen Pracht entfalten 😉



  • lolhehe schrieb:

    alten gurkencode warten ist echt höchststrafe.

    Aber nicht besonders schwierig. Schwieriger ist, Gurkencode gar nicht erst entstehen zu lassen.



  • Bashar schrieb:

    lolhehe schrieb:

    alten gurkencode warten ist echt höchststrafe.

    Aber nicht besonders schwierig.

    Das hängt von der Gurkuzität ab.



  • Unbekannt schrieb:

    kellerassel schrieb:

    Ausgebrannt schrieb:

    Ich bin im im Moment an einem Punkt wo ich mich Frage ob das ernsthaft das ist was ich die nächsten Jahrzehnte machen möchte ....

    das programmieräffchen mutiert normal nach einem halben jahrzehnt zum projektleiter 😉

    Ich glaub da würde sich bei mir schon das Peter-Prinzip in seiner vollen Pracht entfalten 😉

    Hehe 😃

    Das ist aber wirklich eine Zwickmühle. Einerseits kann ich nicht die nächsten 35 Jahre nur programmieren, andererseits habe ich null Interesse an Führungsaufgaben und dem ganzen Gedönsrat der damit zusammenhängt (z.B. Kundenkontakte :-k)



  • hardcoder schrieb:

    Was ist eurer Meinung nach das schwierigste am Programmieren?

    Denken und Disziplin.

    Das können leider nicht allzuviele Programmierer, schon gar nicht in Kombination.



  • Generell schwierig ist es, den Spagat zwischen dem konkreten Problem und den abstrakten Lösungsansätzen zu schlagen, und auch noch gleich den richtigen Ansatz zu wählen.

    Vielen fällt es anfangs sogar schwer, überhaupt anzufangen, eine Lösung zu erarbeiten. Sie hocken vor dem Problem und wissen nicht, wo sie reinspringen müssen.

    Diese Dinge zu sehen ist eine Fähigkeit, die man nicht im Studium, sondern nur in der Praxis erlernen kann.



  • Bashar schrieb:

    Schwieriger ist, Gurkencode gar nicht erst entstehen zu lassen.

    Vor allem wenn jedes Refactoring seit Jahren im Keim erstickt wird... 😡

    /rant/ schrieb:

    Vielen fällt es anfangs sogar schwer, überhaupt anzufangen, eine Lösung zu erarbeiten. Sie hocken vor dem Problem und wissen nicht, wo sie reinspringen müssen.
    Diese Dinge zu sehen ist eine Fähigkeit, die man nicht im Studium, sondern nur in der Praxis erlernen kann.

    Dem muss ich widersprechen. Mag sein, dass das im Informatikstudium nicht unbedingt gelernt wird. Ich kann zwar nur für mich selbst sprechen, aber genau diese Fähigkeit ist das wichtigste, was ich aus dem Physikstudium mitgenommen habe - Probleme in Teilprobleme zu zerlegen und ihre "Anatomie" zu erkennen.



  • Ich würde auch gerne noch Physik studieren.

    Das Schwierigste am Coden ist Dinge sauber zu strukturieren. Ich kann alle Probleme lösen, aber die Entwicklungszeit ist bei mir nicht optimal, weil ich zu spät merke, dass mein Design nicht so schön änder- und erweiterbar ist, wie ich mir das erhofft hatte...



  • pumuckl schrieb:

    /rant/ schrieb:

    Vielen fällt es anfangs sogar schwer, überhaupt anzufangen, eine Lösung zu erarbeiten. Sie hocken vor dem Problem und wissen nicht, wo sie reinspringen müssen.
    Diese Dinge zu sehen ist eine Fähigkeit, die man nicht im Studium, sondern nur in der Praxis erlernen kann.

    Dem muss ich widersprechen. Mag sein, dass das im Informatikstudium nicht unbedingt gelernt wird. Ich kann zwar nur für mich selbst sprechen, aber genau diese Fähigkeit ist das wichtigste, was ich aus dem Physikstudium mitgenommen habe - Probleme in Teilprobleme zu zerlegen und ihre "Anatomie" zu erkennen.

    Hängt natürlich ein wenig von der Komplexität der Fachlichkeit ab, ob man die Modularisierung hinbekommt und überhaupt die geeigneten Schnittlinien für die Aufteilung erkennt.
    Habe es in meiner beruflichen Praxis immer wieder erlebt, dass nur ein ganz kleiner Anteil der Designer in der Lage ist, hochkomplexe Aufgabenstellungen zu abstrahieren und so im Kopf vorzubereiten, dass eine durchgängige Lösungsidee entsteht.
    Viele hoffen einfach, dass sie schon zum Erfolg kommen werden, wenn sie mal Top-Down oder Bottom-Up anfangen, verirren sich dann aber auf dem Weg nach unten/oben.

    Ist aber ein Design und kein Codier-Problem.

    Ciao, Allesquatsch



  • hardcoder schrieb:

    Was ist eurer Meinung nach das schwierigste am Programmieren?

    Auf der höheren Abstraktionsebene:

    Zu wissen, dass eine sachlich geeignete Lösung innerhalb der Rahmenbedingungen (Fachanforderungen, Zeit, Geld) möglich wäre, aber nichtsachliche Gründe (persönliche Beziehungen, Machtstreben, Korruption, Managementversagen) dazu führen, dass schlechtere, langsamere und teurere Lösungen angegangen werden oder gar das Projekt direkt in die Grütze gesteuert wird.

    Ciao, Allesquatsch



  • Eisflamme schrieb:

    Ich würde auch gerne noch Physik studieren.

    wieso schreibstn das? mir fehlt irgendwie der kontext. 😕


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