Die teure Energiewende



  • http://www.taz.de/Deutsche-Stromversorger/!113738/

    PS: Das Forum kann den Link mit Ausrufezeichen nicht richtig anzeigen.

    [url]http://www.taz.de/Deutsche-Stromversorger/!113738/[/url]
    [url=http://www.taz.de/Deutsche-Stromversorger/!113738/]Link[/url]



  • Und? Weshalb sollten wir den link anklicken? Bisschen Zusammenfassung, eigene Meinung darfs schon sein.



  • Trotz sinkender Einkaufskosten erhöhen viele Lieferanten die Preise für die Verbraucher. Eine neue Studie relativiert die preistreibende Wirkung der Ökoenergie.



  • @MrBurns: Es gibt ja jetzt das neue Leistungsschutzrecht für Presseverleger und dadurch ist das Zitieren von Zeitungsartikeln etwas problematischer geworden. Im Zuge der Einführung dieses neuen Gesetzes haben einige Zeitschriften klare Regeln aufgestellt, wie zu zitieren ist und wie viel sie erlauben. Hast Du bei der TAZ nachgesehen, ob das Zitat, was Du da gerade gebracht hast, im Rahmen des erlaubten ist?

    Zum Thema: Ist doch ein relativ bekannter Sachverhalt, oder? Die Vertreter der Erneuerbaren Energien bemängeln schon seit Jahren, dass die damit einhergehende Absenkung des Börsenstrompreises von den Energieversorgern nicht an die Endverbraucher weitergegeben wird.

    Was auch gerne verschwiegen wird ist, dass die Einspeisevergütungen nur über einen gewissen Zeitraum gewährt werden und zudem für neue Anlagen in den letzten Jahren massiv reduziert wurden. Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz betrug 2011 die durschnittliche Vergütung für EEG Strom 16,3 Ct/kWh. Bei neuen Anlagen kriegen inzwischen selbst die teuren PV-Anlagen geringere Vergütungssätze. Die durchschnittlichen Kosten für EEG-Strom fallen also stark. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Anwachsen der EEG-Umlage in Zukunft relativ gering ausfallen wird, völlig jenseits von irgendwelchen "Strompreisbremsen" oder ähnlichen Konstrukten, die sich die Politik momentan ausdenkt. Da kommt dann noch hinzu, dass die Gesamtmenge an förderbaren PV-Anlagen, die in den letzten Jahren die größte Einspeisevergütung gekriegt haben, inzwischen gedeckelt ist. Deutlich mehr als 50% dieser Anlagen sind schon gebaut. In 3-4 Jahren haben wir dann vermutlich 100% dieser Anlagen. Wenn die Zeiträume für die Einspeisevergütungen dann irgendwann auslaufen, wird die EEG-Umlage schrumpfen und der Strompreis könnte dann wieder fallen. Das wird allerdings erst in etwa 10 Jahren so weit sein.

    Zumindest denke ich, dass der Strompreis nicht mehr stark ansteigen wird. Wir werden schon recht nah am Maximum sein. Vielleicht geht es in den nächsten Jahren nochmal 20% oder so rauf, aber dann ist irgendwann Schluss und es geht wieder nach unten.



  • MrBurns schrieb:

    Trotz sinkender Einkaufskosten erhöhen viele Lieferanten die Preise für die Verbraucher. Eine neue Studie relativiert die preistreibende Wirkung der Ökoenergie.

    Das ist eine glatte Lüge, weil durchschnittliche Marktpreise irreführend sind. Es fehlt eine gute Speichermethode, deshalb bringt uns die überschüssige Windenergie rein gar nichts.



  • earli schrieb:

    Das ist eine glatte Lüge, weil durchschnittliche Marktpreise irreführend sind. Es fehlt eine gute Speichermethode, deshalb bringt uns die überschüssige Windenergie rein gar nichts.

    Die Börsenstrompreise werden durch das teuerste Kraftwerk bestimmt, das zu einer gegebenen Zeit Strom ins Netz einspeist. Im Verlauf eines Tages schwankt der Stromverbrauch und teilweise gibt es da sehr typische Muster. Vor allem wird zur Mittagszeit besonders viel Strom verbraucht, weil die Leute dann kochen. Vor den Erneuerbaren Energien mussten zu dieser Zeit also besonders viele zusätzliche und teure Kraftwerke ans Netz angeschlossen werden. Gerade zur Mittagszeit ist aber auch die Einspeisung von PV-Anlagen am höchsten. Weil erneuerbar gewonnener Strom Vorfahrt hat, kommen deshalb viele teure konventionelle Kraftwerke nur noch sehr selten zum Einsatz.

    Letztendlich ist es doch wie folgt: Wir haben in Deutschland einen gewissen Kraftwerkspark und die meisten dieser Kraftwerke wurden vor dem Einläuten der Energiewende gebaut. Wenn wir jetzt also viele Kraftwerke bauen, die erneuerbar erzeugten Strom liefern, der generell Vorfahrt hat, dann senkt das die Menge an Strom, die von den konventionellen Kraftwerken bereitgestellt werden muss. Und von den konventionellen Kraftwerken werden zuerst die günstigsten ans Netz angeschlossen. Solange der Kraftwerkspark an konventionellen Kraftwerken nicht kleiner wird, heißt das, dass der Börsenstrompreis sinken muss.

    Im Allgemeinen werden wir momentan noch nicht an der Schwelle sein, dass wir die Menge an Stromspeichern massiv ausbauen müssen. Die Kapazität der bisher vorhandenen EEG-Kraftwerke ist dafür noch zu gering. Momentan kommt es höchstens sehr lokal zu einer Überproduktion von Strom. Deshalb brauchen wir den Netzausbau.



  • Gregor schrieb:

    @MrBurns: Es gibt ja jetzt das neue Leistungsschutzrecht für Presseverleger und dadurch ist das Zitieren von Zeitungsartikeln etwas problematischer geworden. Im Zuge der Einführung dieses neuen Gesetzes haben einige Zeitschriften klare Regeln aufgestellt, wie zu zitieren ist und wie viel sie erlauben. Hast Du bei der TAZ nachgesehen, ob das Zitat, was Du da gerade gebracht hast, im Rahmen des erlaubten ist?

    Vielleicht hab ich ja auch google oder eine der anderen Seiten auf denen genau dieser Text zu finden ist zitiert. 😃



  • Gregor schrieb:

    Die Börsenstrompreise werden durch das teuerste Kraftwerk bestimmt

    Hab doch gar nichts anderes behauptet, aber du unterschlägst den wichtigsten Teil: Die Zeit. Der Preis gilt immer nur für einen Zeitpunkt, wenn das Produkt nicht lagerbar ist. Der Strom, der sonntags am Mittag überschüssig ist, steht montags am Morgen, wenn die Industrie ihre Produktion hochfährt, nicht mehr zur Verfügung.

    Der Preis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt, weil die Produzenten um die Abnehmer konkurrieren, wenn zu viel Strom da ist. Und wenn zu wenig Strom da ist, konkurrieren die Abnehmer um den Strom, daher steigen die Preise. Das ist ganz normale Marktwirtschaft. Das ist mit Butter und Eiern genauso, nur das Butter sich ein paar Wochen zwischenlagern lässt. Preise für Eier schwanken mehr als Preise für Weizen, weil Weizen sich jahrelang lagern lässt, Eier aber nur wenige Wochen. Und der Preis für Strom schwankt in wenigen Sekunden, weil er sich überhaupt nicht speichern lässt (außer zu Kosten, die so hoch liegen, dass es nicht profitabel ist, das würde auch keine Preise senken).



  • earli schrieb:

    Gregor schrieb:

    Die Börsenstrompreise werden durch das teuerste Kraftwerk bestimmt

    Hab doch gar nichts anderes behauptet, aber du unterschlägst den wichtigsten Teil: Die Zeit. Der Preis gilt immer nur für einen Zeitpunkt, wenn das Produkt nicht lagerbar ist. Der Strom, der sonntags am Mittag überschüssig ist, steht montags am Morgen, wenn die Industrie ihre Produktion hochfährt, nicht mehr zur Verfügung.

    Ich sehe das Problem nicht. Ich kann Dein Argument verstehen, wenn es darum geht, 100% des Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien zu decken. Da sind wir aber noch längst nicht. Momentan wird nur ein Teil der konventionellen Stromerzeugung durch erneuerbare Stromerzeugung ersetzt. Klar gibt es Zeiten, an denen recht wenig erneuerbar erzeugter Strom durchs Netz fließt. In so einem Fall liegt der Strompreis an den Börsen dort, wo er praktisch nur durch die vorhandenen konventionellen Kraftwerke liegen würde. Zu anderen Zeiten fließt sehr viel erneuerbar erzeugter Strom durchs Netz und dann kriegt man einen entsprechend niedrigeren Börsenstrompreis. In dem Artikel wird gesagt, dass diese Absenkung des Börsenstrompreises nicht an die Verbraucher weitergegeben wird und stattdessen in den Taschen der Unternehmen landet. Entsprechend sind die Gewinne der großen Stromerzeuger seit 2009 um bis zu 75% gestiegen.

    Was denkst Du denn, warum die Gewinne derart stark gewachsen sind? Die EEG-Kraftwerke sind ja in erster Linie nicht im Besitz der großen Energieunternehmen. Dort kommen die Gewinne dieser Unternehmen also nicht her. Aus meiner Sicht erscheint es logisch, dass diese Gewinne auf die zeitweise Reduktion des Börsenstrompreises zurückzuführen sind bzw. letztendlich auf eingesparte Brennstoffkosten.

    DISCLAIMER: Ich habe mir die Entwicklung der Gewinne der Unternehmen in den letzten Jahren nicht im Detail angeguckt und die 75% einfach dem Artikel entnommen. Es würde mich nicht wundern, wenn im Artikel ein besonders problematisches Jahr als Ausgangspunkt gewählt wurde. So etwas findet man leider viel zu oft in solchen Artikeln. Wenn das so wäre, müsste ich meine Aussagen relativieren. 😋



  • Gregor schrieb:

    DISCLAIMER: Ich habe mir die Entwicklung der Gewinne der Unternehmen in den letzten Jahren nicht im Detail angeguckt und die 75% einfach dem Artikel entnommen. Es würde mich nicht wundern, wenn im Artikel ein besonders problematisches Jahr als Ausgangspunkt gewählt wurde. So etwas findet man leider viel zu oft in solchen Artikeln. Wenn das so wäre, müsste ich meine Aussagen relativieren. 😋

    Gewinnentwicklung der großen Energieversorger von 2002 bis 2009:

    http://www.energieverbraucher.de/de/Umwelt-Politik/Politik/Deutschland/Gewinne-im-Vergleich__2137/

    2009 war also kein Problemjahr, sondern stattdessen ein Jahr, in dem es auch schon einen Rekordgewinn gab.



  • Gregor schrieb:

    In dem Artikel wird gesagt, dass diese Absenkung des Börsenstrompreises nicht an die Verbraucher weitergegeben wird und stattdessen in den Taschen der Unternehmen landet. Entsprechend sind die Gewinne der großen Stromerzeuger seit 2009 um bis zu 75% gestiegen.

    Der Artikel ist geprägt von einem marxistischen Missverständnis, wie Marktwirtschaft funktioniert. Der Preis hat mit den Erzeugungskosten nichts zu tun. Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Die Erzeugung richtet sich dann nach dem Preis, nicht umgekehrt.

    Und die Gewinnsteigerung zu kritisieren ist totaler marxistischer Unsinn, die machen den Kohl nicht fett. Mal abgesehen davon, dass drei der vier "bösen Stromkonzerne" in Deutschland Staatseigentum sind. RWE gehört den Kommunen NRWs. EnBW gehört halb dem Land halb den Kommunen Baden-Württemberg. Und Vatenfall gehört dem schwedischen Staat. Nur E.on ist privat, und die haben den kleinsten Gewinn.

    Beispiele:
    RWE:
    Umsatz 53 Mrd. €
    Gewinn: 1,7 Mrd. € (3,2 😵

    E.On:
    Umsatz: 132 Mrd. €
    Gewinn: 2,6 Mrd. € (2,0 😵

    Vattenfall:
    Umsatz: 181 Mrd. €
    Gewinn: 10,4 Mrd. € (5,7 😵

    Für EnBW gab es leider keine Zahlen in der Wikipedia.



  • Gregor schrieb:

    Was denkst Du denn, warum die Gewinne derart stark gewachsen sind? Die EEG-Kraftwerke sind ja in erster Linie nicht im Besitz der großen Energieunternehmen. Dort kommen die Gewinne dieser Unternehmen also nicht her. Aus meiner Sicht erscheint es logisch, dass diese Gewinne auf die zeitweise Reduktion des Börsenstrompreises zurückzuführen sind bzw. letztendlich auf eingesparte Brennstoffkosten.

    aha. wenn also gerade viel wind blaest und sonne scheint, dann macht man die anderen kraftwerke einfach mal aus und spart dadurch kohle und uran? das funktioniert nur bei regelkraftwerken. siehst du z.b. hier http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Energiemix_Deutschland.svg
    es muss verhaeltnissmaessig mehr gas verbrannt werden, um die schwankungen abzufangen. und die kohle wird trotzdem verheizt.
    der strom wird also guenstiger, obwohl die erzeugungskosten nicht sinken.
    zudem ueberschaetzt du wohl den brennstoffkostenanteil bei der energieerzeugung. das sind rund 1 bis 4 cent pro kwh.



  • Max Power schrieb:

    aha. wenn also gerade viel wind blaest und sonne scheint, dann macht man die anderen kraftwerke einfach mal aus und spart dadurch kohle und uran? das funktioniert nur bei regelkraftwerken. siehst du z.b. hier http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Energiemix_Deutschland.svg
    es muss verhaeltnissmaessig mehr gas verbrannt werden, um die schwankungen abzufangen. und die kohle wird trotzdem verheizt.
    der strom wird also guenstiger, obwohl die erzeugungskosten nicht sinken.
    zudem ueberschaetzt du wohl den brennstoffkostenanteil bei der energieerzeugung. das sind rund 1 bis 4 cent pro kwh.

    Also ich entnehme der von Dir verlinkten Grafik, dass die Stromproduktion aus Braunkohle nach einer leichten Abnahme Anfang der 90er Jahre seit etwa 1997 relativ stabil ist. Steinkohlestrom, sowie Strom aus Kernenergie nimmt hingegen ab. Das passt, zumindest grob, zur Entwicklung des Primärenergieverbrauchs bezüglich Stein- und Braunkohle in diesem Zeitraum:

    http://www.gvst.de/site/steinkohle/grafik_statistik.htm

    Wie kommst Du jetzt zur Annahme, dass Kohlekraftwerke durch die erneuerbaren Energien oft im "Leerlauf" betrieben werden? Ich sehe vor allem bei der Steinkohle einen sinkenden Verbrauch, der zur sinkenden Strommenge aus diesem Energieträger passt. Wenn die Kraftwerke heutzutage andauernd Kohle verbrennen würden, ohne damit Strom zu produzieren, sollten die Entwicklungen doch eher nicht zusammenpassen. Wo hast Du diese Aussage her?



  • @earli: Ich kritisiere nicht, dass der Gewinn der Unternehmen steigt und mir ist es auch völlig egal, wem die Unternehmen gehören. Ich nehme nur zur Kenntnis, dass die Gewinne steigen.

    Für mich heißt das, dass Steigerungen in den Energiekosten für Endverbraucher teilweise auch zu steigenden Gewinnen der Versorgungsunternehmen führen. Wenn man dann sagt, dass der steigende Strompreis praktisch vollständig auf die Erneuerbaren Energien zurückzuführen ist, dann nimmt man diesen Aspekt einfach nicht wahr.

    Du hast natürlich einen Punkt, wenn Du sagst, dass der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Allerdings hat sich im Strommarkt in den letzten Jahren herausgestellt, dass die Endverbraucher sehr unflexibel bezüglich der Wahl ihres Versorgers sind. Man liest doch immer wieder, wie viel die Haushalte sparen könnten, wenn sie den Stromlieferanten wechseln würden. Trotzdem bleiben die Leute ihren Stromlieferanten treu. Für mich heißt das, dass der Markt hier irgendwie nicht wirklich funktioniert und die Versorger eine gewisse Narrenfreiheit in der Preisgestaltung haben.



  • Gregor schrieb:

    Du hast natürlich einen Punkt, wenn Du sagst, dass der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Allerdings hat sich im Strommarkt in den letzten Jahren herausgestellt, dass die Endverbraucher sehr unflexibel bezüglich der Wahl ihres Versorgers sind. Man liest doch immer wieder, wie viel die Haushalte sparen könnten, wenn sie den Stromlieferanten wechseln würden. Trotzdem bleiben die Leute ihren Stromlieferanten treu. Für mich heißt das, dass der Markt hier irgendwie nicht wirklich funktioniert und die Versorger eine gewisse Narrenfreiheit in der Preisgestaltung haben.

    Das ist alles nur Schau. Man kann beim Wechsel vielleicht von 28 ct aus 25 ct kommen, aber das ist alles ein Witz. In Frankreich kostet der Strom weniger als 15 ct, in den USA 5-10 ct.



  • Interessant sind auch die Kommentare des Artikels. Selbst die linken taz-Leser schütteln den Kopf über das unterdurchschnittliche Wirtschaftsverständnis in diesem Artikel.

    http://www.taz.de/Deutsche-Stromversorger/Kommentare/!c113738/



  • earli schrieb:

    Das ist alles nur Schau. Man kann beim Wechsel vielleicht von 28 ct aus 25 ct kommen, aber das ist alles ein Witz. In Frankreich kostet der Strom weniger als 15 ct, in den USA 5-10 ct.

    Die EEG-Umlage liegt 2013 bei 5,28 Ct/kWh. Wenn man die Mehrwertsteuer noch dazu nimmt, ist man bei 6,28Ct/kWh. Ohne diese Umlage kommt man also von 28Ct/kWh auf vielleicht 22 Ct/kWh. Ist auch nicht wesentlich dramatischer, oder? Auf Deine 15Ct/kWh oder weniger kommt man dadurch zumindest nicht.



  • earli schrieb:

    Interessant sind auch die Kommentare des Artikels. Selbst die linken taz-Leser schütteln den Kopf über das unterdurchschnittliche Wirtschaftsverständnis in diesem Artikel.

    http://www.taz.de/Deutsche-Stromversorger/Kommentare/!c113738/

    Irgendwie hatte ich gerade ein Deja-vu. Wieviele von den Kommentaren hast du geschrieben?
    Arbeitest du direkt oder indirekt für einen Energieversorger oder hast Aktien davon?



  • MrBurns schrieb:

    Irgendwie hatte ich gerade ein Deja-vu. Wieviele von den Kommentaren hast du geschrieben?

    Nur einen. Kommentieren bei der taz macht keinen Spaß, weil man 5 Stunden und länger auf die Freischaltung jedes Kommentars warten muss. Deshalb kann man dort überhaupt nicht diskutieren.

    Arbeitest du direkt oder indirekt für einen Energieversorger oder hast Aktien davon?

    Nö. Ich hab überhaupt keine einzige Aktie. Sogar im Gegenteil: Mein kleiner Bruder hat ein Windrad und mehrere Freunde haben Solardächer. Ich hab nichts gegen erneuerbare Energien, und übrigens hab ich anders als behauptet hier nirgendwo etwas gegen die EEG-Umlage gesagt.

    Ich hab was dagegen, dass der Staat den Markt kaputt macht durch Preisgarantien, garantierte Einspeisevergütung, staatlich festgelegte Preise und so weiter. Ich hab auch nichts dagegen, dass man ein paar Euro kriegt, wenn man sich ein Windrad/Solardach baut. Ich hab aber schwer was dagegen, wenn der Staat einem verspricht, dass er 20 Jahre lang deinen Strom bezahlt, wenn ihn keiner gebrauchen kann. Das sorgt für totale Fehlinvestitionen. Dadurch muss sich der Betreiber eines Solardachs gar nicht mehr Gedanken machen, ob irgendjemand seinen Strom wirklich gebrauchen kann. Und so haben wir enorme Überkapazitäten geschaffen, die dazu führen, dass den halben Tag die Kraftwerke im Leerlauf laufen, und am Wochenende zu viel Strom da ist, den man in der Woche gut gebrauchen könnte. Kohlekraftwerke kosten auch, wenn sie leer laufen. Und Windräder auch, weil der Staat den Betreibern die Einnahmen garantiert hat.

    Nachtrag: Außerdem hab ich schon erklärt, dass drei der vier Stromkonzerne Staatseigentum sind. Ansonsten lässt dein Nickname Nähe zur Nuklearwirtschaft vermuten. :p



  • Entscheidend ist, was die Großindustrie für den Strom zahlt und ob dies wettbewerbsfähig ist. Ohne Arbeitsplatz zahlt der Bürger weder 15 noch 28 Eurocent pro kWh.


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